Pressemitteilungen

Klimaschutzplan 2025 im Kabinett verabschiedet

Am 13. März 2017 hat die Landesregierung den Integrierten Klimaschutzplan (iKSP) 2025 im Kabinett verabschiedet. Der Klimaschutzplan enthält 140 konkrete Maßnahmen, die als Basis zur Umsetzung des Ziels, Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, dienen. Dies hat die hessische Landesregierung im Jahr 2015 als langfristiges Klimaschutzziel beschlossen. „Der Klimawandel ist schon in vollem Gange – die letzten beiden Jahre waren die wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Wir können und müssen ihn abmildern und uns auf seine Auswirkungen einstellen“, so die hessische Klimaschutzministerin Priska Hinz. Die Erarbeitung des Klimaschutzplans erfolgte anhand eines Beteiligungsverfahrens unter Einbeziehung der Öffentlichkeit und zivilgesellschaftlicher Akteure. Die Maßnahmen decken ressortübergreifende Handlungsfelder ab: von der Landwirtschaft über die Wirtschaft, den Energiesektor zum Verkehr bis hin zum Gebäudesektor und der Gesundheit. Mit der Verabschiedung des Klimaschutzplans durch das Kabinett wurde seine Umsetzung eingeleitet.

Alle Informationen sowie den Klimaschutzplan als PDF finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 13 April 2017
Hessen fördert Projekte zur Erinnerungskultur in Chile

Ministerpräsident Volker Bouffier: „Wir setzten uns gegen das Vergessen ein und nehmen Anteil am Schicksal der Opfer der Militärdiktatur“

Die Hessische Landesregierung und der Hessische Landtag unterstützen zwei Projekte in Chile, die die Erinnerung an die Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen der Pinochet-Diktatur wach halten sollen. „Die Gewaltherrschaft und das schlimme Schicksal zehntausender Menschen darf niemals in Vergessenheit geraten. Dafür setzen wir uns ein – gemeinsam mit den Projektpartnern vor Ort, der „Villa Grimaldi“ und dem Museum für Menschenrechte und Erinnerung“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier. Der hessische Regierungschef hatte im September 2016 gemeinsam mit Mitgliedern des Hessischen Landtags diese zwei Gedenkstätten in Santiago de Chile besucht und Opfer des Regimes von Augusto Pinochet getroffen.

Schüler zu Erinnerungsbotschaftern ausgebildet

In der „Villa Grimaldi“, auf deren Gelände von 1975 bis 1988 Oppositionelle gefoltert und umgebracht wurden, werden bis zum Jahresende einhundert chilenische Schülerinnen und Schüler zu Erinnerungs- und Menschenrechtsbotschaftern ausgebildet. Das Museum für Menschenrechte und Erinnerung (Museo de la Memoria y los Derechos Humannos) macht landesweit mit sogenannten Stolpersteinen auf das Schicksal von Bürgerinnen und Bürgern aufmerksam, die während der Militärdiktatur verschwunden sind und ermordet wurden. Vorbild sind die Gedenksteine, die der deutsche Künstler Gunter Demnig zur Erinnerung an jüdische NS-Opfer in vielen deutschen Städten verlegt hat.

Erinnerungskultur fördert Aussöhnung von Tätern und Opfern

„Der Besuch der Gedenkstätten und die persönliche Begegnung mit den Opfern dieser grausamen Zeit hat mich auf meiner Delegationsreise im vergangenen Jahr tief berührt und bewegt mich auch heute noch“, sagte Volker Bouffier. „Die innere Aussöhnung im Land wird noch Jahre brauchen. Die Projekte der Gedenkstätten, die bis zum Ende des Jahres laufen, sind ein Baustein der Erinnerungskultur, mit der wir die Aussöhnung von Tätern und Opfern fördern wollen.“ Auch für die Landtagsabgeordneten Heiko Kasseckert (CDU), Günter Rudolph (SPD), Angela Dorn (Grüne) und Florian Rentsch (FDP) ist dieser Weg ein Beitrag, Demokratie und Menschenrechte in Chile zu festigen. „Ohne sie kann es keine nachhaltige Entwicklung geben. Die Aufarbeitung der Vergangenheit ist die notwendige Voraussetzung dafür“, so die Abgeordneten.

Zur Entwicklungszusammenarbeit

Die Förderung in Höhe von knapp 36.000 Euro ist Teil der Entwicklungszusammenarbeit des Landes Hessen. Sie wird seitens des World University Service (WUS) umgesetzt, der seit über 50 Jahren in Chile tätig ist und während der Pinochet-Diktatur rund 6.000 politisch verfolgte Chileninnen und Chilenen mit Stipendien gefördert hat.

Hessische Staatskanzlei, 11 April 2017
Nachhaltigkeit früh lernen und leben

Fachtagung am Mittwoch, 8. März, beschäftigt sich mit dem Thema „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)“ / Praxisbeispiele in Workshops

„Nachhaltig zu leben, zu denken und zu wirtschaften nützt allen: der Gesellschaft, dem Klima und den knapper werdenden Ressourcen. Ich bin mir sicher: Je früher ein Bewusstsein für ein nachhaltiges Handeln entwickelt wird, umso selbstverständlicher wird es Teil des Alltags“, sagte Umweltministerin Priska Hinz im Vorfeld der Fachtagung „Nachhaltigkeit lernen in Hessen“ in der Hochschule Fulda. Am kommenden Mittwoch, 8. März 2017, werden rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber diskutieren, inwieweit Bildung Schlüssel für den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft sein kann und sein muss. Veranstaltet wird die Fachtagung von der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen und dem Hessischen Umweltministerium, ausgerichtet von der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltbildung Hessen e.V. mit Unterstützung des VCI Hessen.

„Bildung für Nachhaltige Entwicklung“

Unter dem Stichwort „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“, kurz BNE, hat Hessen bereits beispielhafte Projekte umgesetzt – etwa das Landesprogramm Umweltschule oder das Zertifizierungsverfahren „Bildungsträger für nachhaltige Entwicklung“. Damit setzt sich das Land Hessen für eine Bildung ein, die vorausschauendes und systemisches Denken fördert und zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Dazu gehört zum einen Herausforderungen wie die Globalisierung und den Klimawandel zu verstehen. Zum anderen geht es aber auch darum, mit technischen Möglichkeiten, sozialen oder wirtschaftlichen Innovationen umgehen zu können. Und schließlich erfordert es auch den Willen, gemeinsam neue Wege zu einer nachhaltigen, gerechten und lebenswerten Gesellschaft zu gehen.

Bei der Fachtagung in Fulda zeigen Expertinnen und Experten aus Hochschulen und Allgemeinbildenden Schulen, aus Umweltbildungszentren und aus der Industrie, wie nachhaltiges Lernen schon bei Schülerinnen und Schülern funktionieren kann: In den Naturwissenschaften, in der entwicklungspolitischen Bildung und in der Umwelt- und Naturerziehung.

Zum Ablauf:

Eröffnet wird die Tagung mit der Keynote des Direktors des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, Prof. Dr. Dirk Messner, zu globalen Herausforderungen. Renommierte Experten geben anschließend Impulse zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Grundschule, den weiterführenden Schulen und der beruflichen Bildung. Schwerpunktthema des Tages ist der MINT-Unterricht, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Nachmittags kann in 15 Workshops Praxiserfahrung gesammelt werden: Grundschulen lernen, wie sie Energie schlau nutzen oder wie sie „Kunos coole Kunststoffkiste“ im Unterricht einsetzen können. Weiterführende Schulen richten eine Weltladen AG ein, erproben sich beim Solarrennen Rhein Main und erfahren, was die 4.000 Liter Wasser, die wir pro Tag „einkaufen“, mit der Austrocknung des Aralsees in Kasachstan zu tun haben. Auch Themen wie Biodiversität in „Wilden Ecken“, „Schicksale des Klimawandels“ und nachhaltige Ernährung sind vertreten. Eingerahmt werden die Vorträge und Workshops vom Markt der Möglichkeiten mit Bildungspartnern und Projekten aus Hessen. Für eine fachkundige und kurzweilige Moderation sorgt Dr. Tanja Busse, Autorin von „Die Wegwerfkuh“ und Trägerin des Journalistenpreises „Bio“.

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 7 März 2017
Hessen unterstützt albanische Studierende mit Stipendien

Ministerpräsident Volker Bouffier: „Der Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg des Landes liegt in der Ausbildung junger Menschen.“

Hessen unterstützt 50 albanische Studentinnen und Studenten mit Stipendien und fördert ihre Qualifizierung als Existenzgründer. Ziel ist, die Abwanderung junger Menschen zu verhindern. „Die Lage auf dem albanischen Arbeitsmarkt ist sehr schwierig. Trotz der Reformen in ihrem Land haben viele junge Menschen ihre Heimat verlassen und sind – trotz fehlender Bleibeperspektive – auch nach Hessen gekommen. Deshalb hat sich die Hessische Landesregierung zur Hilfe vor Ort entschlossen und leistet einen Beitrag zur Bekämpfung von Fluchtursachen“, sagte der Ministerpräsident bei seinem Besuch des Stipendiaten-Programms in Tirana.

„Der Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg des Landes liegt in der Ausbildung junger Menschen. Hier setzen wir mit unserem Programm an“, so Bouffier bei seiner Auslandsreise. In einem Gesprächsforum diskutierten Politiker, Stipendiaten und Unternehmensvertreter in der deutschen Botschaft die Nachwuchsförderung und Berufsperspektiven. „Sie haben eine große Chance. Sie sind die erste Generation, die ohne Verstrickungen in die Vergangenheit die Zukunft gestalten kann. Ich wünsche mir, dass Ihr Mut und Ihr Enthusiasmus in diesem Land honoriert werden. Mit diesem Programm haben wir eine gemeinsame Erfolgsgeschichte gestartet“, ermutigte der Ministerpräsident die Stipendiaten.

