Pressemitteilungen

Rheinland-Pfalz: Minister Lewentz bereist mit Delegation Partnerland Ruanda

Innenminister Roger Lewentz bereist zusammen mit einer 22-köpfigen rheinland-pfälzischen Delegation in der Zeit vom 7. bis zum 15. Oktober 2017 das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda.

„Nach 35 Jahren intensiver Partnerschaft zwischen den beiden Ländern, kann man sagen: Rheinland-Pfalz ist ein Teil von Ruanda geworden – und umgekehrt. Eine solche Reise verdeutlicht, wie wichtig und wie bereichernd eine solche Partnerschaft für beide Seiten sein kann. All die vorbildlichen Projekte, die hier umgesetzt wurden und noch werden, stehen für eine moderne Entwicklungspolitik – getragen von engagierten Menschen in Ruanda und in Rheinland-Pfalz“, hob der Minister hervor. Begleitet wird Lewentz von Abgeordneten des Landtags, Vertretern der kommunalen Familie sowie in der Partnerschaft engagierten Personen.

Im Mittelpunkt der Reise stehen in diesem Jahr zum einen das 35-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda sowie die Themen Kommunalentwicklung, Umwelt und Bildung. So werden auch in diesem Jahr erfolgreich unterstützte Projekte besichtigt, wie beispielsweise Schulen, in denen man inklusiv arbeitet, oder das Krankenhaus Ruli, das seit 1989 durch den Verein „Krankenhaus Ruanda e.V.“ aus Kaiserslautern unterstützt wird. Während des Delegationsbesuch ist das Zentrum „Izere Mubyeyi” eingeweiht worden. Unterstützt und gefördert vom Ruanda-Kaufhaus in Landau bietet das Zentrum eine sonderpädagogische und physiotherapeutische Betreuung von Kindern mit Behinderungen an, vermittelt Grundschulbildung und kleine handwerklichen Tätigkeiten.

Geplant sind auch Gespräche zwischen Vertretern der kommunalen Spitzenverbände Ruandas und aus Rheinland-Pfalz. Außerdem ist eine Kooperation zwischen der Kommunalakademie Rheinland-Pfalz und dem Local Governance Institute in Ruanda in Planung. Feierlicher Abschluss der Delegationsreise wird ein gemeinsamen Empfang zum 35-jährigen Jubiläum der Partnerschaft von Rheinland-Pfalz und Ruanda sein, bei dem die Sieger eines landesweiten Poetry-Wettbewerbs, den Ruanda zum Thema „35 Jahre Partnerschaft“ organisiert hat, gekürt werden. 

Bilder zur Delegationsreise finden Sie hier.

Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz, 7 Oktober 2017
Initiative Rhein.Main.Fair veranstaltet zweitägigen Strategie-Workshop

Die Initiative Rhein.Main.Fair bringt bereits seit Ende 2015 Kommunen, Unternehmen, Kirchen, NRO, Gewerkschaften und Bewohner/-innen der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main zusammen, um sich gemeinsam als Faire Region auszeichnen zu lassen. 54 Prozent der Einwohner/-innen der Metropolregion leben bereits in fairen Kommunen und Kreisen. Für eine Auszeichnung sollten es allerdings 67 Prozent der Bevölkerung werden. Dafür engagieren sich die Mitglieder von Rhein.Main.Fair. Vom 29. bis 30. Juni 2017 veranstaltete die Initiative, mit Unterstützung der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global, einen zweitägigen Strategie-Workshop. „Der Workshop ermöglichte es den engagierten Mitgliedern der Steuerungsgruppe, sich über zwei Tage ausgiebig mit den Inhalten, den Zielen und der Zukunft der Initiative Rhein.Main.Fair zu beschäftigen. Das Resultat waren tolle Ideen und eine motivierte Stimmung. Dies wird uns auf unserem weiteren Weg zur Fairen Metropolregion sehr hilfreich sein.“, sagt Christina Berthold, Projektkoordinatorin von Rhein.Main.Fair bei Engagement Global, Außenstelle Mainz. Die Auszeichnung zur Fairen Region ist für die Initiative der erste Schritt, um eine positive Veränderung im Sinne der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in der Region umzusetzen. Am 24. Oktober 2017 wird das zweite Vernetzungstreffen der Initiative Rhein.Main.Fair in Frankfurt stattfinden.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord Süd, 17 Juli 2017
Metropolregion RHEIN.MAIN.FAIR auf den Weg gebracht

Erstes Vernetzungstreffen fand statt

Die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main soll zur Fairen Metropolregion werden. Dazu fand am 18. November 2016 im hessischen Kelsterbach ein Vernetzungstreffen der Initiative „Metropolregion RHEIN.MAIN.FAIR“ statt, zu dem relevante Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft eingeladen waren. Unterstützt und begleitet wird RHEIN.MAIN.FAIR von der Außenstelle Mainz von Engagement Global. Vorbild ist die einzige bereits zertifizierte „Faire Metropole Ruhr“.

Wie wird man zur Fairen Metropolregion? Vergeben wird der Titel von Fair Trade Deutschland. Voraussetzung dafür ist, dass zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner in zertifizierten Fairtrade-Städten oder -Kreisen leben. In der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main sind dies derzeit circa 51 Prozent der insgesamt 5,6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Viele Städte setzen sich also bereits für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung ein und übernehmen auf diese Weise globale Verantwortung. Beim Einkauf achten sie auf gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen. Dieses Engagement zeigt Wirkung, haben Kommunen über die Beschaffung doch eine große Macht, wie der Ingelheimer Oberbürgermeister Ralf Claus betont: „Wir veranstalten nicht nur eine interkulturelle sondern dazu auch noch faire Woche, um speziell auf die Produkte aus fairem Handel hinzuweisen“.

Die Besucherinnen und Besucher erfuhren beim Vernetzungstreffen in Talk- und Workshop-Runden mehr über die Möglichkeiten und Vorteile des Fairen Handels und des Fairen Beschaffungswesens. Auf Grundlage der Beiträge der rund 80 Teilnehmenden wird die Steuerungsgruppe eine „Roadmap 2017“ zur weiteren Vorgehensweise erarbeiten und die Angebote ausbauen, mit denen Kommunen und Landreise Fairen Handel und nachhaltigen Konsum unterstützen können. Hans Homberg, Sprecher der Initiative RHEIN.MAIN.FAIR, lud die anwesenden Akteure aus Gesellschaft und Politik ein, aktiv in der Steuerungsgruppe mitzuarbeiten.

Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz, 22 November 2016
Herausgabe eines öko-fairen Textilführers

Die Landeshauptstadt Mainz erstellt zurzeit einen öko-fairen Textilführer. Immer mehr Menschen wollen auch beim Kleiderkauf auf ökologische und soziale Kriterien achten. Bei der Zusammenstellung des textilen Einzelhandels in Mainz wurde vor allem Wert auf das Vorhandensein öko-fairer Textilsiegel gelegt. Kund/-innen können so einfach und bequem Adressen im Mainzer Stadtgebiet anlaufen und mit gutem Gewissen einkaufen gehen. Geschäfte mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an gesiegelter Ware stellen sich auf einer eigenen Seite vor und präsentieren einige ihrer Produkte. Dabei stellt man fest: Das Jute-Image von öko-fairer Ware ist längst überholt. Modische Schnitte und Farben prägen die Kollektionen von immer mehr Anbieter/-innen in diesem Bereich. Neben den Adressen der Geschäfte gibt es noch einige Informationen zur textilen Kette und Tipps, wie man über den Kauf hinaus nachhaltig mit Kleidern umgehen kann. Eine alternative Liste mit Upcyclern, Second Hand Shops und Designern komplettiert die Broschüre, die Ende diesen Jahres erscheinen wird.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 November 2016
Unterstützung für internationale Partnerschaftsarbeit

Akteure aus der entwicklungspolitischen Partnerschaftsarbeit in Rheinland-Pfalz haben eine neue Unterstützung erhalten: Im Rahmen des bundesweiten Eine-Welt-Promotor/-innenprogramms hat das Land Rheinland-Pfalz eine neue Fachpromotorin für internationale Partnerschaften bekommen. Ziel dieser Stelle ist es, auf breiter Ebene für den Gedanken internationaler partnerschaftlicher Arbeit in Rheinland-Pfalz zu werben, die bereits aktiven Akteure in ihrer Arbeit zu unterstützen und neues Engagement zu starten. Angesiedelt ist die Stelle beim Kolping-Bildungswerk in Trier. Konkret werden individuelle Beratung zu Partnerschaftsprojekten, Weiterbildungsseminare und Vernetzung von Akteuren angeboten. In Rheinland-Pfalz wird das Promotor/-innenprogramm von Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) e. V. getragen. Bundesweit steht das Programm für die Stärkung der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in der Zivilgesellschaft.

Die Kontaktdaten zur Fachpromotorin für internationale Partnerschaftsarbeit finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 September 2016
In Bildung investieren

Innenminister Roger Lewentz hat dem Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda e. V. für zwei Berufsausbildungszentren und einer Grundschule in Ruanda eine Landeszuwendung von rund 140.200 Euro zugesagt.

„Damit können vor allem benötigte Werk- und Klassenräume gebaut und Material für praktische Unterrichtseinheiten angeschafft werden. Denn eine angemessene Lernumgebung und Ausstattung ist die Basis für erfolgreiches Lernen, ganz gleich ob in der Grund- oder in der Berufsschule“, sagte Minister Lewentz.

Berufsausbildungszentrum VTC Ngarama
120 Schülerinnen und Schüler erlernen an dem 1982 von der Kongregation der Benebikira-Schwestern gegründeten Zentrum für berufliche Bildung im Distrikt Gatsibo ein Handwerk. Ausgebildet werden unter anderem die Berufe Schreiner, Maurer, Küche/Hotelfach, Metallbau, Schneider oder Agrarwirt. Die während der Ausbildung hergestellten Produkte finden auf regionalen Märkten ihren Absatz und tragen so zur Finanzierung der akkreditierten Berufsschule bei. Die Schule plant den Neubau und die Ausstattung eines Gebäudes, das ein Büro sowie zwei neue Klassenräume beinhaltet, in denen eine Bibliothek und ein Informatikraum mit zunächst sieben Computern eingerichtet werden sollen. Die neuen Computer unterstützen zum einem die Ausbildungsinhalte und zum anderen bereiten sie die Jugendlichen auf Anforderungen der Arbeitswelt vor. Zwei zusätzliche Regenwasserzisternen verbessern zudem die Wasserversorgung der Berufsschule. Finanziert wird das Projekt mit einem Landeszuschuss in Höhe von rund 29.100 Euro sowie einer Spende des Fördervereins Partnerschaft Ruanda Alzey-Worms in Höhe von 7300 Euro.

Berufsausbildungszentrum VTC Mwogo
Auch das Berufsausbildungszentrum Mwogo im Distrikt Nyamagabe bildet junge Menschen im Handwerk aus und bietet unter anderem Schreiner-, Maurer-, Schneider- oder KFZ-Ausbildungen an. Die finanziellen Möglichkeiten des Zentrums reichen oft nicht aus, um mit einer angemessenen Materialausstattung eine gute Qualität der Ausbildung gewährleisten zu können. Mittels der Förderung des Landes in Höhe von rund 68.200 Euro und mit Unterstützung des Partnerschaftsvereins Karaba-Neuwied e.V. und Helft uns leben e.V. in Höhe von 17.000 Euro kann die Berufsschule ein Gebäude für die Schreinerausbildung bauen und möblieren sowie die vorhandene Ausstattung für die praktische Ausbildung ergänzen. Die zusätzlichen Materialien und Werkzeuge werden die Ausbildungsqualität verbessern und weitere Möglichkeiten schaffen, externe Aufträge anzunehmen und damit zusätzliche finanzielle Mittel für die Schule zu erwirtschaften.

