Europaministerin Dr. Beate Merk gibt Fördermittel für Bildungs- und Ausbildungsprojekte in Nordirak und Libanon frei

Bayern

Merk: „Wir geben jungen Menschen Chancen und Perspektiven“ / Staatsregierung setzt Sonderprogramm zur Schaffung von „Perspektiven für Flüchtlinge in ihren Heimatländern“ konsequent um

Die Staatsregierung setzt ihr Sonderprogramm zur Schaffung von „Perspektiven für Flüchtlinge in ihren Heimatländern“ mit dem Start weiterer Hilfsprojekte konsequent um. Europaministerin Dr. Beate Merk gab jetzt Fördermittel i. H .v. mehr als 4,2 Millionen Euro für Maßnahmen in den Schwerpunktländern Nordirak und Libanon frei, die insbesondere in Projekte in den Bereichen Schule, berufliche Bildung und Weiterbildung fließen. Beide Länder tragen die Hauptlast der Flüchtlingsbewegungen im Nahen Osten.

Europaministerin Dr. Beate Merk: „Gerade die jungen Menschen im Irak und im Libanon wollen keine verlorene Generation sein. Sie brauchen Chancen und Perspektiven. Bayern setzt ein bewusstes humanitäres Zeichen – wir leisten Hilfe, und wir wollen zugleich dazu beitragen, dass die Menschen vor Ort eine Zukunft für sich und ihre Familien haben und nicht nach Europa aufbrechen.”

Zur Umsetzung der Projekte vor Ort arbeitet Bayern mit UNICEF und den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH zusammen. Die jetzt bewilligten Zuwendungen kommen im Einzelnen folgenden Projekten zugute:

  • 2,5 Millionen Euro / Nordirak: In Zusammenarbeit mit UNICEF werden Schulgebäude ertüchtigt. 6.000 Kinder und Jugendliche, die aufgrund von Flucht und Vertreibung Schuljahre verpasst haben, erhalten wieder Schulunterricht. 200 Jugendliche und junge Erwachsene werden gezielt in den Fächern Englisch und IT/Computer unterrichtet. Vor Ort werden 300 Lehrerinnen und Lehrer von den Projekte profitieren (Projektdauer: 24 Monate).
  • Knapp 440.000 Euro / Nordirak: Einheimische Jugendliche, syrische Flüchtlinge und irakische Binnenflüchtlinge erhalten unter Mitwirkung der bfz eine berufliche Qualifizierung (z.B. Handwerk, Metallverarbeitung, Bau) mit betrieblichen Praktika; zusätzlich werden Ausbilder ausgebildet.
  • Knapp 600.000 Euro / Libanon: Syrische Flüchtlinge und benachteiligte Libanesen erhalten unter Mitwirkung der bfz eine Existenzgründungsförderung.
  • Knapp 580.000 Euro / Nordirak: Kurdische Jugendliche, syrische Flüchtlinge und irakische Binnenflüchtlinge erhalten unter Mitwirkung der bfz eine Existenzgründungsförderung.
  • 122.000 Euro / Nordirak: Fach- und Führungskräfte aus dem öffentlichen und privaten Sektor werden zu den Themen „Abfallmanagement und Recycling“ sowie „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“ geschult.

Die Staatsregierung hatte Ende Juli 2016 ein Sonderprogramm zur Schaffung von „Perspektiven für Flüchtlinge in ihren Heimatländern“ beschlossen. Bayern hilft, der Verantwortung, die Situation von Flüchtlingen und Migranten in ihrer Heimat oder in Nachbarländern zu verbessern. Mit den Mitteln im Gesamtumfang von 20 Millionen Euro (verteilt auf die Jahre 2017 und 2018) werden im Nordirak, im Libanon, in Tunesien und im Senegal Projekte gefördert, vorrangig in der Wasser- und Gesundheitsversorgung, der schulischen und beruflichen Bildung sowie spezielle Projekte für Frauen und Verwaltungsprojekte.

Bayerische Staatsregierung
22.03.2017
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