Hessische Staatskanzlei, 2 März 2017
Neue Ausgabe der "Plattform für Nachhaltigkeit" erschienen

Ein ereignisreiches Jahr 2016 geht zu Ende und es beginnt die Zeit der Jahresrückblicke. Passend dazu erscheint die neuste Ausgabe der Plattform - natürlich mit einem spannenden Rückblick, aber auch mit vielen weiteren Informationen rund um Nachhaltigkeit in Hessen.

Die Publikation finden Sie hier.

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 14 Dezember 2016
Gemeinsame Ziele für eine nachhaltige Entwicklung in Hessen

Erste Sitzung der Task-Force zur Weiterentwicklung der Ziele und Indikatoren / Partizipativer Prozess gestartet / Bis Mai 2017 sollen erste gemeinsame Ergebnisse vorliegen

Die Nachhaltigkeitskonferenz hatte im Mai die Überarbeitung des derzeitig gültigen Katalogs an Zielen und Indikatoren beschlossen, denn die im Jahr 2009 vereinbarten Zielwerte richten sich überwiegend auf das Jahr 2020 – und das rückt näher. Die Überarbeitung greift dabei auch die aktuellen nationalen und internationalen Entwicklungen wie die Sustainable Developement Goals (SDGs) der Vereinten Nationen und des Berichts der Bundesregierung zur Lebensqualität in Deutschland auf.

Auch der neue Katalog mit Zielen und Indikatoren wird das Ergebnis eines intensiven Austauschs zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft sein. Zentraler Ort des partizipativen Prozesses ist die sogenannte „Task-Force Ziele und Indikatoren“.

Begleitet und unterstützt wird die Arbeit der Task-Force durch das Hessische Statistische Landesamt. Dr. Christel Figgener, Präsidentin des Hessischen Statistischen Landesamtes freut sich auf die anstehende Debatte. „Bei einem so großen und wichtigen Projekt dabei zu sein, bedeutet für mich Freude und Verantwortung zugleich. Denn Nachhaltigkeit und Wohlstandsmessung gehören zu den spannendsten, aber auch komplexesten Themen im Arbeitsfeld der amtlichen Statistik.“

Nach dem ersten Teil des Prozesses mit mehreren Sitzungen der Task-Force, onlinebasierten Formaten und begleitenden Treffen aller Ressorts der Landesregierung sollen bereits im kommenden Mai Ergebnisse auf dem Tisch liegen: Die Nachhaltigkeitskonferenz wird dann über den Vorschlag für ein neues Indikatorenset entscheiden. Neben der grundsätzlichen Struktur des Sets und den konkreten Indikatoren soll der Vorschlag der Task-Force auch erste Empfehlungen enthalten, welche Indikatoren zukünftig als Zielindikatoren aufgenommen werden.

Gegenstand der daran anschließenden zweiten Prozessphase ist die Entwicklung der Zielwerte zu den gewählten Zielindikatoren. Die Task-Force soll auch hierzu einen gemeinsamen Vorschlag erarbeiten und diesen in der Nachhaltigkeitskonferenz im Mai 2018 präsentieren.

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 6 Dezember 2016
Hessen übernimmt humanitäre Verantwortung für Kriegsopfer im Nordirak

Die zahlreichen Konflikte und Kriege in vielen Teilen der Welt haben auch die Anzahl der Menschen erhöht, die bei uns in Hessen Zuflucht gesucht haben. Als wirtschaftsstarkes Land nehmen wir unsere humanitäre Verantwortung in Hessen selbstverständlich und gerne wahr. Gleichzeitig ist es uns wichtig, dass auch in den Krisenregionen Hilfe ankommt. So sind beispielsweise innerhalb des Iraks mehr als drei Millionen Menschen auf der Flucht. Die Landtagsfraktionen von CDU, SPD und Grünen haben gemeinsam mit der Landesregierung entschieden, mit konkreten Maßnahmen im Nordirak zu helfen. Das haben die Fraktionsvorsitzenden Michael Boddenberg und Thorsten Schäfer-Gümbel sowie die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sigrid Erfurth mit dem Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, vereinbart. Aus dem Landeshaushalt steht hierfür insgesamt eine Million Euro zur Verfügung. Ziel ist die Unterstützung von Projekten in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt, die durch etablierte Hilfsorganisationen in der Region betrieben werden.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Boddenberg erklärte dazu: „Hessen übernimmt humanitäre Verantwortung für die Opfer von Krieg, Flucht und Vertreibung im Nord-Irak. Wir haben in den vergangenen Monaten entschlossen gehandelt und vielen Schutzbedürftigen in unserem Land Sicherheit gewährt. Unser Ziel ist es aber, neben der Bekämpfung der Fluchtursachen, den betroffenen Menschen in den Kriegsregionen direkt zu helfen. Dort ist die Hilfe am nötigsten. Hier hat die Völkergemeinschaft in den vergangenen Monaten sehr häufig versagt und so erst den Flüchtlingsstrom nach Europa ausgelöst. Mit den vereinbarten Maßnahmen wollen wir nun unseren Beitrag aus Hessen dazu leisten, damit die geschundenen Menschen wieder eine Lebens- und Zukunftsperspektive in der Nähe ihrer Heimat haben.“

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel sagte: „Nach meinem Besuch von Flüchtlingslagern im Nordirak und dem Leid der Menschen, das ich mit eigenen Augen gesehen habe, ist in mir die Überzeugung gereift, dass wir auch aus Hessen heraus parteiübergreifend zusätzliche Anstrengungen unternehmen müssen, um den Menschen zu helfen. Der Großteil der Menschen, die unter Krieg, Gewalt und Vertreibung leiden, hat mir immer wieder von ihrem Wunsch nach Rückkehr in ihre Dörfer und Städte nach dem Ende des Krieges erzählt. Daher ist die Hilfe für die Menschen vor Ort am wichtigsten und ich freue mich, dass es uns gelungen ist, eine solche Hilfsleistung zu realisieren. Durch unsere Zusammenarbeit wird es möglich sein, dass Familien in festen Unterkünften leben, Mädchen und Jungen in die Schule gehen und traumatisierten Kindern geholfen werden kann. Es ist sicher nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber ein Hoffnungsschimmer für die erreichten Menschen.“

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sigrid Erfurth, erklärte: „Hilfe direkt in den Krisenregionen und die Bekämpfung der Fluchtursachen sind der beste Weg, damit Menschen sich nicht auf die lange, gefährliche Reise nach Europa begeben. Wir sind sehr froh, dass Hessen einen Beitrag für diese große humanitäre Aufgabe leistet und dass der Landtag dies fraktionsübergreifend unterstützt. Aus GRÜNER Sicht ist es darüber hinaus nötig, die Folgen unserer Wirtschaftsweise im Blick zu behalten. So erzeugt die Erderwärmung, die vor allem die industrialisierten Länder verursachen, Not und Armut in besonders betroffenen Regionen und heizt damit auch Fluchtbewegungen an. Auch der europäische Hunger nach Lebensmitteln aus aller Welt verursacht Konflikte. Wir müssen also beispielsweise in unserer Energie- und Landwirtschaftspolitik die Folgen für andere Gegenden der Welt berücksichtigen, denn Hessen ist keine Insel. Global denken, lokal handeln: Dieser Grundsatz nachhaltiger Politik gewinnt durch die Flucht so vieler Menschen nach Europa anschaulich an Bedeutung.“

Von November 2016 sollen für zunächst sieben Monate in Dohuk/Nordirak Unterkünfte für 330 syrische Flüchtlingsfamilien gebaut werden. Etwa 1650 vom Krieg betroffene Menschen sollen so wieder ein festes Dach über dem Kopf bekommen. Das Projekt wird vom Deutschen Roten Kreuz gemeinsam mit seiner Partnerorganisation Irakischer Roter Halbmond umgesetzt. Nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ sollen die 330 Familien Materialien erhalten, um selbst entsprechende Unterkünfte bauen zu können.

Im Jahr 2017 wollen wir zwei Projekte des Technischen Hilfswerks (THW) und ein Projekt der Christlich-Ezidischen Gesellschaft für Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft unterstützten. Beim ersten THW-Projekt geht es darum, im Nordirak eine Schule für den ganzjährigen Unterricht zu errichten. Vorgesehen sind sechs Klassenräume in Containerbauweise mit Sanitäranlagen und Aufenthaltsbereichen. Das zweite THW-Projekt ist ein sogenanntes „child friendly spaces“, also die Errichtung von Schutz- und Spielräumen für traumatisierte Kinder, das mit dem ersten Projekt gekoppelt am gleichen Ort im Nord-Irak umgesetzt werden soll. Schließlich unterstützen wir die Eröffnung eines Waisenhauses für etwa 25 bis 30 Kinder und fünf Frauen (Witwen) durch die Christlich-Ezidische Gesellschaft für  Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft in der Region Kurdistan/Nordirak. Hier sollen bestehende Immobilien ertüchtigt, repariert und eingerichtet werden.

Wiesbaden, Hessischer Landtag, 25 Oktober 2016
Spatenstich für neuen Campus der Vietnamesisch-Deutschen Universität

Binh Duong-Campus. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute am Spatenstich für den neuen Campus der Vietnamesisch-Deutschen Universität/Vietnamese-German University (VGU) auf dem Gelände des zukünftigen Campus vor den Toren von Ho-Chi-Minh-Stadt teilgenommen. Die feierliche Zeremonie fand in Anwesenheit des Präsidenten der Vaterlandsfront Vietnams, Professor Nhan, und des Ministers für Erziehung und Bildung, Professor Nha, sowie von Vertretern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Weltbank statt.

