BMZ: Start der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative

Bund und Länder

Neue Partnerschaft mit dem Nachbarkontinent Afrika

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat heute ein neues Austauschprogramm für afrikanische und deutsche Jugendliche vorgestellt. Die "Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative" (DAJ) wird nach Vorbild des deutsch-französischen Jugendwerks den Austausch in beide Richtungen fördern. Gemeinsam mit der Afrikanischen Union hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die drei Pilotländer Benin, Südafrika und Tansania ausgewählt. Dr. Martial De-Paul Ikounga von der Afrikanischen Union und Bundesminister Müller haben die Initiative vor über 1.000 afrikanischen und deutschen Gästen auf der ZukunftsTour "EINE WELT – Unsere Verantwortung" des BMZ in Bonn gestartet.

Bundesminister Müller: "Die Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative wird nicht nur dazu beitragen, dass sich Jugendliche aus beiden Kontinenten besser verstehen. Wir können ganz konkret Brücken schlagen, um die Herausforderungen vom Klimaschutz bis zu einer Welt ohne Hunger zu meistern. Nur gemeinsam können wir die Globalisierung gerecht und fair gestalten und dafür sorgen, dass junge Menschen in Europa und Afrika Schule, Ausbildung und damit Perspektiven und Chancen für die Gestaltung ihrer Zukunft haben."

Bisher war ein Austausch für Einzelpersonen oder Schulgruppen möglich. Über die DAJ kooperiert das BMZ mit weiteren gesellschaftlichen Gruppen. Dafür schafft das Ministerium ein neues Förderangebot: Jugendgruppen – Pfadfinder, Sportvereine oder Musikgruppen – begegnen sich und arbeiten gemeinsam an Themen wie Klimawandel, Armut oder ihren jeweiligen Bildern von Deutschland und Afrika. Beispielweise können sich künftig Fußballvereine aus Benin und deutsche Teams treffen. Um derartige Vorhaben zu ermöglichen, hat die DAJ eine strategische Kooperation mit der Deutschen Sportjugend (DSJ) angestoßen. Hierüber erreicht die DAJ perspektivisch 90.000 Sportvereine.

In den ersten drei Jahren will das BMZ mit den Pilotländern Erfahrungen sammeln und danach mit weiteren Ländern ins Gespräch kommen. Bestehende Austauschprogramme mit anderen afrikanischen Ländern (zum Beispiel Ghana, Uganda, Ruanda) laufen fort. In den kommenden drei Jahren soll mindestens ein Drittel mehr Jugendliche an den Programmen teilnehmen. Schon heute engagieren sich über die verschiedenen BMZ-geförderten Austauschprogramme und den Freiwilligendienst jährlich rund 2.000 junge Menschen aus afrikanischen Ländern und Deutschland. Im nächsten Jahr werden im neuen Förderangebot 400 Teilnehmende erwartet. Träger können ab heute Anträge stellen.

Bonn, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
30.06.2016
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