Pressemitteilungen

Stella Agara wird mit dem 15. Bremer Solidaritätspreis ausgezeichnet

Stella Agara, kenianische Aktivistin für Steuergerechtigkeit und gegen Steuervermeidung, wird auf Beschluss des Senats der Freien Hansestadt Bremen mit dem 15. Bremer Solidaritätspreis ausgezeichnet. Damit folgt der Senat dem Vorschlag des Kuratoriums Bremer Solidaritätspreis.

Geehrt werden sollen mit diesem 15. Bremer Solidaritätspreis zivilgesellschaftliche Initiativen, die in lokalen Kontexten Perspektiven erarbeiten und mit und für die Menschen vor Ort eine lebenswerte Heimat gestalten.

Stella Agara setzt sich weltweit für Steuergerechtigkeit ein. Sie stammt aus Kenia, wo sie in einfachen Verhältnissen aufgewachsen ist. Schon in jungen Jahren engagierte sie sich dort als freiwillige Helferin für die Kampagne "Cancel Debts for Children" ("Steuererlass für Kinder").

Agaras Lebenslauf ist geprägt von einem vielfältigen Engagement: Unter anderem war sie für den African Youth Trust (AYT) tätig, eine unabhängige, überparteiliche Entwicklungs- und Advocacy-Organisation. Auch bei ActionAid, einer internationalen Nichtregierungsorganisation, die eine weltweite Kampagne gegen Steuervermeidung und für ein faires Steuersystem durchführt, hat Stella Agara sich engagiert.

Stella Agara verbindet ihr hochpolitisches Engagement, für das sie auch international auf Konferenzen und in Debatten eintritt, mit praktischer Arbeit und konkreter Hilfe für lokale Entwicklungen.

Mit der Verleihung des 15. Bremer Solidaritätspreises an Stella Agara wird ihr herausragendes Engagement ausgezeichnet und zugleich auf die wichtige strukturelle Bedeutung von Steuergerechtigkeit und die Problematik der internationalen Steuervermeidung aufmerksam gemacht.

Der Festakt zur Verleihung mit Bürgermeister Dr. Carsten Sieling findet am Sonntag, 18. Juni 2017 um 17.00 Uhr im Bremer Rathaus statt. Laudator ist Professor Peter Eigen, der u. a. Gründer und langjähriger Vorsitzender von Transparency International ist und sich mit zahlreichen Initiativen und Plattformen für eine internationale Stärkung und Vernetzung von NGO’s engagiert.

Bremer Solidaritätspreis

Der Bremer Solidaritätspreis wird alle zwei Jahre vom Senat der Freien Hansestadt Bremen verliehen. Er soll eine Ermutigung für Personen oder Initiativen sein, die sich in besonderer Weise für die Überwindung von Ungerechtigkeit im Nord-Süd-Verhältnis und der Folgen von Kolonialismus und Rassismus sowie für Demokratie und Menschenrechte einsetzen.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, die sich aus Mitteln der Senatskanzlei und einer Zustiftung der privaten R. + R. Reinke-Stiftung zusammensetzen.

Neben dem Preisgeld wird eine Skulptur des Bremer Künstlers Bernd Altenstein verliehen. Die Figur zeigt die Bremer Stadtmusikanten und steht symbolisch für die Kraft des solidarischen Handelns. Denn aus den einsamen und schwachen Bauerntieren ist am Ende des Märchens ein starkes Quartett geworden, das gemeinsam Hindernisse überwindet.

Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger des Bremer Solidaritätspreises:

  • 1988 Nelson und Winnie Mandela (Südafrika)
  • 1990 Bischof Medardo E. Gómez und die Flüchtlingsorganisation CRIPDES (El Salvador)
  • 1992 Davi Copenawa Yanomami als Interessensvertreter der indigenen Völker des Amazonas-Regenwaldes (Brasilien)
  • 1994 Aung San Suu Kyi (Myanmar / Birma)
  • 1996 HAN Dong-Fang, Autonome Arbeitervereinigung von Peking -AAV- (China)
  • 1998 Nadjet Bouda, Menschenrechtsbewegung "Rassemblement, Actions, Jeunesse - RAJ" (Algerien)/Hetti Samanmali, Initiative "Da Bindu Collective" (Sri Lanka) und Brigitte Erler, "Aktion Courage e.V.- SOS Rassismus" (Deutschland)
  • 2001 Marguerite Barankitse (Burundi) und Melanie Ntahongendera (Ruanda) mit dem Waisenhaus "La Maison Shalom"
  • 2003 Dr. Sumaya Farhat-Naser (Palästina) Gila Svirsky (Israel) für den Dialog und Frieden im Nahost-Konflikt
  • 2005 Elsa de Oesterheld (Argentinien) und Kuno Hauck (Deutschland) für ihr Engagement in der "Koalition gegen Straflosigkeit. Wahrheit und Gerechtigkeit für die deutschen Verschwundenen in Argentinien"
  • 2006 Ana del Carmen Martínez, Sprecherin der afro-kolumbianischen Friedensgemeinde (Kolumbien) und Carolina Pardo Jaramillo, Franziskanerschwester (Kolumbien)
  • 2009 Immaculée Birhaheka, Gründerin der kongolesischen Organisation zur Förderung und Unterstützung von Fraueninitiativen – PAIF (DR Kongo)
  • 2011 Maung Thura, "Zarganar", Satiriker und Schauspieler, Engagement im Kampf gegen HIV/AIDS, Regierungskritiker (Burma/Myanmar)
  • 2013 Aminatou Haidar, Präsidentin der Menschenrechtsorganisation CODESA aus der Westsahara
  • 2015 Esther Mujawayo-Keiner, Traumatherapeutin und Autorin, Mitbegründerin von AVEGA in Ruanda
Senatskanzlei der Freien Hansestadt Bremen, 20 März 2017
Berufsschullehrer aus Namibia lernen neue Konzepte für die berufliche Bildung

15 Berufsschullehrer aus Namibia haben an einer zweiwöchigen Schulung im Bereich Kfz-Mechatronik in Bremen teilgenommen. Im Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Bremen im Osterfeuerberg wurden den Lehrern nicht nur neue theoretische Konzepte der beruflichen Ausbildung vermittelt, auch praktische Lerneinheiten standen auf dem Programm. In der Lehrwerkstatt haben die Teilnehmer an Fahrzeugen geübt, wie sie praktisches Wissen an ihre Schülerinnen und Schüler in Namibia vermitteln können.

Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, begrüßte die Teilnehmer heute (Freitag, 3. März 2017) zu einem Senatsempfang im Bremer Rathaus. "Berufliche Ausbildung stellt eine wichtige Möglichkeit zum erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt dar. Bremen möchte mit diesem Projekt seine Partner in Namibia dabei unterstützen, durch die Verbesserung der beruflichen Bildung insbesondere die hohe Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen und jungen Menschen eine Perspektive zu bieten", so Staatsrätin Hiller.

Das Institut für Technik und Bildung der Universität Bremen (ITB) ist Fachpartner des Vorhabens. In Abstimmung mit den Partnern in Namibia wurden vom ITB Trainingsmaßnahmen für die Entwicklung von Berufsbildern und die Verbesserung der Ausbildungsstandards entwickelt. Im Trainingszentrum in Valombola im Norden Namibias wurden im ersten Teil des Programmes bereits einige Fortbildungsmodule umgesetzt. Der Aufenthalt in Bremen diente im Sinne eines "Train of Trainer"-Workshops dazu, dass die Teilnehmer tiefergehende Kompetenzen bei der Auswahl von Lehrmethoden entwickeln. Unterrichtsaufgaben wurden selbständig erstellt und auch praktisch umgesetzt. Dafür standen moderne Fahrzeuge und Testgeräte in den Trainingsräumen des Kompetenzzentrums Handwerk zur Verfügung.

"Die Ausbildung von unseren Trainern und Berufsschullehrern (Train of Trainer) ist ein Schlüsselbereich, um die technische berufliche Ausbildung in Namibia zu verbessern. Die Kooperation mit dem Institut für Technik und Bildung an der Universität Bremen und dem Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Bremen deckt damit genau einen für uns wichtigen Bedarf ab", erläuterte Richwell Lukonga von der Namibia Training Authority.

Die namibischen Gäste sind Teilnehmer eines Programmes zur Förderung der beruflichen Bildung in Namibia, dass die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam mit dem Landesbüro Bremen der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Bildung ist ein wichtiger Schlüssel, um jungen Menschen eine berufliche und damit auch wirtschaftliche Perspektive für ihre Zukunft zu bieten. Dies gilt genauso für Bremen, als auch für die Partnerländer im globalen Süden. Bremen arbeitet seit Jahrzehnten eng in der Entwicklungszusammenarbeit mit Namibia zusammen, um die Partner bei einer nachhaltigen Entwicklung und Verbesserung der Lebensumstände der lokalen Bevölkerung vor Ort zu unterstützen. Gerade das Thema berufliche Bildung in Namibia kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Bremen möchte daher mit seinen Kompetenzen die Partner vor Ort in diesem Themenfeld unterstützen. Dabei spielen das ITB als international erfahrener Anbieter von Schulungen und Curriculaentwicklung und das Kompetenzzentrum des Handwerks mit seinen praktischen Möglichkeiten der Wissensvermittlung eine wichtige Rolle.

Hintergrund:
Namibia gehört mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 7.922 USD (Economist Intelligence Unit, EIU 2014) zu den Ländern mit mittlerem Einkommen, ist jedoch durch erhebliche Unterschiede gekennzeichnet. In den vergangenen Jahren erlebte Namibia ein stabiles Wirtschaftswachstum, und auch für die nächsten Jahre prognostiziert die EIU ein stabiles Wachstum um 5 Prozent. Trotz dieses Wirtschaftswachstums herrscht bei hoher Arbeitslosigkeit von offiziell 27,4 Prozent (Frauen: 31,8 Prozent, Männer: 22,9 Prozent) gleichzeitig ein großer Fachkräftemangel. Insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch. Junge Frauen sind mit 49,2 Prozent gegenüber jungen Männern (36,1 Prozent) besonders betroffen. Das Berufsbildungssystem befindet sich noch im Aufbau. In vielen Sektoren kann der bestehende Bedarf an beruflich qualifizierten Fachkräften nicht durch die staatlichen und privaten Berufsbildungssysteme gedeckt werden.

Bremen, Bevollmächtigten beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, 3 März 2017
Städtepartnerkonferenz: "Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele auf kommunaler Ebene"

Presseeinladung – Feierliche Eröffnung im Rathaus – Anmeldung erforderlich!

Am 14. und 15. November 2016 veranstalten die Städte Bremen und Bremerhaven eine internationale Konferenz mit ihren 15 Freundschafts- und Partnerstädten zum Thema "Umsetzung der U.N.-Nachhaltigkeitsziele auf kommunaler Ebene". Ziel ist der Austausch und die Kooperation bei der Umsetzung der im Jahr 2015 beschlossenen 17 "Sustainable Development Goals" (SDG) der Vereinten Nationen.

Eröffnet wird die Konferenz am Montag, 14.11. 2016 um 10 Uhr im Bremer Rathaus mit Grußworten der Präsidenten des Senats der Freien Hansestadt Bremen, Bürgermeister Dr. Carsten Sieling, sowie des Bremerhavener Oberbürgermeisters Melf Grantz. Es folgt ein Keynote-Vortrag von Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe und ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn. In einer Präsentation werden die teilnehmenden Städte vorgestellt, bei einem anschließenden Empfang besteht die Gelegenheit, mit den Delegierten aus 15 Städten und Regionen ins Gespräch zu kommen.

Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen. Aufgrund von erhöhten Sicherheitsbestimmungen ist eine Anmeldung erforderlich bei joern.hendrichs@ez.bremen.de.

Hintergrund
Am 25. September 2015 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung. In 17 Zielen – den Sustainable Development Goals (SDGs) – werden die Bekämpfung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit sowie der Kampf gegen den Klimawandel bis 2030 formuliert. Erstmals wurde dabei die globale und vollständige Beendigung von Armut in all ihren Formen als Ziel festgeschrieben.

Im Unterschied zu den vorigen Millennium Development Goals sind die SDGs für alle Staaten gültig, egal ob auf der Nord- oder Südhalbkugel. Die Umsetzung der SDGs ist auch für Bremen, Bremerhaven und alle anderen Kommunen auf der Welt Herausforderung und Ansporn zugleich auf dem Weg hin zu einer gerechteren und nachhaltigen Gesellschaft. Meist ähneln sich die Herausforderungen und Probleme von Land zu Land, während die Lösungsideen häufig sehr unterschiedlich sind. Vertreterinnen und Vertreter der Partner- und Freundschaftsstädte Bremens und Bremerhavens sind daher zu einer zweitägigen Fachkonferenz eingeladen, um gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und voneinander zu lernen.

Der Flyer zum PDF-Download.

Bremen, Bevollmächtigten beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, 9 November 2016
Europäische Kommission möchte ab 2018 europäische Stadt des Fairen Handels auszeichnen

Bremens Bevollmächtige Ulrike Hiller begrüßt die Ankündigung von EU-Handelskommissarin Malmström, eine Auszeichnung zu schaffen, mit der das Engagement der europäischen Städte für den Fairen Handel gewürdigt wird: "Ich freue mich, dass die Kommission der Ankündigung ihrer Handelsstrategie, in der unser Vorschlag einer EU-weiten Auszeichnung für Fair-Trade-Städte aufgegriffen wurde, nun konkrete Taten folgen lässt. Dies ein wichtiges Zeichen und würdigt die Anstrengungen der Städte, die sich für nachhaltige Entwicklung und faire Handelsbeziehungen einsetzen."

Die Freie Hansestadt Bremen hat langjährige Erfahrungen mit der Förderung des Fairen Handels in Bremen. Seit ihrer Auszeichnung als deutsche Hauptstadt des Fairen Handels im Jahr 2011 hat sich die Freie Hansestadt Bremen über ihre EU-Vertretung in Brüssel dafür eingesetzt, Ziele des Fairen Handels auch auf europäischer Ebene stärker zur Geltung zu bringen. Gemeinsam mit anderen europäischen Städten und Regionen, Nichtregierungsorganisationen, Verbänden und Mitgliedern des Europäischen Parlaments hat Bremen mit Veranstaltungen, Studien und vielen Gesprächen für die Förderung des Fairen und Ethischen Handels geworben, die Idee der Schaffung eines Wettbewerbs "EU-Stadt des Fairen Handels" war eine wichtige Forderung im Rahmen dieser Aktivitäten.

"Die EU-Kommission hat Mitgliedstaaten, Regionen, Städte und Nichtregierungsorganisationen ausdrücklich eingeladen, sich an der Ausgestaltung des Wettbewerbs `EU-Stadt des Fairen Handels` zu beteiligen. Unser Fachwissen ist gefragt, zum Beispiel bei der Auswahl der Kriterien, die für die Bewertung der Bewerberstädte herangezogen werden. Bremen wird sich an diesem Prozess aktiv beteiligen und gemeinsam mit unseren europäischen Partnern das Wissen von Zivilgesellschaft, Organisationen und Vereinen einbringen", so Ulrike Hiller abschließend.

Bremen, Bevollmächtigten beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, 14 Oktober 2016
Frist zur Bewerbung zum 15. Bremer Solidaritätspreis verlängert

Die Bremer Stadtmusikanten sind ein Symbol für solidarisches Handeln und bilden die Skulptur des Bremer Solidaritätspreises Die Bremer Stadtmusikanten sind ein Symbol für solidarisches Handeln und bilden die Skulptur des Bremer Solidaritätspreises Der Bremer Solidaritätspreis wird alle zwei Jahre vom Senat der Freien Hansestadt Bremen verliehen. Er ist mit 10.000 € dotiert und soll Personen und Initiativen ermutigen und würdigen, die sich für Menschenrechte und Demokratie sowie gegen die Folgen von Kolonialismus und Rassismus einsetzen.

Mit dem 15. Bremer Solidaritätspreis, der im Frühjahr 2017 verliehen wird, sollen Initiativen oder Personen aus dem globalen Süden ausgezeichnet werden, die in lokalen Kontexten Perspektiven erarbeiten und mit und für die Menschen vor Ort eine lebenswerte Heimat gestalten. Nur so eröffnet sich für die lokale Bevölkerung die Möglichkeit, Alternativen zum oft lebensgefährlichen Wagnis „Flucht“ zu entwickeln und sich eine angstfreie Existenz im eigenen Land aufzubauen.

Vorschläge für mögliche Preisträgerinnen und Preisträger können mit ausführlicher Begründung bis zum 31. AUGUST 2016 an folgende Anschrift gesendet werden:

Geschäftsführung des Kuratoriums zum Bremer Solidaritätspreis
c/o Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit
Silke Goethe
Ansgaritorstraße 22
28195 Bremen
Email: silke.goethe@ez.bremen.de

Hintergrund
Der Bremer Solidaritätspreis wird seit 1988 alle zwei Jahre vom Bremer Senat vergeben. Die ersten Preisträger waren 1988 Nelson und Winnie Mandela. Der Preis besteht aus einem Preisgeld und einer Skulptur des Bremer Künstlers Bernd Altenstein, die das Motiv der Bremer Stadtmusikanten als Symbol für die Stärke solidarischen Handelns aufgreift. Der Preis wird im Frühjahr 2017 auf einer öffentlichen Veranstaltung in der Oberen Rathaushalle verliehen. Für die Laudatio wird eine bekannte Persönlichkeit aus Politik, Wissenschaft, Medien gewonnen.

Bremen, Senatskanzlei, 19 Juli 2016
Online-Plattform zum nachhaltigen Konsum in Bremen

Das Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) engagiert sich seit Jahren für Themen des nachhaltigen Konsums. Zu den aktuellen Projekten gehört die Online-Plattform „KomiKo“. Das Kürzel steht für „Konsum mit Köpfchen“. Entsprechend finden Interessierte Informationen, Tipps und Anlaufstellen zum Thema nachhaltiger Konsum in der Hansestadt Bremen.

Im Veranstaltungskalender werden zudem termingebundene Angebote veröffentlicht – angefangen von Repair-Cafés, Nähworkshops bis hin zu Kleidertauschpartys. Zusätzlich zur Internetseite gibt es eine gleichnamige Reihe mit Broschüren zu den Themen fair Einkaufen, alte Kleider, Blumen und öko-faire Mode, die auf der Internetseite heruntergeladen werden können.

Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), 19 Mai 2016
"Fünf Jahre Bürgerkrieg in Syrien – Hoffnungsschimmer für Frieden?" - Vortrag und Diskussion am 9. April 2016

In diesen Tagen ging der Bürgerkrieg in Syrien in sein sechstes Jahr. Um aus erster Hand über den Konflikt und die Rolle Deutschlands und der Europäischen Union bei möglichen diplomatischen Lösungen zu informieren, haben wir den Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, MdB, zu einer Veranstaltung nach Bremen eingeladen.

Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass bisher mindestens 220.000 Menschen getötet wurden und sich über elf Millionen Syrer auf der Flucht im In- und Ausland befinden. Bisher verliefen die diplomatischen Bemühungen zur Beilegung des Konflikts weitgehend erfolglos. Jetzt gibt es Hoffnung auf eine friedliche Lösung: Im Januar begannen Gespräche mit allen wichtigen Konfliktbeteiligten und Regionalmächten. Das Ziel ist, noch in diesem Jahr einen Fahrplan für einen Waffenstillstand, eine Übergangsregierung und Neuwahlen zu erarbeiten. Deutschland und die EU bemühen sich dabei als Vermittler, um die Gespräche trotz sehr unterschiedlicher Interessen zum Erfolg zu führen.

Zu Vortrag und Diskussion werden alle Interessierten am Samstag, 9. April 2016, um 11 Uhr, in die Handwerkskammer Bremen, Festsaal, Ansgaritorstraße 24, 28195 Bremen, herzlich eingeladen. Musikalisch wird uns die syrische Gruppe Trio Camilia begleiten.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten unter: veranstaltung@ez.bremen.de

Veranstalter: Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit

Bremen, Senatskanzlei, 7 April 2016
Bund-Länder-Programm zur Förderung der beruflichen Bildung in Namibia

Berufliche Bildung ist ein wichtiger Schlüssel für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Namibia. Fehlende institutionelle Strukturen der beruflichen Bildung, fehlende Standards und Qualitätskontrollen sowie kaum vorhandene innerbetriebliche Ausbildung führen dazu, dass es auf der einen Seite eine hohe Arbeitslosigkeit vor allem bei Menschen ohne formale Ausbildung gibt und auf der anderen Seite ein akuter Fachkräftemangel herrscht. Das Berufsbildungssystem in Namibia befindet sich noch im Aufbau. Die Verbesserung der Berufsbildung ist daher ein Schwerpunkt der deutschen Technischen Zusammenarbeit vor Ort. Die Freie Hansestadt Bremen kooperiert seit vielen Jahren mit Namibia.

Im Rahmen des Bund-Länder-Programmes setzt Bremen gemeinsam mit dem Landesbüro der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) Bremen ein neues Projekt zur Förderung des Aufbaus von Strukturen für die berufliche Bildung in Namibia um. Durch Trainingsmaßnahmen in Bremen, „Knowledge sharing“ und die Unterstützung bei der Curricula-Entwicklung und Weiterbildung von Lehrkräften werden die namibischen Partner unterstützt. Dabei erfolgt eine enge Abstimmung mit dem Vorhaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) „Pro Vocational Education and Training“ in Namibia. Kooperationspartner ist das Institut für Technik und Bildung an der Universität Bremen.

Das Pilotvorhaben „Bund-Länder-Programm“ unterstützt die Umsetzung entwicklungspolitischer Vorhaben der Deutschen Länder in Partnerländern der EZ durch Ko-Finanzierung vom BMZ.

Bremen, Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, 15 März 2016
Das Land zeigt Solidarität mit den Saharauis

Zum 40. Jahrestag des am 27. Februar 1976 gegründeten Exilstaates Demokratische Arabische Republik Sahara (DARS) veranstaltete ein breites Bündnis von Akteuren der Bremischen Bürgerschaft, zusammen mit dem Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) und dem Verein Freiheit für die Westsahara e. V., am 26. Februar 2016 eine Erinnerungsveranstaltung. Die Bremische Bürgerschaft hatte am Vortag einen Beschluss verabschiedet, der sich für eine Durchsetzung des seit 1991 versprochenen Rechts auf Selbstbestimmung durch ein UN-geführtes Referendum einsetzt. Zudem wurde eine ausreichende Versorgung der Flüchtlingslager im Grenzgebiet der Westsahara gefordert.