Primarschule Ntarama
Im Distrikt Nyabihu besuchen derzeit rund 1400 Kinder die Primarschule Ntarama. Viele Schüler der 1981 von der katholischen Pfarrei Rambura gegründeten Grundschule sind Waisen oder Kinder aus ärmlichen Verhältnissen. Obwohl die Schule einen guten Zulauf verzeichnet, kann sie aufgrund der räumlichen Verhältnisse nicht mehr Schüler aufnehmen. Elf der 21 Klassenräume stammen aus der Gründungszeit und sind mittlerweile marode und teilweise aus Sicherheitsgründen nicht mehr nutzbar. Der Schule fehlt es zudem an Schulbänken. In zwei Teilprojekten sind der Bau von insgesamt sechs Klassenräumen sowie deren Möblierung, ein Büro, ein Toilettenblock sowie die Installation von zwei Zisternen geplant. Der erste Projektteil wird mit einem Landeszuschuss in Höhe von rund 42.900 Euro und einer Spende der Ruandastiftung Helmut Weimar (Holzheim) in Höhe von rund 10.700 Euro finanziert. Für den zweiten Teil stellt die Stiftung Fly&Help die finanziellen Mittel bereit.

Seit 1982 besteht die Partnerschaft von Rheinland-Pfalz und der Republik Ruanda. Der Grundgedanke, einer dezentralen und bürgernahen Partnerschaft ist dabei bis heute unverändert geblieben. 40 Kommunen, 49 Vereine, Stiftungen und Organisationen, zwölf Pfarreien, 230 Schulen, drei Universitäten, fünf Fachhochschulen sowie viele Einzelakteure aus allen gesellschaftlichen Bereichen unterhalten zurzeit aktive Beziehungen zu ihren ruandischen Partnern. 2015 flossen rund 22 Prozent der eingesetzten Mittel in die schulische Infrastruktur in Ruanda.

Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern und für Sport, 22 Juli 2016
Zukunftstour machte Halt in Mainz

Die ZukunftsTour war am 01. Juli 2016 zu Gast in Mainz. Im Kurfürstlichen Schloss kamen über 600 Besucher/-innen zusammen, um sich über Nachhaltigkeit im Rahmen der Agenda 2030 zu informieren. Unter dem Motto „Wandel wagen – 17 Ziele für eine bessere Welt“ diskutierten u. a. Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer in der Politikarena über Handlungsansätze für eine nachhaltige Entwicklung in Rheinland-Pfalz und auf der ganzen Welt. Ein weiteres zentrales Thema war die langjährige Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda. Doch auch der Einfluss jedes Einzelnen auf die nachhaltige Entwicklung wurde thematisiert. So betonten der Vorstand der hessnatur-Stiftung, Rolf Heimann gemeinsam mit Dr. Florian Pfeil, Vorstand des Entwicklungspolitischen Landesnetzwerkes Rheinland-Pfalz (ELAN), die Macht des Verbrauchers in Bezug auf die zunehmende Nachfrage nachhaltiger Produkte. Auch in der Zukunftswerkstatt wurde das Thema Nachhaltigkeit im Alltag aufgegriffen. In Workshops, an Lernstationen und mit Ausstellungen wurden spielerisch und interaktiv Wissen und praktische Ideen für nachhaltige Konsum- und Lebensweisen vermittelt.

Weitere Informationen zur Zukunftstour finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 Juli 2016
Förderung von Menschen mit Behinderungen in Ruanda

Einer der Schwerpunkte der seit 1982 bestehenden Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und der Republik Ruanda ist die Förderung von Menschen mit Behinderungen in Ruanda. Durch die künftige Integration eines Therapie- und Diagnosezentrums an der University of Rwanda, dessen Erstausstattung in diesem Jahr mit Zuschüssen aus dem Ruandaetat des Ministeriums des Innern und für Sport, unterstützt wurde, kann die Ausbildung von Förderschullehrer/-innen bald auch praxisnah durchführt werden. Insbesondere das Erziehungswissenschaftliche Fort- und Weiterbildungsinstitut der Evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz (EFWI), das eng mit der Fakultät für Förderpädagogik an der University of Rwanda zusammenarbeitet, leistet wertvolle Arbeit auf diesem Gebiet. Mit dem Besuch von Dr. Evariste Karangwa, Dekan an der „School for Special Needs and Inclusive Education“ (Fakultät für Förderpädagogik) der University of Rwanda, in Landau/Rheinland-Pfalz Anfang Juli konnte die partnerschaftliche Zusammenarbeit weiter vertieft werden.

Info: Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz, Referat Entwicklungszusammenarbeit mit dem Partnerland Ruanda, Am Schillerplatz 3-5, 55116 Mainz, Ansprechpartnerin Hanne Hall, Tel.: 06131-16-3208, Hanne.Hall@mdi.rlp.de  www.mdi.rlp.de

Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz, 7 Juli 2016
Geld für Schulen in Ruanda

Innenminister Roger Lewentz hat dem Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda e. V. für drei Schulen in Ruanda eine Landeszuwendung von rund 91.300 Euro zugesagt. Gefördert werden die zwei Grundschulen Nkurura und Kavumu sowie die Groupe Scolaire Kirenge.

„Damit unterstützen wir den Bau von benötigten Klassenräumen und deren Möblierung und gestalten eine Lernumgebung, die es Kindern erlaubt, gerne in die Schule zu gehen“, sagte Minister Lewentz.

Primar- und Sekundarschule Nkurura
Die 1948 von der katholischen Kirche gegründete Schule befindet sich im Distrikt Musanze im Norden Ruandas. Von den insgesamt 1063 Schülerinnen und Schülern besuchen zurzeit über 900 Kinder die Grundschule. Die vier Gebäude, in denen die Grundschule untergebracht ist, wurden im Jahr 1965 gebaut. Nach über 50 Jahren Schulbetrieb sind die Gebäude baufällig. Um die Lehr- und Lernbedingungen sowie die hygienischen Bedingungen zu verbessern, werden in zwei Bauphasen insgesamt sechs Klassenräume gebaut und die dafür erforderlichen Möbel angeschafft. Der erste Bauabschnitt ist bereits fertig gestellt. Nun werden in der zweiten Bauphase weitere drei Klassenräume gebaut und möbliert sowie ein neuer Toilettenblock errichtet. Zusätzlich sollen zwei Regenwasserzisternen zukünftig die Wasserversorgung der Schule in der Regenzeit gewährleisten. Für die zweite Bauphase stellt das Land rund 35.700 Euro zur Verfügung. Eine Spende der Verbandsgemeinde Herxheim in Höhe von rund 9.500 Euro sowie eine Spende des Arbeitskreises Ruanda e. V. Herxheim von rund 2.400 Euro ermöglichen die Realisierung.

Primarschule Kavumu
1979 durch eine Elterninitiative gegründet besuchen 618 Kinder die staatlich anerkannte Grundschule Kavumu im Distrik Gicumbi. Die Schule verfügt insgesamt über zehn Klassenräume in zwei älteren Schulgebäuden. Aufgrund schlechter Bausubstanz können jedoch nicht mehr alle Räume genutzt werden. Mit einem Landeszuschuss in Höhe von rund 40.100 Euro sowie einer Spende des Rhein-Pfalz-Kreises von 11.000 Euro soll das älteste Gebäude abgerissen und durch einen Neubau mit vier Klassen ersetzt werden. Zwei neue Zisternen sollen die Versorgung mit Brauchwasser verbessern.

Groupe Scolaire Kirenge
Im Distrikt Rulindo unterstützt das Land eine im Jahr 2007 gegründete private, staatlich anerkannte Gesamtschule, die bedürftigen Kindern kostenfrei eine gute Grundausbildung bietet. Im Gegenzug zur kostenfreien Bildung ist die aktive Beteiligung der rund 320 Kinder an der Gestaltung und Bewirtschaftung der Schule gefordert. Dies stärkt sowohl Verantwortungsbewusstsein wie auch soziale Kompetenzen der Kinder. Die Mitarbeit wird mit Punkten belohnt, womit man wiederum Schulmaterialien und Essengutscheine erwerben kann. Die Schulgebäude werden gepflegt und entsprechend der finanziellen Mittel erweitert. Allerdings fehlt es der Schule an Toiletten. In Eigenregie will die Schule nun drei Toilettenblöcke bauen. Finanziell unterstützt wird das Bauvorhaben vom Land mit rund 15.500 Euro und einer Spende der Kunga-Ruandahilfe in Bullay in Höhe von 5.000 Euro.

Seit 1982 besteht die Partnerschaft von Rheinland-Pfalz und der Republik Ruanda. Der Grundgedanke, einer dezentralen und bürgernahen Partnerschaft ist dabei bis heute unverändert geblieben. 40 Kommunen, 49 Vereine, Stiftungen und Organisationen, 12 Pfarreien, 230 Schulen, 3 Universitäten, 5 Fachhochschulen sowie viele Einzelakteure aus allen gesellschaftlichen Bereichen unterhalten zur Zeit aktive Beziehungen zu ihren ruandischen Partnern. 2015 flossen rund 22 Prozent der eingesetzten Mittel in die schulische Infrastruktur in Ruanda. „Ich freue mich, dass sich so viele Menschen in Rheinland-Pfalz engagieren und wir mit gebündelten Mitteln Kindern eine schöne und vor allem sichere Schulzeit ermöglichen können. Dies zeigt auch, welchen Stellenwert Jugend und Bildung für die Menschen vor Ort haben“, sagte der Minister.

Mainz, Landesregierung Rheinland-Pfalz, 5 Juli 2016
Verantwortung für die EINE WELT – Wir alle können etwas tun

Über 600 Besucherinnen und Besucher kamen zur ZukunftsTour nach Mainz. Gemeinsam mit Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller und Ministerpräsidentin Malu Dreyer diskutierten sie, welchen Beitrag jede und jeder Einzelne zur nachhaltigen Entwicklung leisten kann.

Die ZukunftsTour in Mainz machte deutlich, dass Nachhaltigkeit auf der politischen Agenda heute ganz oben steht. Erst im vergangenen Jahr hat die Weltgemeinschaft die Rahmenbedingungen für nachhaltiges Leben und Wirtschaften im 21. Jahrhundert vereinbart. In New York einigten sich die 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen auf 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die sogenannte Agenda 2030.

Zur ZukunftsTour in Mainz kamen Engagierte aus allen Bereichen der Gesellschaft zusammen und diskutierten die Grundlage für nachhaltige Entwicklung. Ein zentrales Thema war die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda, die seit über 30 Jahren durch Jugendaustausche, Hochschulkooperationen und Städtepartnerschaften aktiv gelebt wird. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hob den Schatz an Erfahrungen hervor, der für die Menschen in Rheinland-Pfalz aus dieser Partnerschaft erwachse. Der ruandische Botschafter Igor César erklärte, dass Ruanda von Industrieländern wie Deutschland lernen könne. Ruanda habe dadurch die Chance, Entwicklungsschritte zu überspringen und beispielsweise direkt ins Zeitalter erneuerbarer Energie einzusteigen.

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller betonte globale Zusammenhänge, dass unser Handeln Auswirkungen überall auf der Welt habe. Wenn die Meere mit Plastikmüll verschmutzt würden oder das Klima durch CO2-Verbrauch weiter angeheizt werde, werde der Planet zerstört und die Zukunft künftiger Generationen gefährdet, so Müller. Angesichts unserer Ökobilanz sei auch ein Land wie Deutschland in dieser Hinsicht praktisch ein Entwicklungsland.

Ferner ging es um den Einfluss jedes Einzelnen. Rolf Heimann, Vorstand der hessnatur-Stiftung und Experte in fairer und ökologischer Textilproduktion zeigte sich zuversichtlich: Wenn der Verbraucher zunehmend nachhaltige Produkte nachfrage, würden Unternehmen ihre Produktionsstandards sehr schnell anpassen müssen. Dr. Florian Pfeil, Vorstand des Entwicklungspolitischen Landesnetzwerkes Rheinland-Pfalz (ELAN) betonte ebenfalls die Macht der Verbraucher, warnte aber auch davor, Regierungen aus ihrer Verantwortung zu entlassen.

