Pressemitteilungen

Nordrhein-Westfalen: Neunter Eine-Welt-Filmpreis NRW verliehen

Preisgekrönte Werke machen komplexe Zusammenhänge der Globalisierung sichtbar

Im Rahmen des Fernsehworkshops Entwicklungspolitik hat Entwicklungsminister Stephan Holthoff-Pförtner den neunten Eine-Welt-Filmpreis NRW in Köln verliehen. Die von der Landesregierung gestiftete bundesweit einmalige Auszeichnung, jeweils mit 7.500 Euro, 5.000 Euro und 2.500 Euro dotiert, würdigt die Arbeit von Autorinnen und Autoren, deren Filme für Probleme in Ländern des globalen Südens sensibilisieren, die aber auch Perspektiven zur Veränderung eröffnen.

Minister Holthoff-Pförtner: „Der Eine-Welt-Filmpreis ist inzwischen ein filmpolitisches Markenzeichen in der entwicklungspolitischen Medien- und Bildungslandschaft. Die preisgekrönten Filme appellieren an unsere Verantwortung. Sie helfen uns zu verstehen, wie wichtig gezielte entwicklungspolitische Arbeit und Unterstützung sind. Diese Filme kann niemand sehen, ohne anschließend seine Einstellung zu überprüfen.“

Ausgezeichnet wurden:

  • Das grüne Gold (Dead Donkeys fear no Hyenas)“ von Joakim Demmer. Schweden, Finnland Deutschland 2017, 90 Minuten
  • MIRR – Das Feld“ von Mehdi Sahebi. Schweiz 2016, 91 Minuten
  • #My Escape“ von Elke Sasses. Deutschland 2016, 90 Minuten

Die Filme thematisieren die Auswirkungen auf die arme Bevölkerung durch kommerziellen Ansturm auf Ackerland in Äthiopien, Existenzängste einer von Landenteignung betroffenen Bauernfamilie in Kambodscha und die lebensgefährlichen Wege über Land und Wasser von Flüchtlingen nach Deutschland.

Der Minister: „Der Landesregierung ist es ein großes Anliegen, die entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit zu fördern, denn das Bewusstsein und das Wissen über das, was in unserer Welt vor sich geht, ist die Voraussetzung, um etwas für die betroffenen Menschen in den jeweiligen Ländern zu verändern.“

Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehworkshop Entwicklungspolitik ist ein Zusammenschluss von Organisationen aus der Entwicklungszusammenarbeit, der interkulturellen Bildungsarbeit und dem Film- und Fernsehbereich. Alle zwei Jahre werden aktuelle Film- und Fernsehproduktionen zu entwicklungspolitischen Themen vorgestellt und in Veranstaltungen und Seminaren die aktuellen Debatten um Medienpräsenz von Nord-Südthemen zur Diskussion gestellt. Während dieser Workshops wird eine Auswahl an Filmen vorgestellt, die einen Einblick in die Vielfalt des filmischen Umgangs mit entwicklungspolitischen Fragestellungen bietet, sich aber auch an dem Gedanken der Einen Welt und des interkulturellen Dialogs orientiert. Der Eine-Welt-Filmpreis NRW, gestiftet vom Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales, wird in diesem Jahr zum neunten Mal vergeben.

Weitere Informationen zu den Preisträgern: www.fernsehworkshop.de

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen, 10 November 2017
Verleihung des 9. Eine-Welt-Filmpreises NRW

Am 10. November 2017 werden im Museum Ludwig in Köln im Rahmen des „Eine-Welt-Filmpreises NRW“ Filme ausgezeichnet, die in besonderer Weise für die Bildungsarbeit geeignet sind. In diesem Jahr sind es drei Filme, die sehr gut in die aktuelle Diskussion zum Thema „Flucht(ursachen)“ passen. Der 1. und der 2. Preis gehen an „Das Grüne Gold – Dead Donkeys Fear No Hyeans“ von Joakim Demmer (Schweden/Finnland/Deutschland 2017, 90 Min) und „Mirr – Das Feld“ von Mehdi Sahebi (Schweiz 2016). Beide Filme behandeln intensiv das Thema Landraub, oft Grund für den wirtschaftlichen Niedergang von Familien und Flucht. Letzteres Thema greift der Film „#My Escape“ von Elke Sasse (Deutschland 2016) auf, in dem Geflüchtete anhand von Handyvideos ihre Flucht dokumentieren. Die Begrüßungsrede und die Überreichung der Preise wird durch den Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales Dr. Stephan Holthoff-Pförtner vorgenommen. Die Keynote hält Karsten Visarius, Leiter des Filmkulturellen Zentrums der EKD im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP). Es folgt die Vorführung des Preisträgers und ein Gespräch mit dem Filmemacher Joakim Demmer.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 16 Oktober 2017
Nordrhein-Westfalen: Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 23) in Bonn

Vom 6. bis 17. November 2017 findet in Bonn die 23. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 23) statt. Mehr als 20.000 Diplomat/-innen, Politiker/-innen sowie Vertreter/-innen der Zivilgesellschaften aus aller Welt werden dort erwartet. Dies ist die größte internationale Konferenz, die jemals in Deutschland stattgefunden hat. Das UN Klimasekretariat (UNFCCC) als Ausrichter, die Präsidentschaft der Republik Fidschi, die Bundesrepublik Deutschland als technischer Gastgeber, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Bonn arbeiten für den Erfolg der Konferenz eng zusammen. Für die anstehenden Weichenstellungen in Sachen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Energieversorgung ist die UN-Stadt Bonn sehr passend. Sie ist mit Unterstützung der Landesregierung zu einem international anerkannten Standort für nachhaltige Entwicklung geworden. Nordrhein-Westfalen nimmt die COP 23 zum Anlass, der Welt erfolgreiche Ansätze des Klimaschutzes sowie der Klimaanpassung aus NRW vorzustellen. Geplant ist unter anderem ein umfangreiches Exkursionsprogramm des Bundesumweltministeriums und der Landesregierung für akkreditierte Journalist/-innen und Delegierte. Vorgestellt werden Leuchtturmprojekte des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit, die deutlich machen, dass die Energiewende in Deutschland als gesamtgesellschaftliche Aufgabe umgesetzt wird. Nordrhein-Westfalen ist darüber hinaus mit einer Vielzahl weiterer Veranstaltungen auf der COP 23 präsent. Unter dem Titel „Mensch und Klimaschutz – wie wollen wir morgen leben“ stellt sich das Land beispielweise am 14. November 2017 einen ganzen Nachmittag lang vor. In vier interaktiven Formaten wird beim „NRW@Talanoa Space“ intensiv über nachhaltig wirtschaftende Schülergenossenschaften, Klimaschutz und Migration, internationale kommunale Klimapartnerschaften und Energieeinsparung sowie das Thema „Nutzerverhalten“ diskutiert. Weitere Informationen zu den NRW-Veranstaltungen finden sich hier: www.land.nrw/cop23.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 16 Oktober 2017
Minister Holthoff-Pförtner stellt Arbeitsschwerpunkte im Bereich Europa und Internationales vor