Bremen engagiert sich schon seit vielen Jahren für die Unabhängigkeitsbestrebungen der Saharauis. So hat der Senat die Arbeit verschiedener Nichtregierungsorganisationen seit 1980 zugunsten der Flüchtlinge und ihres Rechts auf Selbstbestimmung unterstützt und zeichnete im Jahr 2013 die saharauische Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar mit dem 13. Bremer Solidaritätspreis aus.

Bremen, Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, 15 März 2016
Botschafter der Republik Namibia zum Antrittsbesuch in Bremen

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, Martin Günthner, hat am 26. Februar 2016 den neuen Botschafter der Republik Namibia, Andreas Guibeb, zum Antrittsbesuch im Bremer Rathaus begrüßt. Begleitet wurde er von Simeon Uulenga, Gesandter des Botschaftsrates. Zu Beginn seines Besuches trug sich der Diplomat im Senatssaal in das Goldene Buch der Freien Hansestadt Bremen ein. Der Botschafter: "Namibia erinnert sich mit Stolz an die Rolle die der Senat und die Bürgerinnen und Bürger Bremens bei unserem Streben nach Unabhängigkeit gehabt haben." Senator Martin Günthner: "Die guten Beziehungen zu Namibia wollen wir auch für die Zukunft stärken. Die unterschiedlichen Ansätze, die wir gemeinsam verfolgen, sowohl kulturell als auch beim Umweltschutz oder im Bildungssektor bilden viel Potenzial, um die langjährige enge Partnerschaft fortzusetzen."

Bremen und Namibia
Die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Bremen und Namibia reichen bereits Jahrzehnte zurück. Im Jahre 1990 wurde die Kooperation zwischen den beiden Ländern durch die Unterzeichnung der "Gemeinsamen Erklärung über kulturelle Zusammenarbeit" ausgeweitet und intensiviert. Die Städtefreundschaft zwischen Windhoek und Bremen richtet sich seit 2010 verstärkt auf den Bereich Umwelt und Ressourcenschutz. Mit ihrer Klimapartnerschaft setzen sie seit November 2014 das Projekt "Umweltbildung und verbesserte Oberflächenwasserqualität in Townships in Windhoek, Namibia" um. Dies wurde 2015 durch das studentische Austauschprogramm ASA (Kommunaler Austausch Süd und Nord) für entwicklungspolitisch interessierte Studierende ergänzt. Seit Februar dieses Jahres läuft zudem für die kommenden zwei Jahre das Bund-Länder-Programm Bremen – Namibia "Förderung der beruflichen Bildung" mit Unterstützung des Instituts für Technik und Bildung der Universität Bremen (ITB).

Bremen, Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, 8 März 2016
Bremen setzt sich für Stärkung des „Fairen Handels“ in der EU-Handelsstrategie ein

Anlässlich der Plenarberatung des Bundesrates zur neuen EU-Handelsstrategie begrüßt die Bevollmächtigte Bremens beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, die Ankündigung der Europäischen Kommission, bei der Ausgestaltung der zukünftigen Handels- und Investitionspolitik Werte wie nachhaltige Entwicklung, Menschenrechte, fairen und ethischen Handel sowie die Bekämpfung der Korruption in den EU-Handelsabkommen und globalen Handelssysteme verankern zu wollen. "Eine ausgewogene, werteorientierte Handelspolitik kann einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung von Armut auf der Welt leisten, genauso leicht kann aber eine einseitige und falsche Handelspolitik diese verhindern. Insbesondere der Faire Handel hat das Potenzial, Impulse für eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung zu setzen" so Staatsrätin Hiller in ihrer Rede vor dem Bundesratsplenum.

Besonders freute sich die Bevollmächtigte über die Ankündigung der Kommission, einen europäischen Wettbewerb zur "EU-Stadt des fairen und ethischen Handels" auszurufen. Hierfür hatte sich insbesondere Bremen eingesetzt. Der Bundesrat ist in seiner heutigen Plenarsitzung einem entsprechenden Antrag Bremens und Brandenburgs zur Stellungnahme des Bundesrates zur EU-Handelsstrategie mit großer Mehrheit gefolgt. Ulrike Hiller erklärte dazu: "Bremen wurde im Jahr 2011 als deutsche Hauptstadt des Fairen Handels ausgezeichnet. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine solche Auszeichnung nicht nur das vorhandene Engagement würdigt, sondern gleichzeitig einen Ansporn für weitere Maßnahmen des Staates, der Wirtschaft und – vor allem – der Zivilgesellschaft bedeutet. Als einer der größten deutschen Außenhandels- und Hafenstandorte begrüßt das Land Bremen das in der Strategie der EU Kommission verfolgte Ziel nach mehr Wachstum und Investition. Ebenso wichtig ist Bremen, dass die Kommission die kontroverse Debatte um zukünftige Handelsabkommen aufgreift. Die Gewährleistung von Transparenz und die Wahrung bestehender EU-weiter und nationaler Regelungen zu Schutz- und Sicherheitsstandards im Arbeits-, Gesundheits-, und Sozialbereich stünden nicht zur Disposition.“

Bremen, Senatskanzlei, 21 Dezember 2015
Bund und Länder beraten über Bekämpfung der Fluchtursachen, entwicklungspolitische Bildungsarbeit und Fairen Handel

"Menschenwürdige Arbeitsbedingungen und gerechte Entlohnung bieten der Bevölkerung weltweit die Grundlage für eine Perspektive, um sich im eigenen Land eine Zukunft aufzubauen", sagte Staatsrätin Ulrike Hiller während des Treffens der für Entwicklungszusammenarbeit zuständigen Ministerinnen und Minister der deutschen Länder mit Bundesminister Gerd Müller heute (Donnerstag, 26. November 2015) in Berlin.

Das Treffen fand zum zweiten Mal nach 2014 auf Initiative der Länder Bremen, Baden-Württemberg und Bayern statt. Im Vordergrund des Austausches stand der Beitrag der Entwicklungszusammenarbeit zur Bekämpfung von Fluchtursachen. Staatsrätin Ulrike Hiller betonte dabei: "Gerechte Handelsbeziehungen sind eine zentrale Voraussetzung für die wirksame Bekämpfung von Armut, und damit einer der wichtigsten Fluchtursachen. Bremen setzt sich seit Jahren aktiv für gerechte Handelsbeziehungen und die Förderung des Fairen Handels ein, sowohl in Bremen als auch auf europäischer Ebene." Dabei sei es, so Hiller, besonders wichtig, selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen, um die Bürgerinnen und Bürger zu eigenem solidarischem Handeln anzuregen. So sei das Thema sozial- und umweltverträgliche öffentliche Beschaffung in Bremen auf einem guten Weg.

Auch auf europäischer Ebene setzt sich Bremen erfolgreich für den Fairen Handel ein. In der neuen Handelsstrategie der Europäischen Union ist das Thema Fairer Handel erstmals verankert worden. Die geplante Einführung eines europäischen Wettbewerbs "Stadt für fairen Handel" sei eine Initiative, die durch Bremen und seine Partner eingebracht wurde. Dabei habe Bremen seine Erfahrungen aus dem Gewinn des Titels Hauptstadt des Fairen Handels 2011 einbringen können.

Bund und Länder vereinbarten im Rahmen des heutigen Treffens in Berlin eine engere Abstimmung, insbesondere in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Das Treffen auf Ministerebene soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

Bremen, Senatskanzlei, 27 November 2015
Neues Nakopa-Projekt mit Durban

Gemeinsam mit seiner Partnerstadt Durban in Südafrika startet die Stadt Bremen ab 2016 ein Projekt zu nachhaltigem Tourismus im Rahmen des Programms „Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte“ der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW). Das Projekt läuft über drei Jahre und wird in Kooperation mit mehreren Partnern aus dem Bereich Zivilgesellschaft, Hochschule und Wirtschaft durchgeführt. Das Ziel ist es, insbesondere in den ländlichen Gegenden rund um Durban neue und nachhaltige Tourismusangebote zu etablieren und Arbeitsplätze für benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Den Auftakt bildet ein Workshop in Bremen im Frühjahr 2016 mit Beteiligung von Vertreterinnen und Vertreter aus Durban.

Weitere Informationen zur Partnerschaft Bremen-Durban finden Sie hier.

Bremen, Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, 10 November 2015
Film ab "Uns gehört die Zukunft, also hört uns zu!" - Ausstellungseröffnung des Europäischen Wettbewerbs ab sofort online

Auf YouTube und der Webseite der Bremer Landesvertretung in Berlin ist ab sofort der Film über die Ausstellung "Uns gehört die Zukunft, also hört uns zu!" des Europäischen Wettbewerbs zu sehen. Noch bis zum 7. August 2015 ist die Ausstellung in der Bremer Botschaft in der Hauptstadt zu sehen.

Kreativ lernend Europa entdecken, das ist das Ziel des Europäischen Wettbewerbs. Es ist einer der ältesten und renommiertesten Schülerwettbewerbe Deutschlands, an dem 1.000 Schulen aus dem ganzen Bundesgebiet teilnehmen. In diesem Jahr haben sich die Schülerinnen und Schüler kreativ und kritisch mit den Themen Armut, Flucht, globalem Handel, Krieg, Natur- und Tierschutz und Nachhaltigkeit befasst.

Der Film zeigt Impressionen der Vernissage und gibt einen Überblick über die Exponate. Diese sind nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören, wie beispielsweise eine kurze Einspielung des furiosen Poetry-Slams einer Hamburger Abiturientin über die unfaire Verteilung von Reichtum zeigt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bremen, Senatpressestelle, 27 Juli 2015
"ZukunftsTour" zu fairem Handel, Klimaschutz, Migration und Flucht - Bundesentwicklungsminister in Bremen unterwegs

Wir alle tragen Verantwortung für die Zukunft unseres Planeten. Und das heißt: Entwicklungspolitik beginnt bei uns in Deutschland! Fairer Handel und Konsum, Klimaschutz, Migration und Entwicklungszusammenarbeit standen im Mittelpunkt der "ZukunftsTour", die am 25. Juni 2015 in Bremen Station machte. Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller diskutierte dazu im Rathaus mit Vertreterinnen und Vertretern der Bremer Zivilgesellschaft sowie aus Politik und Wirtschaft Fragen des fairen Konsums. Kurz vorher trug sich der Bundesminister im Senatssaal in das Goldene Buch der Freien Hansestadt Bremen ein.

Der Bundesminister: "2015 wird ein Schlüsseljahr für die internationale Entwicklungszusammenarbeit. Die Weltgemeinschaft wird sich auf eine gemeinsame Agenda im Sinne eines Weltzukunftsvertrags einigen und sich darin neue Ziele für nachhaltige Entwicklung geben. Diese Ziele werden dann universell gültig sein, und wir bereiten uns in Deutschland darauf gründlich vor. Wir haben zusammen mit ganz unterschiedlichen Akteuren aus der Gesellschaft eine gemeinsame Zukunftscharta erarbeitet. Diese Charta tragen wir mit Veranstaltungen in alle Bundesländer.“

Bremens Umweltsenator Dr. Joachim Lohse: "Die aktuelle Flüchtlingsproblematik zeigt, wie wichtig Entwicklungszusammenarbeit heute ist. Wir haben eine Verpflichtung dafür zu sorgen, in weniger entwickelten Ländern die Voraussetzungen für menschenwürdige Lebensverhältnisse zu stärken. Bremen trägt vor dem Hintergrund seiner langen Handelstradition und auch in Aufarbeitung seiner kolonialen Vergangenheit seinen Teil dazu bei, indem es sich für transparente Lieferketten und nachhaltigen Konsum einsetzt. 2011 wurde Bremen für dieses Engagement der Titel als 'Hauptstadt des Fairen Handels' verliehen. Alle Bremerinnen und Bremer können mit ihrem persönlichen Kaufverhalten die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards unterstützen."