Bedeutender Meilenstein für die VGU

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Der heutige Spatenstich ist ein historischer Tag und zugleich ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte der Vietnamesisch-Deutschen Universität. Wir schaffen mit dem umfangreichen Bauvorhaben moderne und zukunftsweisende Rahmenbedingungen, die die Vietnamesisch-Deutsche Universität auf dem Weg zu einer exzellenten Ausbildungs- und Forschungsuniversität weiter nach vorne bringen werden.“

Nach den vereinbarten Entwicklungsschritten mit der Sozialistischen Republik Vietnam trägt die vietnamesische Seite die Infrastruktur der Hochschule. Zu Finanzierung des neuen Campus und zum Aufbau der Verwaltung erhält Vietnam von der Weltbank einen Kredit in Höhe von 180 Millionen US-Dollar. Weitere 20 Millionen US-Dollar bringt Vietnam als Eigenbeteiligung auf.

Nach einem internationalen Architekturwettbewerb erhielt 2013 das amerikanische Architektur- und Planungsbüro Machado Silvetti (Boston) den Zuschlag für die Planung des neuen Campus und dem Entwurf für Labore, Lehr- und Verwaltungsgebäude. Auch die Studierenden der VGU wurden in einem eigenen Design-Wettbewerb aufgefordert, Ideen für den neuen Campus vorzustellen. In der ersten Ausbaustufe entsteht bis 2020 ein Campus mit Lehr-, Forschungs- und Verwaltungsgebäuden, der rund 5.000 Studierenden Platz bietet. Das vorhandene Planungskonzept ermöglicht einen langfristigen Ausbau für bis zu 12.000 Studierende.

50 Hektar für Forschung und Lehre

Die großzügige Anlage in der Provinz Binh Duong mit einer Gesamtfläche von rund 50 Hektar umfasst sieben Labor- und Forschungsgebäude für rund 180 Labore und Forschungseinrichtungen. Die Gesamtfläche der Labore, die nach modernsten internationalen Standards ausgestattet werden, beträgt rund 14.000 Quadratmeter. Neben Verwaltungsgebäuden sind in der Anlage des neuen Campus auch eine Bibliothek, eine Mensa, eine Halle für akademische Feiern, eine Ausstellungshalle sowie verschiedene Sporteinrichtungen vorgesehen. In Ergänzung dazu werden Wohnanlagen für Studierende sowie für Wissenschaftler entstehen.

Deutsch-vietnamesisches Erfolgsmodell

„Mit dem attraktiven Design und der klaren Konzeption des neuen Campus werden für die VGU moderne und zukunftsweisende Rahmenbedingungen geschaffen. Seit ihrer Gründung hat sich die VGU in wenigen Jahren zu einem deutsch-vietnamesischen Erfolgsmodell entwickelt. Mit der modernen Lehr- und Forschungsinfrastruktur setzen wir erneut Maßstäbe. Der neue Campus wird sicherlich auch für die Provinz Binh Duong positive Impulse bringen“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, 6 Oktober 2016
Kultusminister Lorz zeichnet neue „Umweltschulen“ aus

Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat heute in den Beruflichen Schulen Bad Hersfeld 73 neue „Hessische Umweltschulen“ ausgezeichnet. „Gemeinsam mit meiner Kollegin, Umweltministerin Priska Hinz, darf ich Ihnen allen sehr herzlich zu Ihrer Auszeichnung gratulieren! Sie motivieren junge Menschen mit Ihren kreativen Angeboten dazu, sich für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen“, so Lorz anlässlich der Feierstunde. Mit den heute neu oder erneut ausgezeichneten Schulen nehmen inzwischen mehr als 176 hessische Schulen am Landesprogramm „Umweltschule“ teil, das Schulen für ihr besonderes Engagement im Bereich Umwelterziehung und ökologische Bildung auszeichnet.

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
Das Projekt „Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ ist eine gemeinsame Initiative des Hessischen Kultusministeriums und des Umweltministeriums. Gewürdigt wird dabei auch die Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Unterstützt werden die Schulen in diesem Prozess vom Beratungsnetzwerk der hessischen Umweltbildungszentren und einer zentralen Landeskoordination. Auf ihrem Weg zur Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung werden den teilnehmenden Schulen Fortbildungen, Fachtagungen und persönliche Hilfestellung angeboten. Die Ausschreibung „Umweltschule“ gibt es in Hessen seit 1999 und richtet sich an jede Schulform, von der Grundschule über die Haupt-, Real- und Mittelstufenschule, das Gymnasium, die Gesamtschulen bis zu den Berufsschulen. 2012 wurde die Initiative „Umweltschule“ von der Deutschen UNESCO-Kommission als „Offizielle Maßnahme der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

„Ich bin wirklich beeindruckt von der Vielfältigkeit der Projekte, mit denen sich die unterschiedlichen Schulen, die wir heute ausgezeichnet haben, auf den Weg zu einer verbesserten Umweltbildung gemacht haben und damit ihren Bildungsbeitrag als Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten. Mein besonderer Dank gilt dabei unseren Lehrerinnen und Lehrern, den Schulleitungen und natürlich auch den Schülerinnen und Schülern für ihr tolles Engagement“, sagte der Kultusminister abschließend.

Schon die Jüngsten für Nachhaltigkeit begeistern
„Das Programm Umweltschule steht dafür, schon die Jüngsten für Nachhaltigkeit zu begeistern. Dabei geht es nicht nur um klassische Umweltthemen, sondern auch um Klimawandel, nachhaltigen Konsum, soziale Gerechtigkeit oder globale Entwicklungszusammenhänge. Die heute ausgezeichneten Schulen sind wichtige Lernorte für die Generationen, die in der Zukunft die Verantwortung übernehmen werden“, so Umweltministerin Priska Hinz.

Seit 2011 werden südhessische und nordhessische Schulen jährlich wechselnd ausgezeichnet. Das bedeutet gleichzeitig, dass sich der Zeitraum für die Projektarbeit der Schulen auf zwei Jahre ausdehnt und dementsprechend auch die Auszeichnung für zwei Jahre Gültigkeit besitzt. Mit ihren Präsentationen im AudiMax der gastgebenden Beruflichen Schulen Bad Hersfeld zeigten die Schülerinnen und Schüler, wie sie Themen wie Klimaschutz, Wasser, Ressourcen, Naturschutz, Wald, Biodiversität, Nachhaltigkeit, fairer Handel oder auch Ernährung in ihrer Projektarbeit aufgreifen.

Hessisches Kultusministerium, 5 Oktober 2016
Hessen unterstützt 250 Studierende in Vietnam mit Stipendien

Ho-Chi-Minh-Stadt. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute während einer feierlichen Zeremonie im Wiedervereinigungspalast in Ho-Chi-Minh-Stadt Sur-Place-Stipendien an 71 vietnamesische Studierende überreicht.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Hessen unterstützt seit mehr als 20 Jahren über Sur-Place-Stipendienprogramme  Studierende in Vietnam. Ich bin der festen Überzeugung, dass das Land zur weiteren Modernisierung gut ausgebildete Akademiker und Nachwuchswissenschaftler braucht, die die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung vorantreiben. Dazu leistet die Vietnamesisch-Deutsche-Universität genauso einen wichtigen Beitrag wie unsere speziellen Sur-Place-Stipendien.“

250 Sur-Place-Stipendien in Vietnam

Die Landesregierung hat für das Programmjahr 2016/2017 rund 60.500 Euro für insgesamt 250 Sur-Place-Stipendien in Vietnam bereitgestellt. Dieses besondere Förderprogramm kommt speziell Studierenden in Entwicklungsländern zugute. Wesentliches Ziel dabei ist, dass die jungen Frauen und Männer während des Grundstudiums in ihrem Land bleiben können, somit entwickelt sich auch das Hochschulsystem im Land weiter.

Aus der Menge der Studierenden, die die Landesregierung mit den Sur-Place-Stipendien fördert, kann dann wiederum eine Auswahl der Besten für ein weiterführendes Studium in Hessen erfolgen. Das Wissenschaftsministerium hat bisher vergleichbare Programme für Mali, Armenien und Vietnam aufgelegt.

Studierende aus sozial schwachen Familien

„Ich freue mich, dass die Vergabezeremonie in diesem Jahr an einem für die jüngere vietnamesische Geschichte bedeutenden Ort in Ho Chi Minh-Stadt stattfindet“, betonte Wissenschaftsminister Rhein. „Wir wählen für die Sur-Place-Stipendien gezielt Studierende mit guten bis sehr guten fachlichen Leistungen aus sozial schwachen Familien aus. Gleichzeitig leisten wir damit einen Beitrag zur finanziellen Absicherung des Grundstudiums von künftigen Fach- und Führungskräften in Entwicklungsländern und wirken somit auch einer möglichen Abwanderung des akademischen Nachwuchses aus ökonomischen Gründen entgegen“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

Eine Bildergalerie zur Delegationsreise in Vietnam finden Sie hier.

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, 5 Oktober 2016
Delegationsreise nach Vietnam

Vietnamesisch-Deutsche Universität steht im Fokus des Besuchs

Wissenschaftsminister Boris Rhein reist heute mit einer hessischen Delegation nach Vietnam. Im Fokus des Besuchs steht die Vietnamesisch-Deutsche Universität/Vietnamese-German University (VGU) in Ho-Chi-Minh-Stadt. Anlass für die Delegationsreise ist – neben der turnusmäßig stattfindenden Universitätsratssitzung – der Spatenstich für den neuen Campus der VGU. Dieser soll in Zukunft den Studierenden, Dozenten und Mitarbeitern gleichermaßen ein ideales Lern- und Arbeitsumfeld bieten.