In der ersten Arbeitssitzung des Ausschusses für Europa und Internationales hat Minister Holthoff-Pförtner seine Schwerpunkte für die laufende Legislaturperiode vorgestellt: „Europa ist nicht einfach eine Ansammlung von Staaten, sondern für uns in Nordrhein-Westfalen eine Herzensangelegenheit. Wir liegen in der Mitte Europas, als siebtgrößte Volkswirtschaft der EU profitieren wir von engsten wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu unseren Nachbarn. Diese Vorteile müssen wir in Zukunft stärker nutzen und die Zusammenarbeit mit den Nachbarn besonders im Benelux-Raum ausbauen.“

Der Minister sagte: „Wir sollten künftig Einrichtungen des Nachbarlandes wie selbstverständlich nutzen, Kita- und Schulbesuche diesseits wie jenseits der Grenzen oder grenzübergreifende Studiengänge müssen Teil unseres Alltags werden. Hier gilt es, entschlossen bestehende Hindernisse abzubauen.“ Die gegenseitige Anerkennung von Berufsabschlüssen soll künftig vereinfacht werden, grenzüberschreitende Kriminalität besser bekämpft und die Infrastruktur ausgebaut werden. Auch mit Frankreich und Polen, besonders mit den Partnerregionen Hauts-de-France und Schlesien im „Regionalen Weimarer Dreieck“ pflegt Nordrhein-Westfalen einen regelmäßigen Austausch, der weiter ausgebaut werden soll.

Holthoff-Pförtner versprach, Kommunen und Zivilgesellschaft in ihrem Engagement für Europa zu unterstützen. „Für unser Land ist es existenziell, dass wir in Europa eine Zukunft haben und die Vorteile Europas klar erkennen können. Deshalb ist es so wichtig, Europa konsequent von den Menschen her zu denken und die europäische Idee in den Köpfen und Herzen zu verankern. Denn unsere Geschichte ist zutiefst europäisch, unsere Industriegeschichte ist seit weit über hundert Jahren stark durch Einwanderung geprägt. Diese Internationalität und kulturelle Vielfalt bereichern uns.“

Minister Holthoff-Pförtner kündigte an, die internationale Zusammenarbeit auf Länder, Regionen und Themen zu konzentrieren, die für Nordrhein-Westfalen besonders vielversprechend sind. Ein besonders intensives Verhältnis verbindet das Land mit Nordamerika und den USA. Der Minister: „Zu keiner anderen Region außerhalb Europas hat Nordrhein-Westfalen vergleichbar enge Beziehungen. Die Kontakte, vor allem in den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft, speziell mit Blick auf das Thema Digitalisierung, werden wir intensivieren.“ Aber auch die Beziehungen zu Japan – Nordrhein-Westfalen ist Heimat der drittgrößten japanischen Gemeinde in Europa - und China – die chinesische Gemeinde in Nordrhein-Westfalen ist die größte in Deutschland – sowie traditionell auch zu Israel und Ghana werden fortentwickelt.

Als deutsches Bundesland mit der längsten entwicklungspolitischen Tradition hat Nordrhein-Westfalen zum Beispiel das inzwischen bundesweit eingesetzte Promotorenprogramm aufgebaut. Holthoff-Pförtner sagte: „Unsere entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit genießt in Deutschland Vorbildfunktion. Und wenn wir uns die Fluchtbewegungen nach Europa anschauen, wird der Stellenwert der Entwicklungszusammenarbeit weiter wachsen. Deshalb wollen wir unser Engagement in diesem Bereich auch künftig auf hohem Niveau fortsetzen.“

Die Bundesstadt Bonn als einziger UN-Standort Deutschlands hat sich mit Unterstützung der Landesregierung als internationaler Wissenschafts- und Nachhaltigkeitsstandort etabliert. Mit der Weltklimakonferenz COP 23, zu der rund 20.000 Delegierte erwartet werden, wird die Stadt im November Schauplatz der größten internationalen Konferenz, die jemals in Deutschland stattgefunden hat. Minister Holthoff-Pförtner: „Die COP 23 bietet Gästen aus aller Welt die einzigartige Möglichkeit, Nordrhein-Westfalen kennenzulernen. Gerade im Klimaschutz zeigt Nordrhein-Westfalen wie keine andere Region, dass Ökonomie und Ökologie keinen Widerspruch darstellen, sondern voneinander profitieren können.“

Der Minister betonte für seinen Arbeitsbereich insgesamt: „Es ist mir ein Anliegen, dass wir Nordrhein-Westfalen in Zukunft unsere Stimme wieder lauter erheben. Wir werden uns für das Projekt Europa stark machen und nachdrücklich für unsere Interessen in Berlin, in Brüssel und auch international einstehen.“

Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, 29 September 2017
FAIR FRIENDS Messe

Die diesjährige FAIR FRIENDS Messe vom 7. bis 10. September 2017 in Dortmund hat als Schwerpunkte die Themen nachhaltiger Lebensstil, Fairer Handel und Gesellschaftliche Verantwortung. Die Messe hat erstmals 2008 stattgefunden und ist die größte Fachmesse für nachhaltige Entwicklung. Im Bereich Lebensstil wird es verschiedene Veranstaltungen, Vorträge und Workshops dazu geben, wie der Alltag in Bereichen von Mode, Ernährung oder Wohnen nachhaltiger gestaltet werden kann. Neben Einzelpersonen sollen auch Unternehmen für nachhaltigeres und ethisches Wirtschaften zur Verantwortung gezogen werden. Veranstaltungen zum Fairen Handel werden sich bspw. mit Arbeitsbedingungen vor allem in der Textilproduktion befassen. Des Weiteren werden interaktive Workshops für Jugendliche angeboten, in denen sie für den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt und den globalen Zusammenhang von sozialen und ökologischen Problematiken sensibilisiert werden. Die Messe wird am 7. September mit einer Tagung von RENN.west zum Thema „Zielmarke 2030 – Mit den der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie jetzt die richtigen Weichen stellen“ eröffnet. Dabei soll mit Vertreter/-innen verschiedener Länder aus Zivilgesellschaft, Kommunen, Wissenschaft und Politik über gemeinsame gesellschaftliche Anstrengungen zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele diskutiert werden. Detaillierte Informationen zu Austeller/-innen, der Messe und ihrem Programm finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 August 2017
Neues interkulturelles Promotor/-innen-Programm

Seit dem 1. Juli 2017 wird das Programm der Eine-Welt-Promotor/-innen in Nordrhein-Westfalen um eine interkulturelle Komponente erweitert: Sechs neue Promotor/-innen werden in den fünf Regierungsbezirken und dem Ruhrgebiet aktiv. Sie bringen ihre eigenen Erfahrungen aus Flucht und Migration in die Eine Welt-Arbeit ein und unterstützen das Engagement migrantischer und nicht-migrantischer Initiativen. Über 30 Organisationen aus Nordrhein-Westfalen hatten sich als Trägerorganisationen für die interkulturellen Promotor/-innen-Stellen beworben. Das Eine Welt Netz NRW strebt mit der Erweiterung des Programms eine interkulturelle Öffnung der Eine Welt-Arbeit an. Ziel ist es, Geflüchtete und Migrant/-innen viel stärker als bisher in die Eine Welt-Arbeit einzubeziehen. Andererseits soll die Aufnahme- und Integrationsbereitschaft der Mehrheitsgesellschaft gestärkt werden, indem die Themen Flucht und Migration und ihre Ursachen sachlich und fundiert in die Öffentlichkeit gebracht werden. Das neue Programm wird durch das Eine Welt Netz NRW koordiniert und von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen gefördert. Mehr Information finden Sie auf der Homepage.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord Süd, 17 Juli 2017
Gesundheitsprojektförderung in Syrien