Über den gesamten Tag verteilt fanden im Rahmen der ZukunftsTour in Bremen vielfältige Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten statt: So präsentieren sich engagierte Vereine und Initiativen auf einem Zukunftsparcours im KWADRAT an der Wilhelm-Kaisen-Brücke. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit konsumkritischen Stadtführungen, Theater, Kino, Socialbar und Poetry Slam fand an weiteren Orten statt. Mehr Informationen zur Zukunftscharta und zur ZukunftsTour gibt es im Internet: www.zukunftstour.de

Minister zu Besuch in der Baumwollbörse
Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller besuchte auch die Bremer Baumwollbörse. Er war Ehrengast und Key-Note Speaker der jährlichen Generalversammlung der Mitglieder der Baumwollbörse. Der Minister informierte sich persönlich über die Ziele und Maßnahmen zum Aufbau transparenter und nachhaltiger Lieferketten in der international vernetzten Textil- und Bekleidungsindustrie im Rahmen des von ihm gegründeten Textilbündnisses, dessen Mitglied auch die Bremer Baumwollbörse ist.

Bremen, Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Senatskanzlei, 29 Juni 2015
Ausstellung des Europäischen Wettbewerbs „UNS GEHÖRT DIE ZUKUNFT, ALSO HÖRT UNS ZU!“

Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa und Staatsrätin für Integration Ulrike Hiller lädt Sie herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung des Europäischen Wettbewerbs „UNS GEHÖRT DIE ZUKUNFT, ALSO HÖRT UNS ZU!“ am Freitag, 10. Juli 2015 ab 13.00 Uhr in der Landesvertretung Bremen Hiroshimastraße 24 | 10785 Berlin.

Dauer der Ausstellung: 10. Juli bis 07. August 2015.
Der Europäische Wettbewerb orientiert sich inhaltlich am Thema des jeweiligen Europäischen Jahres. Im Schuljahr 2014/15 haben sich fast 80.000 Schülerinnen und Schüler kreativ und kritisch mit europäischer Entwicklungspolitik befasst. In der multimediale Ausstellung sind die bundesweite Beiträgen des „Europäischen Wettbewerbs“ zu sehen. 

Um Antwort wird gebeten bis zum 3. Juli 2015. Anmeldung per Email unter: veranstaltungen@lvhb.bremen.de
Die Anzahl der Plätze ist limitiert; diese werden in der Reihenfolge der Zusage vergeben.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Darüber hinaus werden ausgewählte Arbeiten des Europäischen Wettbewerbs von Bremer und Bremerhavener Schülerinnen und Schülern vom 30. Juni bis 9. September 2015 in den Fenstern des EuropaPunktBremen Am Markt 20 (Erdgeschoss Bremische Bürgerschaft, Domseite) 28195 Bremen ausgestellt.

Bremen, Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa, 25 Juni 2015
ZukunftsTour macht Station in Bremen: 25. Juni 2015 im Rathaus und KWADRAT

Am Donnerstag, dem 25. Juni kommt die ZukunftsTour des BMZ nach Bremen:

Politikarena im Bremer Rathaus diskutiert (15.30 bis 17 Uhr). Eintritt kostenlos. 
In der Politikarena der Zukunftstour des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) diskutieren im Bremer Rathaus: Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; Otto Lamotte, Henry Lamotte Oils GmbH; Fritz A. Grobien, Bremer Baumwollbörse; Gertraud Gauer-Süß, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung; Christian Bruns, Leiter der Abteilung Europa und Entwicklungszusammenarbeit der Freien Hansestadt Bremen; Moderation: Frank Capellan, Deutschlandradio.

Zukunftsparcours im KWADRAT
Dabei präsentieren engagierte Vereine und Initiativen kreativ und lebendig Wissenswertes zu Themen wie fairen Handel und Konsum, Klimaschutz, Migration und Flucht
(9.30 bis 14 Uhr in der Werkstatt Bremen „KWADRAT“, Wilhelm-Kaisen-Brücke 4). Eintritt kostenlos.

Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Konsumkritischen Stadtführungen, Theater, Kino, Socialbar und Poetry Slam findet zusätzlich am 25. Juni 2015 an verschiedenen Orten statt.

Informationen - auch zur Anmeldung bis zum 17. Juni 2015 - finden Sie hier.

Bremen, Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa - Entwicklungszusammenarbeit -, 16 Juni 2015
Auftaktveranstaltung für das Europäische Jahr der Entwicklung 2015

„Entwicklungspolitik im 21. Jahrhundert – Europa und die neuen globalen Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit“, so lautete der Titel der Auftaktveranstaltung am 21. April in Bremen, zu der ca. 50 Gäste gekommen waren, um das Europäische Jahr für Entwicklung in der Hansestadt zu eröffnen.

Staatsrätin Ulrike Hiller freute sich besonders, als Gastredner Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik begrüßen zu können.

Nach dem Impulsvortrag, in dem Prof. Messner die Herausforderungen an die Entwicklungspolitik im 21. Jahrhundert verdeutlichte, diskutierten Vertreter des biz - Bremer Informationszentrum  für Menschenrechte und Entwicklung, der Handelskammer Bremen  und ein Referenten des „Team Europe“ (Rednerpool  der Europäischen Kommission) mit dem Publikum über konkrete Themen wie nachhaltige Lieferketten, europäische Flüchtlingspolitik und die Chancen, welche die Sustainable Development Goals – die im Herbst von der UN als Nachfolgeziele der MDGs verabschiedet werden sollen – für eine nachhaltige Entwicklung bieten können.

Bremen, Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa , 11 Mai 2015
Bremen verabschiedet Entwicklungspolitische Leitlinien

Das Land Bremen engagiert sich seit über 30 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit und verfügt über eine aktive und vielfältige Zahl von Initiativen und Organisationen, die ihre Basis und ihren Ursprung in bürgerschaftlichem Engagement haben. Das Jahr 2015, als Europäisches Jahr für Entwicklung und Zieljahr der Millennium Development Goals, wurde als Anlass genommen, um das eigene Handeln zu reflektieren und sich im Dialog mit der Zivilgesellschaft über zukünftige Ziele zu verständigen. Die Bremische Bürgerschaft erteilte daher im September 2014 dem Bremer Senat den Auftrag, entwicklungspolitische Leitlinien für das Land Bremen zu erarbeiten.

Den Auftakt bildete eine Zukunftswerkstatt mit fünfzig jungen Menschen im Bremer Rathaus. In mehreren öffentlichen Veranstaltungen wurden anschließend Ideen gesammelt sowie Forderungen erarbeitet und debattiert. Zudem haben sich viele Bürgerinnen und Bürger sowie entwicklungspolitische Organisationen mit Stellungnahmen und Beiträgen eingebracht. Themen wie Frieden und Menschenrechte, Bildung, nachhaltiges Handeln vor Ort und Engagement im globalen Süden wurden dabei lebhaft diskutiert. Am Ende des Prozesses wurden der Bremischen Bürgerschaft im März 2015 die entwicklungspolitischen Leitlinien als Grundlage für das Handeln des Senats der nächsten vier Jahre vorgelegt. Ein entwicklungspolitischer Beirat soll den Bremer Senat in den nächsten Jahren bei der Umsetzung begleiten.

Die entwicklungspolitischen Leitlinien finden sich unter www.ez.bremen.de zum Download.
Kontakt: Jörn Hendrichs, email: joern.hendrichs@lafez.bremen.de

Bremen, Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa - Entwicklungszusammenarbeit, 5 Mai 2015
Eröffnungsveranstaltung zum Europäischen Jahr für Entwicklung in Bremen am 21. April 2015
Bremen, Die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa, 20 April 2015
14. Bremer Solidaritätspreis für engagierte Frauen aus Ruanda / Böhrnsen: "Engagement für den Neuanfang und die Kraft des Lebens"

Für ihre Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen ist die ruandische Menschenrechtlerin Esther Mujawayo-Keiner mit dem 14. Bremer Solidaritätspreis ausgezeichnet worden. Bürgermeister Jens Böhrnsen überreichte ihr die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am Dienstagabend (10. März 2015) im Rathaus der Hansestadt.

Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen: "Mit Esther Mujawayo-Keiner zeichnen wir eine starke, kämpferische Frau und Überlebende aus Ruanda aus. Ihr Engagement steht für Hoffnung, für den Neuanfang und die Kraft des Lebens." Die Preisträgerin: "Das ist eine wunderbare Anerkennung für unser Engagement. Der Preis ist ein schönes Zeichen dafür, dass es Menschen gibt, denen die Entwicklung der Welt und die Menschenrechte am Herzen liegen", freute sich Mujawayo-Keiner über die Auszeichnung.

Mord, Vergewaltigungen und sexualisierte Gewalt prangerte Dr. Monika Hauser, Gründerin und Geschäftsführerin von Medica Mondiale e.V. und Trägerin des Alternativen Nobelpreises, in Ihrer Laudatio an. Hauser: "Beim Wiederaufbau zerstörter Gesellschaften sind Frauen die Eckpfeiler, das gilt es zu würdigen und nicht zu verschweigen. Mit Blick auf das Lebendige gerichtet, gestalten sie den Wiederaufbau und kümmern sich um die verwundeten Seelen."

Esther Mujawayo-Keiner ist gemeinsam mit Josephine Murebwayire und vielen anderen starken Frauen die Mitbegründerin der Non-Profit-Organisation "Vereinigung der Witwen des Völkermordes von 1994" (AVEGA) in Ruanda. AVEGA kümmert sich um die Witwen und Waisen des Genozids von 1994. Zurzeit arbeitet sie als Therapeutin am Psychologischen Zentrum in Düsseldorf, wo sie Flüchtlinge aus aller Welt betreut. Bei den Gräueltaten in Ruanda wurden auch Mujawayos Ehemann, Eltern und Geschwister umgebracht.

Stadtmusikanten stehen für gelebte Solidarität
Der Bremer Senat verleiht den Solidaritätspreis seit 1988 alle zwei Jahre an Menschen und Initiativen, die sich für Menschenrechte und Demokratie sowie gegen Rassismus und die Folgen von Kolonialismus einsetzen. Die Liste der Preisträger reicht von Nelson und Winnie Mandela bis Aung San Suu Kyi.

Neben dem Preisgeld wird außerdem eine Skulptur des Bremer Künstlers Prof. Bernd Altenstein, die das Motiv der Bremer Stadtmusikanten als Symbol für die Stärke solidarischen Handelns aufgreift, überreicht. Der Solidaritätspreis soll eine Ermutigung für Personen und Initiativen sein, die sich für Menschrechte und Demokratie sowie gegen die Folgen von Kolonialismus und Rassismus einsetzen.