Neuer Campus ist ein Meilenstein

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Der Neubau des neuen Campus ist ein Meilenstein in der Geschichte der VGU. Er leistet einen wesentlichen Beitrag zum Ziel der VGU, ihre Rolle in Bildung und Forschung in Vietnam und weltweit zu stärken. Die Landesregierung  unterstützt die Finanzierung der Studiengänge und den weiteren Ausbau der Verwaltung der Universität in diesem und im nächsten Jahr mit jeweils 1,5  Millionen Euro. Hier versprechen wir uns – insbesondere durch die enge Zusammenarbeit mit der hessischen Wirtschaft – neue Chancen und Absatzmärkte für die Zukunft.“

An der VGU bilden Wissenschaftler aus Deutschland in Zusammenarbeit mit vietnamesischen Lehrenden Studierende aus. Die Absolventinnen und Absolventen erhalten Bachelor- und Masterabschlüsse deutscher Universitäten.

Spatenstich und Universitätsratssitzung

Die im September 2008 eröffnete VGU, an deren Gründung Hessen maßgeblich beteiligt war, ist die erste staatliche vietnamesische Universität mit einem internationalen Partner, die weitgehende Autonomie genießt. Die hessischen Zuschüsse fließen sowohl in den Aufbau der Studiengänge als auch in den Aufbau der Verwaltung. Die VGU orientiert sich an deutschen Qualitätsstandards und insbesondere an den auf weitgehende Autonomie setzenden Hochschulmodellen in Hessen. So stand die Satzung der Technischen Universität Darmstadt Pate für die Satzung der VGU – ein absolutes Novum im Hochschulsystem Vietnams.

Die derzeit rund 1.100 Studierenden in derzeit elf Studiengängen erhalten nach erfolgreichen Prüfungen einen deutschen Universitätsabschluss. Die VGU bringt in diesem Jahr bereits den 6. Absolventenjahrgang mit Bachelor- und Masterstudierenden hervor.

Neben dem Spatenstich nimmt Wissenschaftsminister Boris Rhein an der 9. Universitätsratssitzung der VGU teil. Der Rat ist das höchste Gremium der Universität, dem Wissenschaftsminister Boris Rhein als stellvertretender Vorsitzender angehört.

Feste Größe in der Hochschullandschaft

„Die Entwicklung der VGU in den vergangenen acht Jahren ist beeindruckend. Die Vision  von einer Vietnamesisch-Deutschen-Universität, die 2008 zunächst mit bescheidenen Mitteln begonnen hat, ist inzwischen zu einer festen Größe in der Hochschullandschaft gereift. Inzwischen gilt die VGU als Vorbild, wenn es um die Erneuerung der Hochschullandschaft geht. Vietnam benötigt zur weiteren Modernisierung des Landes gut ausgebildete Akademiker und Nachwuchswissenschaftler, die die wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein.          

Außerdem nimmt der Minister an der Eröffnung des Akademischen Jahres der VGU teil, bei der die Studierenden ihre Bachelor- und Master-Urkunden überreicht bekommen. Darüber hinaus ist während des Aufenthalts auch die feierliche Übergabe der aus Hessen finanzierten Surplace-Stipendien an vietnamesische Studierende geplant.

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, 4 Oktober 2016
Start des Projektes „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“

Das Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ des World University Service e. V. (WUS) startet seine neue Qualifizierungsreihe mit einem Seminar vom 14. bis 16. Oktober 2016 in Bad Homburg. Das Projekt hat das Ziel, Studierende aus Ländern des Globalen Südens als Multiplikator/-innen für entwicklungspolitische Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu qualifizieren. In Lehrkooperationen geben sie dann im Anschluss ihr Fachwissen an Schüler/-innen an berufsbildenden Schulen weiter. Die jungen Auszubildenden lernen so, wie Konsumgüter wie z. B. PCs oder Mobiltelefone nachhaltig produziert werden können, wie wichtig fair gehandelte Lebensmittel in der Gastronomie sind, oder wie Handels- und Wirtschaftsbeziehungen fair gestaltet werden können. In vier Modulen können sich Studierende aus Asien, Afrika und Lateinamerika in dieser Qualifizierungsreihe zu „Facilitators of Global and Intercultural Education“ kostenfrei ausbilden lassen. In Hessen findet das erste Qualifizierungsmodul in Bad Homburg statt. Hier sollen die Teilnehmenden Grundlagen der didaktischen und methodischen Kompetenzen für die Arbeit mit Jugendlichen und Themen des Globalen Lernens erhalten. Anmeldeschluss ist der 26. September 2016.

Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen, zur Anmeldung und zu den weiteren Modulen der Qualifizierungsreihe finden Sie auf der Homepage von Grenzenlos.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 September 2016
Kultusministerium veröffentlicht Informationspaket für geflüchtete Schülerinnen und Schüler sowie ehrenamtliche Helfer

Kultusminister Lorz: „Wir möchten noch stärker informieren, aufklären und unterstützen“

Mit dem Ziel, den in Hessen lebenden Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern eine Basisinformation zu Schule und Sprachförderung anbieten zu können und gleichzeitig die ehrenamtlich an Schulen Tätigen inhaltlich bei ihrer Arbeit zu unterstützen, hat das Kultusministerium ein Informationspaket zum hessischen Schulsystem, der ehrenamtlichen Arbeit an Schulen und dem Gesamtsprachförderkonzept des Landes veröffentlicht. Kernbestandteile des Informationspakets sind der Erklärfilm „Das hessische Schulsystem“ und der Leitfaden „Ehrenamtliches Engagement an Schulen – Geflüchtete Kinder und Jugendliche unterstützen, fördern und integrieren“. „Ich freue mich sehr, dass wir mit diesen Veröffentlichungen hilfreiche und leicht verständliche Informationen bereitstellen und den betreffenden Zielgruppen eine bessere Unterstützung anbieten können“, erklärte Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und ergänzte: „Verständliche und gut aufbereitete Informationen sind eine wichtige Hilfe, um die Menschen bei ihrer Integration in unser Land zu fördern. Dies möchten wir mit unseren neuen Veröffentlichungen leisten. Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Beteiligten für ihre gewissenhafte Arbeit. Der Fachgruppe Bildung des Hessischen Asylkonvents unter der Leitung von Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel danke ich für die konstruktive Zusammenarbeit und die guten Ideen, auf deren Basis das vorgestellte Material entstanden ist.“

Erklärfilm „Das hessische Schulsystem“

Zugewanderte und geflüchtete Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter (bzw. deren Eltern oder Erziehungsberechtigte) sollten möglichst frühzeitig grundlegende Informationen über den Schulbesuch erhalten. Im Erklärfilm „Das hessische Schulsystem“ wird die Schullaufbahn zweier Kinder begleitet. So erfährt man auf unterhaltsame Weise in nur vier Minuten, welche Stationen auf diesem Weg verpflichtend sind und welche Entwicklungsmöglichkeiten und Berufsbilder mit den verschiedenen Schulabschlüssen geboten werden. „Mit unserem Erklärfilm möchten wir die Zuschauer einerseits kurz und prägnant informieren und auf der anderen Seite auch ein wenig unterhalten. So wird die neue Schule in einem fremden Land gleich viel verständlicher“, sagte Lorz.

Der gemeinsam mit ZDF Digital umgesetzte Film steht ab sofort neben einer deutschen Version auch mit Untertiteln in englischer, französischer und arabischer Sprache über den YouTube-Kanal der Landesregierung www.youtube.com/user/LandHessen, die Internetseite www.kultusministerium.hessen.de sowie über die zentralen Informationsseiten der Landesregierung www.fluechtlinge.hessen.de und www.hessen.de zur Verfügung.
 
Best-Practice-Beispiele für die ehrenamtliche Sprachförderung von jungen Flüchtlingen außerhalb des Unterrichts

Eine Vielzahl hessischer Schulen engagiert sich bereits mit viel Einsatz nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb des Unterrichts für Kinder und Jugendliche, die als Flüchtlinge oder Zuwanderer nach Hessen gekommen sind. „Wir möchten dieses wertvolle Engagement der hessischen Schulen noch besser sichtbar machen und mit diesen Beispielen zeigen, wie man sich ehrenamtlich im Bereich der außerunterrichtlichen Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunftssprache einsetzen kann. Aus diesem Grund haben wir im Frühjahr 2016 alle hessischen Schulen gebeten, in einem kurzen Steckbrief über ihr ehrenamtliches Engagement für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger zu berichten“, so Lorz.
Das gesammelte Feedback, die sogenannten Best-Practice-Beispiele, stehen ab sofort - dem zuständigen Staatlichen Schulamt zugeordnet - für alle Interessierten hier zur Verfügung. „Allen beteiligten Initiatoren, Helferinnen und Helfern, Sponsoren und Koordinatoren möchte ich im Namen des ganzen Kultusministeriums meinen herzlichen Dank für Ihren Einsatz und Ihre ausgesprochen hilfreichen Erfahrungen aussprechen. Diese lassen wir gerne in die Weiterentwicklung unseres Gesamtsprachförderkonzepts einfließen", betonte der Kultusminister.

Leitfaden zum ehrenamtlichen Engagement an Schulen

Das Ehrenamt ist eine wichtige Säule in vielen Bereichen unserer Gesellschaft – so auch an den Schulen. Für die Unterstützung bei der Arbeit mit den zahlreichen Flüchtlingskindern, die an unsere Schulen kommen, sind deshalb ebenfalls die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Hessen gefragt. Daher wurde der Leitfaden „Ehrenamtliches Engagement an Schulen – Geflüchtete Kinder und Jugendliche unterstützen, fördern und integrieren“ erarbeitet. Er richtet sich an ehrenamtlich Tätige, die gemeinsam mit der Schule die Integration von Flüchtlingen unterstützen möchten. Die Broschüre bietet grundlegende Hilfestellungen und beantwortet Fragen rund um den ehrenamtlichen Einsatz an Schulen. „Wir haben unzählige Anrufe, Fragen und Angebote von hilfsbereiten Menschen in Hessen erhalten, wie man sich für Flüchtlinge in den und rund um die Schulen engagieren kann. Mit dem nun vorgestellten Leitfaden fassen wir alles Wichtige zusammen und geben praktische Hilfe an die Hand“, so Kultusminister Lorz.