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat 2016/2017 ein Gesundheitsprojekt von action medeor in Syrien mit rund 200.000 Euro gefördert. Aufgrund des andauernden Bürgerkrieges in Syrien ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung nur unzureichend gewährleistet. Über elf Millionen Menschen benötigen medizinische Unterstützung; laut WHO-Angaben werden 50 Prozent der Krankenhäuser und Kliniken in Syrien nicht mehr betrieben. Zudem haben viele Ärzt/-innen die Bürgerkriegsregionen verlassen. In den vergangenen Monaten hat sich die Situation in den umkämpften Gebieten wegen der Luftangriffe auf Aleppo, die zu mehr als 15.000 zusätzlichen Vertriebenen in der Region Idlib geführt haben, stark verschlechtert. Die von der Staatskanzlei geförderte Maßnahme beinhaltete sowohl die Lieferung medizinischer Geräte für eine Spezialklinik vor Ort als auch eine damit verbundene Weiterqualifizierungsmaßnahme des dort tätigen  medizinischen Personals an den Geräten. So können die syrische Lokalbevölkerung und die Vertriebenen über die Grundversorgung hinaus besser medizinisch versorgt werden.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen / Informationsstelle Bildungsauftrag Nord Süd, 16 März 2017
Dritte Nachhaltigkeitsanleihe aus NRW – Nachfrage von Investoren ungebrochen

Einlagen fließen in Bildungsvorhaben sowie ökologische und soziale Projekte des Landes

Nordrhein-Westfalen hat seine dritte Nachhaltigkeitsanleihe mit einem Volumen von 1,825 Milliarden Euro erfolgreich platziert. Das hohe Interesse der Investoren hatte sich bereits auf der Roadshow, auf der die Anleihe „Sustainability Bond #3 NRW“ und die zu finanzierenden Projekte vorgestellt wurden, abgezeichnet.

„Mit der dritten Nachhaltigkeitsanleihe bauen wir unser Angebot nachhaltiger Finanzprodukte weiter aus und wenden uns erneut an Investoren, die Wert auf eine Geldanlage in sinnvolle und nachhaltige Projekte legen“, sagte Finanzminister Norbert Walter-Borjans. „Das Geld der Anleger fließt in Bereiche wie Bildung und Wissenschaft, Inklusion und Integration, Klimaschutz und Energiewende. Dass diese Themen für Investoren wichtig sind, zeigt sich an der großen Nachfrage aus dem In- und Ausland.“

Umweltminister Johannes Remmel sagte: „Die Konzeption der Anleihe steht in enger Verbindung mit der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie, die das Land 2016 verabschiedet hat. Der Erfolg der Anleihe zeigt, dass das Thema Nachhaltigkeit auf den Finanzmärkten angekommen ist und NRW mit besonders innovativen Ansätzen Vorreiter ist.“

Anleihen, die Bezug nehmen auf Nachhaltigkeit oder Themen des Umwelt- und Naturschutzes, müssen besondere Anforderungen erfüllen. Die Einhaltung dieser Standards wird durch ein unabhängiges Gutachten attestiert. Das Land NRW hat für seine Nachhaltigkeitsanleihen die Agentur oekom research mit der Analyse beauftragt. Dabei erhielten das formale Konzept wie auch die gesamte Nachhaltigkeitsqualität der ausgewählten Projekte und Initiativen gute Noten.

Die positive Bewertung ergänzt die sehr guten Bonitäts-Einstufungen des Landes durch die Ratingagenturen und schafft damit die Basis für eine erfolgreiche Platzierung. Die erste Nachhaltigkeitsanleihe des Landes Nordrhein-Westfalen wurde 2015 mit einem Volumen von 750 Millionen Euro an den Markt gebracht. Die zweite Nachhaltigkeitsanleihe erreichte 2016 ein Volumen von rund 1,6 Milliarden Euro.

Zusätzlich wurden die Projekte der zweiten Nachhaltigkeitsanleihe vom Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH auf die erzielte Treibhausgasminderung untersucht. Die Projekte der Anleihe werden – über die gesamte Laufzeit gerechnet – voraussichtlich insgesamt zu einer Einsparung von ca. 413.000 t CO2 führen. Details finden Sie im Bericht.

Finanzministerium und das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, 28 Februar 2017
Minister Remmel: Nordrhein-Westfalen ist das nachhaltigste Bundesland

Im internationalen Nachhaltigkeits-Rating erhält NRW erstmals die Bestnote „advanced“

Die Position des Landes Nordrhein-Westfalen im internationalen Nachhaltigkeits-Rating hat sich in 2016 im Vergleich zu 2015 weiter verbessert. Die Agenturen Vigeo (Paris) und oekom research (München) haben Nordrhein-Westfalen für 2016 erstmalig die Bestnote „advanced“ erteilt. „Damit ist NRW weiterhin mit Abstand Nummer eins unter den deutschen Ländern, darüber freue ich mich sehr. Die Umsetzung des Leitprinzips der nachhaltigen Entwicklung zeigt in NRW offensichtlich Wirkung. Nachhaltigkeits-, Umwelt- und Klimaschutzpolitik der NRW-Regierung haben nachprüfbare Fortschritte gebracht“, sagte Umweltminister Remmel.

Nachhaltigkeitsratings dienen vor allem institutionellen Investoren dazu, die langfristige Qualität von Wertpapieren einzuschätzen. Das sehr gute Rating des Landes NRW begünstigt also die Marktstellung von Wertpapieren des Landes auf den Finanzmärkten. Bei dem Rating werden die Leistungen der deutschen Länder und anderer europäischer Regionen in Belgien, Frankreich, Italien und Spanien anhand von Indikatoren in den Bereichen „Humanressourcen“, „Umwelt“, „Beschaffung und Dienstleistungen“, „Regierungsführung“, „regionale und soziale Entwicklung“ und „Menschenrechte“ bewertet.

Die zu bewältigenden Aufgaben sind unbestritten immer noch zahlreich und erfordern weitere Anstrengungen. Jedoch zeigt die Bewertung durch Vigeo messbare Verbesserungen beispielsweise im Bereich der Umwelt, Biodiversität, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz. Die Bewertung im Themenbereich Umwelt stieg im Vergleich zum Vorjahr von 55 auf 63 Punkte. In 5 von 6 Kategorien liegen die Noten von NRW in der Spitzengruppe der nachhaltigsten Regionen.