Die Liste der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger

  • 1988 Nelson und Winnie Mandela (Südafrika)
  • 1990 Bischof Medardo E. Gómez und die Flüchtlingsorganisation CRIPDES (El Salvador)
  • 1992 Davi Copenawa Yanomami als Interessensvertreter der indigenen Völker des Amazonas-Regenwaldes (Brasilien)
  • 1994 Aung San Suu Kyi (Myanmar / Birma)
  • 1996 HAN Dong-Fang, Autonome Arbeitervereinigung von Peking -AAV- (China)
  • 1998 Nadjet Bouda, Menschenrechtsbewegung "Rassemblement, Actions, Jeunesse - RAJ" (Algerien)/Hetti Samanmali, Initiative "Da Bindu Collective" (Sri Lanka) und Brigitte Erler, "Aktion Courage e.V.- SOS Rassismus" (Deutschland)
  • 2001 Marguerite Barankitse (Burundi) und Melanie Ntahongendera (Ruanda) mit dem Waisenhaus "La Maison Shalom"
  • 2003 Dr. Sumaya Farhat-Naser (Palästina) Gila Svirsky (Israel) für den Dialog und Frieden im Nahost-Konflikt
  • 2005 Elsa de Oesterheld (Argentinien) und Kuno Hauck (Deutschland) für ihr Engagement in der "Koalition gegen Straflosigkeit. Wahrheit und Gerechtigkeit für die deutschen Verschwundenen in Argentinien"
  • 2006 Ana del Carmen Martínez, Sprecherin der afro-kolumbianischen Friedensgemeinde (Kolumbien) und Carolina Pardo Jaramillo, Franziskanerschwester (Kolumbien)
  • 2009 Immaculée Birhaheka, Gründerin der kongolesischen Organisation zur Förderung und Unterstützung von Fraueninitiativen – PAIF (DR Kongo)
  • 2011 Maung Thura, "Zarganar", Satiriker und Schauspieler, Engagement im Kampf gegen HIV/AIDS, Regierungskritiker (Burma/Myanmar)
  • 2013 Aminatou Haidar, Präsidentin der Menschenrechtsorganisation CODESA aus der Westsahara
  • 2015 Esther Mujawayo-Keiner, Traumatherapeutin und Autorin, Mitbegründerin von AVEGA in Ruanda
Bremen, Senatspressestelle, 12 März 2015
Neue Homepage der Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Durban

Wie kommt es, dass in Durban, Südafrika, nach Bremer Vorbild eine Kinderwildnis entsteht? Was ist ein Algenfilter und wie kann er helfen, die Wasserqualität zu verbessern? Wie werden die Kläranlagen in Bremen CO2-neutral und was kann Durban davon lernen? Und was kann Bremen lernen von der Entwicklung der Klimaanpassungsstrategie in Durban? Zu diesen und anderen Fragen tauschen sich kommunale Expertinnen und Experten aus Bremen und Durban aus. Sie entwickeln Pilotprojekte und führen diese gemeinsam durch.

Die Städte Bremen und Durban sind seit mehr als einem Jahrzehnt freundschaftlich miteinander verbunden. Im September 2011 wurde diese Freundschaft mit der Unterzeichnung einer Rahmenvereinbarung durch die beiden Bürgermeister Jens Böhrnsen und James Nxumalo zu einer offiziellen Städtepartnerschaft aufgewertet.

Seit 2010 arbeiten die beiden Städte an einer kommunalen Entwicklungspartnerschaft für Klima- und Ressourcenschutz und tauschen sich auch auf Verwaltungsebene aus, z.B. zu dem Aufbau einer Kinderwildnis und den damit verbundenen Aktivitäten im Bereich Umweltbildung oder den Aktivitäten zur Anpassung an den Klimawandel. Durban ist im südlichen Afrika ein Vorreiter, wenn es um Projekte und Konzepte zur Anpassung an den Klimawandel geht. Mit dieser "Klimapartnerschaft" übernimmt Bremen gemeinsam mit seinem Partner im Süden Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung, bei der letztendlich immer die Verbesserung der Lebensumstände der lokalen Bevölkerung im Mittelpunkt steht. Gleichzeitig möchte Bremen mit dieser Initiative einen Beitrag leisten zur Umsetzung von Ziel 8 "Aufbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft" der Millenniumsentwicklungsziele (MDG) der Vereinten Nationen. Bleiben Sie auf dieser Seite, wenn Sie mehr über die kommunale Klimapartnerschaft erfahren möchten.

Eine Vielzahl von Akteurinnen und Akteuren und Institutionen sind auf beiden Seiten in weiteren zivilgesellschaftlichen Projekten beteiligt. Die Webseite des Partnerschaftsvereins Partnerschaft Bremen-Durban e.V. vermittelt einen Eindruck der verschiedenen zivilgesellschaftlichen Aktivitäten in den Bereichen Youth Empowerment, Entwicklung durch Sport, Kunst, Kultur sowie kirchliches Engagement.

Hier geht es zur Webseite.

Bremen, Die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa, Abt. Europa und Entwicklungszusammenarbeit, 2 März 2015
„Noch eben kurz die Welt retten!?“ – Entwicklungspolitische Leitlinien für das Land Bremen

Mit Beschluss vom 25. September 2014 hat die Bremische Bürgerschaft den Senat aufgefordert, entwicklungspolitische Leitlinien für das Land Bremen vorzulegen. Entsprechend dem Bürgerschaftsbeschluss wurden die Leitlinien in einem breiten Konsultationsprozess mit der Zivilgesellschaft und Bremer entwicklungspolitischen Organisationen erarbeitet.

Den Auftakt für die Diskussion rund um die Leitlinien bildete eine Zukunftswerkstatt mit fünfzig jungen Bremerinnen und Bremern im Oktober 2014, um Ideen für eine zukünftige Bremische Entwicklungszusammenarbeit zu diskutieren. Die Ergebnisse dieses Workshops wurden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Umwelt, Wirtschaft und Arbeit diskutiert und in einer weiteren Dialogveranstaltung mit Bremer und Bremerhavener entwicklungspolitischen Akteuren im Januar 2015 konkretisiert.

Darauf aufbauend wurde ein erster Entwurf entwicklungspolitischer Leitlinien des Landes Bremen erstellt. Im Frühjahr werden diese dann vom Senat verabschiedet und der Bremischen Bürgerschaft zugeleitet.

Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa, 5 Februar 2015
14. Bremer Solidaritätspreis geht an Esther Mujawayo-Keiner

Die Traumatherapeutin Esther Mujawayo-Keiner wird mit dem 14. Bremer Solidaritätspreis ausgezeichnet. Dem Vorschlag des Kuratoriums des Bremer Solidaritätspreises folgend, hat der Senat diesen Beschluss in seiner Sitzung am Dienstag (13.01.2015) gefasst. Mit dem diesjährigen Solidaritätspreis soll vor allem das Engagement von Personen oder Initiativen ausgezeichnet werden, die sich besonders für Minderheiten einsetzen, die von Vertreibung bedroht oder auf der Flucht sind.

Die aus Ruanda stammende Esther Mujawayo-Keiner ist Mitbegründerin der Non-Profit-Organisation AVEGA, der Vereinigung der Witwen des Völkermordes von 1994, die sich unter anderem um die gesundheitliche Versorgung und Rehabilitation der Witwen des ruandischen Genozids kümmert. Zudem engagiert sich Frau Mujawayo-Keiner in verschiedenen ruandischen Frauenorganisationen und war von 1990 bis 1996 stellvertretende Landesrepräsentantin von Oxfam für Ruanda, Burundi und den Ostkongo.

In ihrer täglichen Arbeit am Psychologischen Zentrum für Flüchtlinge in Düsseldorf betreut Esther Mujawayo-Keiner traumatisierte Flüchtlinge aus aller Welt. Vor dem Hintergrund der weltweiten Krisen und wachsender Flüchtlingsbewegungen gewinnt der Umgang mit Traumata immer mehr an Bedeutung. Mit der Auszeichnung wird auch die Dramatik zunehmend traumatisierter Flüchtlinge in unserer hiesigen, aufnehmenden Gesellschaft mit einer herausragend engagierten, selbst betroffenen Zuwanderin gewürdigt.

Der Senat der Freien Hansestadt Bremen verleiht den mit 10.000 Euro dotierten Bremer Solidaritätspreis alle zwei Jahre. Neben dem Preisgeld wird außerdem eine Skulptur des Bremer Künstlers Prof. Bernd Altenstein, die das Motiv der Bremer Stadtmusikanten als Symbol für die Stärke solidarischen Handelns aufgreift, überreicht. Der Solidaritätspreis soll eine Ermutigung für Personen und Initiativen sein, die sich für Menschrechte und Demokratie sowie gegen die Folgen von Kolonialismus und Rassismus einsetzen. Die Verleihung ist für Montag, 9. März 2015 im Bremer Rathaus durch Bürgermeister Jens Böhrnsen vorgesehen.

Bremen, Senatpressestelle, 16 Januar 2015
Zweite Dialogveranstaltung "Entwicklungspolitische Leitlinien für Bremen"

Nach der Zukunftswerkstatt im Oktober 2014 und der ersten öffentlichen Dialogveranstaltung im Dezember letzten Jahres lädt die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa zu einer weiteren, öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der Erarbeitung von entwicklungspolitischen Leitlinien für das Land Bremen ein: Gemeinsam soll einen offenen Dialog geführt werden, um die Grundlagen für Bremer Entwicklungszusammenarbeit der kommenden Jahre festzulegen.

Die Resultate der ersten beiden Veranstaltungen werden in Schwerpunktthesen zusammengefasst und können vor der Veranstaltung auf der Internetseite www.ez.bremen.de abgerufen werden.

Diese Thesen sollen in Workshops diskutiert und konkretisiert werden. Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen bilden die Grundlage für die weitere Ausformulierung der entwicklungspolitischen Leitlinien, die im Frühjahr 2015 dem Senat und der Bürgerschaft vorgelegt werden sollen.

Um Anmeldung wird gebeten: veranstaltung@lafez.bremen.

Dienstag, 20. Januar 2015, ab 18:30 Uhr
Kwadrat, Wilhelm-Kaisen-Brücke 4
28199 Bremen

Bremen, Die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa, 15 Januar 2015
Positionierung des Bremer entwicklungspolitischen Netzwerks e.V. (BeN) zur Erstellung von entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes

In Bremen läuft zurzeit der Prozess zur Erstellung von entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes. Die Etablierung solcher Leitlinien bietet die Gelegenheit, die bislang geleistete Arbeit im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu reflektieren und zukunftsorientiert auszurichten. Dabei sollen Organisationen und Initiativen aus verschiedenen Bereichen in einen ausführlichen Konsultationsprozess einbezogen werden: Eine erste öffentliche Veranstaltung fand am 9. Dezember 2014 statt, bei welcher erste Impulse zu den geplanten Leitlinien gesammelt wurden. Bei einer zweiten öffentlichen Veranstaltung im Frühjahr 2015 soll dann ein erster Entwurf vorgestellt werden.

Das Bremer entwicklungspolitische Netzwerk e.V. (BeN) erarbeitete hierzu ein Positionierungspapier, in dem es Stellung zum Prozess nahm. Mit dem Dokument begrüßt das Netzwerk die Anstrengungen des Landes Bremen und die Erfolge, die in den Jahren zuvor im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit erreicht wurden und betont die Relevanz der Ausarbeitung solcher Leitlinien. Das BeN will mit dem Papier bei dem Prozess auf die Beachtung wichtiger Punkte hinwirken, wie z.B. die Stärkung der Bildungsarbeit insbesondere für Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Umstellung der Verpflegung öffentlicher Einrichtungen wie z.B. Kitas und Schulen auf biologische, regionale und faire Produkte und die Verbesserung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen.