Broschüre „Erfolgreich Deutsch Lernen“ in weiteren Sprachen verfügbar

Und nicht zuletzt wurde die Broschüre „Erfolgreich Deutsch Lernen – Förderkonzept für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in Hessen“ ins Englische und Französische übersetzt. Die Publikation gibt einen Überblick über das schulische Gesamtsprachförderkonzept mit seinen unterschiedlichen Bausteinen zur Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunftssprache. Ergänzend gibt es ab sofort außerdem einen Flyer zur Sprachfördermaßnahmen an beruflichen Schulen und Schulen für Erwachsene.

„Der Erklärfilm über unser Schulsystem und die weiteren umfangreichen Informationsangebote stellen unter Beweis, dass wir stetig auf der Suche nach weiteren Verbesserungsmöglichkeiten sind. Ich hoffe, dass wir mit unserem Informationspaket etwas an die zahlreichen Helferinnen und Helfer zurückgeben und ihnen damit die Arbeit etwas erleichtern können“, erklärte der Kultusminister abschließend.

Hier finden Sie die Dateien zum Download.

Wiesbaden, Hessisches Kultusministerium, 22 Juli 2016
Wissenschaftsminister Boris Rhein und der neue Premierminister von Vietnam, Nguyen Xuan Phuc, stellten die Weichen für die Zukunft der VGU

Wiesbaden. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat bei seinem Besuch in Hanoi ein erfolgreiches Gespräch mit dem neuen Premierminister von Vietnam, Nguyen Xuan Phuc, geführt. Auf seiner Reise nach Vietnam war Wissenschaftsminister Boris Rhein der erste deutsche Politiker, der vom neuen Premierminister Vietnams empfangen wurde.

Hessische Hochschulmodelle als Vorbild
Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Es ist ein besonderes Zeichen, dass der neue Premierminister Vietnams Vertreter des Landes Hessen bereits kurz nach seinem Amtsantritt empfängt. Das belegt einmal mehr, welchen Stellenwert die Vietnamesisch-Deutsche Universität in Vietnam hat. Der Fokus des Gesprächs lag natürlich auf der VGU und ihrer zukünftigen Entwicklung. Dabei ist für die VGU entscheidend, sich auch weiter an deutschen Qualitätsstandards und hier insbesondere an den auf Autonomie setzenden Hochschulmodellen in Hessen zu orientieren.“

Zuschüsse für Studiengänge und Verwaltung
Die im September 2008 eröffnete VGU, an deren Gründung Hessen maßgeblich beteiligt war, ist die erste staatliche vietnamesische Universität mit einem internationalen Partner, die Autonomie genießt. Die hessischen Zuschüsse fließen sowohl in den Aufbau der Studiengänge als auch in den Aufbau der Verwaltung. Die VGU orientiert sich an deutschen Qualitätsstandards und insbesondere an den auf Autonomie setzenden Hochschulmodellen in Hessen. So stand die Satzung der Technischen Universität Darmstadt Pate für die Satzung der VGU – ein absolutes Novum im Hochschulsystem Vietnams.
 
Die Einheit von Forschung und Lehre ist der Grundbaustein der Universität. Die VGU basiert auf einem Kooperationsabkommen des Ministeriums für Erziehung und Ausbildung der Sozialistischen Republik Vietnam und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Inzwischen gilt die VGU als Vorzeigemodell der bilateralen Hochschulzusammenarbeit. Derzeit besuchen rund 1.200  Studierende die Hochschule. Die Zahl der Studienanfänger steigt kontinuierlich an. 

Exzellente berufliche Perspektiven
„Die  Ausbildung an der VGU bietet den Absolventen exzellente berufliche Perspektiven und Chancen auf dem vietnamesischen Arbeitsmarkt. Diese sollen als Fach- und Führungskräfte die Modernisierung Vietnams vorantreiben und so dazu beitragen, die Bedeutung Vietnams als wichtiger Handels-, Wirtschafts- und Wissenschaftspartner für Hessen und Deutschland weiter zu stärken“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Hessen, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, 31 Mai 2016
Gespräche mit neuer Regierung Vietnams

Vietnamesisch-Deutsche Universität steht im Fokus

Wiesbaden. Wissenschaftsminister Boris Rhein ist zu einer Reise nach Vietnam aufgebrochen, um Gespräche mit der neuen Regierung Vietnams über die Entwicklung der Vietnamesisch-Deutschen Universität/Vietnamese-German University (VGU) zu führen. Im Vordergrund stehen daher Unterredungen mit dem neuen Premierminister Nguyen Xuan Phuc sowie mit dem neuen Minister für Erziehung und Ausbildung, Professor Dr. Phung Xuan Nha.

"Vietnam braucht gut ausgebildete junge Menschen"
Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Mit dem autonomen Status und der Orientierung an internationalen Standards ist es gelungen, eine staatliche vietnamesische Universität mit einem bislang einzigartigen Profil zu entwickeln. Als erste New Model University leistet die VGU damit einen Beitrag zur Modernisierung des vietnamesischen Bildungssystems. Vietnam braucht gut ausgebildete junge Menschen, um die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben. Dazu tragen wir mit unserem Engagement für die Universität bei.“

Das langfristige Ziel dieser Kooperationsform ist der Aufbau einer exzellenten Ausbildungs- und Forschungsuniversität, in die die beiden Länder Deutschland und Vietnam ihre jeweils eigene Kultur einbringen. Die Hessische Landesregierung und die Bundesregierung fördern die Vietnamesisch-Deutsche Universität in diesem Jahr mit jeweils 1,5 Millionen Euro. Die hessischen Zuschüsse fließen sowohl in die Durchführung der Studiengänge als auch in den Aufbau der Verwaltung. Der akademische Schwerpunkt der Hochschule liegt auf den Ingenieurswissenschaften, der Informationstechnologie und den Wirtschaftswissenschaften. Die Studiengänge sind passgenau auf den Arbeitsmarkt und den Fachkräftebedarf in Vietnam zugeschnitten, die exzellente Ausbildung eröffnet den bislang rund 250 Absolventinnen und Absolventen hervorragende Chancen auf dem vietnamesischen Arbeitsmarkt.

Hervorragende Entwicklung
Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ziel der Gespräche ist es, der neuen Regierung Vietnams aufzuzeigen, was wir durch unser Engagement erreicht haben und dass sich die VGU in vergangenen Jahren hervorragend entwickelt hat. Damit sich die Landesregierung auch in Zukunft gemeinsam mit dem Bund für den weiteren Ausbau der VGU stark machen kann, ist es entscheidend, dass sie sich weiter an deutschen Qualitätsstandards und hier insbesondere an den auf weitgehende Autonomie setzenden Hochschulmodellen in Hessen orientiert.

Die VGU hat sich mit einem Lehr- und Forschungsbetrieb von aktuell mehr als 1.000 Studierenden und rund 100 Lehrenden zu einem erfolgreichen internationalen Kooperationsmodell entwickelt. So werden die Studiengänge der VGU gemeinsam mit deutschen Partnerhochschulen entwickelt und durchgeführt. In enger Zusammenarbeit mit vietnamesischen Lehrenden bildet die VGU Studierende aus, die Bachelor- und Masterabschlüsse deutscher Universitäten erhalten.

Besuch im Ho-Chi-Minh-Mausoleum in Hanoi
Neben den Gesprächen mit dem Premierminister und dem Minister für Bildung und Erziehung führt Wissenschaftsminister Boris Rhein, der dem Universitätsrat der VGU als stellvertretender Vorsitzender angehört, auch Gespräche mit der Vizepräsidentin der Nationalversammlung, Tong Thi Phong, die bereits 2010 zu einem Besuch des Hessischen Landtages in Wiesbaden war, sowie mit Vizepremierminister Truong Hoa Binh.

Außerdem besucht Wissenschaftsminister Boris Rhein das Ho-Chi-Minh-Mausoleum in Hanoi und legt dort einen Kranz am Glassarkophag nieder, in dem der einbalsamierte Leichnam des früheren Staatschefs aufgebahrt ist.

Eine Bildergalerie zum Besuch des Wissenschaftsministers Boris Rhein in Vietnam finden Sie hier.

Hessen, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, 30 Mai 2016
Achte Sitzung der Nachhaltigkeitskonferenz - Nachhaltigkeitsstrategie für das Land Hessen zukunftsfähig machen

„Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie hat sich das Land Hessen ambitionierte Ziele gesetzt. Es geht unter anderem um Artenvielfalt, Klimaschutz, eine zukunftsfähige Wirtschaft, Bildungsgerechtigkeit und Gesundheit, kurz: um Hessens Zukunft. Umso wichtiger ist es, die Ziele und die Indikatoren zur Überprüfung dieser Ziele mit Blick auf internationale Entwicklungen anzupassen. Genau das werden wir unter dem Dach der Nachhaltigkeitsstrategie in den kommenden zwölf Monaten tun. Denn wir brauchen in Hessen weiterhin ein schlagkräftiges Steuerungs- und Monitoringinstrument“, sagte Umweltministerin Priska Hinz anlässlich der 8. Nachhaltigkeitskonferenz im Wiesbadener Kurhaus.

Hier trafen sich heute Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Verwaltung und Verbänden, um auf die Arbeit der Nachhaltigkeitsstrategie zurückzuschauen und die Eckpfeiler für das kommende Jahr festzuzurren.

Bis 2017: Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie überprüfen

Zu Beginn der gemeinsamen Arbeit unter dem Dach der Nachhaltigkeitsstrategie war im Jahr 2009 ein Ziele- und Indikatorenset ausgearbeitet worden, um Schwerpunktthemen für konkrete Maßnahmen und Aktivitäten zu identifizieren. Diese Ziele und Indikatoren dienen als Leitlinie für alle Aktivitäten innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategie, aber auch darüber hinaus im politischen Alltag und in der Verwaltung. Regelmäßige Fortschrittsberichte dokumentieren anhand der Indikatoren, wie nah Hessen den im Jahr 2009 formulierten Zielen bereits gekommen ist.