Die Landesregierung hat im Juni 2016 eine NRW-Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet, mit der die großen gesellschaftlichen Herausforderungen für das Land noch zielgerichteter angegangen werden sollen und die globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SGs) in NRW umgesetzt werden. Schwerpunkte der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie sind unter anderem der Klimaschutz und die Umweltwirtschaft.

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz das Landes Nordrhein-Westfalen, 17 Februar 2017
Bundesratinitiative für Beitritt zu Hilfe-Fonds "SHE DECIDES"

Ministerin Steffens: Trump-Entscheidung gefährdet Gesundheit von Millionen Frauen und Mädchen - NRW initiiert Bundesratsinitiative für Beitritt zu Hilfe-Fonds

Auf Initiative von Gesundheitsministerin Barbara Steffens hat das Kabinett beschlossen, eine Bundesratsinitiative für eine angemessene Beteiligung Deutschlands an dem Fonds „SHE DECIDES“ zu starten.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Nur durch internationale Hilfe erhalten Millionen von Frauen und Mädchen in Ländern des globalen Südens mit staatlich nur unzureichend organisierter Gesundheitsversorgung Beratung und Unterstützung zum Schutz vor Infektionskrankheiten, zur Vermeidung ungewollter Schwangerschaften und zur selbstbestimmten Familienplanung. Nachdem US-Präsident Trump alle Entwicklungshilfe-Mittel für Hilfsorganisationen gestrichen hat, die Frauen in Ländern des globalen Südens auch eine sichere Abtreibung vermitteln, ist die komplette Arbeit vieler internationaler Gesundheitsdienste bedroht. Damit Millionen Menschen nicht den Zugang zu Angeboten der Gesundheitsprävention und Familienplanung durch Wegfall von nach ersten Berechnungen mindestens rund 600 Mio. Dollar US-Finanzhilfen (ca. 560 Mio. €) verlieren, haben die Niederlande einen neuen Hilfe-Fonds „SHE DECIDES“ ins Leben gerufen. Auf Initiative von Gesundheitsministerin Barbara Steffens hat das Kabinett beschlossen, eine Bundesratsinitiative für eine angemessene Beteiligung Deutschlands an dem Fonds zu starten.

„Wenn die Gesundheit von Millionen Frauen und Mädchen durch kurzfristige Streichung von Entwicklungshilfe-Mitteln aus den USA gefährdet ist, können wir nicht einfach tatenlos zuschauen“, erklärte Ministerin Steffens nach dem Kabinettsbeschluss. „US-Präsident Trump will aus ideologischer Verblendung heraus die Rechte von Frauen einschränken und löst damit gesundheitspolitisch ein Fiasko aus. Eine Vergrößerung von Armut und Elend, von Schwangeren- und Säuglingssterblichkeit sowie der Verbreitung von Infektionskrankheiten ist vorprogrammiert, wenn Familienplanungsdienste wie International Planned Parenthood Federation (IPPF) ihre Finanzierungsgrundlage verlieren. IPPF und ihre weltweit 170 Mitgliedsorganisationen betreiben in Entwicklungsländern auch HIV/AIDS-Präventionsprogramme, Mütter- und Kindergesundheitsdienste sowie Zika-Informationsstellen. Ihre Arbeit muss unbedingt erhalten bleiben“, so Steffens.

Nach Ansicht der Ministerin sollte jeder Mensch Zugang zu Informationen über Schutz vor Krankheiten, Verhütung und zu sicheren Verhütungsmitteln haben. „Gesundheit ist ein Menschenrecht. Was für uns selbstverständlich ist, kann in vielen Ländern der Erde aber nur mit internationaler Hilfe ermöglicht werden. Nach seinen frauenverachtenden Äußerungen im Wahlkampf versucht Trump als Präsident jetzt die Selbstbestimmungsrechte von Frauen einzuschränken – und provoziert damit neue humanitäre Katastrophen in den Armutsregionen der Welt“, warnte Steffens. Die Ministerin erinnert in diesem Zusammenhang an die Beschlüsse der Weltstaaten von der Millenniumskonferenz im Jahr 2000 in New York. Damals verabredeten Vertreterinnen und Vertreter aus 189 Ländern bei dem bis dahin größten Gipfeltreffen der Vereinten Nationen, mit gezielten Maßnahmen in Ländern des globalen Südens die Rechte von Frauen zu stärken, die Gesundheit von Müttern zu verbessern, die Kindersterblichkeit zu verringern und die Verbreitung von Aids und anderen Infektionskrankheiten einzudämmen.

Im Entschließungsantrag Nordrhein-Westfalens für die Sitzung des Bundesrates am kommenden Freitag heißt es u. a.:

„Der Bundesrat begrüßt die Initiative der niederländischen Regierung zur Einrichtung eines Fonds zur Sicherstellung und Weiterführung derjenigen Beratungs- und Unterstützungsangebote für Frauen in Entwicklungsländern, deren Arbeit durch die Streichung der finanziellen Unterstützung durch die USA gefährdet ist. Der Bundesrat spricht sich dafür aus, dass sich die Bundesregierung an dieser Initiative beteiligt und fordert diese auf, alle hierfür notwendigen Schritte zu unternehmen und ihrerseits auch bei den anderen EU-Mitgliedstaaten und anderen für eine Beteiligung zu werben.“

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, 8 Februar 2017
Landesnetzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung NRW

Mit einem Förderprogramm verstärkt das NRW-Umweltministerium seine Aktivitäten im Bereich der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Durch die Bereitstellung von Fördermitteln ab 2016 soll in den nächsten Jahren schrittweise ein landesweites Netzwerk außerschulischer Lernorte der Umweltbildung aufgebaut werden. Regional bedeutsame Umweltbildungseinrichtungen, die als Regionalzentren im Landesnetzwerk mitarbeiten wollen und ihre Bildungsarbeit im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung gestalten, können sich mit einem Projektvorhaben zu Bildungs- und Vernetzungsmaßnahmen bewerben. Die beteiligten Umweltbildungseinrichtungen arbeiten künftig in einem landesweiten Verbund zusammen. Das Förderprogramm ist Teil der Umsetzung der „Landesstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW (2016-2020)", die das Kabinett im Januar 2016 verabschiedet hat. Die Strategie verfolgt unter anderem das Ziel, die Förderstrukturen des Landes zugunsten der Angebote einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu verbessern. Dies gilt auch für den Bereich der außerschulischen Umweltbildung. Weitere Informationen zum Landesnetzwerk gibt es hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 16 Januar 2017
RNE berät über föderale Nachhaltigkeitsstrategien

Bei seiner ersten Arbeitssitzung beschäftigte sich der neu zusammengesetzte Rat für Nachhaltige Entwicklung mit der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Der neu zusammengesetzte Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat sich gleich in seiner ersten Arbeitssitzung intensiv mit Nachhaltigkeitsstrategien der Bundesländer und deren Beitrag zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele auseinandergesetzt.