Das Positionierungspapier kann hier heruntergeladen werden.

Bremen, Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk e.V. (BeN), 15 Dezember 2014
Bremen leistet Unterstützung für Flüchtlingslager im Nordirak

Das Land Bremen beteiligt sich mit 15.000 Euro aus Mitteln der bremischen Entwicklungszusammenarbeit an Maßnahmen der Bremer Arbeitsgemeinschaft für Überseeforschung und Entwicklung (Bremen Overseas Research and Development Association, BORDA) zur Verbesserung der Situation in Flüchtlingslagern in den Regionen Erbil und Duhok im Irak. Für den kommenden Winter sollen Öfen, Brennstoffe, Decken und andere Gegenstände zur Verfügung gestellt werden, um die Lebensbedingungen in den Lagern zu verbessern.

Dazu Staatsrätin Ulrike Hiller: "Die anhaltenden Kämpfe und die Lage in den Flüchtlingsgebieten in und um Syrien machen uns alle tief betroffen. Gerade in Bremen bangen viele Menschen um ihre in der Region lebenden Angehörigen und engagieren sich mit Veranstaltungen und dem Sammeln von Spenden. Dank unseres vor Ort engagierten Partners BORDA kann nun auch das Land Bremen einen Beitrag für die Menschen in den Flüchtlingslagern leisten."

Weitere Mittel für das Projekt stellen das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie BORDA selbst zur Verfügung. Zusätzlich soll unter Koordinierung mit der lokalen Regierung und anderen Hilfsorganisationen eine Analyse für weitere benötigte Sach- und Bauleistungen durchgeführt werden.

In den vergangenen Jahren mussten mehrere Millionen Menschen vor dem bewaffneten Konflikt in Syrien fliehen. Schätzungen des UN-Flüchtlingshilfswerks zufolge haben allein in den Nachbarländern Syriens mehr als drei Millionen Menschen Zuflucht gefunden, darunter auch ca. 230.000 im Norden des Irak. Ungefähr die Hälfte dieser Flüchtlinge muss in Lagern leben, die überwiegend aus Zelten ohne Heizmöglichkeiten bestehen.

Rückfragen beantwortet:
Christian Bruns, Tel. 0421-361-4918 oder 00322-230 27 65

Bremen, Senatskanzlei, 15 Dezember 2014
Bremen setzt sich beim Bund für engere Entwicklungszusammenarbeit ein

Die Bundesregierung und die deutschen Länder wollen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zukünftig enger zusammenarbeiten. Dies verabredeten die zuständigen Ministerinnen und Minister gestern (9. Oktober 2014) bei einem Treffen mit Bundesminister Gerd Müller in Berlin. Das Treffen war auf gemeinsame Initiative von Bremens Staatsrätin Ulrike Hiller, Bevollmächtigte beim Bund und für Europa und in Bremen auch für die Entwicklungszusammenarbeit zuständig, sowie Baden-Württemberg zustande gekommen.

Hiller wies in der Konferenz darauf hin, dass die Länder zu vielen entwicklungspolitischen Themen wichtige Beiträge leisten. Sie nannte u.a. die entwicklungsbezogene Bildungsarbeit in Schulen, die nachhaltige Beschaffung und den Fairen Handel. Wie Bundesminister Müller betonte Hiller, dass vor dem Hintergrund der aktuellen Krisen in vielen Gebieten der Welt Bund und Länder gefordert seien, im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen Beitrag zur humanitären Hilfe für die betroffenen Menschen, u.a. der Flüchtlinge im Nordirak, zu leisten. Angesichts der katastrophalen Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Bangladesch sei es geboten, sich weiter für nachhaltige Beschaffung und Fairen Handel einzusetzen. In diesem Zusammenhang begrüßte sie das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geplante Textilsiegel "grüner Knopf", das soziale Mindeststandards in der Bekleidungsindustrie garantieren soll. Auch von der geplanten Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative des BMZ könnte Bremen profitieren, wenn hierdurch der Jugendaustausch mit Bremens Partnerstadt Durban in Südafrika oder mit Windhoek in Namibia erleichtert und unterstützt würde.

Der Bundesminister unterstrich, dass er im Rahmen der Zusammenarbeit auch auf die spezifischen Kompetenzen der einzelnen Länder für internationale Projekte setzt. Bremen kann hier u. a. seine maritime Kompetenz im Hafen- und Logistikbereich und zum Thema erneuerbare Energien einbringen. Hillers Vorschlag, zukünftig einen regelmäßigen Austausch zwischen Bundes- und Länderministern zu diesen Themen zu pflegen, fand breite Zustimmung. Im kommenden Jahr wird ein zweites Treffen folgen, bei dem die Zusammenarbeit weiter konkretisiert werden soll.

Senatskanzlei, Bremen, 13 Oktober 2014
Bremen und Bremerhaven werden Fairtrade-Städte

Die Städte Bremen und Bremerhaven haben sich in diesem Jahr erfolgreich um den Titel „Fairtrade-Stadt“ beworben. Fairtrade Deutschland, der Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der „Dritten Welt“ e.V. wird die Zertifizierung beider Städte während der bundesweit stattfindenden „Fairen Wochen“ in Bremerhaven vornehmen.

Dieser Erfolg resultiert insbesondere aus dem zivilgesellschaftlichen Engagement, das es in beiden Städten seit vielen Jahren gibt. Die Stadt Bremen wurde im Jahr 2011 bereits mit dem Titel Hauptstadt des Fairen Handels ausgezeichnet. Als Fairtrade-Städte erhalten Bremen und Bremerhaven Zugang zu einem internationalen Städtenetzwerk. Das ist für eine erfolgreiche Fortsetzung der bisherigen Aktivitäten sehr hilfreich, denn weltweit gibt es bereits 1.400 Städte, die mit dem Titel Fairtrade-Town ausgezeichnet wurden.

Bremen, Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa, 16 September 2014
Bremen soll "Fairtrade-Stadt" werden

In seiner heutigen Sitzung (8.7.2014) hat der Senat die Bewerbung Bremens um den Titel "Fairtrade-Stadt" beschlossen. Damit sollen die Bemühungen Bremens zur Förderung des Fairen Handels fortgesetzt werden. Die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa, Staatsrätin Ulrike Hiller, freut sich, dass "somit das Engagement der Stadt für den fairen Umgang mit den Produzenten des Südens und den regionalen Anbietern von Produkten weitergeht".

Seit dem Jahr 2000 gibt es die weltweite Kampagne "Fairtrade-Towns". Bisher sind in 24 Ländern über 1.400 Städte mit diesem Titel ausgezeichnet worden. In Deutschland wird die Kampagne vom "Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der Dritten Welt e.V." mit Sitz in Köln organisiert und heißt "Fairtrade-Stadt". Bundesweit wurden bereits 250 Städte mit dem Titel "Fairtrade-Stadt" ausgezeichnet.

Für die Verleihung des Titels "Fairtrade-Stadt" werden fünf Kriterien zugrunde gelegt, die von den teilnehmenden Städten zu erfüllen sind. Dazu zählen z.B. die Einrichtung eines lokalen Unterstützerkreises sowie eine Verbesserung der Transparenz des Angebotes fair gehandelter Produkte in öffentlichen Einrichtungen, Einzelhandel und Gastronomie. Auch bei Sitzungen im Haus der Bürgerschaft und den Sitzungen und Empfängen des Senats im Rathaus werden Fairtrade-Kaffee sowie Tee oder Säfte aus Fairem Handel angeboten.

Bereits im Jahr 2011 hatte Bremen erfolgreich an dem bundesweiten Wettbewerb des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung "Hauptstadt des Fairen Handels" teilgenommen und wurde von der Jury mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Seither wurden in der Stadt zahlreiche Fair Trade-Projekte umgesetzt.

Bremen, Senatskanzlei, 11 Juli 2014
Erarbeitung entwicklungspolitischer Leitlinien

Das Engagement Bremens im Bereich der internationalen Zusammenarbeit wurde zuletzt mit der Auszeichnung als „Hauptstadt des Fairen Handels“ überregional anerkannt und gewürdigt. Um die Idee der Hauptstadt des Fairen Handels und die zahlreichen anderen Bemühungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit weiter voranzutreiben zu können, geht die Forderung nach einer „Etablierung entwicklungspolitischer Leitlinien in Bremen“  mit dem Antrag der Fraktionen der SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN vom 17. Juni 2014 nun ihren offiziellen Weg.

Darin bittet die Bürgerschaft (Landtag) den Senat, einen Prozess zur Erarbeitung entwicklungspolitischer Leitlinien für das Land Bremen zu initiieren. Organisationen und Initiativen aus folgenden Bereichen sind eingeladen, sich an einem umfassenden Konsultationsprozess zu beteiligen: Entwicklungszusammenarbeit und internationale Kooperationen, Fairer Handel und Ernährung, Friedenssicherung und Menschenrechte, Umwelt und Naturschutz, Flüchtlings-, Asyl- und Integrationsarbeit, Bildung, Wissenschaft und Kultur, bremische Wirtschaft sowie in der bremischen Entwicklungspolitik erfahrene Bürgerinnen und Bürger. Einen Schwerpunkt der Überlegungen soll dabei die soziale und ökologische öffentliche Beschaffung in Bremen sein.

Der Senat soll ein Konzept erstellen, wie bis zum Jahr 2020 im Rahmen des Projekts „Aktiver öffentlicher Einkauf – ökologisch, sozial und wirtschaftlich“ die Umstellung auf soziale und ökologische Beschaffung vorangetrieben werden kann. Als Ansatzpunkt ist zum Beispiel der Bezug von fair gehandelten Produkten aller Art angedacht, seien es Lebensmittel oder Textilien in den städtischen Krankenhäusern. Weitere Schwerpunkte sind Armutsbekämpfung und Ausbau der kommunalen Infrastruktur in Partnerländern, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Klimagerechtigkeit, sowie die finanzielle Transparenz auf Geber- und Nehmerseite. Bis zum Ende des Jahres 2014 soll das Land Bremen dem Landtag einen Entwurf für die Leitlinien für die Entwicklungszusammenarbeit vorlegen.

Bremen, SPD-Fraktion Land Bremen, 11 Juli 2014
Bremer Gewinner beim Schulwettbewerb des Bundespräsidenten

Die Gesamtschule Bremen-Mitte wurde am 3. Juli 2014 für ihren Beitrag zum Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik von Bundespräsidenten Gauck im Schloss Bellevue ausgezeichnet. Unter dem Titel "Wie wünsch’ ich mir die Welt 2050?" beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler in Bremen, in Kenia und im Kongo mit ihren Zukunftsvisionen. Seit 2003 regt der Wettbewerb zur Auseinandersetzung mit Themen Globaler Entwicklung an. Die Gesamtschule Bremen-Mitte ist bereits zum zweiten Mal Preisträger.

Aus diesem Anlass hatte die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa, Staatsrätin Ulrike Hiller, die Schülergruppe in die Landesvertretung Bremen eingeladen. Ulrike Hiller freute sich über den Erfolg der Schüler: "Der Schulwettbewerb des Bundespräsidenten bietet die Möglichkeit, Kinder und Jugendlichen für die "Eine Welt" zu sensibilisieren und zu aktivieren. Das herausragende Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Betreuerinnen und Betreuer verdient den Preis und weitere Unterstützung."

