Pressemitteilungen

Sachsen-Anhalt: Sauberes Trinkwasser für Schüler in Vietnam: Land fördert 25 mobile Aufbereitungsanlagen

Ministerium unterstützt Projekt mit rund 30.000 Euro

Sachsen-Anhalt setzt sich für sauberes Trinkwasser für Schüler in Vietnam ein. Wie Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann am Sonnabend mitteilte, unterstützt das Land im Rahmen der Humanitären Hilfe ein Projekt des World University Service e. V. zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung  in dem südostasiatischen Land. „Wir pflegen traditionell gute Beziehungen zu Vietnam und viele Vietnamesen leben in Sachsen-Anhalt. Deshalb finde ich es wichtig, dass wir gerade jetzt in einer Notsituation unsere Hilfe anbieten“, sagte Willingmann. Vietnam wurde zuletzt von schweren Überschwemmungen in Folge des Taifuns „Damrey“  heimgesucht; besonders in entlegeneren Regionen des Landes mangelt es an sauberem Trinkwasser.

Durch die Landesförderung in Höhe von rund 30.000 Euro konnten 25 Wasserrucksäcke „PAUL“ (Portable Aqua Unit of Lifesaving) angeschafft und jetzt in die Hauptstadt Hanoi geflogen werden. Sie sollen nun zu Schulen in betroffenen Regionen transportiert werden, damit die Schüler Zugang zu sauberem Wasser erhalten.

Die vom Land geförderten Wasserrucksäcke haben eine Filtereinrichtung mit einer Tagesleistung von 1.200 Litern. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von drei Litern pro Person können so 400 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Die wartungsfreie Konstruktion ist zehn Jahre verwendbar und benötigt keine Energie. Das geringe Eigengewicht von nur ca. 20 Kilogramm ermöglicht den Transport zu Fuß in entlegene Regionen.

Das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung ist innerhalb der Landesregierung Sachsen-Anhalts für die Entwicklungszusammenarbeit zuständig. Ein Schwerpunkt  in den Entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes ist die Humanitäre Hilfe.

Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, 11 November 2017
Neuer Koalitionsvertrag „Zukunftschancen für Sachsen-Anhalt – verlässlich, gerecht und nachhaltig“

Die neue Regierungskoalition in Sachsen-Anhalt mit CDU, SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN hat den Koalitionsvertrag für die Wahlperiode 2016 bis 2021 vorgelegt. Im Kapitel „Bildung und Kultur“ des Vertrages wird vereinbart, dass Schulen als Orte des Lebens und Lernens die Ergänzung außerschulischer Lernorte bedürfen. Im Vertrag wird auch festgehalten, dass Umweltbildung als Teil der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verstanden wird und dass das Weltaktionsprogramm BNE in Zukunft vom Land aktiv begleitet wird.

Im Kapitel „Bundes- und Europaangelegenheiten, Medien“ tauchen Aspekte der Entwicklungszusammenarbeit auf. Hier wird betont, dass sich das Land im Rahmen seiner Zuständigkeit stärker entwicklungspolitisch engagieren will um eine aktiven Beitrag zur Armuts- und Fluchtursachenbekämpfung zu leisten. Der Ausbau des Eine-Welt-Promotor/- innen-Programms wird ebenfalls vereinbart.

Den kompletten Koalitionsvertrag finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 19 Mai 2016
Kathrin-Buhl-Preis für entwicklungspolitische Projekte 2015

In diesem Jahr vergibt die Stiftung Nord-Süd-Brücken zum zweiten Mal den Kathrin-Buhl-Preis für entwicklungspolitische Projekte. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis richtet sich an Vereine der entwicklungspolitischen Inlands- oder Auslandsarbeit.

Bewerben können sich entwicklungspolitisch tätige, eingetragene gemeinnützige Vereine aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

In dem abgeschlossenen Projekt sollten „Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe der Menschen eine herausragende konzeptionelle Rolle spielen“.

Die Bewerbungen müssen bis zum 15. September 2015 bei der Stiftung Nord-Süd-Brücken eingereicht werden.

Weitere Informationen und Kontakt:
Stiftung Nord-Süd-Brücken
Greifswalder Straße 33a
10405 Berlin

Antje Bernhard oder Andreas Rosen
Tel.: 030 - 24 85 13 85
E-Mail: a.bernhard@nord-sued-bruecken.de; a.rosen@nord-sued-bruecken.de
Webseite: www.nord-sued-bruecken.de/assets/files/ausschreibung_kbp_2015.pdf

Stiftung Nord-Süd Brücken, 19 August 2015
12. - 14. Juni 2015: Wochenende rund ums Thema Nachhaltigkeit und Regionalität in Magdeburg „Global denken. Lokal handeln. Regional wirtschaften.“

Diskussionen, Filme, Aktionen, Markt der Möglichkeiten in der ehemaligen JVA-Magdeburg im Rahmen des Kunstfestivals „Neue Sinnlichkeit in der zeitgenössischen Kunst“

