Pressemitteilungen

Unter den zehn nachhaltigsten Städten weltweit

Hamburg ist unter den zehn nachhaltigsten Städten der Welt. Dies zeigt eine Studie der internationalen Beratungsfirma Arcadis, die in Zusammenarbeit mit dem Londoner Wirtschaftsforschungsinstitut Centre for Economics and Business Research (CEBR) erstellt wurde. Für den „Sustainable Cities Index“ (SCI) wurden weltweit 100 Städte in den Subindexen „Umwelt“, „Wirtschaft“ und „Menschen“ nach einem Kriterienkatalog verglichen. Im Subindex „Umwelt“ wurden beispielsweise Daten zu Umweltrisiken, Energieverbrauch und zur Nutzung erneuerbarer Energien herangezogen. Im Subindex „Wirtschaft“ wurden die Städte anhand ökonomischer Kriterien wie Pro-Kopf-Einkommen, Geschäftsklima, Infrastruktur, Vernetzung und Erwerbstätigkeit bewertet. Der Index „Menschen“ hingegen befasste sich mit den Kriterien Bildung, Gesellschaft, Demografie, Kriminalität, Einkommensverteilung, Lebenshaltungskosten sowie Work-Life-Balance. Der SCI bietet Kommunalpolitiker/-innen die Gelegenheit, ihre Stadt mit anderen Städten weltweit zu vergleichen und Defizite zu erkennen und auszugleichen. Neben Hamburg (Platz 8) schnitten auch Frankfurt (Platz 6) und München (Platz 10) als deutsche Städte bei der Studie gut ab. Der vollständige Report ist unter folgendem Link abrufbar.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 März 2017
Internationales Städtetreffen der UNESCO

In Hamburg trafen sich vom 12. bis 14. Dezember 2016 Expert/-innen aus 26 nordamerikanischen und europäischen Städten, um die Rolle von Städten bei der Umsetzung nachhaltiger Lösungen auf lokaler Ebene durch Bildung zu diskutieren. Eingeladen hatte das UNESCO Institut für Lebenslanges Lernen (UIL) gemeinsam mit der Stadt Hamburg. Die Beteiligung der Städte reichte von den USA bis Georgien und von Finnland bis Griechenland. Mit dabei waren auch die Hamburger Partnerstädte Chicago und St. Petersburg. Die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank eröffnete die Veranstaltung, in der die Teilnehmenden darüber diskutierten, wie die Weltbevölkerung für eine aktive Beteiligung gewonnen werden kann, um gemeinsam eine „bessere Welt“ zu realisieren. Die Ergebnisse der Tagung werden in die internationale Halbzeitkonferenz zum Weltaktionsprogramm BNE einfließen, die im März 2017 in Ottawa in Canada stattfindet. Neben dem Austausch standen auch ein Senatsempfang im Rathaus mit Staatsrat Michael Pollmann von der Behörde für Umwelt und Energie (BUE), eine Exkursion zum Energieberg Wilhelmsburg und eine Besichtigung des Stadtmodells in der BUE auf dem Programm. Weitere Informationen über das internationale Städtetreffen finden Sie unter diesem Link.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg, Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“, 16 Januar 2017
Reminder: Ausschreibung des 2. Hamburger Zukunftspreis

Der Zukunftspreis fördert Projektideen und Vorschläge, die zu Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Gesellschaft beitragen – im Sinne der UN-Konferenz für Entwicklung in Rio de Janeiro (1992) sowie des Weltgipfels von Johannesburg 2002.

Die Leitidee lautet: Heute so leben, dass auch übermorgen alle leben können – überall auf der Welt! 

Der Zukunftspreis ist mit insgesamt 5.000,- Euro für die fünf erstplatzierten Vorschläge dotiert. Das Preisgeld wird von der Effenberger Brot für die Zukunft Stiftung zur Verfügung gestellt. 