In der Zukunftswerkstatt besuchten über 500 Schülerinnen und Schüler aus ganz Rheinland-Pfalz Lernstationen, Workshops und Ausstellungen. An einer der Lernstationen erfuhren sie beispielsweise, dass zur Herstellung einer Jeans bereits 11.000 Liter Wasser verbraucht wurden. Gleichzeitig haben weltweit 653 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Eine andere Lernstation demonstrierte die Bedeutung von  Ressourcenschonung und  Ressourceneffizienz anzuregen: 75 kg wiege der „ökologische Rucksack“, der für Rohstoffgewinnung, Weiterverarbeitung und Herstellung eines einzelnen Handys aufgewendet werde. Dabei seien auch Handys recyclebar und müssten nicht in der Schublade in Vergessenheit geraten.

Weitere Informationen zur ZukunftsTour und Bilder zur ZukunfsTour in Mainz finden Sie hier.

Engagement Global, 1 Juli 2016
Zukunftstour in Mainz

Am 1. Juli 2016 kommt die Zukunftstour in Mainz an. Auch hier wird wieder ein vielfältiges Rahmenprogramm mit der „Politikarena“ und der „Zukunftswerkstatt“ geboten. Engagement Global lädt an diesem Tag in die Rheingoldhalle ein. Ob beim Kauf eines Smartphones, eines T-Shirts oder von Schokolade: Durch unseren Konsum beeinflussen wir das Leben anderer. Doch woher kommen die Lebensmittel, Kleidungsstücke und Technologien, die wir nutzen und wie werden sie hergestellt? Diesen und weiteren Fragen gehen die Teilnehmer/-innen beim Zukunftstag in Mainz nach.

In der Politikarena diskutieren Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller und Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit Vertreter/-innen der Zivilgesellschaft und Wirtschaft zu globalen Zukunftsfragen.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 19 Mai 2016
Verantwortung für die Eine Welt im neuen Koalitionsvertrag festgehalten

In Rheinland-Pfalz stimmten die Parteien der Regierungskoalition SPD, FDP und Bündnis 90/DIE GRÜNEN dem neuen Koalitionsvertrag für die Wahlperiode 2016 bis 2021 zu. Entwicklungs- und Friedenspolitik werden unter dem Titel „Verantwortung für die Eine Welt“ aufgeführt. Entwicklungspolitik wird als wichtiger Beitrag zur Armutsbekämpfung, Stärkung von Menschenrechten und Demokratie und in Folge dessen als Beitrag zur Beseitigung von Fluchtursachen definiert. Aus diesem Grund wird vereinbart, dass Initiativen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit weiterhin unterstützt werden. Auch die entwicklungspolitische Bildungsarbeit soll u. a. durch das Eine-Welt-Promotor/- innenprogramm weitergeführt werden.

Der komplette Koalitionsvertrag finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 19 Mai 2016
Entwicklungspolitische Leitlinien in gedruckter Form

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat Ende 2015 ihre entwicklungspolitischen Leitlinien ausgearbeitet, die ein politisches, wirtschaftliches und gesellschaftliches Umdenken im Land einleiten sollen. Eine Überarbeitung der Leitlinien fand 2015 unter Beteiligung der Bürger/-innen statt und berücksichtigte die im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten globalen Nachhaltigkeitsziele.

Für die kommenden Jahre sind sechs Leitlinien definiert worden: Zusammenarbeit in internationalen Partnerschaften, Bildung als Schlüssel – Rheinland-Pfalz fördert „Globales Lernen“, Rheinland-Pfalz schützt Umwelt und Klima, nachhaltig leben und wirtschaften, Migration und Entwicklung und Frieden und Menschenrechte auf nationaler und europäischer Ebene.

Die Leitlinien sind nun in gedruckter Form erhältlich und können bei Frau Dr. Carola Stein (carola.stein@isim.rlp.de) bestellt werden.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 März 2016
Faire Welten auf der Rheinland-Pfalz-Ausstellung am 12. - 14. März 2016 in Mainz

Vom 12. bis 14. März 2016 präsentiert sich die Faire Welten zum dritten Mal im Rahmen der Rheinland-Pfalz Ausstellung. Die dreitägige Messe in der Messe bietet Ihnen die Gelegenheit, Ihre Produkte, Dienstleistungen und Expertise einem interessierten und kaufkräftigen Publikum aus der gesamten Rhein-Main-Region zu präsentieren. Besonders abwechslungsreich gestaltet sich die Mischung aus Informations- und Verkaufsständen, kombiniert mit spannenden Mitmach-Aktionen rund um die Themen Fairer Handel und nachhaltiger Konsum. Die hohe Attraktivität bei Besucher/-innen und Aussteller/-innen beweist nun auch die feste Etablierung der Faire Welten als „Messe in der Messe“ im Rahmen der Rheinland-Pfalz-Ausstellung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Rheinland-Pfalz-Ausstellung, 4 Februar 2016
Ausschreibung für Trägereinrichtungen für das Promotor/-innenprogramm

Nachdem das rheinland-pfälzische Parlament beschlossen hat, das 2013 gestartete Eine-Welt-Promotor/-innen Programm auszuweiten, wurden fünf neue Promotor/-innenstellen in Rheinland-Pfalz geschaffen. Die Fachstellen dienen dazu, entwicklungspolitische Themen breitflächig und regional zu verankern. Nun werden vom Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) e. V. Trägervereine gesucht, die ab dem 01. Februar 2016 eine/-n solche/-n Fachpromotor/-in einstellen kann. Die Ausschreibung mit weiteren Informationen zur Bewerbung von Trägereinrichtungen ist auf der Homepage von ELAN zu finden. Bewerbungsschluss ist der 24. Januar 2016.

Info: Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) e. V., Frauenlobstr. 15-19, 55118 Mainz, Ansprechpartnerin: Barbara Mittler, Tel.: 06131/9720867, mittler@elan-rlp.de, www.elan-rlp.de

Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) e. V., 15 Januar 2016
Künstlerprojekt Rheinland-Pfalz-Ruanda

Der in Mainz lebende freischaffende Künstler Stefan Budian arbeitete in einem unter anderem vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und dem Verein Rheinland-Pfalz Ruanda e.V. geförderten Projekt sieben Wochen lang mit ruandischen Künstlern in einem Atelier in der ruandischen Hauptstadt Kigali zusammen. Die Begegnung war ein Folgeprojekt eines Austauschs von Künstlerinnen und Künstlern aus Ruanda und Rheinland-Pfalz, der erstmals im März 2012 auf Initiative des Ministeriums des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz stattfand.

Info: Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz, Referat Entwicklungszusammenarbeit mit dem Partnerland Ruanda, Am Schillerplatz 3-5, 55116 Mainz, Ansprechpartnerin Kerstin Schindler, Tel.: 06131-16-3532, kerstin.schindler@isim.rlp.de, www.isim.rlp.de

Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz, 10 Dezember 2015
Rheinland-Pfalz - Ruanda: Zwei Partnerländer – ein Kalender

Der mit viel Herzblut und Liebe gestaltete Spiralwochenkalender enthält auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Motive aus den beiden Partnerländern Ruanda und Rheinland-Pfalz. Entstanden ist der Kalender dieses Mal unter der hohen Beteiligung der Engagierten aus beiden Ländern, die im Rahmen eines Fotowettbewerbs ihre Bilder einsenden konnten. Der Kalender spiegelt den Geist der Partnerschaft wider. Er schenkt Einblicke und vermittelt durch seine Aufnahmen ein authentisches Bild der Partnerschaft. Es handelt sich um einen Wochenkalender mit über 52 verschiedenen Motiven, der als Tischkalender mit verstärktem Rücken auch aufstellbar ist.

Zum Erwerb und weitere Informationen zum Kalender und zur Partnerschaft: www.rlp-ruanda.de.

Bestellungen bitte an: Monique Tech aus dem Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz-Ruanda e. V. unter FSJ@isim.rlp.de oder telefonisch unter 06131/163928.

Rheinland-Pfalz, Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz – Ruanda e. V., 25 November 2015
Neue entwicklungspolitische Leitlinien sollen Umdenken einleiten

Neue entwicklungspolitische Leitlinien des Landes sollen künftig die aktuell beschlossenen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen als Handlungsrahmen berücksichtigen. Die Landesregierung hat entwicklungspolitische Ziele ausgearbeitet, die ein politisches, wirtschaftliches und gesellschaftliches Umdenken einleiten sollen. „Nicht nur die neuen Ziele der UN sind für uns ausschlaggebend. Die hohen Flüchtlingszahlen zeigen auf dramatische Weise, wie aktuell das Thema Entwicklungspolitik als zentrales Steuerungselement zur Fluchtursachenbekämpfung ist“, sagte Innenminister Roger Lewentz nach den Beratungen des Kabinetts am 24. November 2015 in Mainz.

Die Überarbeitung der Leitlinien fand unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger statt und berücksichtigte die im September 2015 neu definierten Ziele der UN. „Die Entwicklungspolitik hat in den vergangenen Jahren zweifellos viel bewirkt. Und doch gibt es noch sehr viel zu tun. Entwicklungspolitik bedeutet auch, dass wir unsere eigenen Lebens- und Verhaltensweisen auf den Prüfstand stellen müssen. Denn unser Handeln hat in einer globalisierten Welt unmittelbare Auswirkungen auf die ökologischen und sozialen Lebensbedingungen von vielen Menschen in anderen Regionen der Erde. Entwicklungspolitik muss sich daher quer durch Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und das Leben jedes Einzelnen ziehen“, hob der Minister hervor.

Für die kommenden Jahre sind folgende sechs Leitlinien definiert worden:

  • Zusammenarbeit in internationalen Partnerschaften: Das Land möchte bestehende internationale Partnerschaften weiter fördern und neue Partnerschaften initiieren.
  • Bildung als Schlüssel – Rheinland-Pfalz fördert „Globales Lernen“: Globales Lernen soll in Schulen eine wichtigere Rolle spielen und als Querschnittsthema in den Lehrplänen verankert werden. Auch die entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit mit Organisationen soll weiter intensiviert werden.
  • Rheinland-Pfalz schützt Umwelt und Klima: Die Öffentlichkeit soll stärker für die Folgen der Klimaveränderung sensibilisiert, der internationale Wissens- und Technologietransfer auf dem Gebiet gestärkt und die Energiewende gestaltet werden.
  • Nachhaltig leben und wirtschaften: Fairer Handel soll regional wie auch global weiter Unterstützung erfahren – mit dem Ziel, ihn Schritt für Schritt zum Grundsatz wirtschaftlichen Handelns zu etablieren.
  • Migration und Entwicklung: Migrantinnen und Migranten sollen in ihrer Brücken- und Vermittlungsfunktion mehr beteiligt werden.
  • Frieden und Menschenrechte: Die Wahrung der Menschenrechte ist das Leitprinzip aller Programme und Vorgehensweisen der rheinland-pfälzischen Entwicklungspolitik. Im Rahmen seiner Möglichkeiten will sich das Land auf nationaler und europäischer Ebene für Frieden einsetzen.

„Wir können nicht die Augen davor verschließen, dass Klimawandel, Umweltverschmutzung und soziale Ungerechtigkeiten weiter zunehmen. Wenn wir unsere Zukunftsfähigkeit weiterhin bewahren wollen, müssen wir mit unserer Landespolitik einen Beitrag dazu leisten“, sagte Lewentz.

Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, 25 November 2015
Delegationsreise in das Partnerland Ruanda

Im Mittelpunkt der diesjährigen Delegationsreise in das Partnerland Ruanda, die von Günter Kern, Staatsekretär im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz, geleitet wurde, stand das Thema Kommunales. Das Partnerministerium MINALOC (Ministry of Local Government) und RALGA (Rwanda Association of Local Government Authorities), eine Vereinigung, die ungefähr dem deutschen Gemeinde- und Städtetag entspricht, informierte über die kommunale Verwaltungsstruktur, die Gemeindeentwicklung, die Ansätze der Dezentralisierung sowie die soziale Sicherung und Armutsbekämpfung auf lokaler Ebene in Ruanda.