In einem Gespräch mit der Landesregierung Nordrhein-Westfalens in Düsseldorf hob Marlehn Thieme, Vorsitzende des RNE, die hohe Bedeutung des föderalen Zusammenwirkens zur nachhaltigen Entwicklung hervor. Die Ratsmitglieder begrüßten die ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie des Landes NRW, die an den globalen Nachhaltigkeitszielen orientiert ist und in einem intensiven Dialogverfahren entwickelt wurde. Besonders interessierten sich die Ratsmitglieder für die erfolgreiche Ausgabe von Nachhaltigkeitsanleihen durch das Land, für die bildungspolitischen Ansätze zur Nachhaltigkeit, die in NRW eine lange Tradition haben, für die Ansätze zur nachhaltigen Entwicklung im Sozialbereich und bei der industriellen Transformation – Themen, in denen sich NRW in der jüngsten Vergangenheit schon sehr engagiert hat und dies aus Sicht des RNE in Zukunft weiter tun sollte.

Die Ratsmitglieder regten zudem an, die Nachhaltigkeitsstrategie noch stärker und über Regierungsperioden hinaus zu verankern. Diese Funktion, die der Nachhaltigkeitsrat auf Bundesebene hat, könnte auch auf Landesebene nützlich sein, so Marlehn Thieme.

Die Mitglieder des Nachhaltigkeitsrates regten die Ausweitung der Nutzung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) in NRW an. Gelobt wurden die 35 DNK-Anwender in NRW (insgesamt gibt es 172 Unternehmen, die den DNK anwenden), zugleich wurde aber deutlich gemacht, dass es noch viel Luft nach oben gibt. Hier haben die Ratsmitglieder die Politik und Wirtschaft ermutigt, mit neuen Aktivitäten voran zu gehen.

"Gemeinsam unseren Beitrag zur Umsetzung der 2030-Agenda leisten"

Von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen nahmen an dem Gespräch teil: Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung und stellvertretende Ministerpräsidentin, Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Franz-Josef Lersch-Mense, Chef der Staatskanzlei und Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, sowie Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter.

Die Landesregierung hatte im Juni 2016 die erste Nachhaltigkeitsstrategie für NRW beschlossen. NRW hat sich darin verpflichtet, einen Beitrag zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs) des New Yorker UN-Gipfels von September 2015 zu leisten und hat dazu als erstes Bundesland ein alle SDGs umfassendes Ziel- und Indikatorensystem festgelegt.

Franz-Josef Lersch-Mense betonte, dass, trotz unterschiedlicher Ansätze und Schwerpunkte in Bund und Ländern, „wir gemeinsam unseren Beitrag zur Umsetzung der 2030-Agenda leisten können”. Dafür seien ein abgestimmtes Handeln und die Verständigung auf möglichst gemeinsame Indikatorensysteme notwendig. Dies setze aber auch voraus, dass Bund und Länder über die gleichen Daten verfügen beziehungsweise auf diese zugreifen können.

Jeder 20. Arbeitsplatz in der Umweltwirtschaft

Ein Schwerpunktfeld der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie ist die Umweltwirtschaftsstrategie. Mit dieser unterstützt die Landesregierung die Unternehmen und Regionen in Nordrhein-Westfalen, die Erschließung nationaler und internationaler Märkte der Umweltwirtschaft auszubauen und die Potenziale des Umweltschutzes für Wirtschaft und Beschäftigung nutzbar zu machen. Die Umweltwirtschaft wird dabei als Querschnittsbranche verstanden, die sich aus klassischen Wirtschaftszweigen wie der Abfall- und der Wasserwirtschaft und aus jungen Wirtschaftszweigen wie umweltfreundlicher Mobilität und Erneuerbaren Energien zusammensetzt. Bereits heute ist jeder 20. Arbeitsplatz in NRW in der Umweltwirtschaft angesiedelt.

Ein anderes Schwerpunktfeld der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie ist der Klimaschutz. Johannes Remmel verwies auf den Klimaschutzplan NRW und die positiven Erfahrungen im Vorfeld des Klimaschutzabkommens von Paris. Das gemeinsame Engagement von vielen Regionen aus allen Teilen der Welt vor Paris habe positiven Einfluss auf den Konferenzverlauf gehabt und somit gezeigt, dass Regionen auch auf internationaler Ebene Einfluss nehmen können. NRW engagiere sich auch in der Phase der Umsetzung des Pariser Abkommen in einem Bündnis mit anderen Regionen („MoU Under 2“ und Climate Group).

Minister Remmel sagte zudem zu, dass er sich dafür einsetzen werde, dass die Landesregierung die Möglichkeiten einer besseren institutionellen Verankerung der Nachhaltigkeitsstrategie über die Legislaturperiode hinaus prüfen werde. Ein Netzwerk von nachhaltigen Unternehmen auf den Weg zu bringen sei seiner Ansicht nach ebenfalls eine Aufgabe, der sich die Landesregierung nach den Wahlen im Mai 2017 annehmen könnte. Für die Glaubwürdigkeit der Politik sei es zudem wichtig, mit gutem Beispiel voranzugehen. Daher habe sich die Landesregierung NRW unter anderem vorgenommen, bis 2030 eine klimaneutrale Landesverwaltung zu erreichen.

Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), 16 Dezember 2016
Studie „Good Practice Dortmund“ zu nachhaltiger Beschaffung

Das Büro newtrade nrw der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen stellte am 7. November 2016 die Studie „Good Practice Dortmund - Von der Optimierung kommunaler Vergabeprozesse zu einer nachhaltigen Beschaffung“ vor. In Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund wurde darin die nachhaltige Beschaffung der Kommune dokumentiert und in der Staatskanzlei Düsseldorf präsentiert. Ziel der Vorstellung war es, andere Kommunen zur Aufnahme und zur konsequenten Umsetzung von nachhaltiger Beschaffung zu ermutigen. Daher lud die Leiterin des newtrade nrw, Dr. Lale Akgün,  zur Teilnahme an der Veranstaltung ein. Nach der Präsentation der Studie diskutierten verschiedene Vortragende mit dem Publikum über nachhaltige kommunale Beschaffung. Das Büro newtrade nrw unterstützt die nachhaltige Beschaffungspolitik von Landesbehörden, Kommunen, Hochschulen sowie von öffentlichen Einrichtungen im Allgemeinen. Dabei soll der institutionelle Konsum nach Nachhaltigkeitsaspekten ausgerichtet und entsprechend verändert werden. Weitere Informationen zur Studie gibt es in Kürze auf der Homepage des Büros newtrade nrw.