Bewerben können sich Hamburger Jugendliche und junge Erwachsene bis 35 Jahren aus Schulen, Berufsbildung, Hochschulen und Betrieben. Einsendeschluss ist der 31.3.2017.
 
Weitere Einzelheiten und Bedingungen für die Bewerbung sowie den Bewerbungsbogen entnehmen Sie hier.

Zukunftsrat Hamburg, 13 Dezember 2016
Ausschreibung für den 2. Hamburger Zukunftspreis 2017

Ziel: Der Preis des Zukunftsrates Hamburg fördert Projektideen und Vorschläge, die zu Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Gesellschaft beitragen – im Sinne der UN-Konferenz für Entwicklung in Rio de Janeiro (1992) sowie des Weltgipfels von Johannesburg 2002.

Die Leitidee lautet: Heute so leben, dass auch übermorgen alle leben können – überall auf der Welt!

Bewerben können sich Jugendliche und junge Erwachsene aus der Metropolregion Hamburg bis zum Alter von 35 Jahren aus Schule, Berufsbildung, Betrieb und Hochschule. Die Bewerbung ist grundsätzlich eine persönliche Bewerbung, Bewerbungen von mehreren Personen als Gruppe sind ebenfalls möglich.

Bewerbungen und Vorschläge sind bis zum 31. März 2017 einzureichen

Als Kriterien für die Auswahl sind insbesondere zu nennen:

  • Vorschläge, die möglichst gleichermaßen zu ökologischen, ökonomischen und sozialen Verbesserungen beitragen, z. B. Ressourcen- und Energieeffizienz, Klimaschutz, Naturschutz, soziale Gerechtigkeit oder Sicherung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit
  • Beiträge, die Bildung zur nachhaltigen Entwicklung fördern – auch als künstlerische oder journalistische Arbeiten
  • Beiträge mit besonderer Innenwirkung im Sinne einer zukunftsfähigen Organisations- oder Unternehmenskultur
  • Die Beiträge sollen langfristig angelegt und innovativ sein sowie möglichst Vernetzungs- und Kooperationseffekte förder
  • Die Vorschläge sollen für praktische Umsetzbarkeit stehen, zur Nachahmung anregen und den Gedanken der Zukunftsfähigkeit in die Gesellschaft tragen

Weitere Informationen finden Sie hier.

Zukunftsrat Hamburg, 17 August 2016
Hamburg übernimmt Vorreiterrolle - Leitfaden Umweltgerechte Beschaffung

Bei der Beschaffung kommt der öffentlichen Hand in der Stadt Hamburg als ehemalige Umwelthauptstadt und als Fair Trade Stadt eine wichtige Vorbildfunktion zu. Mit dem Leitfaden zur umweltfreundlichen Beschaffung hat der Senat im Januar 2016 einen 150 Seiten starken Kriterienkatalog beschlossen, der ökologische Standards bei Einkauf und Vergabe definiert – für Waren vom Druckerpapier über Glühbirnen oder Putzmittel und Wandfarben bis zum Dienstwagen.

Der Leitfaden ist ein wichtiges Signal an Wirtschaft und Privatleute, künftig ebenfalls noch stärker auf die Folgen einer Kaufentscheidung und auf die Geschichte hinter einem Produkt zu achten. Mit ihrer Einkaufsmacht von mehreren hundert Millionen Euro pro Jahr kann die Stadt Hamburg mit dafür sorgen, dass umweltschädliche Produkte sich seltener verkaufen und nachhaltige Produkte am Markt noch mehr Akzeptanz bekommen. Ziel ist es, den Anteil umweltfreundlicher Produkte deutlich auszuweiten und so auch zum Klimaschutz beizutragen.

Hintergrund
In Hamburg ist die umweltverträgliche Beschaffung in § 3 b Hamburgisches Vergabegesetz (HmbVgG) normiert. Eine Konkretisierung und Hilfestellung wird jetzt durch den „Leitfaden für umweltverträgliche Beschaffung der Freien und Hansestadt Hamburg“ (Umweltleitfaden) gegeben, der für die Hamburger Verwaltung verbindlich ist. Den öffentlichen Unternehmen wird er für Vergaben empfohlen.