Dieses Jahr hat die 8. Nachhaltigkeitskonferenz die Weiterentwicklung dieses Ziele- und Indikatorensets in den Mittelpunkt gestellt: „Diese Weiterentwicklung soll bis zur nächsten Nachhaltigkeitskonferenz in einem partizipativen Prozess erfolgen – denn nur gemeinsam getragene Ziele können ein Leitbild für das Handeln auf allen Ebenen darstellen“, betonte Hinz. „National und international ist im vergangenen Jahr viel passiert: Ich denke da an das Pariser Klimaabkommen, an die Verabschiedung der sogenannten SDGs (Sustainable Developement Goals) durch die Vereinten Nationen und an die Weiterentwicklung der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Diese Entwicklungen werden wir berücksichtigen und unsere Ziele daran anlehnen“, so Hinz. „Das ist eine große Herausforderung. Aber in Hessen sind wir mit der Nachhaltigkeitsstrategie schon sehr weit. Darum bin ich mir sicher, dass es uns gelingen wird.“ Im kommenden Jahr werden auf der Basis der angepassten Ziele und Indikatoren neue Schwerpunktthemen formuliert, an denen – wie schon in den vergangenen Jahren – anschließend konkret gearbeitet wird.

Bei der 8. Nachhaltigkeitskonferenz wurde außerdem auf die Arbeit der vergangenen zwölf Monate zurückgeblickt. „Wir sind wieder ein großes Stück vorangekommen. Bei den Schwerpunktthemen Klimaschutz und Klimawandelanpassung sowie Biologische Vielfalt haben wir gemeinsam vielfältige, zukunftsweisende Ergebnisse erarbeitet“, betonte Ministerin Hinz.

Zentrale Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr

Der im vergangenen Jahr neu einberufene Steuerungskreis Klimaschutz und Klimawandelanpassung hat mit einer Onlinesammlung von Klimaschutz- und Klimawandel- aktivitäten in Hessen 352 bereits laufende Maßnahmen identifiziert. Das zeigt: In ganz Hessen arbeiten Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung sehr aktiv an Klimaschutz und Klimawandelanpassung. Der Steuerungskreis hat außerdem einen breiten Beteiligungsprozess zur Diskussion des Maßnahmenpaketes für den „Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025“ angestoßen. Hierbei werden bei Veranstaltungen unterschiedlichste Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger eingebunden. Gestern fiel der Startschuss für die Online-Beteiligung der Öffentlichkeit: Bis zum 17. Juni 2016 kann ein großer Teil der Maßnahmenvorschläge unter www.klimaschutzplan-hessen.de eingesehen und kommentiert werden. Bereits Ende des Jahres soll der „Integrierte Klimaschutzplan Hessen 2025“ dem Kabinett zur Verabschiedung vorgelegt werden.

Im Rahmen des Schwerpunktthemas Biologische Vielfalt haben hessische Unternehmen Interessensbekundungen für Artenpatenschaften unterzeichnet. Sie verankern damit das Thema Biodiversität in ihr betriebliches (Umwelt-)Management und übernehmen Verantwortung für Biologische Vielfalt. Die Kampagne „Wildes Hessen?! – Mehr Vielfalt in Garten, Dorf und Stadt“ motiviert Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulen, Kindergärten und Kommunen, mehr für den Erhalt und den Schutz der Biologischen Vielfalt zu tun. Zentrales Element der Kampagne sind zahlreiche Mitmach-Aktionen. Seit dem Auftakt der Kampagne im Rahmen der Veranstaltung „Hessen aktiv: Gemeinsam für Biologische Vielfalt“ im September 2015 sind mehr als 160 Beiträge mit rund 600 Fotos zu „wilden Ecken“ in Hessen auf der Kampagnenwebsite eingetragen worden. „Die Botschafter und Botschafterinnen der Partnerinstitutionen, mit denen wir die Kampagne gemeinsam umsetzen, tragen mit ihrem Engagement wesentlich zum Erfolg bei“, unterstrich Umweltministerin Priska Hinz. Die Kampagne findet ihren abschließenden Höhepunkt beim 4. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit am 22. September 2016, der ebenfalls dem Schwerpunktthema gewidmet ist und unter dem Motto „Beobachten – Erleben – Schützen: Hessen aktiv für Biologische Vielfalt“ stattfindet.

Jugendstudie „Lebensqualität – Glücklich in Hessen!?“

Bei der Nachhaltigkeitskonferenz wurde darüber hinaus die Jugendstudie der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen „Lebensqualität – Glücklich in Hessen!?“ veröffentlicht. Sie basiert auf den Ergebnissen der repräsentativen Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2015 und fragt nun nach den Gründen für das Lebensgefühl und den Wünschen der jungen Menschen in Hessen. Dafür wurden Interviews geführt und Jugendliche in Jugendforen eingeladen.

Ein zentrales Ergebnis ist, dass es bei den Jugendlichen eine hohe Bereitschaft gibt, an der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft aktiv mitzuwirken. Oft fehlt ihnen neben Schule oder Studium und anderen Freizeitaktivitäten dafür aber die notwendige Zeit. Darüber hinaus wünschen sich die jungen Menschen mehr Anerkennung für ihr Engagement. Eine höhere Wertschätzung würde aus Sicht der Jugendlichen die Zahl der ehrenamtlich Engagierten weiter erhöhen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV), 20 Mai 2016
Klimaschutzplan Hessen 2025

Am 13. Januar 2016 fiel in Frankfurt am Main der offizielle Startschuss für den Erarbeitungs- und Beteiligungsprozess zum Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025. Der Klimaschutzplan soll die Fortsetzung der bestehenden Strategien in Hessen, dem Klimaschutzkonzept Hessen 2012 und dem Aktionsplan Klimaschutz sein. Er baut auf den bereits laufenden Aktivitäten auf. Der Plan soll Maßnahmen enthalten, mit denen in Hessen im Vergleich zu 1990 bis 2025 insgesamt 40 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen werden. Bis 2050 will das Bundesland klimaneutral sein.

Aus diesem Grund sollen Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um mindestens 90 Prozent reduziert werden. Außerdem soll der Klimaschutzplan Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels umfassen. Der Beteiligungsprozess zum Klimaschutzplan ist in die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes eingebunden. Bereits im Juli letzten Jahres wurde hierzu der Steuerungskreis Klimaschutz und Klimawandelanpassung eingerichtet. In der aktuellen Phase des Beteiligungsverfahrens, von Februar bis März 2016, befassen sich Expert/-innen mit Maßnahmenvorschlägen. In der nächsten Phase, von Mai bis Juni 2016, beteiligt sich die interessierte Öffentlichkeit und kann online kommentieren sowie an Maßnahmen und an Veranstaltungen teilnehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 Februar 2016
„Kommunen handeln fair!“ – 1. Vernetzungstreffen hessischer Fairtrade Kommunen und Kreise am 21. März 2016 in Darmstadt

Am Montag, den 21.03.2016 findet in Darmstadt das erste Vernetzungstreffen hessischer Fairtrade Kommunen und Kreise statt. Veranstalter ist die Stadt Darmstadt und das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen, in Kooperation mit Fairtrade Deutschland, dem Hessischen Städtetag und dem Hessischen Städte- und Gemeindebund. Das Vernetzungstreffen richtet sich an die hessischen Fairtrade Kommunen und Kreise mit den vor Ort aktiven Steuerungs- und Initiativgruppen, sowie an jene Kommunen, die erwägen, Fairtrade Stadt zu werden.

Mit Impulsreferaten und anhand von konkreten Beispielen soll gezeigt werden, wie Fair Trade Town Prozesse den Fairen Handel auf der kommunalen Ebene voranbringen können und die gemeinsame Arbeit unterschiedlicher Akteur/-innen zu einer Weiterentwicklung führen kann.

Ort: Darmstadt, Magistratssaal Graz, Luisenplatz 5a, 2. Stock

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, World University Service e.V., 12 Februar 2016
Zukunftstour in Frankfurt am Main am 12. Februar 2016

Im September 2015 wurden auf dem UN-Nachhaltigkeitsgipfel in New York 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung verabschiedet, die das Prinzip der Nachhaltigkeit mit der ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung verknüpfen (Agenda 2030). In Deutschland wurde bereits 2014 die Zukunftscharta „EINEWELT – Unsere Verantwortung geschaffen, mit tatkräftiger Unterstützung von Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Kirchen, Wissenschaft und Politik.

Die Charta hat im Sommer 2015 ihre bundesweite ZukunftsTour begonnen. Am 12. Februar 2016 begibt sie sich nach Frankfurt am Main, um mit Hilfe von Workshops, Ausstellungen, einem Fachforum, einem Lernstationen-Parcours und Podiumsdiskussionen ihre Ziele greifbarer zu machen und Bewusstsein zu schaffen für die Zukunft, die alle Staaten mitgestalten können. Das gesamte Programm ist auf der Homepage zu finden.

Die Veranstaltung findet in der KfW-Bank in Frankfurt am Main statt. Veranstalter der ZukunftsTour sind Engagement Global und die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Kooperation mit dem Land Hessen.

Weitere Partner vor Ort neben EPN Hessen sind: ANU Hessen, Ernst-Reuter-Schule II, Karl Kübel Stiftung, KfW-Bank, Klima-Bündnis, Masifunde, NETZ Bangladesch, Weltladen Gießen u. v. m.