Im Rahmen des Projekts finden im Juli die Werkstattwochen in Bremen statt. Auf Einladung der Jugendbildungsstätte LidiceHaus sind auch fünfzehn Jugendliche mit zwei Betreuern aus Kenia nach Bremen gekommen, um mit den Bremer Jugendlichen zu der Frage "Wie wünsch ich mir die Welt 2050? – Gleiche und/oder andere Zukunftsvisionen in Kenia/Deutschland?" weiter zu arbeiten. Bei der gemeinsamen Reise nach Berlin standen neben der Preisverleihung beim Bundespräsidenten und dem Empfang in der Landesvertretung noch Besichtigungen im Bundestag und Bundesrat auf dem Programm.

Bremen, Senatskanzlei, 4 Juli 2014
Die Zukunftscharta der deutschen Entwicklungspolitik Thema bei "Bremen am Mittag"

Zu einer Diskussion über die "Zukunftscharta der deutschen Entwicklungspolitik" hatte Staatsrätin Ulrike Hiller am Mittwoch (02.07.2014), in Bremen zuständig für Entwicklungszusammenarbeit, in die Bremer Landesvertretung in Berlin eingeladen. Die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa freute sich, dass das Veranstaltungsformat "Bremen am Mittag" einmal mehr viele Interessierte und Akteure aus Politik und Zivilgesellschaft in die "Bremer Botschaft" lockte. Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit stelle ein wichtiges Element der internationalen Beziehungen Bremens dar, machte sie zur Begrüßung deutlich: "Wir wollen in Bremen einen Beitrag zur Armutsbekämpfung, ökologischen Nachhaltigkeit sowie zur Stärkung der Menschenrechte und Demokratieentwicklung leisten!"

Thomas Silberhorn, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), stellte im Anschluss die Zukunftscharta der deutschen Entwicklungszusammenarbeit vor. Er betonte den Ansatz des Bundesministeriums, eine breite öffentliche Beteiligung der verschiedenen Akteure und Stakeholder aus Zivilgesellschaft, Kirche, Wirtschaft, Stiftungen, Medien, Ländern und Kommunen in die Debatte miteinzubeziehen. Die Diskussion solle anhand der vier thematischen Dimensionen von Nachhaltigkeit geführt werden: ökologische, soziale, ökonomische und politisch-kulturelle. Die Präsentation des Dokumentes soll am 24. November 2014 in einer Abschlussveranstaltung in Berlin unter Beteiligung der Bundeskanzlerin erfolgen.

Christopher Duis, Bundesvorsitzender der "Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V." (AGL) und Geschäftsführer des "Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk e.V." (BeN) begrüßte die vom BMZ initiierte Zukunftscharta. Allerdings bleibe es abzuwarten, inwieweit es gelingt einen umfassenden Beteiligungsprozess erfolgreich zu gestalten, und ob die Ideen, Vorschläge und Beiträge aus der Zivilgesellschaft am Ende in die Charta einfließen. In der anschließenden Diskussion wurde unter anderem die Frage aufgeworfen, wie die formulierten Ziele im bevorstehenden "Entwicklungsjahr 2015" und "Post-2015-Agenda für nachhaltige Entwicklung" kohärent in der deutschen Politik umgesetzt werden.

Bremen, Senatskanzlei, 4 Juli 2014
Ausschreibung zum 14. Bremer Solidaritätspreis

Der Bremer Solidaritätspreis wird alle zwei Jahre vom Senat der Freien Hansestadt Bremen verliehen. Er ist mit 10.000 € dotiert und soll Personen und Initiativen ermutigen und würdigen, die sich für Menschenrechte und Demokratie sowie gegen die Folgen von Kolonialismus und Rassismus einsetzen. Im Jahr 2015 soll mit dem Solidaritätspreis zivilgesellschaftliches Engagement besonders auf folgendem Gebiet gewürdigt werden: Weltweit zeichnen Staaten sich durch vielfältige Gesellschaften aus, in denen Menschen unterschiedlicher Ethnien, verschiedener religiöser Überzeugungen und unterschiedlicher sexueller Orientierung miteinander und nebeneinander leben. Ein friedliches Miteinander, Akzeptanz der unterschiedlichen Werte, Bedürfnisse und Interessen ist eine Grundvoraussetzung, um allen Menschen gleiche Entwicklungsmöglichkeiten und Partizipationschancen zu garantieren. In der Realität gelingt ein friedliches Miteinander oftmals jedoch nicht, vor allem, wenn Minderheiten Autonomie und Eigenständigkeit fordern und für ihre Rechte eintreten.

Immer wieder führen interreligiöse und ethnische Differenzen zu Konflikten. Politische, wirtschaftliche und kulturelle Unterdrückung von Minderheiten, wie der Entzug des Wahlrechts, Berufsverbote, das Verbot der Muttersprache oder der Ausübung der Religion sind nur einige Konsequenzen. In vielen Fällen kommt es zu noch gravierenderen Menschenrechtsverletzungen wie gewalttägigen Auseinandersetzungen bis hin zu Bürgerkriegen und Genozid.

Eine sexuelle Orientierung, die von der Mehrheitsgesellschaft oder dem Staat nicht geteilt und geduldet wird, ist in vielen Ländern ebenfalls zunehmend ein Grund für Ausgrenzung, massive Unterdrückung, Verfolgung, Gewalt bis hin zu Tötung.

Mit dem 14. Bremer Solidaritätspreis sollen daher Initiativen oder Personen ausgezeichnet werden
•    die sich in besonderem Maße für die Rechte von Minderheiten einsetzen, die wegen ihrer ethnischen Herkunft, religiösen Überzeugung oder sexuellen Orientierung verfolgt, vertrieben und unterdrückt werden
•    denen es gelingt Minderheiten und Mehrheitsgesellschaft zu diesen Themen miteinander in den Dialog zu bringen, Probleme friedlich zu lösen, Akzeptanz zu schaffen, zu versöhnen und so ein friedliches Miteinander zu ermöglichen.
•    die sich besonders für die Menschen einsetzen, die auf Grund gewalttätiger Auseinandersetzungen, Unterdrückung  und Bedrohung ihr Land verlassen mussten und als Flüchtlinge der Unterstützung bedürfen.

Engagierte geraten dabei oft selbst ins Visier der Konfliktparteien und setzen sich einer Gefährdung aus. Daher ist die Auszeichnung auch mit der Hoffnung verbunden, dass die so geschaffene Öffentlichkeit einen Beitrag zum Schutz der Preisträgerinnen und Preisträger leisten kann.

Begründete Vorschläge für mögliche Preisträgerinnen und Preisträger können bis zum 31. Juli 2014 an folgende Anschrift gesendet werden:
Geschäftsführung des Kuratoriums zum Bremer Solidaritätspreis
c/o Die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa
Silke  Goethe
Ansgaritorstraße 22
28195 Bremen
Email: silke.goethe@lafez.bremen.de
Weitere Informationen zum Bremer Solidaritätspreis finden Sie unter: www.ez.bremen.de.

Bremen, Senatskanzlei, 12 Mai 2014
LANDMARK-Konferenz "Auf dem Weg zu einer sozial-verantwortlichen öffentlichen Beschaffung"

Vor welchen Herausforderungen stehen Beschaffer/-innen, die sozialverträglich hergestellte Produkte einkaufen wollen? Wie kann soziale Beschaffung in öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden? Und: Wie gestaltet sich das Auditing in den Produktionsstätten vor Ort?

Dazu fand am 27. März 2014 die internationale Konferenz „Auf dem Weg zu einer sozial-verantwortlichen öffentlichen Beschaffung“ in Kooperation mit dem Projekt „Cotton on to Fairtrade procurement“ in Bremen statt. Über 140 Fachleute aller gesellschaftlichen Bereiche (Einkäufer, Nichtregierungsorganisationen (NRO), Produzenten) aus mehr als 20 Ländern informierten sich über die wichtigsten Ergebnisse der dreijährigen Zusammenarbeit europäischer Kommunen und NRO und feilten gemeinsam an neuen Konzepten für die Zukunft.

Die Konferenz machte klar, dass der Übergangsprozess zu sozial-verantwortlicher öffentlicher Beschaffung kein leichter ist und die enge Zusammenarbeit unterschiedlichster Akteure erfordert. Die Herausforderungen für öffentliche Beschaffer sind unter anderem fehlende Transparenz, ein Mangel an angemessenen Verifizierungssystemen, Zeitaufwand, Kostenintensität, zu wenig Wissen im Umgang mit entsprechenden Ausschreibungen sowie Unzuverlässigkeit oder Abwesenheit angemessener Kontrollmechanismen.

Zum Ende der Konferenz bemerkte der LANDMARK-Projektkoordinator Philipp Tepper, dass die Verbindung von Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsaspekten im Beschaffungsprozess eine ganzheitliche Betrachtung und ein hohes Niveau an Expertise erfordere. Das LANDMARK-Projekt sei ein wichtiger Schritt in Richtung sozial-verantwortliche Beschaffung gewesen. Tepper ermutigte zur weiteren Kooperation und zum Dialog in dem Bereich.

Weitere Informationen:

Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk e.V. (BeN), Breitenweg 25, 28195 Bremen, Birte Detjen, Tel: 0421/69531453, beschaffung@ben-bremen.de, www.ben-bremen.de, www.landmark-project.eu/en/landmark-in-action/international-conference/programme/.

Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk e.V. (BeN), 23 April 2014
Aminatou Haidar erhält den Bremer Solidaritätspreis

Aminatou Haidar, Präsidentin der Menschenrechtsorganisation CODESA aus der Westsahara, wird heute (28. Oktober 2013) mit dem 13. Bremer Solidaritätspreis ausgezeichnet. Der Preis ehrt Menschen und Initiativen, die sich in besonderer Weise für Demokratie und Menschenrechte und gegen globale Ungerechtigkeit und die Folgen von Kolonialismus und Rassismus einsetzen - Preisträger waren unter anderem Nelson Mandela und Aung San Suu Kyi.