Der Strategische Einkauf für die Stadt Hamburg ist in der Finanzbehörde angesiedelt. Daneben gibt es vier zentrale Vergabestellen. Ein umfassendes Controlling für diesen Bereich ist im Aufbau. Das jährliche Beschaffungsvolumen der Stadt für den Anwendungsbereich des Umweltleitfadens beträgt ca. 250 Millionen Euro. Die Bundesrepublik Deutschland muss bis zum April 2016 neue Vergaberichtlinien der EU zur Stärkung der nachhaltigen Beschaffung in nationales Recht umsetzen. Hamburg  setzt mit dem Umweltleitfaden dies für die ökologischen Aspekte bereits jetzt in konkretes Handeln um.

Erstellt wurde der „Leitfaden für umweltverträgliche Beschaffung“ von der Berliner Energieagentur im Auftrag der Behörde für Umwelt und Energie. Mit dem Leitfaden bekommen die Beschafferinnen und Beschaffer konkrete Spezifikationen an die Hand, die sie direkt in die Ausschreibungen einbauen können. Für die Lebenszykluskostenanalyse sind die betreffenden Produktgruppen identifiziert und konkrete Arbeitshilfen zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden Schulungen über die Notwendigkeit von Umweltkriterien informieren und die Anwendung des Leitfadens erleichtern.

Der Leitfaden steht hier zum Download bereit.

Hamburg, Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg, 15 Juni 2016
Tagung "Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung voranbringen" am 19. April 2016

Nach der Auftaktveranstaltung im September 2015 treffen sich am 19. April 2016 in Hamburg erneut Vertreter/-innen aus Verbänden und Verwaltung und diskutieren über die weiteren Schritte zur Umsetzung des Weltaktionsprogramm (WAP) in Hamburg. Bei der Veranstaltung stellt die Initiative der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“ mögliche Schritte bis 2019 vor. Sie versucht Ansätze zu finden, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eine zukunftsfähige und nachhaltigere Stadt gestalten kann.

Die Initiative gilt als Koordinationsstelle für die verschiedenen Projekte in Hamburg. Projekte für nachhaltige Bildung, die in Hamburg bereits laufen, sind im Maßnahmenkatalog zu finden. Ziel der Initiative ist es auch, ein flächendeckendes Angebot für alle Bildungseinrichtungen sicherzustellen.

Weitere Informationen: Behörde für Umwelt und Energie (BUE), Initiative Hamburg lernt Nachhaltigkeit, Neuenfelder Str. 19, 21109 Hamburg, Ansprechpartnerin: Alena Kassdorf, Tel.: 040/428402143, alena.kassdorf@bue.hamburg.de, www.hamburg.de/bue, www.hamburg.de/wap

Hamburg, Behörde für Umwelt und Energie (BUE), Initiative Hamburg lernt Nachhaltigkeit, 13 April 2016
Eine-Welt-Preis 2016 der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat den Eine-Welt-Preis 2016 ausgeschrieben. Am Wettbewerb teilnehmen können Personen, Gemeinden, Schulklassen, Fair-Handelsgruppen, Partnerschaftsgruppen oder Initiativen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, die sich in den vergangenen beiden Jahren kreativ und vorbildlich für lebendige Nord-Süd-Beziehungen und eine gerechtere Welt engagiert haben.

Der erste Preis ist mit 3.000, der zweite Preis mit 2.000 und der dritte Preis mit 1.500 Euro dotiert.

