Bund und Länder beraten über Bekämpfung der Fluchtursachen, entwicklungspolitische Bildungsarbeit und Fairen Handel

Bremen

"Menschenwürdige Arbeitsbedingungen und gerechte Entlohnung bieten der Bevölkerung weltweit die Grundlage für eine Perspektive, um sich im eigenen Land eine Zukunft aufzubauen", sagte Staatsrätin Ulrike Hiller während des Treffens der für Entwicklungszusammenarbeit zuständigen Ministerinnen und Minister der deutschen Länder mit Bundesminister Gerd Müller heute (Donnerstag, 26. November 2015) in Berlin.

Das Treffen fand zum zweiten Mal nach 2014 auf Initiative der Länder Bremen, Baden-Württemberg und Bayern statt. Im Vordergrund des Austausches stand der Beitrag der Entwicklungszusammenarbeit zur Bekämpfung von Fluchtursachen. Staatsrätin Ulrike Hiller betonte dabei: "Gerechte Handelsbeziehungen sind eine zentrale Voraussetzung für die wirksame Bekämpfung von Armut, und damit einer der wichtigsten Fluchtursachen. Bremen setzt sich seit Jahren aktiv für gerechte Handelsbeziehungen und die Förderung des Fairen Handels ein, sowohl in Bremen als auch auf europäischer Ebene." Dabei sei es, so Hiller, besonders wichtig, selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen, um die Bürgerinnen und Bürger zu eigenem solidarischem Handeln anzuregen. So sei das Thema sozial- und umweltverträgliche öffentliche Beschaffung in Bremen auf einem guten Weg.

Auch auf europäischer Ebene setzt sich Bremen erfolgreich für den Fairen Handel ein. In der neuen Handelsstrategie der Europäischen Union ist das Thema Fairer Handel erstmals verankert worden. Die geplante Einführung eines europäischen Wettbewerbs "Stadt für fairen Handel" sei eine Initiative, die durch Bremen und seine Partner eingebracht wurde. Dabei habe Bremen seine Erfahrungen aus dem Gewinn des Titels Hauptstadt des Fairen Handels 2011 einbringen können.

Bund und Länder vereinbarten im Rahmen des heutigen Treffens in Berlin eine engere Abstimmung, insbesondere in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Das Treffen auf Ministerebene soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

Bremen, Senatskanzlei
27.11.2015
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