Hintergrund:
Die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda besteht seit 33 Jahren. Ein wichtiger Aspekt der so genannten Graswurzelpartnerschaft, sind neben den zahlreichen Projekten, die die Lebensbedingungen der Menschen im Partnerland verbessern konnten, besonders auch freundschaftliche Beziehungen, die sich durch persönliche Kontakte und Erfahrungen während vieler Jahre gebildet haben.

Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, 27 Oktober 2015
Ruanda-Tag 2015: Die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer als Vorbild für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit gewürdigt.

„Sie hat Bestand, weil sie in ehrenamtlichen Strukturen gewachsen ist und von den Menschen auf beiden Seiten getragen wird“, sagte die Ministerpräsidentin bei der Eröffnung des Ruanda-Tages auf dem Gelände der Landesgartenschau am 12. September 2015 in Landau.

Die Zukunft gehöre der Jugend. Deshalb sei es ein gutes Zeichen, dass der Partnerschaft der Nachwuchs nicht ausgehe. Beispielsweise seien anlässlich des 30-jährigen Jubiläums mehr als 30 neue Schulpartnerschaften gegründet worden, mittlerweile seien es nun über 200. Um die partnerschaftliche Zusammenarbeit noch vielseitiger zu gestalten, würden aber auch neue Impulse gesetzt: „Aktuell legen wir den Schwerpunkt auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Deshalb ist auch eine Wirtschaftsreise parallel zur Delegationsreise im Oktober dieses Jahres geplant. Und wir möchten neue Gruppen für die Partnerschaft gewinnen, so zum Beispiel Künstler oder Menschen mit Behinderungen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingskrise erinnerte sie daran, wie sich das rheinland-pfälzische Partnerland vor 21 Jahren während des Völkermordes zum Krisenherd wandelte und drei Millionen Flüchtlinge aus Ruanda flohen. „Die ruandische Erfahrung hat gezeigt, wie wichtig die Konfliktbewältigung in den Heimatländern ist. Deshalb unterstützen wir unser Partnerland bis heute bei seinen Bemühungen um Wiederaufbau und der Garantie der Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Der Ruanda-Tag wurde in diesem Jahr vom Ruanda-Freundeskreis Ruhango-Kigoma e.V. ausgerichtet, der sein 30-jähriges Bestehen feiert. Die Ministerpräsidentin dankte für das großartige Engagement des Freundeskreises und seine Unterstützung unter anderem bei der Erneuerung der mittlerweile 16. Schule, beim Bau eines Waisenhauses und einer Ausbildungsstätte für Handwerksberufe. „Der Ruhango-Kigoma-Freundeskreis ist ein tolles Beispiel dafür, was unsere Partnerschaft so erfolgreich macht“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Der Ruanda-Tag gibt den örtlichen Ruanda-Vereinen, den Schulen, Universitäten, Kommunen und Initiativen aus dem ganzen Land die Möglichkeit, ihr Engagement zu präsentieren. Neben dem Oberbürgermeister der Stadt Landau, Hans-Dieter Schlimmer, nahm auch der neue ruandische Botschafter Igor Cesar teil. Die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda besteht seit 1982. Seither flossen rund 72 Millionen Euro in knapp 1.900 gemeinsame Projekte.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.rlp-ruanda.de.

Rheinland-Pfalz, Landesregierung, 15 September 2015
Für eine sichere Schulzeit sorgen

Innenminister Roger Lewentz hat dem Verein 'Partnerschlaft Rheinland-Pfalz – Ruanda e. V.' eine Landeszuwendung in Höhe von 31.900 Euro für die erste Bauphase von drei Klassenräumen und einer Regenwasserzisterne in der Grundschule Nkurura in Ruanda zugesagt.

„Mit der Unterstützung des Landes ermöglichen wir den Kindern in einer sicheren und adäquaten Umgebung in Ruanda zu lernen. Der Bau der Regenwasserzisterne stellt zudem die Wasserversorgung der Schule sicher“, sagte Lewentz.

Die Gesamtkosten der ersten Bauphase belaufen sich auf rund 42.500 Euro. Neben der Landesförderung finanziert sich das Projekt aus Spenden der Verbandsgemeinde Herxheim und des Arbeitskreises Ruanda e. V. Herxheim. „Ich bin froh, dass sich so viele Menschen in Rheinland-Pfalz engagieren und wir mit gebündelten Mitteln Kindern eine schöne und vor allem sichere Schulzeit ermöglichen können. 2014 flossen 48,5 Prozent der eingesetzten Mittel in die schulische Infrastruktur in Ruanda. Dies zeigt, welchen Stellenwert Jugend und Bildung für die Menschen vor Ort haben“, sagte der Minister.

Die 1948 von der katholischen Kirche gegründete Grund- und Sekundarschule Nkurura befindet sich im Norden Ruandas. Von den insgesamt 1063 Schülerinnen und Schülern besuchen zurzeit über 900 Kinder die Grundschule. Nach beinahe 40 Jahren Schulbetrieb sind die Gebäude baufällig und stellen ein Gefährdungspotential für Schüler und Lehrer dar. Um die Lehr- und Lernbedingungen sowie die Wasserversorgung zu verbessern, sollen in zwei Bauphasen insgesamt sechs Klassenräume gebaut und die dafür erforderlichen Möbel angeschafft werden. Zusätzlich sollen zwei Regenwasserzisternen mit jeweils einem Fassungsvermögen von zehn Kubikmetern die Wasserversorgung der Schule in der Regenzeit zukünftig gewährleisten.

Seit 1982 besteht die Partnerschaft von Rheinland-Pfalz und der Republik Ruanda. Der Grundgedanke, einer dezentralen und bürgernahen Partnerschaft ist dabei bis heute unverändert geblieben. 49 Kommunen, 58 Vereine, Stiftungen und Organisationen, 17 Pfarreien, 230 Schulen, 3 Universitäten, 5 Fachhochschulen sowie viele Einzelakteure aus allen gesellschaftlichen Bereichen unterhalten Beziehungen zu ihren ruandischen Partnern. Rund 1900 Projekte konnten seither mit rund 72 Millionen Euro realisiert werden. Ein Fünftel der Geldmittel brachten Bürgerinnen und Bürger durch Spenden auf.

Rheinland-Pfalz, Landesregierung, 20 Juli 2015
3. Millenniumcup

Am 20. Juni 2015 fand der diesjährige Millenniumcup in der Schloß-Ardeck-Grundschule in Gau-Algesheim statt, an dem jeweils zehn 3. und 4. Klassen aller Gau-Algesheimer Grundschulen teilnahmen. Mit von der Partie war auch eine Partnerschule aus Horovice / Tschechien.

Mit dem Millenniumcup werden spielerisch Sport und entwicklungspolitische Themen verbunden. Im Vorab bearbeiteten die Schüler/-innen im Unterricht eines der acht Millenniumsziele – von April bis Juni wurde mit ihnen im Unterricht ein zweistündiger Bildungsbaustein bearbeitet.

Neben einem Überblick über die Millenniumsziele der Vereinten Nationen erfuhren die Kinder in einer Geschichte viel aus dem Alltag der Kinder im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda. In einem Rollenspiel versuchten sich die Kinder in die Lebenswelt dortiger Schüler/-innen zu versetzen. Anschließend erarbeiteten die Schüler/-innen gemeinsam mit ihren Klassenlehrer/-innen einen besonderen Aspekt eines der Millenniumziele und stellten ihre Ergebnisse auf vielfältigste Weise dar. Parallel hatten die Klassen Fußballmannschaften gebildet, die während des Sportunterrichtes vom Südwestdeutschen Fußballverband trainiert wurden.

Am 20. Juni 2015 wurde dann in Gau-Algesheim das Fußballturnier aller am Millenniumcup beteiligten Schulen mit insgesamt 22 Mannschaften ausgetragen. Gleichzeitig präsentierten die Kinder den vielen Besuchern ihre Arbeitsergebnisse auf der Bühne und in den Zelten. Der diesjährige Millenniumcup war erneut ein großer Erfolg.

Die Kinder zeigten großes Engagement (nicht nur auf dem Fußballfeld) und ein beispielhaftes Bemühen, ihr Wissen nun auch in ihrem eigenen familiären Umfeld umzusetzen. Veranstalter des Millenniumcups war für das Land Rheinland-Pfalz das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur. Kooperationspartner waren die Verbandsgemeinde Gau-Algesheim, der Südwestdeutsche Fußballverband, ELAN e.V. für die Bildungsarbeit an den Schulen und die Schloss-Ardeck-Grundschule in Gau-Algesheim.

Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz, 16 Juli 2015
Tatkräftig anpacken und helfen bei der bundesweiten Kampagne „Dein Tag für Afrika“

181.000 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich bei der bundesweiten Kampagne „Dein Tag für Afrika“ vernetzt, um durch das gemeinsame Engagement die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Afrika zum Positiven zu verändern.

Auch beim 13. Aktionstag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Vernetzen. Verbinden. Verändern.“ stand, stellten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler mit zahlreichen kreativen Job-Ideen und Aktionen wieder einmal unter Beweis, auf welch unterschiedliche Art und Weise man sich für Gleichaltrige in Afrika einsetzen kann. Die erste Hochrechnung des Gesamterlöses und der bundesweiten Teilnehmerzahlen verkündete die Schirmherrin, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, zusammen mit Nora Weisbrod, Geschäftsführende Vorsitzende des Vereins Aktion Tagwerk, und Marianne Grosse, Dezernentin für Bauen, Denkmalpflege und Kultur der Landeshauptstadt, im Gutenberg-Museum in Mainz.

Vor der Pressekonferenz erwartete alle Anwesenden ein erfrischender Aktionstags-Höhepunkt im Hof des Gutenberg-Museums: Ministerpräsidentin Malu Dreyer verkaufte gemeinsam mit Linda Metzger, Schülerin des Rabanus-Maurus-Gymnasiums in Mainz, die ihren Tagwerk-Job in der Eisdiele „N‘ Eis – Das Neustadteis“ verrichtete, tagwerk-gelbes Mango-Eis für den guten Zweck. „Jahr für Jahr motiviert Aktion Tagwerk Tausende von Kindern und Jugendlichen, sich für ihre Altersgenossen in Afrika zu engagieren. Ich freue mich, dass dieses tolle Projekt in Rheinland-Pfalz ins Leben gerufen wurde und in Mainz seine Zentrale hat. Diese großartige Hilfe kommt vor allem dem rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda zugute. Das Motto der diesjährigen Kampagne „Vernetzen.Verbinden.Verändern“ verweist auf die Chance, die die neuen Medien bieten. Junge Menschen hier und in Afrika können miteinander Kontakt aufnehmen, mehr über die Lebenssituation des jeweils anderen erfahren und erkennen, wo Hilfe nötig ist“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Für sie sei es besonders wichtig, dass Aktion Tagwerk die Partnerschaft von Rheinland-Pfalz und Ruanda schon jungen Menschen bekannt mache, damit sie auch in Zukunft fest verankert bleibt.

In diesem Jahr sind dem Aufruf des Vereins Aktion Tagwerk, sich am Tag für Afrika zu beteiligen, 181.000 Schülerinnen und Schüler von 618 Schulen aus ganz Deutschland gefolgt. Die Organisatoren rechnen für 2015 mit einem Gesamterlös in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Mit dem Erlös werden Bildungsprojekte des langjährigen Aktion Tagwerk-Projektpartners Human Help Network in Burundi, der Elfenbeinküste, Ruanda, Südafrika und Uganda sowie ein Projekt des neuen Aktion Tagwerk-Kooperationspartners Brot für die Welt in Ghana unterstützt. Die Kampagne, die ihren Ursprung in Rheinland-Pfalz hat, findet 2015 bereits zum neunten Mal im gesamten Bundesgebiet statt. 