Einsendeschluss ist der 15.11.2015.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, 29 Oktober 2015
Verantwortung für die Eine Welt – Das Europäische Jahr für Entwicklung im globalen Zusammenhang

Zu Beginn der Europawoche leitete eine Podiumsdiskussion am 5. Mai im Hamburger Rathaus zugleich eine Serie von lokalen Informationsveranstaltungen zum Europäischen Jahr für Entwicklung ein. Unter der Moderation von Andreas Cichowicz, Chefredakteur des NDR.-Fernsehens, brachten die Diskutierenden die Sichtweise der Europäischen Union, eines afrikanischen Landes und der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen ein.

Dr. Nils Behrndt, Kabinettschef des EU-Kommissars für Entwicklung, stellte die Europäische Union als „wichtigen, aber (für die Partnerländer) schwierigen Geber“ vor. 52 Prozent der weltweiten öffentlichen Finanzleistungen für Entwicklungsländer (ODA) stammten von der EU und ihren Mitgliedstaaten. Leistungen an Regierungen stünden aber unter der Bedingung von guter Regierungsführung und Einhaltung der Menschenrechte, was in mehreren Fällen zur Suspendierung der Auszahlungen geführt habe.   Nach Fehlentwicklungen in der Vergangenheit sei die Europäische Kommission heute sensibler für die Auswirkung ihrer Fachpolitiken auf die Wirtschaft von Entwicklungsländern (insbes. Landwirtschaft und Fischerei). Die Menschen müssten in ihrer Heimat eine wirtschaftliche Perspektive erhalten, damit sie nicht ihre Zuflucht in anderen Ländern suchen.

Christopher Mvula, stellvertretender Botschafter Tansanias, betonte am Beispiel seines Landes die Notwendigkeit, die Wirtschaft zu diversifizieren und die berufliche Qualifikation der jungen Generation daran auszurichten.

Christa Randzio-Plath, Vizepräsidentin von VENRO, und Sonja Birnbaum, Plan International Deutschland, betonten, dass nach dem Vorschlag für ein verbindliches Abkommen auf UN-Ebene nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung künftig in gemeinsamer Verantwortung von Ländern im globalen Norden und Süden verfolgt werden sollen („Post-2015-Agenda“).  Auch die Produktions- und Konsummuster in Europa müssten sich dann  diesen Zielen anpassen.  Faire Handelsbedingungen und umweltverträgliche Investitionen könnten die Wirtschaft der Partnerländer voranbringen. Dennoch dürften sich die öffentlichen Geber nicht aus der Entwicklungszusammenarbeit zurückziehen.  Denn solange die Steuerkraft dieser Länder noch nicht ausreiche, könnten nur Finanzhilfen von außen dafür sorgen, dass das öffentliche Schulsystem allen Kindern die Grundbildung sichere und auch in ländlichen Regionen öffentliche Gesundheitsstationen vorhanden seien.

Hamburg, Senatskanzlei, 11 Mai 2015
Hamburger Koalitionsvertrag bezieht Stellung zu Entwicklungspolitik und fairem Handel

Nach sieben Wochen Verhandlungen steht der Entwurf: SPD und Grüne haben sich in Hamburg auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Der Koalitionsvertrag enthält unter anderem eingehende Ausführungen zur Entwicklungs- und Flüchtlingspolitik. Im Kapitel „Entwicklungspolitik und Fairer Handel“ heißt es, die Stadt setze sich für globale Gerechtigkeit ein und unterstütze Entwicklungsländer. „Insbesondere im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit ist den Koalitionspartnern die Zusammenarbeit mit den Hamburger zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen wichtig. […]Der Senat wird die entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Hamburg auch dadurch stabilisieren, dass die bisherige Projektförderung für das Eine Welt Netzwerk wieder auf eine verlässliche institutionelle Förderung umgestellt wird.“

Außerdem wolle der Senat das Europäische Jahr der Entwicklung 2015 dafür nutzen, in Hamburg den Gedanken der Einen Welt noch breiter zu verankern. Das Engagement im Bereich fairen Handels wollen die Koalitionspartner intensivieren, wichtig sei Ihnen dabei auch der Bereich des „Globalen Lernens“. Im Bereich der Flüchtlingspolitik wurde die Weiterentwicklung und Stärkung der zentralen Ausländerbehörde und der Ausländerabteilungen in den Bezirken vereinbart. Dabei soll auf die Maßnahmen des Modellprojekts des Bundesamtes für Migration und Flucht (BAMF) „Ausländerbehörden – Willkommensbehörden“ zurück gegriffen werden.