Die Studie als PDF finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Arbeit vom Büro newtrade nrw finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 November 2016
Fair Friends mit Besucherrekordzahl abgeschlossen

Zwischen dem 01. und 03. September 2016 öffneten die Westfalen Hallen für die FAIR FRIENDS ihre Pforten: Über 4.000 Besucher/-innen und Teilnehmer/-innen besuchten die Messe in der Zeit. Dieses Jahr folgte die FAIR FRIENDS einem neuen, erweiterten Konzept und stellte mit rund 180 Aussteller/-innen aus 15 Ländern auch unter diesem Gesichtspunkt einen neuen Rekord auf. Die Messe hat sich 2016 breiter aufgestellt und entwickelte sich zu einer Nachhaltigkeitsmesse, die in drei Bereiche aufgeteilt war: „Fairer Handel“, „Gesellschaftliche Verantwortung“ und „Neue Lebensmodelle“. Zum Auftakt eröffnete Staatssekretär Eumann, zuständig für den Bereich Internationales und Eine Welt, gleichzeitig die
3. Kommunale Nachhaltigkeitstagung NRW „Zukunftsfähiges Handeln der nordrhein-westfälischen Städte, Gemeinden und Kreise“, die im Rahmen der Messe stattfand. Im Mittelpunkt der Tagung stand der Austausch über gute kommunale Beispiele zur Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung, unter anderem zu den Themenfeldern „Kommunale Impulse für soziale Innovation“ und „Kommunen in der Einen Welt“. Veranstalter der Tagung war die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e. V. (LAG 21 NRW). Die Messe richtet sich gleichzeitig an Fachpublikum wie auch an Endverbraucher/-innen, spricht also z. B. Fachleute aus dem Groß-, Fach- und Einzelhandel sowie aus der Gastronomie an, aber auch öffentliche Beschaffer/-innen und Einkäufer/-innen und die breite Öffentlichkeit.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 September 2016
Wanderausstellung im Rahmen der Partnerschaft mit Ghana

Was hat unser Ressourcenverbrauch mit Ghana zu tun? Diese Frage dient als Aufhänger für die neue Wanderausstellung zur Partnerschaft zwischen das Land Nordrhein-Westfalen und Ghana. Unter dem Titel „Aluminium. Gold. Elektroschrott. Kein Glanz ohne Schatten“ gibt die Ausstellung Einblicke in den Zusammenhang von Konsumverhalten und Ressourcenverbrauch. Sie zeigt, wie wichtige Rohstoffe in Ghana gewonnen werden und was dort mit Elektroschrott passiert, der auch aus Europa stammt. Deutlich werden durch die Ausstellung auch die negativen Folgen für die Menschen und die Umwelt in Ghana. Sie besteht aus acht beidseitig bunt-bedruckten Roll-Ups und kann gegen die Übernahme der Transportkosten beim Eine Welt Netz NRW in Münster ausgeliehen werden. Zielgruppen für die Ausstellung sind vorrangig Verbraucher/-innen und Schüler/-innen. Die Wanderausstellung ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Landesnetzwerk, Engagement Global gGmbH, Germanwatch e. V. und dem Landesbüro der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 September 2016
FAIR FRIENDS: Deutschlands größte Messe für Fairen Handel eröffnet

Themenwelten „Neue Lebensmodelle“ und „Gesellschaftliche Verantwortung“

​Deutschlands größte Messe für Fairen Handel öffnet vom 1. bis zum 3. September 2016 in Dortmund ihre Pforten. Drei Tage lang dreht sich hier alles um Fairen Handel und das Thema Nachhaltigkeit.

Der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei teilt mit:

Deutschlands größte Messe für Fairen Handel öffnet vom 1. bis zum 3. September 2016 in Dortmund ihre Pforten. Drei Tage lang dreht sich hier alles um Fairen Handel und das Thema Nachhaltigkeit.

Anlässlich der Eröffnung der FAIR FRIENDS erklärte Staatssekretär Dr. Marc Jan Eumann: „Die Messe hat sich zu einer deutlich breiter aufgestellten Nachhaltigkeitsmesse entwickelt, die inzwischen neben dem Fairen Handel auch die Themen ,Gesellschaftliche Verantwortung‘ und ,Neue Lebensmodelle‘ abdeckt. Das ist ein wichtiges Signal, denn fair und gerecht produzierte wie gehandelte Produkte sind die Basis für die Entwicklung neuer nachhaltiger Lebensmodelle und damit ein essenzieller Beitrag zu unserer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung.“

So präsentiert etwa die Themenwelt „Neue Lebensmodelle“ Ideen, Projekte und Erzeugnisse, die zeigen, wie alternative Ernährungs- und Lebensformen, nachhaltige Designstrategien, Nahmobilität oder Re- und Upcycling künftig aussehen können.  Konsumentinnen und Konsumenten finden hier Antworten auf die Frage, wie sie ihren Alltag gesund, umweltbewusst, nachhaltig und mit sozialem Mehrwert gestalten können.

In der Themenwelt „Gesellschaftliche Verantwortung“ diskutieren Unternehmen aus Bereichen wie Share Economy, Ressourcenknappheit, Klimawandel, soziale Verantwortung, nachhaltige Finanzen und alternative Energien über ihre Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung. Sie präsentieren ihre Produkt- und Dienstleistungsinnovationen oder auch ihre Lösungsansätze für drängende Entwicklungen in der Gesellschaft. Informieren können sich die Messebesucherinnen und -besucher außerdem in einem begleitenden Programm aus Fachvorträgen, Workshops und ganztägigen Aktionen.

Rund 180 Aussteller aus 15 Ländern sind in diesem Jahr, in dem die Messe zum siebten Mal stattfindet, dabei. Das ist ein Zuwachs von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die FAIR FRIENDS ist damit so groß wie nie zuvor. Die Messe richtet sich an ein Fachpublikum aus dem Groß-, Fach- und Einzelhandel, der Gastronomie sowie an öffentliche Beschaffer und Einkäufer, zugleich aber auch an Endverbraucherinnen und -verbraucher.

Mit dem Auftakt der FAIR FRIENDS eröffnete Staatssekretär Dr. Eumann zeitgleich auch die 3. Kommunale Nachhaltigkeitstagung NRW „Zukunftsfähiges Handeln der nordrhein-westfälischen Städte, Gemeinden und Kreise“. Nordrhein-Westfalen hat sich in seiner jüngst verabschiedeten Nachhaltigkeitsstrategie als erstes Bundesland dazu verpflichtet, die globalen Nachhaltigkeitsziele des New Yorker UN-Gipfels von September 2015 umzusetzen. Im Mittelpunkt der Tagung steht der Austausch über gute kommunale Beispiele zur Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung, unter anderem zu den Themenfeldern Kommunale Impulse für soziale Innovation und Kommunen in der Einen Welt. Veranstalter der Tagung ist die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW).

Weitere Informationen zur Messe unter: www.fair-friends.de.

