Nachhaltigkeit früh lernen und leben

Hessen

Fachtagung am Mittwoch, 8. März, beschäftigt sich mit dem Thema „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)“ / Praxisbeispiele in Workshops

„Nachhaltig zu leben, zu denken und zu wirtschaften nützt allen: der Gesellschaft, dem Klima und den knapper werdenden Ressourcen. Ich bin mir sicher: Je früher ein Bewusstsein für ein nachhaltiges Handeln entwickelt wird, umso selbstverständlicher wird es Teil des Alltags“, sagte Umweltministerin Priska Hinz im Vorfeld der Fachtagung „Nachhaltigkeit lernen in Hessen“ in der Hochschule Fulda. Am kommenden Mittwoch, 8. März 2017, werden rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber diskutieren, inwieweit Bildung Schlüssel für den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft sein kann und sein muss. Veranstaltet wird die Fachtagung von der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen und dem Hessischen Umweltministerium, ausgerichtet von der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltbildung Hessen e.V. mit Unterstützung des VCI Hessen.

„Bildung für Nachhaltige Entwicklung“

Unter dem Stichwort „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“, kurz BNE, hat Hessen bereits beispielhafte Projekte umgesetzt – etwa das Landesprogramm Umweltschule oder das Zertifizierungsverfahren „Bildungsträger für nachhaltige Entwicklung“. Damit setzt sich das Land Hessen für eine Bildung ein, die vorausschauendes und systemisches Denken fördert und zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Dazu gehört zum einen Herausforderungen wie die Globalisierung und den Klimawandel zu verstehen. Zum anderen geht es aber auch darum, mit technischen Möglichkeiten, sozialen oder wirtschaftlichen Innovationen umgehen zu können. Und schließlich erfordert es auch den Willen, gemeinsam neue Wege zu einer nachhaltigen, gerechten und lebenswerten Gesellschaft zu gehen.

Bei der Fachtagung in Fulda zeigen Expertinnen und Experten aus Hochschulen und Allgemeinbildenden Schulen, aus Umweltbildungszentren und aus der Industrie, wie nachhaltiges Lernen schon bei Schülerinnen und Schülern funktionieren kann: In den Naturwissenschaften, in der entwicklungspolitischen Bildung und in der Umwelt- und Naturerziehung.

Zum Ablauf:

Eröffnet wird die Tagung mit der Keynote des Direktors des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, Prof. Dr. Dirk Messner, zu globalen Herausforderungen. Renommierte Experten geben anschließend Impulse zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Grundschule, den weiterführenden Schulen und der beruflichen Bildung. Schwerpunktthema des Tages ist der MINT-Unterricht, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Nachmittags kann in 15 Workshops Praxiserfahrung gesammelt werden: Grundschulen lernen, wie sie Energie schlau nutzen oder wie sie „Kunos coole Kunststoffkiste“ im Unterricht einsetzen können. Weiterführende Schulen richten eine Weltladen AG ein, erproben sich beim Solarrennen Rhein Main und erfahren, was die 4.000 Liter Wasser, die wir pro Tag „einkaufen“, mit der Austrocknung des Aralsees in Kasachstan zu tun haben. Auch Themen wie Biodiversität in „Wilden Ecken“, „Schicksale des Klimawandels“ und nachhaltige Ernährung sind vertreten. Eingerahmt werden die Vorträge und Workshops vom Markt der Möglichkeiten mit Bildungspartnern und Projekten aus Hessen. Für eine fachkundige und kurzweilige Moderation sorgt Dr. Tanja Busse, Autorin von „Die Wegwerfkuh“ und Trägerin des Journalistenpreises „Bio“.

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
07.03.2017
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