Zudem ist die Einrichtung eines Zentrums für Beratung und Behandlung von Folteropfern und traumatisierten Flüchtlingen angedacht. In einem neuen Forum „Flüchtlingshilfe“ soll zukünftig die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Aufnahme, Unterbringung und Integration und Partizipation von Flüchtlingen diskutiert, koordiniert und weiter entwickelt werden.

Hamburg, Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, Senatskanzlei, 16 April 2015
Nachruf auf Senator a.D. Horst Gobrecht

Die Vorsitzende des Hamburger Rates für nachhaltige Entwicklungspolitik würdigt das entwicklungspolitische Engagement von Senator a.D. Horst Gobrecht, der am 26. Januar 2015 im Alter von 78 Jahren verstarb:

„Senator Gobrecht hat sich über Jahrzehnte ganz außerordentlich für die Internationalität Hamburgs und die Wahrnehmung der globalen Verantwortung unserer Stadt in Politik und Gesellschaft  eingesetzt. Von 1988 bis 1991 war er als Senator für Bundesangelegenheiten, Europa und Internationales auch für Hamburgs Entwicklungszusammenarbeit in deren Aufbaujahren verantwortlich. Er erreichte deutliche Mittelaufstockungen und Aufgabenerweiterungen und regte viele öffentliche Aktivitäten an.

In den Jahren nach dem Ausscheiden aus der aktiven Politik hat er sich ehrenamtlich besonders für die Entwicklung von spanischsprachigen Ländern in Zentralamerika und der Karibik engagiert. Aus seiner beruflichen Kompetenz als Steuerberater heraus beriet er die Regierung Kubas bei der Einführung einer eigenen Steuerbasis.

Mit großem persönlichem Einsatz war er von 1997 bis 2009 als Honorarkonsul Nicaraguas in Hamburg tätig. Er hat die Städtepartnerschaft Hamburgs mit León aktiv begleitet und sehr unterstützt.

Bei der Einsetzung des Entwicklungspolitischen Beirats im Jahr 1999 ernannte der Senat Senator a.D. Gobrecht zum Mitglied dieses Gremiums, Vorläufer des heutigen Rates für nachhaltige Entwicklungspolitik. Herr Gobrecht nahm diese ehrenamtliche Aufgabe bis 2004 wahr, in den letzten beiden Jahren als Vorsitzender des Beirats.

Der Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik trauert um Senator a.D. Horst Gobrecht und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“

Hamburg, Senatskanzlei, 5 Februar 2015
Gründung des Teams Faire Schule Hamburg

Das Konzept der Fairen Schule wurde vom Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationszentrum e.V. entwickelt, das in Berlin seit 2013 in Berlin erfolgreich umgesetzt wird. Die Grundidee geht davon aus, Schulen dabei zu beraten, wie die Schulprofile stärker auf Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen ausrichten können. Auch eine stärkere demokratische Schulkultur soll durch die Faire Schule gefördert werden. Eine Faire Schule soll Lust machen, sich zukunftsweisenden Themen zu widmen. Hierfür können die Ressourcen und das Know-How von schulischen und außerschulischen Akteur/-innen miteinbezogen werden. Methodisch basiert die Faire Schule auf dem Konzept der „Bildung für Nachhaltige Entwicklung" (BNE) sowie dem Globalem Lernen. Dieser Lernansatz ist interdisziplinär, interaktiv und er setzt auf selbstständiges Lernen.