Rheinland-Pfalz, Landesregierung, 24 Juni 2015
Engagement für die Partnerschaft - Die ruandische Botschafterin Christine Nkulikiyinka hat sich von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz verabschiedet

Die Ministerpräsidentin würdigte bei dem Gespräch das große persönliche Engagement der Botschafterin für die Partnerschaft von Rheinland-Pfalz mit Ruanda, die ihr immer ein Herzensanliegen gewesen sei. „Wir haben in unserer Zusammenarbeit sehr davon profitiert, dass Sie in Rheinland-Pfalz studiert haben, hervorragend Deutsch sprechen und sich in zwei Kulturen auskennen. Alle in der Partnerschaft Engagierten hatten in Ihnen immer eine Ansprechpartnerin, die für ihre Anliegen offen war“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Partnerschaft sei etwas Besonderes, weil sie nicht nur  von der Landesregierung, sondern auch von Kommunen, Schulen und weiteren Institutionen – also sehr vielen Menschen – getragen werde. „Mit diesem zivilgesellschaftlichen Ansatz ist es uns gelungen, seit 1982 rund 1.900 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von 72 Millionen Euro auf den Weg zu bringen“, so die Ministerpräsidentin. Christine Nkulikiyinka habe schon vor ihrer Tätigkeit als Botschafterin viele Impulse in die partnerschaftliche Zusammenarbeit eingebracht, da sie mit Rheinland-Pfalz als zweiter Heimat immer besonders verbunden gewesen sei.

"Sie waren im wahrsten Sinne des Wortes eine hervorragende Botschafterin Ihres Landes in Deutschland und vor allem auch in Rheinland-Pfalz. Wir werden Sie und Ihr Engagement sehr vermissen und die vielen Begegnungen und Gespräche in guter Erinnerung behalten“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie wünschte Christine Nkulikiyinka für ihre neue Aufgabe als Botschafterin in Schweden alles Gute und viel Erfolg. Ihr Nachfolger wird Cesar Igor, der in Deutschland geboren wurde.

Innenminister Lewentz unterstrich ebenfalls die gute Zusammenarbeit mit der scheidenden Botschafterin: „Christine Nkulikiyinka war eine tragende Säule unserer Graswurzelpartnerschaft. Dafür gebührt ihr unser Dank.“ Derzeit gelinge es, die Partnerschaft auch für Jugendliche beider Länder attraktiv zu gestalten. „Wir müssen den Nachwuchs in Ruanda und Rheinland-Pfalz für diese tolle Sache begeistern. Die Botschafterin hat dies mit ihrem Engagement hervorragend gemeistert.“

Rheiland-Pfalz, Landesregierung, 3 Juni 2015
Europawoche Rheinland Pfalz zum Europäischen Jahres für Entwicklung 2015

„Wir freuen uns über den großen Einsatz von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Verbänden, die ein attraktives Angebot während der Europawoche in Rheinland-Pfalz auf die Beine stellen." Das hat die Bevollmächtigte des Landes für Europa, Staatssekretärin Jacqueline Kraege, vor Beginn der Europawoche in Rheinland-Pfalz betont.

"Europa als Friedens- und Wertegemeinschaft muss immer wieder gestärkt und weiterentwickelt werden. Ich danke den vielen Ehrenamtlichen, ohne die es die Europawoche als wichtigen Beitrag unseres Engagements für die Europäische Idee nicht gäbe", sagte sie weiter.

Insgesamt 41 Veranstaltungen, davon 17 Schulbesuche, sieben Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, fünf internationale Jugendbegegnungen, vier Seminare und Workshops, drei kulturelle Aktionen und zwei Sportveranstaltungen nehmen Europa Anfang Mai in Rheinland-Pfalz zum Thema. Mitglieder der Landesregierung und des rheinland-pfälzischen Landtags besuchen am 12. Mai 2015 anlässlich des EU-Projekttags in Schulen Schulklassen in Rheinland-Pfalz und diskutieren mit Schülerinnen und Schülern über aktuelle europapolitische Themen.

Die Europawoche 2015 vom 2. bis 10. Mai 2015 steht anlässlich des Europäischen Jahres für Entwicklung unter dem Motto „Rheinland-pfälzische und europäische Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungspolitik: Engagement für ein menschenwürdiges Leben weltweit“. So berichte ein Vortrag in Landau, wie Staatssekretärin Kraege erläuterte, über die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda und beleuchte diese seit mehr als 30 Jahren intensiv gelebte Freundschaft aus wissenschaftlicher, politischer und praxisnaher Sicht. Auch bei der internationalen Jugendbegegnung, an der die Realschule Plus aus Saarburg teilnehme, sei die Entwicklungspolitik Thema. Andere Veranstaltungen, so Kraege, legten ihren Schwerpunkt stärker auf kulturelle Themen und auf Fragen der politischen Entwicklung Europas. „Bei den beiden Sportveranstaltungen, der deutsch-französischen Radsport-Friedensfahrt und den Schullauf-Meisterschaften der Großregion, steht dann das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund.“

Die Europawoche bietet eine Plattform für europäische Begegnungen, Diskussionen und Reflektionen. Das Programm der Europawoche versammelt Veranstaltungen quer durch das Land. 15 der Projekte werden dabei von der Landesvertretung mit insgesamt rund 15.000 Euro gefördert. Wie in den letzten Jahren organisiert die Europa-Union wieder eine große Zahl von Begegnungen, bei denen Experten mit Schülerinnen und Schülern über europäische Themen diskutieren.

Die Europawoche gibt allen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern die Chance, selbst aktiv für Europa zu werben, sich über Europa zu informieren und Diskussionen über Erwartungen an Europa zu führen. Staatssekretärin Kraege weiter: „Ich lade die Bürgerinnen und Bürger ein, sich an den vielfältigen Aktivitäten der Europawoche zu beteiligen, die Vereine, Schulen und Institutionen auf die Beine stellen.“

Die Europawoche findet wie immer rund um den Europatag am 9. Mai statt. Sie ist eine Gemeinschaftsaktion der deutschen Länder, der Bundesregierung, der Europäischen Kommission und des EU-Parlaments. Seit 1994 wirbt die Europawoche jedes Jahr mit vielfältigen Aktionen lokal und regional für die europäische Einigung.

Das Programm der Europawoche in Rheinland-Pfalz ist bei der Landesvertretung erhältlich und steht im Internet zum Download bereit.

Rheinland-Pfalz, Vertretung des Landes beim Bund und bei der Europäischen Union, 30 April 2015
Studie zum entwicklungspolitischen Engagement rheinland-pfälzischer Kommunen

Spätestens seit der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro und dem daraus resultierenden Beschluss zur Agenda 21 bekennen sich Städte und Gemeinden zu entwicklungspolitischen Aufgabenstellungen und übernehmen globale Verantwortung. In einer immer enger verflochtenen Welt sind Kommunen Knotenpunkte der Gesellschaft. Sie sind einerseits von globalen Entwicklungen betroffen, gestalten diese aber auch mit und haben vielfältige Möglichkeiten für entwicklungspolitische Aktivitäten. Kommunen engagieren sich in den Bereichen Partnerschaftsarbeit, Fairer Handel, Nachhaltige Beschaffung, Unterstützung von bürgerschaftlichem Engagement und Bildungsarbeit.

Auch in Rheinland-Pfalz sind zahlreiche Kommunen aktiv in der Entwicklungspolitik. Neben kommunalen Partnerschaften, die  hauptsächlich im Rahmen der seit 30 Jahren existierenden Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda entstanden sind und sicherlich einen Schwerpunkt der kommunalen Aktivitäten bilden, werden verschiedene Bereiche der kommunalen Entwicklungspolitik abgedeckt. Insbesondere zu nennen sind hier die sogenannten Millenniumkommunen, die sich für die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele bis 2015 einsetzen und  die Lebensbedingungen in Ländern des Globalen Südens verbessern wollen. Zudem gibt es zahlreiche Kommunen, die Maßnahmen im Bereich des Fairen Handels und der Nachhaltigen Beschaffung durchführen, bürgerschaftliches Engagement im entwicklungspolitischen Bereich unterstützen sowie entwicklungspolitische Bildungsarbeit leisten. Hierbei werden Initiativen und Projekte von größeren Städten bis hin zu kleinen Verbandsgemeinden und auch Landkreisen durchgeführt.

Kooperationspartner
Um die unterschiedlichen kommunalen Akteure zukünftig besser in ihren entwicklungspolitischen Aktivitäten unterstützen und diese untereinander vernetzen zu können, gab die Engagement Global gGmbH (die Außenstelle Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland zusammen mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt) in enger Kooperation mit dem Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz eine Studie zum entwicklungspolitischen Engagement rheinland-pfälzischer Kommunen in Auftrag. Die Studie wird unterstützt durch den Städtetag Rheinland-Pfalz, den Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz und den Landkreistag Rheinland-Pfalz.

Ziele der Studie
Ziel der Studie ist es, einen Gesamtüberblick über die Akteure sowie die Themen und Handlungsfelder der kommunalen Eine Welt-Arbeit in Rheinland-Pfalz zu bekommen sowie Erkenntnisse über den zukünftigen Unterstützungs- und Vernetzungsbedarf der Städten und Gemeinden zu erhalten.

Hier geht es zur Studie.

Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, 14 April 2015
Kern: Partnerschaft mit Ruanda lebt von der Jugend

Innenstaatssekretär Günter Kern hat den hohen Stellenwert von Jugendlichen in der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda hervorgehoben. „Unsere Schülerinnen und Schüler wissen um die besondere Verantwortung, die sie für den guten Kontakt zwischen den beiden Partnerländern tragen“, sagte Kern bei der Begrüßung einer ruandischen Schülergruppe am Donnerstag, den 02.04.2014, in Mainz. Zehn Schülerinnen und Schüler aus Ruanda absolvieren in den kommenden Tagen gemeinsam mit Jugendlichen der IGS Ingelheim, der Realschule Plus Salmtal, des Gymnasiums Betzdorf und der Nelson Mandela Schule Berlin ein umfassendes Programm in Deutschland.

Thematisch ist der Gegenbesuch aus Ruanda unter den 20. Jahrestag des Genozids in Ruanda 1994 und den 70. Jahrestag des Endes des Holocausts 1945 gestellt. „Es ist wichtig, dass sich Schülerinnen und Schüler beider Länder kritisch mit der oft schwierigen Geschichte ihres Landes auseinandersetzen. Von solch intensiven Begegnungen lebt die Partnerschaft seit nunmehr 33 Jahren“, sagte Kern.

Die Schülerinnen und Schüler beider Länder beschäftigen sich in Workshops mit dem Thema Völkermord und erarbeiten Handlungsempfehlungen, wie jungen Menschen einen Beitrag dazu leisten können, dass sich solche Gräueltaten nicht wiederholen. Auf der Agenda steht beispielsweise ein Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald, Gespräche über Traumabewältigung, der Besuch der Mainzer Synagoge und einige Tage in Berlin.

Staatssekretär Kern betonte: „Wir in Rheinland-Pfalz sind stolz auf diese Partnerschaft von Mensch zu Mensch. Genau wie viele Grashalme eine Rasenfläche ausmachen, genauso ist unsere Partnerschaft von den Graswurzeln zu einem starken Netzwerk herangewachsen.“ Mittlerweile pflegen mehr als 230 Schulen, 49 Kommunen, 55 Vereine, 17 Pfarreien, drei Universitäten sowie vier Fachhochschulen aktiv den Austausch mit Ruanda.

Die deutsch-ruandische Jugendbegegnung wird mit den Kooperationspartnern Verein der Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V., der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. sowie World University Service umgesetzt.

Rheinland-Pfalz, Ministerium für Innern, Sport und Infrastruktur, 8 April 2015
Landeswettbewerb „Europapreis 2015“ im Rahmen der Europawoche in Rheinland-Pfalz

Um die Öffentlichkeit über die Rolle der Europäischen Union (EU) in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu informieren sowie eine kritische Debatte über europäische EZ in Schulen anzuregen, verleiht die Landesvertretung Rheinland-Pfalz auch im Jahr 2015 den Europapreis. Der Preis stellt das Europäische Jahr für Entwicklung 2015 in den Mittelpunkt und richtet sich an Schüler/-innen aller Schularten oder Projektgruppen in Schulen. Insbesondere soll dazu angeregt werden, sich mit dieser Thematik in Schulprojekten auseinanderzusetzen.