In Vorträgen, dem Wissenskarussell und dem Markt der Möglichkeiten, in Podiumsdiskussionen sowie Filmvorführungen werden Themen rund um Nachhaltigkeit wie Postwachstum, Suffizienz, Subsistenz, Share Economy, Regionalität etc. vorgestellt und diskutiert. In 21 Räumen des ehemaligen Krankenhauses und auf dem Hof stellen sich Akteure mit ihren Beispielen und Erfolgsrezepten auf dem „Markt der Möglichkeiten“ vor und rufen zum praktischen Handeln auf. Als Diskussionspartner dabei ist übrigens auch der Regisseur Valentin Thurn, dessen neuer Film "10 Milliarden" zu sehen sein wird. Über den Film "Moderner Strohballenbau - Stroh im Kopf" diskutieren wir mit dem Strohbauexperten Dirk Großmann.

12. Juni 2015, 13.30-18.30 Uhr

Auftakttagung mit Anmeldung: "Global denken. Lokal handeln. Regional wirtschaften - Regionalisierung, Subsistenz, Share Economy - neue Strategien für eine nachhaltige Entwicklung?"
Veranstalter: Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt e.V.
Anmeldung zur Tagung unter: agenda@kosa21.de

Vorträge:
Subsistenz u. Suffizienz als Strategien der Nachhaltigkeit
Dr. Corinna Vosse, Agentur für lokalen Klimaschutz Spandau-Berlin
Regionalisierung. Ein Weg zu einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensform?
Norbert Rost, Regionalentwickler
Perspektiven und Grenzen der Share-Economy
Elisabeth Voß, Betriebswirtin, freiberufl. Publizistin
Wissenskarussell: 12 Akteure aus der Praxis berichten über ihre Projekte und Erfolgsrezepte. Die Teilnehmer/innen können 5 von ihnen im Speed-Dating-Verfahren kennenlernen. Mit dabei: Bürgerenergiegenossenschaft, Crowdfunding, Fairphone, Food Sharing, Gemeinschaftsgärten, Regiogeld, Repaircafé, Solidarische Landwirtschaft, Strohballenbau, Stoffkreisläufe - Terra Preta, TeilAuto, Verbrauchergemeinschaft
Die Veranstaltung wird gefördert durch das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt e.V., 3 Juni 2015
Eine-Welt-Promotor/-innenprogramm gestartet

Sachsen-Anhalt beteiligt sich jetzt ebenfalls an dem Eine-Welt-Promotor/-innenprogramm. Durch die zwei neuen Promotoren/-innen, Ina Rohrbacher und Mark Kruse, werden die Bereiche Globales Lernen sowie Wirtschaft und Entwicklung gestärkt. Die Einrichtung eines „Weltmobils“ soll es ermöglichen, Bildungsangebote zum Globalen Lernen im gesamten Land anbieten zu können.

Es kann sowohl von Schulen für den Unterricht oder für Projekttage/-wochen genutzt als auch für Aktionstage, Kampagnen, Bildungswochen etc. eingesetzt werden. Auch im Bereich Wirtschaft und Entwicklung sollen durch den neuen Promotor Fortschritte erreicht werden.

Ziel ist die Förderung von gesellschaftlichem, ökologischem Engagement von Unternehmen in Sachsen-Anhalt; dabei wird auch die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsinstitutionen und Nichtregierungsorganisationen verstärkt um Möglichkeiten der unternehmerischen Verantwortung aufzuzeigen.

Mit dem Eine-Welt-Promotor/-innenprogramm werden innovative Ansätze für eine globale nachhaltige Entwicklung gefördert. Seit dem Programmstart 2013 arbeiten bundesweiten bereits mehr als 70 Eine-Welt-Promotor/-innen in den einzelnen Ländern.

EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V., 16 September 2014
Magdeburg zur „Fairtrade-Stadt“ ernannt

Magdeburg hat eine wichtige Urkunde zur globalen Verantwortung bekommen: Im Rahmen der weltweiten Kampagne „Fairtrade-Town“ wurde Magdeburg als erste Stadt in Sachsen-Anhalt offiziell zur Fairtrade-Stadt ernannt. Die Kampagne wird von der Organisation TransFair getragen und stellt bestimmte Bedingungen, die die Stadt im Sinne der Förderung des Fairen Handels erfüllen muss, um die Auszeichnung zu bekommen, wie z.B. mindestens 33 Geschäfte zu haben, die fair gehandelte Produkte anbieten. Insgesamt gibt es weltweit rund 1400 „Fairtrade-Towns“.

Die Magdeburger Steuerungsgruppe „Fairtrade-Stadt“, zu der unter anderen das Eine Welt Netzwerk Sachsen-Anhalt (ENSA) gehört, hat die Bewerbung für den Titel seit mehreren Jahren unermüdlich vorangetrieben und nun ihr gewünschtes Ziel erreicht. Im Rahmen der entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit unterstütze das Land Sachsen-Anhalt die Kampagne, indem Sie ein Projekt von ENSA zu diesem wichtigen Thema förderte.

Eine Welt Netzwerk Sachsen Anhalt e.V. (ENSA), 16 Juli 2014