Um die Faire Schule auch in Hamburg zu verankern, haben das Landesinstitut für Lehrerbildung & Schulentwicklung, die Open School 21, peace brigades international (pbi) und die Agrar Koordination ein Team gegründet, der praxisnah und engagiert Schulen auf dem Weg zur Fairen Schulen begleiten und beraten soll.

Angeboten werden u.a. Unterstützung bei schulinterne Faire-Schule-AG, Hilfe bei der Schwerpunktsetzung, Beratung bei schulinternen Curricula, Schüler/-innen-Workshops, Lehrerfortbildungen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Hamburg, Hamburg entwickeln für Eine Welt , 7 Januar 2015
Erster Hamburger Zukunftspreis: Einsendeschluss 31. Januar 2015

Der Zukunftsrat Hamburg ruft Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahren aus der Metropolregion Hamburg auf, sich am Ersten Hamburger Zukunftspreis zu beteiligen. Gesucht werden Projektideen, die zur Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Gesellschaft im Sinne der UN-Konferenz für Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 sowie des Weltgipfels von Johannesburg 2002 beitragen. Für die Bewerbung muss ein Bewerbungsbogen ausgefüllt und eine Kurzbeschreibung zum Beitrag und zur Person eingereicht werden. Darüber hinaus soll der Vorschlag in Form eines Posters oder Plakates präsentiert werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Hambur, Zukunftsrat Hamburg, 15 Dezember 2014
Hamburger Aktionsplan zur Unterstützung der UN-Dekade BNE

Zum Abschluss der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt einen abschließenden Hamburger Aktionsplan (HHAP) erstellt, der alle Maßnahmen von 2005 bis 2014 erfasst. Dieser wurde regelmäßig und in enger Abstimmung zwischen den zuständigen Behörden und unter Beteiligung nichtstaatlicher Bildungsakteure in Hamburg aktualisiert und zusammengestellt, um die Ziele der Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“ zu fördern. Es stellt aber kein abgeschlossenes Dokument dar, sondern wird weiterhin regelmäßig aktualisiert.

Der Maßnahmenkatalog – ein Teil des HHAP – enthält Maßnahmen aus allen Bildungsbereichen zur Unterstützung der UN-Dekade in Hamburg. Der Katalog soll die Öffentlichkeit auf die Hamburger Projekte aufmerksam machen, zu weiteren Projekten anregen und eine Vernetzung der einzelnen Akteure ermöglichen. Alle HHAP-Maßnahmen finden Sie in einer Datenbank, die mit freundlicher Unterstützung der S.O.F.-Umweltstiftung Hamburg (www.save-our-future.de) realisiert wurde. Dort sind Informationen über die Akteur/-innen, Ausgangssituation, Ziele, Vorgehensweise, Überprüfungskriterien und Auswertung zu jeder Maßnahme zu finden.

Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Geschäftsstelle der Initiative Hamburg lernt Nachhaltigkeit, 15 Dezember 2014
Sichtbare Zeichen der Städtepartnerschaft Hamburg und Dar es Salaam

Dar es Salaam ist mit mehr als vier Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt Tansanias und wie Hamburg eine bedeutende Hafenstadt. Seit dem Jahr 2005 bestehen freundschaftliche Kontakte und seit Juli 2010 eine offizielle Partnerschaft zwischen beiden Hafenstädten. Diese Partnerschaft ist nun auch für alle Bürgerinnen und Bürger der Städte im Stadtbild sichtbar.

Nachdem bereits am 25. Oktober 2013 in der Hansestadt ein Dar-es-Salaam-Platz eingeweiht wurde, weist nun auch in der tansanischen Partnerstadt eine Straße auf die Städtepartnerschaft hin. Der Bevollmächtigte Hamburgs für Auswärtige Angelegenheiten, Wolfgang Schmidt, und der Bürgermeister von Dar es Salaam, Dr. Didas Massaburi, enthüllten das Schild für die „Hamburg Avenue“ am 30. Oktober 2014.