Prämiert werden beispielsweise Artikel in Schülerzeitungen, thematische Hefte oder Projekte in Schulen, die das Thema europäische Entwicklungszusammenarbeit so bearbeiten, dass es für die Schülerschaft verständlich, aber auch kritisch dargestellt wird. Auch wird ein Sonderpreis an einen Verein verliehen, der sich tatkräftig für nachhaltige Projekte im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit engagiert. Die Preisverleihung wird innerhalb der Europawoche vom 02. bis 10. Mai 2015 stattfinden, einer Gemeinschaftsaktion der 16 Deutschen Länder, der Bundesregierung, der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments. Die Bewerbungsunterlagen können bis zum 25. März 2015 per Post an die Landesvertretung Rheinland-Pfalz oder per E-Mail an hlober@lv.rlp.de übermittelt werden.

Rheinland-Pfalz, Vertretung des Landes beim Bund und bei der Europäischen Union, 24 Februar 2015
„Eine-Welt-Preis“ für Kommunen

Innenminister Roger Lewentz lobt im diesjährigen Europäischen Jahr der Entwicklung erstmals den Preis „Eine Welt - meine Welt“ für entwicklungspolitisch engagierte Kommunen in Rheinland-Pfalz aus.

Bewerben können sich alle Kommunen, die den Gedanken der Einen Welt bei herausragenden Projekten und Aktivitäten innovativ und kreativ umgesetzt haben. „Ohne die aktive Beteiligung lokaler Akteure, von Bürgerin-nen und Bürgern und der Kommunen ist eine nachhaltige Gestaltung des Globalisie-rungsprozesses und die Verwirklichung einer weltweit zukunftsfähigen Entwicklung nicht möglich“, sagte Lewentz. „Deshalb wollen wir mit dem landesweiten Wettbewerb ‚Eine Welt - meine Welt‘ dazu beitragen, globale Themen lokal einzubinden, sichtbar zu machen und vor allem einen nachhaltigen Beitrag zur kommunalen Entwicklungszusammenarbeit in den rheinland-pfälzischen Städten, Gemeinden und Kreisen leisten“, so der Minister.

Der Preis ist mit insgesamt 6000 Euro dotiert und staffelt sich in einen ersten Preis mit 3000 Euro, einen zweiten Preis mit 2000 Euro und einen dritten Preis mit 1000 Euro. Das Preisgeld ist für die weitere Projektarbeit im entwicklungs-politischen Bereich zu verwenden.

Teilnahmeberechtigt sind alle rheinland-pfälzischen Kommunen (Kreise, Städte, Ver-bandsgemeinden, verbandsfreie Gemeinden und Ortsgemeinden), die erfolgreich ein Projekt im entwicklungspolitischen Bereich entweder selbst initiiert haben oder ein solches Projekt vorbildlich unterstützen, sei es finanziell oder ideell und die einen nachhaltigen Beitrag zur kommunalen Entwicklungszusammenarbeit leisten.

Die Kommunen reichen ihre Bewerbung mittels eines Bewerbungsbogens bis spätestens 30. April 2015 bei dem Referat „Grundsätze der Entwicklungspolitik“ des Innen-ministeriums - Schillerplatz 3-5, 55116 Mainz - in. Der Bewerbungsbogen kann unter dieser Anschrift angefordert oder aus dem Internet unter www.einewelt.rlp.de heruntergeladen werden.

Die eingereichten Projekte werden von einer Auswahlkommission bewertet. Der Minister verleiht den Preis im September dieses Jahres. „Wir freuen uns auf viele Bewerbungen aus den rheinland-pfälzischen Kommunen“, betonte Lewentz.

Rheinland-Pfalz, Landesregierung, 13 Februar 2015
Rheinland-Pfalz: Landtag beschließt Antrag zum Europäischen Jahr für Entwicklung
Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, 2 Februar 2015
Rheinland-Pfalz schreibt entwicklungspolitische Leitlinien fort

Die Millenniumentwicklungsziele, die im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen verab­schiedet wurden, laufen in diesem Jahr aus. Die acht Millenniumentwicklungs-ziele haben während der vergangenen 15 Jahre dazu beigetragen, Armut und Hunger in vielen Ländern zu verringern, doch nach wie vor bleibt sehr viel zu tun. Daher werden derzeit weltweit mögliche Nachfolgeziele diskutiert, die die ökologische, ökonomi­sche und soziale Dimension von nachhaltiger Entwicklung um­fassen und für jedes Land - nicht nur für die Länder des Südens - gleichermaßen gelten sollen.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung nimmt dies zum Anlass, auch ihre eigenen entwick­lungspolitischen Leitlinien neu zu formulieren. Die Leitlinien sollen einen Hand­lungs­rahmen für die entwicklungspolitischen Aktivitäten des Landes Rheinland-Pfalz schaffen und im Land die Sensibilität für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Poli­tik fördern.

Dies wird im Rahmen eines breit angelegten Konsultationsprozesses geschehen.

Die neuen Leitlinien sollen den politischen Rahmen für die Entwicklungspolitik der Landesregierung festlegen, die Ergebnisse des Post-2015-Prozesses berücksichtigen und konkrete Handlungsvorschläge der Landesregierung formulieren.In einer Auftaktveranstaltung am 27. Februar in Mainz haben zahlreiche zivilgesellschaftliche Gruppen wie NGOs, Kirchen, Kommunen, Universitäten u.v.m. die Möglichkeit, sich in diesen Prozess einzubringen. Mit der Bildung von Arbeitsgruppen werden für die Themenbereiche:

  • Globales Lernen
  • nachhaltiges Wirtschaften
  • Umwelt/Klimaschutz
  • Menschenrechte
  • Migration
  • Partnerschaften
    gemeinsam Lösungsvorschläge diskutiert und erarbeitet.

Im Oktober 2015 ist dann die Präsentation der Ergebnisse vorgesehen.

Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, 12 Januar 2015
Sonderschau "Faire Welten" im Rahmen der Rheinland-Pfalz-Ausstellung – 20. bis 22. März 2015

Im Rahmen der Rheinland-Pfalz-Ausstellung 2015 findet auch in diesem Jahr wieder die Sonderschau "Faire Welten" statt, ein Kooperationsvorhaben des Ministeriums des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz, des Entwicklungspolitischen Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz e.V., der Außenstelle Mainz der Engagement Global gGmbH und des Weltladen Unterwegs e.V.

Vom 20. bis 22. März 2015 besteht für Interessierte die Möglichkeit, in Halle 2A die Vielfalt und Attraktivität des fairen Handels kennen und genießen zu lernen.
Folgende Themenbereiche werden bei den Fairen Welten vertreten sein:

  • Bauen und Wohnen
  • Bekleidung und Textilien
  • Blumen und Deko
  • Kultur und Reisen
  • Lebensmittel und Kosmetik
  • Medien und Kommunikation
  • Schmuck und Design

Eine bunte Mischung aus attraktiven Angeboten, Mitmach-Aktionen, Bühnen-vorführungen und gastronomischen Highlights runden das vielfältige Angebot ab.

Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, 12 Januar 2015
Neue Ausgabe Ruanda-Revue: Gemeinsam für Inklusion

"Politik von und für Menschen mit Behinderungen ist ein Menschenrechtsthema. Das ist das gemeinsame Verständnis von 151 Staaten weltweit, welche die UN-Behindertenrechtskonvention seit 2007 ratifiziert haben“, erklärte der Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch. Das habe auch für die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda Auswirkungen.

Rösch sagte, in beiden Länder gebe es vielfältiges Engagement zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. „Bei den Themen schulischer Inklusion, Bewusstseinsbildung und der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen wollen wir in beiden Ländern mehr erreichen. Hier gibt es noch Herausforderungen, bei denen wir voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen können.“

Der Landesbeauftragte zeigte sich erfreut, dass der Landesbeirat zur Teilhabe behinderter Menschen in seiner vergangenen Sitzung der Absichtserklärung zur Zusammenarbeit mit Ruanda für den Bereich Menschen mit Behinderungen zugestimmt habe. „Das ermöglicht eine Vertiefung der Partnerschaft zwischen beiden Ländern und für Ruanda ist dies zugleich die erste internationale Absichtserklärung zum Thema Inklusion. Vorausgegangen waren im Oktober 2013 eine Delegationsreise aus Rheinland-Pfalz in Ruanda und nachfolgend der Besuch einer Gruppe von Vertreterinnen und Vertretern von Organisationen der Menschen mit Behinderungen aus Ruanda im Juli 2014 in Rheinland-Pfalz. Aus diesen Aktivitäten seien Kontakte und Kooperationen entstanden, die in einem Maßnahmenplan zusammengefasst werden sollen.

„Sowohl die direkte Unterstützung zwischen Partnerorganisationen im Sinne unserer Graswurzelpartnerschaft, wie auch der Wissens- und Erfahrungsaustausch sind Grundlage unserer Zusammenarbeit. Schulpartnerschaften und Frühförderung für Kinder mit Behinderungen werden Schwerpunkte der Zusammenarbeit sein“ erläutert der Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch abschließend.

Ausführliche Berichte zu den Erfahrungen und Eindrücken aus den Delegationsreisen und der Zusammenarbeit gibt es in der aktuellen Ausgabe der Ruanda-Revue auf der Webseite der Partnerschaft unter www.rlp-ruanda.de.

Rheinland-Pfalz, Landesregierung, 29 Dezember 2014
Partnerschaft auf Augenhöhe

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat den deutschen Botschafter in der Republik Ruanda, Peter Fahrenholtz, in der Staatskanzlei empfangen. Bei dem Gespräch informierte sich die Ministerpräsidentin über die aktuelle Situation in Ruanda und erörterte mit dem Botschafter Schwerpunkte der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und dem ostafrikanischen Land.

„Die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda ist bundesweit einzigartig und beispielhaft, auch weil sie eine Partnerschaft auf Augenhöhe ist“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Seit über 30 Jahren pflegt Rheinland-Pfalz die Graswurzelpartnerschaft. „Menschen aller Altersgruppen setzen sich mit der Entwicklungszusammenarbeit auseinander und profitieren wie die Partner in Ruanda von dem Austausch“, so die Ministerpräsidentin. Weil der Kontakt mit den Menschen vor Ort besonders wichtig sei, plane sie eine Ruandareise in der ersten Oktoberhälfte 2015.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer lobte auch den Wirtschaftsaustausch der beiden Länder. Initiativen wie das Fachseminar zum Thema Infrastruktur von rheinland-pfälzischen und ruandischen Unternehmen, das Ende September 2014 in Kigali stattfand, förderten länderübergreifende Netzwerke und die Fortbildung von Fachkräften. „Wir setzen auf eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung und freuen uns über soziale Errungenschaften, wie eine Schulbesuchsquote von 98 Prozent und die Basiskrankenversicherung“, sagte die Ministerpräsidentin. Bei dem Gespräch wurden auch Probleme thematisiert. So bleibe es eine Herausforderung, dass der in einigen Bereichen wachsende Wohlstand auch der ländlichen Bevölkerung zugutekomme, sagte die Ministerpräsidentin.

Rheinland-Pfalz, Landesregierung, 8 Dezember 2014
Buch-Neuerscheinung: "Auf dem Weg - Lebenslinien der Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda"

Die Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda ist in ihrem mehr als drei Jahrzehnte währenden Bestehen ein fester Teil rheinland-pfälzischer Kultur geworden und gilt als ein Model für Länderpartnerschaften über die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland hinaus.