Bei der feierlichen Preisverleihung in der Oberen Halle des Bremer Rathauses sagte Bremens Bürgermeisterin Karoline Linnert: "Mit Aminatou Haidar zeichnen wir eine für die Einhaltung von Menschenrechten engagierte Frau aus. Sie setzt sich mit friedlichen Mitteln und in stetigem Dialog mit internationalen Institutionen im Maghreb aber auch in den Unterstützerländern – in den USA und in Europa – für die Unabhängigkeit der Westsahara, für die Rechte von Frauen und die Befreiung ihrer Heimat und ihrer Landsleute, besonders in den Flüchtlingslagern, ein. Aminatou Haidar ist Präsidentin der Menschenrechtsorganisation CODESA, Collectif des Défenseurs Saharaoui de Droit de l’homme. CODESA ist ein Verein, der keiner sein darf und sich daher als Kollektiv bezeichnet: CODESA hat keinen Raum, keine Anschrift, kein Konto, auch nicht für Spenden und Unterstützung aus dem Ausland. In CODESA engagieren sich Intellektuelle und Opfer. Als Präsidentin von CODESA ist Aminatou Haidar unermüdlich im Einsatz für deren Ziele und vor allem die Einhaltung von Menschenrechten." Weiter sagte die Bürgermeisterin: "Wir blicken in eine seit Jahrzehnten international in ihrer Brisanz bekannte, schwelende Konfliktregion. Von der UNO beobachtet und begleitet, aber dennoch weitgehend sich selbst und einem undurchschaubaren Spiel der Kräfte überlassen, ist die Westsahara in Bremen sehr bekannt. Seit der Gründung des Bremer Solidaritätspreises in den 1980er Jahren sind verschiedene Bremer Delegationen in die Sahara gereist, meist zur Unterstützung von Projekten humanitärer Hilfe oder gezielter beruflicher Bildung. In der Folge haben diese Bremerinnen und Bremer wiederholt hochrangige politische Gremien mit der Situation in der Westsahara und der verzweifelten Lage derer Bewohnerinnen und Bewohner, vor allem in den Flüchtlingslagern befasst. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der im vergangenen Jahr gegründete, bundesweite Verein „Freiheit für die Westsahara“ ebenfalls unter Bremer Beteiligung entstand."
Vor der Preisverleihung: Mohamed el Mamun Ahmed Brahim, Vertreter der Frente Polisario in Deutschland, Bürgermeisterin Karoline Linnert, Preisträgerin Aminatou Haidar, der Präsident der Bremischen Bürgerschaft und Schirmherr des Kuratoriums Freiheit für die Westsahara e.V, Christian Weber und Prof. Dr. Claus Leggewie (Laudator und Leiter des Kulturwiss. Inst. Essen) (v.l.n.r.)

Bereits im Vorfeld der Preisverleihung erklärte Aminatou Haidar: "Der Preis des Bremer Senats ist ein Zeichen der Solidarität für mein Volk und eine Geste für die Opfer des Konflikts. Die Westsahara ist von Marokko okkupiert, die Not unseres Volkes ist kaum bekannt. Ich bin davon überzeugt, dass es eine Konfliktlösung nur dann geben wird, wenn die Menschen unsere Lage kennen."

Als Laudator für die Preisverleihung konnte Prof. Dr. Claus Leggewie gewonnen werden. Er ist Leiter des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen und Autor des Buches "Zukunft im Süden" und hat als Sozial- und Kulturwissenschaftler einen besonders geschärften Blick auf die komplexe, aussichtslos erscheinende Lage der Sahara im westlichen Afrika. Leggewie plädiert für eine neue Strategie und Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika, besonders im mediterranen Raum. Seine Vision ist die "Zukunft im Süden", die der friedenspolitischen Kraft der Europäischen Union eine besondere Rolle zukommen lässt.
 Leggewie: "Die Lage in der Westsahara ist prekär, die Flüchtlingscamps sind wie eine Zeitbombe, die Nachbarländer rüsten rhetorisch auf und der globale Kontext spricht gegen die Sahrauis." Weiter sagte er: "Der Westsahara im Besonderen und der Maghreb-Region im Allgemeinen müssen von Europa aus Perspektiven geboten werden, die über die Extraktion von Boden- und Meeresschätzen, über die Rentenregime der Rohstoffwirtschaft und Tourismusbranche hinausreichen und nachhaltige Entwicklung auf moderner, industrieller Basis in Aussicht stellen. Ein Ausgangspunkt dafür kann die Förderung der in diesen Breitengraden überreich vorhandenen, bisher aber kaum genutzten Erneuerbaren Energien sein, und zwar weniger, wie das im Desertec-Projekt gedacht war, zur Einspeisung sauberen Stroms ins europäische Super Smart Grid, denn als Entwicklungsmotor der Region selbst."

Mit der Preisentscheidung ist der Bremer Senat dem Vorschlag des unabhängigen Kuratoriums Bremer Solidaritätspreis gefolgt. Die Menschenrechtsorganisation CODESA setzt sich konsequent für den Zugang der Sahauris zu ihren eigenen Ressourcen und gegen Menschenrechtsverletzungen ein. Deren Präsidentin Aminatou Haidar hat sich immer wieder in beispielhafter Weise durch mutige gewaltfreie Aktionen für die Rechte der Sahauris engagiert. Sie kämpft mit diplomatischen Mitteln für eine friedliche Lösung des Westsahara-Konfliktes und versucht auch international durch Gespräche mit Politikern, Diplomaten und Menschenrechtsorganisationen eine Lösung voranzubringen. Die Verleihung des Bremer Solidaritätspreises ist ein deutliches Signal der Bestätigung und Ermutigung für ihr persönliches Engagement.

Bremer Solidaritätspreis
 Mit dem Bremer Solidaritätspreis ehrt der Senat der Freien Hansestadt Bremen Menschen und Bewegungen, die sich für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einsetzen und gegen Kolonialismus und Rassismus kämpfen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert, die sich je zur Hälfte aus Mitteln der Senatskanzlei und einer Zustiftung der privaten R. + R. Reinke-Stiftung zusammensetzen.

Im Jahr 1988 waren Nelson Mandela sowie seine damalige Frau Winnie Mandela die ersten Preisträger. Seitdem vergibt der Bremer Senat alle zwei Jahre die Auszeichnung und möchte damit ermutigen, sich gegen Ungerechtigkeit zu engagieren.

Neben dem Preisgeld wird eine Skulptur des Bremer Künstlers Bernd Altenstein verliehen. Die Figur zeigt die Bremer Stadtmusikanten und steht symbolisch für die Kraft des solidarischen Handelns. Denn aus den einsamen und schwachen Bauerntieren ist am Ende des Märchens ein starkes Quartett geworden, das gemeinsam Hindernisse überwindet.

Bremen, Senatskanzlei, 28 Oktober 2013
Animatou Haidar wird mit dem 13. Bremer Solidaritätspreis ausgezeichnet

Animatou Haidar, Präsidentin der Menschenrechtsorganisation CODESA aus der Westsahara, wird auf Beschluss des Senats der Freien Hansestadt Bremen mit dem 13. Bremer Solidaritätspreis ausgezeichnet. Damit folgt der Senat dem Vorschlag des Kuratoriums Bremer Solidaritätspreis. Geehrt werden sollten mit diesem 13. Bremer Solidaritätspreis Menschen, die sich in besonderem Maße für Ressourcengerechtigkeit und die Sicherung der Existenzrechte als elementarem Teil der Menschenrechte engagieren.
Die Menschenrechtsorganisation CODESA (Collectif des Défenseurs Saharaoui de Droit de l’homme) setzt sich konsequent für den Zugang der Sahauris zu ihren eigenen Ressourcen und gegen Menschenrechtsverletzungen ein. Deren Präsidentin Animatou Haidar hat sich immer wieder in beispielhafter Weise durch mutige gewaltfreie Aktionen für die Rechte der Sahauris engagiert. Sie kämpft mit diplomatischen Mitteln für eine friedliche Lösung des Westsahara-Konfliktes und versucht vor allem auch international durch Gespräche mit Politikern, Diplomaten und Menschenrechtsorganisationen eine Lösung voranzubringen.
Mit der Verleihung des Solidaritätspreises kann ein deutliches Zeichen der Bestätigung und Ermutigung für ihr persönliches Engagement gesetzt werden. Ihre Arbeit ist in der Vergangenheit bereits mehrfach von Menschenrechtsorganisationen gewürdigt worden.

Mit dem Bremer Solidaritätspreis ehrt der Senat der Freien Hansestadt Bremen Menschen, die sich für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einsetzen und gegen Kolonialismus und Rassismus kämpfen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert, die sich aus Mitteln der Senatskanzlei und einer Zustiftung der privaten R. + R. Reinke-Stiftung zusammensetzen.
Im Jahr 1988 waren Nelson Mandela sowie seine damalige Frau Winnie Mandela die ersten Preisträger. Seitdem vergibt der Bremer Senat alle zwei Jahre die Auszeichnung und möchte damit ermutigen, sich gegen Ungerechtigkeit zu engagieren.
Neben dem Preisgeld wird eine Skulptur des Bremer Künstlers Bernd Altenstein verliehen. Die Figur zeigt die Bremer Stadtmusikanten und steht symbolisch für die Kraft des solidarischen Handelns. Denn aus den einsamen und schwachen Bauerntieren ist am Ende des Märchens ein starkes Quartett geworden, das gemeinsam Hindernisse überwindet.
Der 13. Bremer Solidaritätspreis wird am 28.10.2013 im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus der Hansestadt übergeben.

Bremen, Senatskanzlei, 6 August 2013
Entwicklungspolitik auf nachhaltige Entwicklung ausrichten und Verantwortung übernehmen

Neues Internetportal der deutschen Länder zur Entwicklungspolitik frei geschaltet

"Seit vielen Jahrzehnten beteiligt sich die Freie Hansestadt Bremen mit eigenständigen Beiträgen an der Ausgestaltung der deutschen Entwicklungspolitik. Die vielfältigen Programme und inhaltlichen Schwerpunkte der deutschen Länder sollen nun für alle Interessierten öffentlich gemacht werden“, sagte die für Entwicklungszusammenarbeit zuständige Bevollmächtigte beim Bund und für Europa, Ulrike Hiller, heute (8.2.2013). Anlass war die Präsentation des neuen gemeinsamen Internetportals aller 16 Länder „Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik“ (www.entwicklungspolitik-deutsche-laender.de). Das Portal wurde heute frei geschaltet und soll schrittweise ausgebaut werden.

Die Länder konzentrieren ihr entwicklungspolitisches Engagement vor allem auf ihre Kernkompetenzen und Zuständigkeiten: Bildung, Wissenschaft und Hochschule, Kultur, Wirtschaft, Migration, Gute Regierungsführung und Klimaschutz. Dabei steht die partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe und das Bemühen um eine nachhaltige Entwicklung immer im Vordergrund. Auf den Seiten des neuen Internetportals werden die entwicklungspolitischen Ziele und Projekte der Länder dargestellt. „Sie öffnen den Blick auf das vielfältige Engagement der Länder und die Bereitschaft, einen Beitrag zur weltweiten nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Das Portal bietet Anknüpfungspunkte für alle, die sich mit ihrem Know-how und Engagement der -Einen Welt- verpflichtet fühlen“, hob Frau Hiller hervor. Sie unterstrich, dass die Pflege der internationalen Beziehungen grundsätzlich Sache des Bundes sei. Doch werde die Qualität der Kontakte ins Ausland von vielen Repräsentanten aus Landespolitik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie dem Wirken der unzähligen, vielfach auch ehrenamtlichen Initiativen bestimmt. Die praktische Zusammenarbeit in der Entwicklungspolitik zeige, dass Partnerschaft erfolgreich sei, wenn ein gegenseitiges Interesse an Kooperation bestehe. Das erfordere Mut und Ausdauer von allen Beteiligten sowie einen nüchternen Blick auf das gemeinsame Wohl in einer vernetzten Welt. Zu oft würden Vorurteile die Sicht auf die eigentlich gegenseitige Abhängigkeit versperren. Die Bevollmächtigte weiter: „Die heutige Praxis internationaler Wirtschafts- und Finanzbeziehungen droht gute Ansätze zunichte zu machen. Das darf die Politik nicht zulassen. Wir tragen dafür eine gemeinsame Verantwortung in Deutschland. Dazu können die Länder aufgrund ihrer Kompetenz im Regionalen wie Internationalen einen Beitrag leisten. Ich lade alle ein, sich aktiv an der Entwicklungspolitik zu beteiligen und hierzu bietet unsere gemeinsame Internetseite eine gute Informationsplattform.“

Bremen, Senatskanzlei, 8 Februar 2013