An der neuen „Hamburg Avenue“ in Dar es Salaam liegt auch das „Umoja House“, in dem die Deutsche Botschaft sowie die Vertretung der Europäischen Union ihren Sitz haben. Die Umbenennung wurde mit einem Straßenfest mit geladenen Gästen, einer lokalen Musikgruppe und Bürgern von Daressalam gefeiert.

Im Rahmen der Feierlichkeiten erklärte Staatsrat Schmidt, die Benennung der Hamburg Avenue sei ein wichtiger Schritt, um die Städtepartnerschaft in Daressalam bekannt zu machen und die Bevölkerung daran teilhaben zu lassen. In Anbetracht der Tatsache, dass die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Daressalam erst seit vier Jahren bestehe, sei es beachtlich, wie viele Projekte sich in dieser Zeit auf unterschiedlichsten Ebenen entwickelt haben.

In seiner Rede verwies Botschafter Egon Kochanke auf die zahlreichen Schulen, Universitäten, Kirchen, Jugendgruppen und Künstler, die über ihre Partnerschaften und gemeinsamen Projekte die Freundschaft zwischen den beiden Hafenstädten mit Leben füllten. Er hob ebenfalls den Wissensaustausch zwischen den Behörden beider Städte zu den Themen Klimawandel, Katastrophenschutz, Infrastruktur und Abfallwirtschaft hervor. Erste Projekte, wie zum Beispiel die Errichtung der ersten tansanischen Kompostieranlage in Kinondoni, würden jetzt in Angriff genommen.

Der Bürgermeister von Daressalam, Massaburi, bezeichnete die „Woche der Städtepartnerschaft“, an der er gemeinsam mit einer 90-köpfigen Delegation aus Tansania im September teilgenommen hatte, als eine der Eckpfeiler der dynamischen Freundschaft der zwei weltoffenen Hafenstädte.

Deutsche Botschaft Daressalam , 24 November 2014
Ausschreibung für den 1. Hamburger Zukunftspreis

„Heute so leben, dass auch übermorgen alle leben können – überall auf der Welt!“ So lautet die Leitidee des 1. Hamburger Zukunftspreises. Dieser fördert Projektideen und Vorschläge, die zur Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Gesellschaft, ganz im Sinne der UN-Konferenz für Entwicklung in Rio de Janeiro (1992) sowie des Weltgipfels von Johannesburg 2002, beitragen. Bewerben können sich Jugendliche und junge Erwachsene bis zu einem Alter von 25 Jahren aus der Region Hamburg.

Bewerbungsschluss ist der 30. November 2014.

Der Zukunftspreis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert, welche von der Effenberger Brot für die Zukunft Stiftung zur Verfügung gestellt werden. Eine Jury, bestehend aus Mitgliedern von Institutionen der Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Soziales, Kultur und Umwelt, wird den Sieger küren. Dieser wird bei der Preisverleihung im Rahmen einer Festveranstaltung des Zukunftsrates Hamburg verkündet. Weitere Informationen sowie der Bewerbungsbogen sind hier zu finden.

Zukunftsrat, Hamburg, 15 Oktober 2014
Woche der Städtepartnerschaft Hamburg - Dar es Salaam: 19. - 28. September

Tansanische Musik, traditionelle Tanz- und Theatervorstellungen und exotische Küche: bei der Städtepartnerschaftswoche Dar es Salaam – Hamburg vom 19. bis 28. September 2014 können die Hamburger ein Stück Afrika hautnah miterleben und ihre tansanische Partnerstadt kennenlernen. Kulturveranstaltungen mit tansanischen und deutschen Künstlern sollen Dar es Salaam der Hansestadt näherbringen und für die afrikanische Kultur begeistern. Wie Partner aus Dar es Salaam und Hamburg zusammenarbeiten, erfahren Besucher bei zahlreichen Informationsveranstaltungen. Außerdem wollen sich rund 40 Partnerorganisationen in Diskussionsrunden über ihre bisherigen Erfahrungen austauschen und gemeinsame Ziele für die Zukunft entwickeln. Dadurch soll die Städtepartnerschaft weiter gestärkt und die Vernetzung beider Städte verbessert werden.
 
