Die Landesregierung Brandenburgs hat am 25. April 2014 die Nachhaltigkeitsstrategie für das Land verabschiedet.

Brandenburg

Das Papier hat das Ziel, die Politik in Bandenburg enkeltauglich zu machen und die Lebensqualität zu erhöhen. Einen besonderen Schwerpunkt legt es auf "Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Die Nachhaltigkeitsstrategie ist in einem umfassenden Beteiligungsprozess entstanden. Etwa 700 Expertinnen und Experten, Vertreterinnen und Vertreter gesellschaftlicher Gruppen sowie auf dem Gebiet tätige Akteure konnten ihre Vorstellungen in die Nachhaltigkeitsstrategie einbringen. Sie soll nun den Rahmen für die Ausrichtung der Landespolitik am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung setzen. Dafür benennt sie übergreifende Prinzipien und Leitbilder, aber auch konkrete Ziele und etwa 200 Einzelmaßnahmen.

In ihrem Teil B "Handeln – Konkrete Schwerpunkte" setzte sich die Nachhaltigkeitsstrategie intensiv mit „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) auseinander. Da nachhaltige Entwicklung eine globale Existenzfrage sei, ist sie nach Ansicht der Landesregierung auch ein zentrales Bildungsthema. Es gebe einen "Bedarf an umfassenderen, insbesondere handlungsorientierten Kompetenzen", um mit der Dynamik und den Widersprüchen der gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Entwicklung umzugehen.

Im Strategiepapier wird das Ziel formuliert, allen Menschen zu ermöglichen, Verantwortung zu übernehmen und nachhaltige Prozesse mitzugestalten. BNE sei deshalb ein "wesentlicher Baustein für eine zukunftsorientierte Schulentwicklung". Brandenburg setzt auf die im Rahmen der UN-Dekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" entstanden Ansätze und verfolgt das Ziel, diese fortzuführen und zu verstetigen. Eine entscheidende Rolle dabei spielen die "Bildungslandschaften", die auch einen Schwerpunkt des von der UNESCO entworfenen Vorschlags für ein Weltaktionsprogramm BNE darstellen. Brandenburg verpflichtet sich "ein konkretes Leitbild von Nachhaltigen  Bildungslandschaften" zu entwickeln. Zu den konkreten Handlungsempfehlungen des Papiers gehören unter anderem die Einbeziehung junger Menschen bei der Gestaltung von Nachhaltigkeit auf regionaler Ebene, die Erweiterung der Freiräume für selbstbestimmtes Lernen und eine noch intensivere Verbraucherbildung.

BNE Portal
01.07.2014
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