Zur Dokumentation dieser einmaligen Geschichte und Würdigung der unzähligen Ehrenamtlichen und in der Partnerschaft Engagierten ist mit "Auf dem Weg – Lebenslinien der Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda" ein umfassendes Buch erschienen, das seine Leser mitnimmt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser Partnerschaft. Am 15. Dez. 2014 findet um 18:00 Uhr im Weiterbildungszentrum in Ingelheim (Wilhelm-Leuschner-Straße 61, 55218 Ingelheim am Rhein) die Buchvorstellung statt.

Das Buch ist online und im Buchhandel über die ISBN: 9783935516884 und dem Preis von 19,80€ erhältlich.

Rheinland-Pfalz, Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz / Ruanda e.V., 3 Dezember 2014
Partnerschaft Rheinland-Pfalz-Ruanda: Inklusion und Ausbildung im Fokus

Rheinland-Pfalz und Ruanda wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen und vertiefen. „Die verstärkte Einbindung von Jugendlichen in die Projektarbeit, berufliche Ausbildung, Menschen mit Behinderung und ein verstärkter kultureller Austausch sind Schwerpunktthemen, mit denen diese einzigartige Partnerschaft weiterentwickelt werden soll“, sagte Innenminister Roger Lewentz nach Abschluss einer einwöchigen Delegationsreise.

Mit der Reise in das zentralafrikanische Partnerland verbunden war die zehnte Sitzung der Gemeinsamen Kommission der Partnerschaft, die die Umsetzung von Projekten überprüft und Schwerpunkte der Partnerschaft für die kommenden Jahre festlegt.

Rheinland-Pfalz und Ruanda wollen künftig vor allem im Bereich von Menschen mit Behinderungen noch stärker als bisher kooperieren. Dazu wurde eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Nach Aussage der ruandischen Seite ist dies die erste Absichtserklärung, die in der internationalen Zusammenarbeit zu diesem Thema entstanden ist. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei die Förderung der Inklusion - vor allem von Kindern und Jugendlichen - sein. Partnerschaften und Begegnungen zwischen Organisation von Menschen mit Behinderungen in beiden Ländern sollen ebenso gefördert werden, wie Schulpartnerschaften von Förderschulen und Schwerpunktschulen mit entsprechenden Einrichtungen in Ruanda.

Besonders junge Menschen in beiden Ländern sollen in Zukunft noch stärker als bisher in die Partnerschaft eingebunden und der Austausch gefördert werden. Dabei werden die neuen Medien und sozialen Netzwerke sowie ein verantwortlicher Umgang mit diesen Kommunikationsmitteln eine zunehmende größere Rolle spielen. Auch die Zusammenarbeit und der Austausch im Bereich von Kunst und Kultur soll ausgebaut werden. Daneben soll die Kooperation in Handel und Investition, in der beruflichen Bildung und im Sport verstärkt werden. Dazu sollen auch die Sportvereine in Rheinland-Pfalz angesprochen werden. Zudem prüft das Land Rheinland-Pfalz, ob und wie die ruandische Regierung bei der Digitalisierung und Archivierung von Akten über Aufarbeitung des Genozids im Jahr 1994 unterstützt werden kann.

Zur Delegation gehörten Abgeordnete der im Landtag vertretenen Parteien SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen, Vertreter des Partnerschaftsvereins, kommunaler und kirchlicher Partnerschaften, sowie aus den Bereichen Gesundheitsaufklärung, Kultur, Handwerk und von Selbsthilfeverbänden von Menschen mit Behinderungen. Während der Informationsbesuche bei zahlreichen Partnerschaftsprojekten in den Bereichen schulische Bildung, Ausbildung und Gesundheit trafen die Delegationsteilnehmer auf viele sehr positive Reaktionen bei den Adressaten der Unterstützung und konnten durchweg bemerkenswerte Fortschritte in den Projekten feststellen.

Landesregierung, Rheinland-Pfalz, 29 Oktober 2014
Abschlussveranstaltung „Nachhaltige Beschaffung in Rheinland-Pfalz“

Zum Abschluss des Projekts „Nachhaltige Beschaffung in Rheinland-Pfalz“ hatte die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) in Kooperation mit dem Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz sowie dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz e.V. und mit Unterstützung der kommunalen Spitzenverbände Rheinland-Pfalz am 15. und 16. September 2014 zu einer Konferenz in die Coface-Arena des 1. FSV Mainz 05 und in das Kurfürstliche Schloss zu Mainz eingeladen.

Schwerpunkte der Veranstaltung bildeten die Themen Sport und unternehmerische Gesellschaftsverantwortung (CSR), Nachhaltigkeit und Kommune sowie die Vergabe kommunaler Druckaufträge: Was kann eine Kommune von CSR- und Nachhaltigkeits-Aktivitäten eines Fußballsportvereins der Bundesliga lernen? Was heißt umweltfreundliches Drucken? Wie können Kommunen Druckaufträge mit Nachhaltigkeitskriterien vergeben, um ihre Druckerzeugnisse wie Flyer, Imagebroschüren oder Abfallkalender verantwortungsvoll produzieren zu lassen? Bei einer Exkursion zur Umweltdruckerei Lokay wurden diese Aspekte am praktischen Beispiel erläutert. Eine Führung durch die CoFace Arena rundete die Tagung ab.

SKEW, Außenstelle der Engagement Global gGmbH in Mainz, 26 Oktober 2014
Delegation reist nach Ruanda

In Zusammenarbeit mit dem Partnerschaftsverein Ruanda/Rheinland-Pfalz e.V. organisiert das Wirtschaftsministerium des Landes erstmals ein Fachseminar zum Thema „Infrastruktur“ in der ruandischen Hauptstadt Kigali.

Ziel der Delegationsreise ist es, in dieser Woche die wirtschaftlichen Chancen und Potenziale Ruandas und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erkunden. Dabei werden vor Ort u.a. wichtige Kontakte zu Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft geknüpft. Mitreisende Unternehmen sind KSB AG, IncoWest GmbH & Co KG, Energieagentur Mittelrhein GbR, die Universität Koblenz-Landau und Rhodius Mineralquellen.

Neben den bisherigen Schwerpunktthemen der Partnerschaft von Rheinland-Pfalz mit Ruanda wie Bildung, Gesundheitsversorgung, Gleichstellung von Mann und Frau und Armutsbekämpfung braucht es in Ruanda jetzt unternehmerische Initiativen zum weiteren Ausbau der Infrastruktur.

Wirtschaftsministerin Eveline Lemke würdigt den Weg von Ruanda zu einem der wirtschaftlichen Spitzenreiter in Afrika. „Ruanda hat in den letzten 20 Jahren mit beispielloser Entschlossenheit seine Wirtschaftsentwicklung vorangetrieben und eine neue afrikanische Erfolgsgeschichte geschrieben. Auf diesem Weg wollen wir unser Partnerland gerne weiter begleiten.“

Hintergrund: Ruanda ist ein wirtschaftliches Vorbild für Ostafrika und ein sicherer afrikanischer Investitionsstandort. Das Land ist unter den 54 afrikanischen Staaten eines der wirtschaftlich aktivsten und erlebt seit einigen Jahren einen starken Wirtschaftsaufschwung. Im Jahr 2012 lag das Wirtschaftswachstum bei 8 Prozent. Motor für diese erfreuliche Entwicklung sind insbesondere die Sektoren Energieversorgung, Kreislaufwirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft. Mit einer rasanten Entwicklung wächst die Hauptstadt Kigali zum wichtigsten Wirtschaftsstandort für einheimische und ausländische Firmen. Die Investitionen in Ruanda nehmen stark zu und der Bedarf im Bereich Infrastruktur wächst rasant. Die Hürden für Existenzgründer wurden in den letzten Jahren massiv abgebaut. Die Entwicklung des Landes seit dem Genozid vor 20 Jahren ist beeindruckend.

Rheinland-Pfalz, Staatskanzlei, 30 September 2014
Deutsche Perspektiven auf Friedenssicherung in Afrika

Im Rahmen der Politischen Bildung in der Bundeswehr hat das Ministerium des Innern für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Landeskommando Rheinland-Pfalz der Bundeswehr, der Fridtjof Nansen Akademie und dem World University Service e.V. zwei Veranstaltungen für Offiziere und Unteroffiziere der Bundeswehr organisiert.

In den zweitägigen Veranstaltungen diskutierten die Soldat/-innen gemeinsam mit ausgewiesenen Experten und Referenten aus Deutschland und Afrika deutsche Perspektiven auf Friedenssicherung in Afrika, insbesondere am Beispiel Mali. Im Mittelpunkt standen sowohl Informationen zu Konflikten und Strategien der Friedenssicherung in Afrika, zu deutschen Interessen und die Rolle der Bundeswehr in Mali als auch landeskundliche Informationen zu Mali. Diskutiert wurde aber auch über populäre Afrikabilder und stereotype Vorurteile gegenüber Afrikanern.

Die Erwartungen seitens der Teilnehmer/-innen wurden weit übertroffen. „Wir sehen Afrika jetzt mit anderen Augen“, war häufig zu hören. Gerade vor dem Hintergrund möglicher Einsätze auf diesem Kontinent gab es eine Fülle wichtiger Informationen und neue Impulse über einen heterogenen Kontinent, der aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wurde.

Staatskanzlei, Rheinland-Pfalz, 29 September 2014
Erfolgreiche Partnerschaft: Rheinland-Pfalz-Ruanda

Die engen Beziehungen zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda haben Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz als gutes Beispiel für eine nachhaltige Partnerschaft auf Augenhöhe bezeichnet.

„Die Zusammenarbeit zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda ist etwas Besonderes, weil sie von vielen gesellschaftlichen Gruppen und engagierten Menschen auf beiden Seiten mit Leben erfüllt wird. Wir sind sehr stolz auf unsere Graswurzelpartnerschaft", erklärten die Ministerpräsidentin und der Innenminister zur Eröffnung des Ruanda-Tages 2014 am Samstag in Gau-Algesheim.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte die wichtige Rolle der Jugendlichen beider Länder für die Zukunft der Partnerschaft: „Die mittlerweile 223 Schulpartnerschaften sind eine sehr wichtige Säule der Zusammenarbeit zwischen Ruanda und Rheinland-Pfalz. Neben der konkreten Hilfe unterstützt die Partnerschaft das Verständnis für Kulturen und Lebensweisen auf beiden Seiten“, sagte die Ministerpräsidentin. Ein tolles Beispiel sei die Partnerschaft, die sich zwischen dem Städtischen Kindergarten und der Schloss-Ardeck-Grundschule in Gau-Algesheim und dem Schulzentrum in Kigina entwickelt hat. Durch die rheinland-pfälzischen Partner wird das Schulzentrum in Kigina beim dringend benötigten Ausbau unterstützt. Daneben fördert der Austausch von Briefen und Bildern bei den Kindern auch den persönlichen Kontakt. Seit 1982 konnten insgesamt mehr als 1.900 solcher Partnerschafts-Projekte in unterschiedlichen Bereichen verwirklicht werden.

Minister Roger Lewentz betonte: „Mit Ruanda haben wir eine Partnerschaft entwickelt, die direkt bei den Menschen angesiedelt ist. Der Austausch ist uns ein extrem wichtiges Anliegen. Menschen beider Länder können vieles voneinander lernen.“

Am Ruanda-Tag nahmen auch der Stadtbürgermeister von Gau-Algesheim, Dieter Faust, die ruandische Botschafterin Christine Nkulikiyinka und die Staatsministerin im Bildungsministerium Ruandas, Sharon Haba, teil, die mit weiteren Gästen anlässlich des Ruanda-Tags angereist war. Der Ruanda-Tag gibt den örtlichen Ruanda-Vereinen, den Schulen, Kommunen und Initiativen aus dem ganzen Land die Möglichkeit, ihr Engagement zu präsentieren.

Die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda ist die einzige Partnerschaft eines deutschen Bundeslandes mit einem afrikanischen Staat mit dem Ziel, unter intensiver Einbeziehung der Zivilgesellschaft in beiden Ländern, Entwicklungszusammenarbeit wirkungsvoll und nachhaltig zu verwirklichen. Die Partnerschaft besteht seit 1982. Seither flossen rund 72 Millionen Euro in knapp 1.900 gemeinsame Projekte. Ein wichtiger Aspekt der so genannten Graswurzelpartnerschaft sind neben den zahlreichen Projekten, die die Lebensbedingungen der Menschen im Partnerland verbessern konnten, besonders auch freundschaftliche Beziehungen, die sich durch persönliche Kontakte und Erfahrungen während vieler Jahre gebildet haben.