Engagement Global gGmbH, 15 Januar 2016
Aktualisierte Infos zu Nord-Süd-Partnerschaften hessischer Schulen

Das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen (EPN Hessen) hat seine Internetseite zu den Nord-Süd-Partnerschaften hessischer Schulen aktualisiert sowie um weitere Partnerschaften, Informationen und Unterstützungsangebote ergänzt. Auf der Seite sind die Partnerschaften hessischer Schulen mit Schulen in Ländern des Globalen Südens mit Internetadressen und Kontaktmöglichkeiten aufgelistet.

Im umfangreichen Serviceteil finden Interessierte Hinweise und Tipps zu Finanzierungsmöglichkeiten und Globales Lernen sowie Handreichungen für Partnerschaften und Leitfäden zum interkulturellen Umgang.

Das Portal wurde von der Karl Kübel Stiftung und PROBONO e.V. unter Mitarbeit des EPN Hessen erstellt und aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Das EPN Hessen will das Portal weiter ausbauen und freut sich über weitere Meldungen.

Hier geht es zum Portal.

Servicesstelle Kommunen in der Einen Welt, 22 Juli 2015
Vietnamesische Hochschule nach hessischem Vorbild

Wissenschaftsminister Boris Rhein nahm am 3. Juni 2015 gemeinsam mit dem vietnamesischen Minister für Erziehung und Ausbildung, Prof. Dr. Pham Vu Luan, an der 7. Sitzung des Universitätsrats der Vietnamesisch-Deutschen Universität/Vietnamese-German University (VGU) in Frankfurt teil. Der Rat ist das höchste Gremium der Universität, dem der Hessische Wissenschaftsminister als stellvertretender Vorsitzender angehört. Das Gremium tagt ein Mal im Jahr.

Reformen unterstützen
Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ich freue mich sehr, dass Minister Luan unserer Einladung nach Hessen gefolgt ist, um die Universitätsratssitzung zu leiten. Das belegt einmal mehr, welchen Stellenwert die Vietnamesisch-Deutsche Universität in Vietnam hat. Die Sitzung stellt wichtige Weichen für die Zukunft der Universität, die die Landesregierung  allein in den Jahren 2014 und 2015 mit insgesamt drei Millionen Euro mitfinanziert. Die Hochschule hilft, die bildungspolitischen Reformen der vietnamesischen Regierung zu unterstützen und das Hochschulwesen nach hessischem Vorbild auszubauen.“

Modell setzt auf Autonomie der Hochschulen
Die 2008 unter maßgeblicher Beteiligung Hessens gegründete VGU hat eine Vorbildfunktion in Vietnam, die auf das dortige Hochschulwesen ausstrahlen und dem Bildungsbedarf des Landes mit seiner jungen Bevölkerung entsprechen soll. Sie ist in ihrer Struktur dem deutschen Universitätsmodell nachgebildet. Die Einheit von Forschung und Lehre ist der Grundbaustein der Universität. Die VGU basiert auf einem Kooperationsabkommen des Ministeriums für Erziehung und Ausbildung der Sozialistischen Republik Vietnam und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Die VGU orientiert sich an deutschen Qualitätsstandards und hier insbesondere an den auf weitgehende Autonomie setzenden Hochschulmodellen in Hessen. Die derzeit rund 1.000 Studierenden in zehn Studiengängen erhalten nach erfolgreichen Prüfungen einen deutschen Universitätsabschluss.

Modernisierung Vietnams vorantreiben
„Ziel ist es, mit der exzellenten Ausbildung der Studierenden an der VGU die Modernisierung Vietnams voranzutreiben und die Forschungskompetenzen junger vietnamesischer Nachwuchswissenschaftler zu stärken“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein. Neben der Sitzung des Universitätsrats besuchte Minister Prof. Dr. Pham Vu Luan gemeinsam mit Wissenschaftsminister Boris Rhein auch die „Straße der Wissenschaft“ auf dem Hessentag, um sich ein Bild von der Vielseitigkeit der hessischen Bildungslandschaft zu machen.

Hessen, Ministerium für Wissenschaft und Kunst, 5 Juni 2015
Neues Online-Portal für „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ in Marburg

Ein neues Online-Portal aus Marburg setzt sich für die Stärkung des Konzeptes „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE) durch die Vernetzung regionaler Akteur/-innen in der Region Marburg ein. Vereine, Initiativen, Unternehmen, Glaubensgemeinschaften, öffentliche Stellen und auch Einzelpersonen, die sich im Bereich der BNE engagieren, sind dazu eingeladen, die eigene Arbeit, Lernangebote und Veranstaltungen auf der Website vorzustellen.

So können insbesondere Kitas, Schulen, Studierende und Multiplikator/-innen effizienter über interessante Bildungsangebote informiert werden.

Das im Februar 2015 offiziell eröffnete Portal wird zurzeit durch das Jugendwaldheim Roßberg e.V. getragen. Das Projekt ist über die Hessische Bildungsinitiative für Nachhaltigkeit mit ähnlichen Netzwerken in den Regionen Fulda, Hanau, Gießen und Frankfurt vernetzt.

Zur Webseite.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, World University Service Deutsches Komitee e.V., 18 Mai 2015
Hessischer Städtetag wirbt für Dialog mit Kommunen in Burkina Faso

Ende August startete der Hessische Städtetag, der Verein der kreisfreien und kreisangehörigen Städte in Hessen, eine briefliche Initiative, die unter seinen Mitgliedern dafür wirbt, mit interessierten Städten und Gemeinden in Burkina Faso Kontakt aufzunehmen, Dialog- und Austauschbeziehungen aufzubauen und sich als Kommune verstärkt entwicklungspolitisch zu engagieren.

Zu Recht wird in dem Schreiben auf die globale Verantwortung von Städten und Gemeinden sowie deren wachsenden Bedeutung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) verwiesen. Der Beitrag der Kommunen in der EZ wird auf allen politischen Ebenen zunehmend erkannt und gewürdigt. Als ihre potentiellen Stärken werden vor allem die große Bürgernähe sowie die Ebene der kommunalen Facharbeit gesehen, die sehr direkte, kollegiale und auch nachhaltige Austauschbeziehungen zwischen kommunalen (Projekt-)Partnerschaften ermöglicht.
Als konkretes positives Beispiel wird in diesem jüngsten Vorstoß des Hessischen Städtetages auf die Stadt Hofheim am Taunus verwiesen. Hofheim engagiert sich bereits seit einigen Jahren in Burkina Faso. So hat sich beispielsweise mit Unterstützung der Stadt der Verein Freundeskreis Hofheim-Tenkodogo gegründet, der mit der im Südwesten von Bukino Faso liegenden Stadt Tenkodogo partnerschaftliche Beziehungen pflegt und sich in gemeinsamen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit engagiert.

Während Aufrufe zu kommunalem Eine Welt-Engagement üblicherweise eher normativen und unspezifischen Appellcharakter aufweisen, verfolgt die Initiative des hessischen Städtetages im Gegensatz dazu einen erfreulich konkreten Ansatz: Dem Brief an die Städtetag-Mitglieder lag gleich eine Kontaktliste von Städten in Burkina Faso bei, die ausdrücklich ihr großes Interesse an einem Dialog mit aufgeschlossenen hessischen Städten und Gemeinden bekunden. Außerdem wurden die Angeschriebenen gleichzeitig zu einem Netzwerktreffen im November dieses Jahres eingeladen. Bei dem Treffen kommen über 20 Städte und Gemeinden aus Hessen und Rheinland-Pfalz zusammen, die in Burkina Faso bereits aktiv sind und sich über Zuwachs durch aufgeschlossene und engagierte Kommunen freuen.

Hessische Städte und Gemeinden die Interesse an Dialog und Austausch mit Kommunen in Burkina Faso haben – oder auch BürgerInnen, die ihre Gemeinde darauf ansprechen möchten – können sich in der EPN Hessen Geschäftsstelle melden, dort können weitere Kontakte vermittelt werden.

Hessen, EPN Hessen, 3 September 2014
6. Sitzung des Universitätsrats der Vietnamesisch-Deutschen Universität

Beschlüsse stellen wichtige Weichen für die Zukunft der Universität

Wissenschaftsminister Boris Rhein nahm am 10. Juli 2014 an der 6. Sitzung des Universitätsrats der Vietnamesisch-Deutschen Universität/ Vietnamese-German University (VGU) in Hanoi teil. Der Rat ist das höchste Gremium der Universität, dem der Wissenschaftsminister als stellvertretender Vorsitzender angehört. Das Gremium tagt ein Mal im Jahr. Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Wir haben die Planung der Studienprogramme für das kommende Jahrzehnt beraten, die Gründung einer Fakultät für Wirtschaftswissenschaften sowie einer Fakultät für Ingenieurswissenschaften beschlossen. Darüber hinaus soll künftig ein Training Center entstehen, mit dem Ziel des nachhaltigen Technologietransfers. Damit unterstützt die Landesregierung auch weiterhin Vietnam dabei, die bildungspolitischen Reformen fortzusetzen und das Hochschulwesen nach hessischem Vorbild auszubauen.“

Die 2008 unter maßgeblicher Beteiligung Hessens gegründete VGU hat eine Vorbildfunktion in Vietnam, die auf das dortige Hochschulwesen ausstrahlen und dem Bildungsbedarf des Landes mit seiner jungen Bevölkerung entsprechen soll. Sie ist in ihrer Struktur dem deutschen Universitätsmodell nachgebildet. Die Einheit von Forschung und Lehre ist der Grundbaustein der Universität. Die VGU basiert auf einem Kooperationsabkommen des Ministeriums für Erziehung und Ausbildung der Sozialistischen Republik Vietnam und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Die VGU orientiert sich an deutschen Qualitätsstandards und hier insbesondere an den auf weitgehende Autonomie setzenden Hochschulmodellen in Hessen. Die derzeit rund 750 Studierenden in zehn Studiengängen erhalten nach erfolgreichen Prüfungen einen deutschen Universitätsabschluss. Das Wissenschaftsministerium unterstützt die VGU in diesem und im kommenden Jahr mit insgesamt drei Millionen Euro.