Nordrhein-Westfalen, Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei, 1 September 2016
Messe Fair Friends und 3. Kommunale Nachhaltigkeitstagung NRW

Die diesjährige Fair Friends Messe vom 01. bis 03. September 2016 in den Westfallenhallen Dortmund stellt ein neues Messekonzept dar: alle Aspekte von Nachhaltigkeit sollen berücksichtigt und die verschiedenen Ansätze global verantwortlichen und nachhaltigen Wirtschaftens, Arbeitens und Lebens miteinander verknüpft werden. Mit drei Themenwelten „Fairer Handel“, „Neue Lebensmodelle“ und „Gesellschaftliche Verantwortung“ hat die Veranstaltung das Ziel zu zeigen, wie Ökologie, Ökonomie und Soziales miteinander vereinbar sind. Nicht nur Produzent/-innen, Händler/-innen, Institutionen, Verbände und ihre Kund/-innen werden zusammengebracht. Auf der Messe gibt es ein umfangreiches Angebot an nachhaltig sowie fair orientierten Produkten, Dienstleistungen, Lebens- und Unternehmensmodellen genauso wie ein vielschichtiges Forenprogramm mit fachlichen wie auch verbrauchernahen Beiträgen. Zum Auftakt der Messe findet am 01. September 2016 unter dem Titel „Zukunftsfähiges Handeln der nordrhein-westfälischen Städte, Gemeinden und Kreise“ die 3. Kommunale Nachhaltigkeitstagung NRW statt. Veranstaltet wird die Tagung von der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e. V. (LAG 21 NRW) vor dem Hintergrund der jüngst verabschiedeten NRW-Nachhaltigkeitsstrategie. Im Mittelpunkt der Tagung steht der Austausch über gute kommunale Beispiele zur Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 August 2016
5. NRW-Nachhaltigkeitstagung diskutiert Nachhaltigkeit in Kommunen

Am Donnerstag, den 29. September 2016 findet im Schloss Münster die 5. NRW-Nachhaltigkeitstagung statt.

Ein wichtiger Termin für alle Akteure, die in Nordrhein-Westfalen mit dem Thema Nachhaltigkeit befasst sind: Am Donnerstag, den 29. September 2016 findet im Schloss Münster die 5. NRW-Nachhaltigkeitstagung statt. Vielfältige Themenforen beleuchten Inhalten und Zielen der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie. 

Die jährlich stattfindenden Nachhaltigkeitstagungen dienen dazu, den Gedanken der Nachhaltigkeit im Land stärker zu verankern und den unterschiedlichen Akteuren und Protagonisten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein Forum des Austauschs und der Vernetzung zu bieten. Die fünfte Veranstaltung steht dazu unter einem besonderen Zeichen, denn am 14.6.2016 wurde die NRW-Nachhaltigkeitsstrategie vom Kabinett beschlossen. Bereits die Ausarbeitung der Strategie erfolgte im intensiven Dialog mit allen relevanten Akteuren. Für diesen Dialogprozess waren die bisherigen Nachhaltigkeitstagungen eine wichtige Plattform. Das wird auch in Zukunft so sein: Die Tagungen bieten die Möglichkeit, Bilanz zu ziehen, Ergebnisse zu diskutieren und zukünftige Perspektiven in den Blick zu nehmen.

Novum: „Speaker’s Corner“ für Nachhaltigkeitsprojekte

Auf der Veranstaltung im kommenden September stehen vielfältige Themenforen zu allen wichtigen Aspekten der Nachhaltigkeitsstrategie auf dem Programm. Einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt bildet die nachhaltige Entwicklung der Kommunen im Mittelpunkt stehen. Außerdem soll – wie schon auf den voraufgegangenen Tagungen – den Nachhaltigkeitsvisionen junger Menschen besonderer Raum geboten werden. Auch den „Markt der Möglichkeiten“, ein Forum zum Austausch neuer Ideen, Zukunftsvisionen und Praxisbeispiele, wird es in diesem Jahr wieder geben. Ein Novum ist die sogenannte „Speaker’s Corner“: Hier können Initiatoren und Organisatoren von Nachhaltigkeitsprojekten in dreiminütigen Statements ihr Anliegen vorstellen. Wer diese Gelegenheit nutzen möchte, kann sich jetzt schon unter der E-Mail-Adresse tagung@nachhaltigkeit.nrw.de bewerben.

Neben Gastgeber Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, werden als Rednerinnen und Redner u. a. erwartet: 

  • Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster
  • Prof. Dr. Ursula Nelles, Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
  • Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW
  • Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung
  • Karl Falkenberg, Sonderberater für nachhaltige Entwicklung der Europäischen Kommission
  • Christina Kampmann, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW
  • Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW

Aktionstage für nachhaltige Ernährung

Ebenfalls im September finden in Köln die Aktionstage für nachhaltige Ernährung statt. Unter dem Titel „Köln isst joot“ werden viele lokale und überregionale Akteure in Projekten und Aktionen vorstellen, wie Lebensmittel eine neue Wertschätzung erfahren können. Auf den genauen Veranstaltungskalender werden wir in Kürze noch hinweisen.

Weitere Informationen zur 5. NRW-Nachhaltigkeitstagung finden Sie hier.

Düsseldorf, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, 7 Juli 2016
Beschluss der Nachhaltigkeitsstrategie

Minister Remmel: „Nachhaltigkeit wird für NRW messbar“

Die Landesregierung hat die erste Nachhaltigkeitsstrategie für NRW beschlossen. Sie verpflichtet sich damit als erstes Bundesland, die globalen Nachhaltigkeitsziele des New Yorker UN-Gipfels von September 2015 umzusetzen und hat dazu ein Ziel- und Indikatorensystem für zentrale Handlungsfelder festgelegt. „Wir übernehmen Verantwortung für ein starkes NRW, und wollen auf dem Weg zu einem nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Land eine neue Stufe der Konkretisierung erreichen“, sagte Umweltminister Johannes Remmel. „Nachhaltigkeit bedeutet die Verbindung von sozialer Gerechtigkeit und ökonomischer Vernunft mit ökologischer Verantwortung. Deshalb setzt sich die Landesregierung für gute Arbeit, für ambitionierte Umweltstandards und für einen nachhaltigen Industriestandort ein. Die neue Nachhaltigkeitsstrategie soll die Basis dafür legen.“

Das Landeskabinett hatte Anfang Oktober Eckpunkte der Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen und den Weg für ein Beteiligungsverfahren frei gemacht. Kernstück der nun verabschiedeten neuen Strategie ist ein Ziel- und Indikatorensystem für 19 zentrale Handlungsfelder, mit dem die Landesregierung meist bis zum Jahr 2030 ambitionierte Ziele für wichtige politische Themen festlegt. Das neue Berichtssystem umfasst knapp 70 Indikatoren, die vom Anteil Erneuerbarer Energien bis zur Einkommensverteilung und von der Recyclingquote bis zum Anteil der Kommunen mit Nachhaltigkeitsbeschlüssen reichen. Die Entwicklung dieser Indikatoren wird von Statistischen Landesamt (IT.NRW) aufbereitet und im Internet transparent gemacht. „Mit dem Zusammenführen dieser ökonomischen, ökologischen und sozialen Ziele und Indikatoren geht NRW neue Wege. Auf dieser Grundlage wird die Entwicklung jederzeit mess- und interpretierbar sein“, so Minister Remmel.

Beispielsweise zeigen die Indikatoren, dass der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen in NRW von 1990 bis 2014 um 20 Prozent gesunken und der Anteil der gefährdeten Arten zwischen 1979 und 2011 um 8,8 Prozent gestiegen ist. Minister Remmel sagte dazu: „Die Daten geben wie ein Kompass Aufschluss darüber, in welchen Politikfeldern wir auf einem guten Weg sind, und bei welchen wir nachsteuern müssen.