Zusätzliche Informationen bietet die Internetseite www.rlp-ruanda.de

Rheinland-Pfalz, Staatskanzlei, 16 September 2014
Studie zum entwicklungspolitischen Engagement rheinland-pfälzischer Kommunen

Rheinland-pfälzische Kommunen sind auf vielfältige Weise in der Entwicklungspolitik engagiert. Die Aktivitäten reichen von Städtepartnerschaften mit Partnern des Südens über die nachhaltige Beschaffung bis hin zur Unterstützung des bürgerschaftlichen Eine Welt-Engagements. Um einen Überblick über vorhandene Aktivitäten sowie den konkreten Unterstützungsbedarf der Kommunen in Rheinland-Pfalz zu bekommen, führt das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur gemeinsam mit ENGAGEMENT GLOBAL / Servicestelle Kommunen in der Einen Welt und den kommunalen Spitzenverbänden eine Studie zum Thema entwicklungspolitisches Engagement rheinland-pfälzischer Kommunen durch. In diesem Zusammenhang wird im Juli 2014 ein Fragebogen an alle Städte und Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz versandt.

Die Ergebnisse der Studie sollen als Basis für zukünftige Unterstützungsangebote im Bereich der rheinland-pfälzischen kommunalen Entwicklungspolitik dienen, um die kommunale Entwicklungspolitik in Rheinland-Pfalz weiter zu stärken und auszuweiten.

Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, 16 Juli 2014
Ruandatag 2014 am 13. September

Der Ruandatag wird dieses Jahr von der Stadt Gau-Algesheim (Landkreis Mainz-Bingen) ausgerichtet. Am Schloss Ardeck erwartet die Besucherinnen und Besucher am 13. September 2014 ein umfangreiches Informations-, Aktions- und Kulturprogramm mit Tanz, Trommelmusik, Chorkonzert, Lesung afrikanischer Märchen, einem ökumenischen Gottesdienst, ruandischem Essen, Kinderschminken und Kinderbetreuung.

Die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, sowie weitere Ehrengästen – auch aus Ruanda – haben ihre Teilnahme zugesagt. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger, die sich für das Partnerland Ruanda interessieren und die die über die Landesgrenzen hinaus bekannte Gau-Algesheimer Gastfreundschaft kennenlernen möchten.

Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, 16 Juli 2014
Rheinland-Pfalz Partnerschaft mit Ruanda: Menschen mit Behinderung sind wichtige Akteure

Menschen mit Behinderungen möchten sich als wichtige Akteure mit neuen Aspekten in die Partnerschaft einbringen und so die Zusammenarbeit zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda weiter vertiefen. Eine achttägige Themenreise unter der Leitung des Landesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen, Matthias Rösch, und des Präsidenten des Partnerschaftsvereins, Dr. Richard Auernheimer, im Oktober letztes Jahres bildete den Aufschlag für diese neue Linie der Zusammenarbeit. Vom 7. bis 14. Juli 2014 findet nun der Gegenbesuch einer Delegation aus Ruanda in Rheinland-Pfalz statt.

Auf dem Programm stehen unter anderem Projektbesuche in verschiedenen Integrationsbetrieben und an Schulen für Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz. In einem Workshop sollen weitere Schritte zur vertieften Kooperation der Akteure beider Länder erarbeitet werden. Die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda besteht seit 32 Jahren. Seither flossen rund 72 Millionen Euro in die Partnerschaft und es konnten rund 1 900 Projekte umgesetzt werden. Ein wichtiger Aspekt der so genannten Graswurzelpartnerschaft sind neben den zahlreichen Projekten freundschaftliche Beziehungen, die sich durch persönliche Kontakte und Erfahrungen während vieler Jahre gebildet haben.

Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz, 24 Juni 2014
Neues Internetportal der Deutschen Länder zur Entwicklungspolitik freigeschaltet

„Seit vielen Jahrzehnten beteiligen sich die deutschen Länder mit eigenständigen Beiträgen an der Ausgestaltung der deutschen Entwicklungspolitik. Die vielfältigen Programme und inhaltlichen Schwerpunkte der deutschen Länder sollen nun für alle Interessierten öffentlich gemacht werden“, sagte Innenminister Roger Lewentz anlässlich der Freischaltung des neuen gemeinsamen Internetportals aller 16 Bundesländer „Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik“ (www.entwicklungspolitik-deutsche-laender.de). Auf den Seiten des neuen Internetportals werden die entwicklungspolitischen Ziele und Projekte der Länder dargestellt. „Sie öffnen den Blick auf das vielfältige Engagement der Länder und die Bereitschaft, einen Beitrag zur weltweiten Entwicklung zu leisten. Das Portal bietet Anknüpfungspunkte für alle, die sich mit ihrem Know-how und Engagement der „Einen Welt“ verpflichtet fühlen“, betonte Lewentz.

Die Länder konzentrierten ihr entwicklungspolitisches Engagement vor allem auf die Themen Bildung, Wissenschaft und Hochschule,  Kultur, Wirtschaft, Migration, Gute Regierungsführung und Klimaschutz. Dabei stünden das Bemühen um eine  nachhaltige Entwicklung und die partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe immer  im Vordergrund, so der Minister. Dies gelte besonders für das Land Rheinland-Pfalz, das seit 30 Jahren eine enge Partnerschaft zu Ruanda verbindet. Eine Vielzahl von rheinland-pfälzischen Kommunen, Vereinen oder Schulen engagieren sich mittlerweile in dem ostafrikanischen Land oder unterstützen Partner in anderen Erdteilen. Einen hohen Stellenwert hat aber auch die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Rheinland-Pfalz. Sie soll vor allem Kinder und Jugendliche befähigen, ihr eigenes Handeln auch an den Bedürfnissen künftiger Generationen oder dem Leben in anderen Weltregionen zu orientieren.

„Die praktische Zusammenarbeit in der Entwicklungspolitik zeigt, dass Partnerschaft immer dann erfolgreich ist, wenn ein  gegenseitiges Interesse an der Kooperation besteht. Man braucht einen klaren Blick auf das gemeinsame Wohl in einer vernetzten Welt. Wir tragen in Deutschland auch in unserem eigenen Interesse eine Mitverantwortung für eine weltweite gerechte und nachhaltige Entwicklung. Hierzu können wir gemeinsam einen Beitrag leisten. Ich lade deshalb alle ein, sich aktiv an der Entwicklungspolitik zu beteiligen, hierzu bietet die gemeinsame Internetseite aller Deutschen Länder eine gute Plattform“, sagte der Minister.

Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur , 8 Februar 2013
Lewentz legt Bericht zur Umsetzung der entwicklungspolitischen Leitlinien vor

„In den vergangenen Jahren konnte das entwicklungspolitische Engagement in Rheinland-Pfalz deutlich gestärkt werden. Mein Ministerium unterstützte viele Initiativen im Land, sowohl bei der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Rheinland-Pfalz als auch bei der Durchführung von Projekten in Entwicklungsländern. In den letzten drei Jahren wurden 147 Projekte mit 530.600 Euro finanziert“, sagte Innenminister Roger Lewentz anlässlich der Vorstellung des Berichts über die Umsetzung der entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes. Im Februar 2010 hatte der Ministerrat diese Leitlinien beschlossen, die die Grundsätze und Ziele der rheinland-pfälzischen Entwicklungspolitik beschreiben.

Lewentz konnte eine positive Bilanz ziehen: Mit der Fortschreibung des Nachhaltig-keitsberichtes habe sich die Landesregierung ihrer lokalen und globalen Verantwor-tung gestellt, beispielsweise auch durch Anpassungen im Bereich der öffentlichen Auftragsvergabe und Beschaffung. Im Rahmen der 2009 ins Leben gerufenen Initiative „Allianz für eine nachhaltige Beschaffung“, setze sich die Landesregierung dafür ein, bestehende Unsicherheiten bei der Auslegung der vergaberechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere hinsichtlich der Einbeziehung sozialer Aspekte zu beseitigen.

„Unter dem Stichwort „Globales Lernen" finden in unseren Schulen viele Aktionen und Angebote statt, die sich mit dem Thema "Nachhaltige Entwicklung" be-schäftigen. Wir gehen aber noch einen Schritt weiter: Die rheinland-pfälzischen Hochschulen pflegen vielfältige Beziehungen zu Hochschulen in der ganzen Welt. Stellvertretend für viele andere Projekte ist die Zusammenarbeit der Universitäten Mainz und Koblenz/Landau zu Hochschulen in Ruanda zu erwähnen“, so der Minister. Die TU Kaiserslautern unterstütze das Kigali Institute of Science and Technology (KIST) in beim Aufbau der Technischen Hochschule.

„Der Bereich Entwicklungspolitik ist zu einem festen und anerkannten Bestandteil der Landespolitik geworden. Dies zeigt sich insbesondere beim Thema nachhaltige öffentliche Beschaffung, mit dem sich verschiedene Ressorts und nachgeordnete Behörden intensiv auseinandersetzen“, betonte Lewentz. Hier würden konkrete Zeichen gesetzt, wie sich eigenes Konsumverhalten unmittelbar auf Arbeits- und Lebensbedingungen in anderen Ländern auswirken könne. Die Landesregierung werde weiterhin mit gutem Beispiel für nachhaltige Produktions- und Konsummuster vorangehen.

Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, 8 Februar 2013
Lewentz: Unterstützung für entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Trier

Mit einem Zuschuss über 10.000 Euro unterstützt das Land den Aufbau einer Service- und Beratungsstelle für nachhaltige Entwicklung in Trier. Innenminister Roger Lewentz, der den Bewilligungsbescheid unterschrieben hat, sagte: „Ich freue mich, dass die Stadt Trier mit diesem Projekt erneut eine Vorreiterrolle im Bereich der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit einnimmt.“
Das Projekt „Werkstatt Globales Lernen - Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ in Trägerschaft des Lokalen Agenda 21 e.V. Trier soll die Menschen in Trier und der Region dazu befähigen, an der Gestaltung der Weltgesellschaft aktiv und verantwortungsvoll mitzuwirken. Mit Hilfe der Service- und Beratungsstelle sollen die verschiedenen Zielgruppen wie Verbraucher/Innen, Kinder und Jugendliche, Lehrer/Innen, Organisationen, Vertreter/Innen von Politik und Verwaltung dazu befähigt werden, in ihrem eigenen Lebensumfeld einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Weltentwicklung zu leisten. Unter anderem ist vorgesehen, die Mediathek „Globales Lernen“ des Vereins auszubauen sowie Fortbildungen unter Verknüpfung von Entwicklungs- und Umweltthemen anzubieten. Ein Schwerpunkt wird auf der Beratung zu nachhaltiger Beschaffung in der Kommune liegen und der Bündelung der Aktivitäten im Rahmen „Fairtrade-town Trier“.

Die Lokale Agenda in Trier besteht seit 1999 und arbeitet an der Umsetzung des Aktionsprogramms Agenda 21, das von der Konferenz der Vereinten Nationen verabschiedet wurde, auf Stadt und Region Trier umzusetzen. Dabei kooperiert die Lokale Agenda 21 mit Bürgern, Vereinen, Verbänden, Kammern, Schulen und Hochschulen, Wirtschaft, Gewerkschaften, Kirche und anderen gesellschaftlichen Gruppierungen. „Die Lokale Agenda 21 Trier setzt sich seit vielen Jahren in vorbildlicher Weise für eine nachhaltige Entwicklung sowie die Ziele von Globalem Lernen ein. Dieses Projekt kann beispielgebend für andere Kommunen werden“, betonte Minister Lewentz.

Rheinland-Pfalz, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, 29 Januar 2013