Programmhinweise für die Woche der Städtepartnerschaft finden Sie hier.

Hamburg, Kooperationsstelle Hamburg - Dar es Salaam, 20 August 2014
Hamburg „norddeutsch und nachhaltig“ (NUN) – Zertifikat für Bildungsarbeit im Sektor Nachhaltige Entwicklung

Am 19. Juni 2014 erhielten zehn ausgezeichnete Bildungsakteure und -akteurinnen aus dem Bereich außerschulischer Bildung für nachhaltige Entwicklung erstmals das NUN-Zertifikat „norddeutsch und nachhaltig“ von Umweltstaatsrat Holger Lange. Das NUN-Verfahren zertifiziert Hamburger Einrichtungen sowie Bildungsakteurinnen und Bildungsakteure, die konsequent und umfassend Themen aus den Bereichen Klimawandel, Ernährung, Biodiversität und Gerechtigkeit aufgreifen. Staatsrat Lange: „Die Personen und Einrichtungen, die hinter dieser Bildungsarbeit stehen, leisten mit ihren pädagogisch und inhaltlich überzeugenden Bildungsangeboten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in Hamburg.“

Um ein NUN-Zertifikat zu erhalten, müssen sich die Bildungseinrichtungen von einer Kommission hinsichtlich folgender Kriterien beurteilen lassen: Anforderungen an ein Leitbild, das pädagogische Konzept, die Qualifikation der pädagogisch Tätigen, die Öffentlichkeitsarbeit, die Organisation und die Infrastruktur der Bildungseinrichtungen. Die Antragsteller konnten vorab Workshops besuchen, um sich im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) fortzubilden und die NUN-Kriterien erfüllen zu können. Finanziell gefördert wird die Umsetzung des Qualitätsentwicklungsprozesses und der NUN-Zertifizierung durch die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Weitere Informationen zum Zertifizierungsverfahren und zu den zehn NUN-zertifizierten Bildungseinrichtungen finden Sie unter: www.hamburg.de/nun-zertifizierung.

Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, 16 Juli 2014
Großes Interesse an NUN-Zertifizierung

Sechs Einzelakteur/-innen und sechs Bildungseinrichtungen haben in den letzten Wochen einen Zertifizierungsantrag als Bildungszentrum, Bildungseinrichtung oder Bildungspartner/Bildungspartnerin für Nachhaltigkeit gestellt. Die Begutachtung durch die Hamburger Zertifizierungskommission beginnt Anfang März. „Wir freuen uns über das große Interesse an dem NUN-Zertifikat! Es zeigt, dass die Akteurinnen und Akteure der außerschulischen Bildung in Hamburg ihre Bildungsarbeit im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung weiterentwickeln wollen und auch bereit sind, diese auf den Prüfstand zu stellen“, so Jürgen Forkel-Schubert von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Die NUN-Zertifizierung wird hierfür als nützliches Instrument angenommen und von den Bildungsaktiven aus diesem Bereich mit getragen.

Die Begutachtungsteams, die die Antragsstellenden in den nächsten Monaten bei Ihrer Arbeit besuchen werden und die Anträge bewerten, setzen sich aus Mitgliedern der Zertifizierungskommission zusammen. In einer abschließenden Sitzung der Zertifizierungskommission wird dann über alle zwölf Anträge entschieden. Die feierliche Zertifikatübergabe zur Würdigung der Zertifizierten ist für Juni 2014 geplant. Aktuelle Infos zur NUN-Zertifizierung in Hamburg finden Sie unter www.hamburg.de/nachhaltigkeitlernen/qualitaetsentwicklung/verfahren/.

S.O.F. Save Our Future - Umweltstiftung, 10 März 2014