Dialogreihe zu Flucht und Migration wird fortgesetzt

Brandenburg

Europaminister Ludwig und Europastaatssekretärin Quart diskutieren mit Bürgerinnen und Bürgern Fragen von Flucht und Migration

Diskussionen über Flucht und Migration begleiten uns täglich. Das liegt an den blanken Zahlen – so  mussten im vergangenen Jahr mehr als 65 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen – es liegt aber auch an den komplexen Zusammenhängen, die keine einfachen Antworten erlauben. In dieser Woche stellen sich Europaminister Ludwig und Europastaatssekretärin Quart in Frankfurt (Oder), Senftenberg und Neuruppin bei der Dialogreihe „Geflüchtete und Fluchtursachen: was unternimmt die EU und was haben wir damit zu tun?“ den Fragen der Menschen im Land.

Europaminister Stefan Ludwig betonte wie wichtig es sei die aktuellen Entwicklungen zu erklären: „Angesichts der komplexen Zusammenhänge fühlen sich viele Menschen überfordert. Das darf nicht dazu führen, dass man kapituliert und nach einfachen Antworten sucht. Ich sehe hier die Politik in der Pflicht auf die Menschen zuzugehen und zuzuhören. Wir müssen aber deutlich machen, wie wichtig es ist, dass wir als Gesellschafft offen und tolerant sind. Sorgen zu haben ist menschlich, sich von ihnen leiten zu lassen, kann kurzsichtig und gefährlich sein. Sich den Migrationsproblemen zu stellen, heißt nichts weniger als Menschenrechte und die europäische Idee zu verteidigen. Diese Botschaft möchte ich möglichst vielen brandenburgischen Bürgerinnen und Bürgern vermitteln“, sagte er.

Europastaatssekretärin Anne Quart freute sich über das rege Interesse an den Veranstaltungen und sagte: „Gerade im Zusammenhang mit Flucht und Migration kommt immer wieder der Vorwurf auf, man nehme die Menschen nicht ernst. Umso wichtiger ist es ins Gespräch zu kommen. Ich glaube, dass im engen Zusammenspiel von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft Integration gelingen kann. Die aktuelle Zahl der Geflüchteten zeigt aber auch, dass wir als gesamte Gesellschaft nicht so weiter machen können wie bisher. Die Dialogreihe gibt Gelegenheit über globale Zusammenhänge und die eigene Rolle darin nachzudenken. Aktuelles Beispiel ist der Weltklimagipfel in Marrakesch, der heute beginnt. Viele Veranstaltungen dort beschäftigen sich damit, dass zunehmend ganze Regionen ihren Bewohnerinnen und Bewohnern keine Lebensgrundlage mehr bieten. Auch das müssen wir im Kopf haben, wenn wir über die Ursachen von Flucht und Migration sprechen.“

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Europäischen Kommission in Deutschland, wird Staatssekretärin Anne Quart in Frankfurt (Oder) und Neuruppin, Minister Stefan Ludwig in Senftenberg vor Ort sein.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet nach den insgesamt fünf Bürgerdialogen eine Fachveranstaltung in Potsdam. Dort werden Expertinnen und Experten Strategien diskutieren, um sowohl auf europäischer als auch auf regionaler Ebene die Herausforderungen besser bewältigen und vermitteln zu können.

Termine und Hintergrund:

  • Frankfurt (Oder): Montag, 7. November 2016, Beginn: 18:00 Uhr. Ort: Bolfrashaus, Hansesaal (1.OG), Große Oderstraße 29, 15230 Frankfurt (Oder)
  • Senftenberg: Dienstag, 8. November 2016, Beginn 18:00 Uhr. Ort: Rathaus Senftenberg, Großer Ratssaal, Markt 1, 01968 Senftenberg
  • Stadt Neuruppin: Donnerstag, 10. November 2016, Beginn 18:00 Uhr. Ort:  Rathaus Neuruppin, Ratssaal, Karl-Liebknecht-Straße 33/34, 16816 Neuruppin
  • Potsdam: Mittwoch, 23.November, Beginn: 18:00 Uhr. Ort: Brandenburg-Saal der Staatskanzlei, Heinrich-Mann-Allee 107, 14473 Potsdam

Die Veranstaltungen sind alle öffentlich, der Eintritt ist frei. Die Veranstaltungen werden von der Deutschen Gesellschaft e. V. organisiert. Um eine Anmeldung wird per Email (sebastian.roesner@deutsche-gesellschaft-ev.de) oder Telefon (030/88412-202) gebeten.

Die Veranstaltungsreihe wird in Zusammenarbeit mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin durchgeführt. Außerdem beteiligen sich zahlreiche Initiativen an dem Projekt (Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs e. V., Industrie- und Handelskammer Potsdam, Evangelische Akademie zu Berlin, Kirchlicher Entwicklungsdienst Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Europe Direct Informationszentren im Land Brandenburg, World University Service Deutschland e. V., Stiftung Nord-Süd-Brücken, Stiftung Partnerschaft mit Afrika, Round Table Entwicklungspolitik Land Brandenburg (Steuerungsgruppe), Europäische Bewegung Deutschland e. V., Deutsche Gesellschaft e.V., Landeshauptstadt Potsdam).

Brandenburg, Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz
07.11.2016
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