„Ziel ist es, mit der exzellenten Ausbildung der Studierenden an der VGU die Modernisierung Vietnams voranzutreiben und die Forschungskompetenzen junger vietnamesischer Nachwuchswissenschaftler zu stärken“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Neben der Sitzung des Universitätsrats besuchte Rhein auch die Universität, um sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen und mit Studierenden zu sprechen. Zudem führte er Unterredungen mit den vietnamesischen Ministern für Erziehung und Ausbildung sowie für Kultur, Sport und Tourismus. Darüber hinaus verlieh Rhein am Freitag, den 11. Juli 2014, 200 aus Hessen finanzierte Surplace-Stipendien an vietnamesische Studierende.

Weitere Informationen über die VGU finden Sie unter www.wissenschaft.hessen.de/vgu.

Hessen, Ministerium für Wissenschaft und Kultur, 29 Juli 2014
Hessen unterstützt 200 Studierende in Vietnam mit Stipendien

Wissenschaftsminister Boris Rhein überreichte während einer feierlichen Zeremonie im Literaturtempel von Hanoi am 11. Juli 2014 200 Surplace-Stipendien an vietnamesische Studierende. „Hessen unterstützt seit 20 Jahren auf diese Art Studierende in Vietnam. Ich bin der festen Überzeugung, dass das Land zur weiteren Modernisierung gut ausgebildete Akademiker und Nachwuchswissenschaftler braucht, die die wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben. Die Vietnamesisch-Deutsche-Universität trägt dazu genauso bei, wie unsere speziellen Surplace-Stipendien“, so der Wissenschaftsminister Rhein.

Die Landesregierung hat in diesem Jahr knapp 50.000 Euro für 200 Surplace-Stipendien in Vietnam bereitgestellt. Dieses besondere Förderprogramm kommt speziell Studierenden in Entwicklungsländern zugute. Wesentliches Ziel dabei ist, dass die jungen Frauen und Männer während des Grundstudiums in ihrem Land bleiben können, somit entwickelt sich auch das Hochschulsystem im Land weiter. Aus der Menge der Studierenden, die die Landesregierung mit den Surplace-Stipendien fördert, kann dann wiederum eine Auswahl der Besten für ein weiterführendes Studium in Hessen erfolgen. Das Wissenschaftsministerium hat bisher vergleichbare Programme für Mali, Armenien und Vietnam aufgelegt.

„Wir wählen für die Surplace-Stipendien gezielt Studierende mit guten bis sehr guten fachlichen Leistungen, aus sozial schwachen Familien und benachteiligten Volksgruppen. Gleichzeitig leisten wir damit einen Beitrag zur finanziellen Absicherung des Grundstudiums von künftigen Fach- und Führungskräften in Entwicklungsländern und wirken somit auch der Auswanderung des akademischen Nachwuchses aus ökonomischen Gründen entgegen“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

Zum 20. Jubiläum des Stipendienprogramms erhielten Wissenschaftsminister Boris Rhein und Wissenschaftsminister a.D. Udo Corts, die Medaille für Verdienste im Bildungswesen. Die Auszeichnung verlieh der vietnamesische Minister für Erziehung und Ausbildung Pham Vu Luan.

Hessen, Ministerium für Forschung und Kultur, 29 Juli 2014
Hessische Bildungsinitiative Nachhaltigkeit gestartet

Die „Hessische Bildungsinitiative Nachhaltigkeit“ hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) in Hessen zu stärken und unterschiedliche Angebote in den Schulen zu etablieren. Zudem soll „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in den Lehrplänen integriert und den Schulen die Möglichkeit des Austauschs gegeben werden. „Das Kultus- und das Umweltministerium haben die Notwendigkeit erkannt, Bildung für nachhaltige Entwicklung im schulischen Bildungssystem zu verankern.

Deshalb haben wir uns mit verschiedenen anderen Akteuren zusammen getan und können den Kindern und Jugendlichen das Thema Nachhaltigkeit anhand unterschiedlicher Projekte vermitteln“, so die Umweltministerin. Neben dem Umwelt- und dem Kultusministerium sind die Staatskanzlei, die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Hessen (ANU), das Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo), das Umweltzentrum und Gartenkultur Fulda, die Jugendwerkstatt Felsberg sowie die Landeskoordination „Umweltschule“ als Akteure an der Initiative beteiligt. Diese Akteure bringen unterschiedliche Komponenten in die „Hessische Bildungsinitiative Nachhaltigkeit“ ein und sprechen so verschiedene Zielgruppen und Schulformen an. So gibt es beispielsweise Unterrichtseinheiten zum Thema Nachwachsende Rohstoffe, die sich an Grundschulkinder richten oder auch Unterrichtseinheiten, die sich dem Klimaschutz widmen und Jugendliche an weiterführenden Schulen ansprechen. Darüber hinaus wird der Aufbau regionaler Netzwerke zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in Hessen gefördert.

Die „Hessische Bildungsinitiative Nachhaltigkeit“ ist auf zwei Jahre ausgelegt. Aus der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen werden für diesen Zeitraum Projektmittel in Höhe von insgesamt 600.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Mit der Hessischen Bildungsinitiative Nachhaltigkeit tragen wir zu einer Etablierung und Festigung einer nachhaltigen Bildungslandschaft in Hessen bei und bringen den Kindern und Jugendlichen das Thema Nachhaltigkeit in all seinen Facetten nahe“, äußerte Priska Hinz abschließend.

Hessen, Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV), 8 April 2014
Freunde und Förderer der Vietnamesisch-Deutschen Universität schließen sich zusammen

Die „Vereinigung von Freunden und Förderern der Vietnamesisch-Deutschen Universität“ will den weiteren Aufbau der 2008 eröffneten Vietnamesisch-Deutschen Universität (VGU) in Ho-Chi-Minh-Stadt unterstützen und die Partnerschaft zwischen Vietnam und Deutschland intensivieren. Beabsichtigt sind die finanzielle Unterstützung bestehender Institute und Einrichtungen der VGU sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Verbindung zwischen der VGU und ihren früheren Studierenden. Die neue Vereinigung ist jetzt in Wiesbaden in Anwesenheit der deutschen Botschafterin in Vietnam, Jutta Frasch, gegründet worden.

Prof. Dr. Wilhelm Bender, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, ist Vorsitzender der Vereinigung. Zum Vorstand gehören Staatsminister a.D. Dr. h.c. Udo Corts (Deutsche Vermögensberatung AG), Vo Minh Tuan (VietinBank), Dr. Gabriela Soskuty (B. Braun Melsungen AG) und der Staatssekretär im Kultusministerium Prof. Dr. Ralph-Alexander Lorz. Geschäftsführer ist Dr. Kambiz Ghawami (World University Service). Prof. Bender sieht einen weiteren Schwerpunkt des Vereins in der Förderung der Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen. In der Gründungsversammlung appellierte er daher an alle Beteiligten, intensiv für die Mitgliedschaft insbesondere weiterer Unternehmen zu werben.

Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann wies darauf hin, dass mit der Gründung des Vereins eine Initiative ihres Vorgängers Udo Corts verwirklicht worden sei, „Vietnam stellt als Schwerpunktland der deutsch-asiatischen Kooperation nicht nur einen Zukunftsmarkt für die deutsche Wirtschaft dar, sondern bietet nicht zuletzt auch die Möglichkeit für vielfältige kulturelle, wissenschaftliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit.“

Die VGU ist die erste staatliche vietnamesische Universität, die in Kooperation mit einem Partnerland aufgebaut wird. Der akademische Schwerpunkt liegt auf den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Auf deutscher Seite wird das Projekt vom Land Hessen, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Land Baden-Württemberg finanziell unterstützt.

Weitere Informationen zur VGU gibt es im Internet unter der Adresse www.vgu.edu.vn.

„Vereinigung von Freunden und Förderern der Vietnamesisch-Deutschen Universität e.V“
c/o World University Service (WUS)
Goebenstr. 35
65195 Wiesbaden

Hessen, Ministerium für Wissenschaft und Kunst, 17 Oktober 2013
Exportschlager Integration: Besuch des vietnamesischen Ministers für ethnische Minderheiten in Hessen

Der vietnamesische Minister für ethnische Minderheiten, Giang Seo Phu, informiert sich bei Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn

Der Minister für ethnische Minderheiten der Sozialistischen Republik Vietnam, Giang Seo Phu, besucht derzeit mit einer hochrangigen Delegation das Land Hessen. Europastaatssekretärin Dr. Zsuzsa Breier begrüßte den Minister in Wiesbaden. Der Minister der Justiz, für Integration und Europa, Jörg-Uwe Hahn, wird dem vietnamesischen Ministerkollegen die hessische Integrationspolitik erläutern, etwa die Landesprogramme ‚Modellregionen Integration‘ oder ‚WIR‘.  Minister Phu wird in verschiedenen Städten auch Integrationslotsen treffen. Hahn freut sich ausdrücklich über das vietnamesische Interesse: „Unsere Integrationspolitik ist ein Exportschlager.“

Der stellvertretende Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn wertet den Besuch als wichtigen Beitrag zum Ausbau und zur Vertiefung der guten und vielfältigen Beziehungen zwischen Vietnam und Hessen: „Hessen ist maßgeblich an der Vietnamesisch-Deutschen-Universität (VDU) in Ho-Chi-Minh-Stadt beteiligt, zudem unterhält das Land in Hanoi ein Verbindungsbüro zur Unterstützung der Beziehungen im Wissenschafts- und Bildungsbereich.“ Justizminister Jörg-Uwe Hahn hatte im Oktober 2010 mit einer großen Delegation Vietnam besucht und ein Memorandum über die Zusammenarbeit im Bereich der Justiz und des Rechts geschlossen.

Hessen, Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, 26 Juni 2013