Die Nachhaltigkeitsstrategie wurde bei den jährlichen NRW-Nachhaltigkeitstagungen und in zwei Online-Beteiligungsphasen breit in NRW diskutiert. Auf diese Weise konnten viele gute Ideen aufgenommen und die Akzeptanz der Nachhaltigkeitsziele in der Öffentlichkeit verbessert werden.

Folgende Schwerpunktfelder sollen dabei in den kommenden Jahren im Mittelpunkt stehen:

Klimaschutzplan
Beispielindikator: Treibhausgasemissionen; Ziel: Reduzierung der Treibhausgase bis 2020 um mindestens 25 Prozent, bis 2050 um 80 Prozent
Umweltwirtschaftsstrategie
Beispielindikator: Erwerbstätige in der Umweltwirtschaft; Ziel: bis 2025 substanzielle Steigerung auf mindestens 420.000
Biodiversitätsstrategie
Beispielindikator Artenvielfalt; Ziel: Verringerung des Anteils der Arten, die auf der Roten-Liste stehen, auf 40 Prozent bis 2030
Nachhaltige Finanzpolitik
Beispielindikator: Schuldenstandsquote
Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung / Nahmobilität
Beispielindikator: Größe der Siedlungs- und Verkehrsflächen; Ziel: bis 2020 Begrenzung der Flächeninanspruchnahme für Siedlung und Verkehr auf durchschnittlich fünf Hektar pro Tag
Demografischer Wandel und altengerechte Quartiere
Beispielindikator: Erwerbstätigenquote von Älteren, insbesondere von älteren Frauen, Ziel: Steigerung dieser Quote
Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung
Beispielindikator: Einkommensverteilung; Ziel: Verringerung der Einkommensunterschiede

IT.NRW wird in Zukunft alle zwei Jahre einen aktuellen Indikatorenbericht zur Nachhaltigkeit in NRW vorlegen. Alle vier Jahre soll die Nachhaltigkeitsstrategie fortgeschrieben werden.

Die Nachhaltigkeitsstrategie für Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.

Düsseldorf, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, 2 Juli 2016
Bonn wird eine von bundesweit vier regionalen „Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien“

Mit dem Zuschlag für das Konzept der LAG 21 wird das Nachhaltigkeitszentrum Bonn weiter gestärkt. Umweltminister Johannes Remmel und Europaminister Franz-Josef Lersch-Mense haben der Bundesstadt Bonn zur neuen Netzstelle Nachhaltigkeit gratuliert.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz und der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei teilen mit:
Umweltminister Johannes Remmel und Europaminister Franz-Josef Lersch-Mense haben der Bundesstadt Bonn zur neuen Netzstelle Nachhaltigkeit gratuliert. Bundeskanzlerin Merkel und der Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung (RNE) hatten am 31.5.2016 in Berlin bekannt gegeben, dass in Bonn eine von bundesweit vier regionalen „Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien“ (RENN West) eingerichtet wird. Das Konzept der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW überzeugte den Nachhaltigkeitsrat. RENN WEST wird für die Länder Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zuständig sein.

Umweltminister Remmel, der die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen koordiniert, gratulierte: „Ich freue mich, dass Bonn dadurch in seiner Rolle als deutsches Nachhaltigkeitszentrum Nr. 1 weiter gestärkt wird. Die Zusammenarbeit mit den bereits in Bonn ansässigen internationalen und nationalen Nachhaltigkeitseinrichtungen wird für RENN West sicherlich sehr fruchtbar sein.“ Auch Minister Franz-Josef Lersch-Mense, in der Landesregierung für die Eine-Welt-Politik zuständig, begrüßte die Ansiedlung von RENN West in Bonn: „In Bonn wird ganz konkret an den großen Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert gearbeitet, wie zum Beispiel an der Bekämpfung des Klimawandels. Die Ansiedlung der neuen Netzstelle passt daher hervorragend in das internationale Umfeld.“

Zuletzt waren auch zwei neue UN-Einrichtungen zur Umsetzung und Kommunikation der neuen globalen Nachhaltigkeitsziele in Bonn angesiedelt worden.

Ab September 2016 soll die neue regionale Netzstelle Akteurinnen und Akteure aus der Zivilgesellschaft, den Kommunen und der Wirtschaft zusammenbringen. Ziel ist die bessere Verankerung von innovativen Zukunftskonzepten zu nachhaltigem Wirtschaften und Leben.

Dazu können zum Beispiel emissionsarme Mobilität, bewussterer Konsum oder das bessere Miteinander von verschiedenen Generationen in einem Quartier gehören.

Träger von RENN West wird die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW (LAG 21 NRW) sein. Das Konzept der LAG 21 NRW hat Partner aus allen beteiligten Bundesländern, u.a. auch Germanwatch aus Bonn, eingebunden. Positiv wurden auch die geplanten gemeinsamen Austauschformate bewertet, die besonders auf die die sozialen Medien setzen. Die LAG 21 NRW ist schon seit Jahren ein enger Kooperationspartner des Landes NRW und auch der Bundesregierung. Sie kann bei der neuen Aufgabe auf vielfältige Erfahrungen im Rahmen des NRW-Nachhaltigkeitsprozesses zurückgreifen. Umgekehrt kann die Netzstelle auch die Kommunikationsarbeit der Landesregierung zu Nachhaltigkeit unterstützen. Die Finanzierung der Regionalen Netzstellen kommt aus dem Bundeskanzleramt, das die nationale Nachhaltigkeitsstrategie koordiniert.

Bundeskanzlerin Merkel hat das Konzept der Regionalen Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien heute auf der Jahrestagung des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung erstmals öffentlich vorgestellt.

Nordrhein-Westfalen, Landesregierung, 6 Juni 2016
Wasserrucksack PAUL in Ghana - Kooperation zwischen Ghana und Nordrhein-Westfalen

Franz-Josef Lersch-Mense, Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen übergibt in Ghana Wasserrucksäcke für 136 Schulen an die lokale Projektkoordination des World University Service (WUS).

Franz-Josef Lersch-Mense, Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW), hat auf seiner fünftägigen Reise in das NRW-Partnerland Ghana einen von insgesamt 136 geförderten Filtern zur Trinkwasseraufbereitung an die lokale Projektkoordination des World University Service (WUS) übergeben. Auf diese Weise werden 136 Schulen mit ca. 25.000 Schülerinnen und Schülern im Norden Ghanas unterstützt, die über keine oder nur mangelhafte sanitäre Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung verfügen.

Minister Lersch-Mense: „Die Förderung der Wasseraufbereitung durch einfache und praktisch anwendbare Lösungen wie den Wasserrucksack, ist eine wichtige Maßnahme mit großer Wirkung für die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort und insbesondere der Kinder in den Schulen.“

Der von Prof. Dr. Frechen, Leiter des Fachgebietes für Siedlungswasserwirtschaft an der Universität Kassel, entwickelte Filter ist als Rucksack konzipiert. Die wartungsfreie Konstruktion ist zehn Jahre verwendbar und kann aufgrund ihres geringen Eigengewichtes von nur 20 kg auch zu Fuß in entlegenen Regionen eingesetzt werden. An einem Tag können so insgesamt 1.200 Liter Wasser für bis zu 400 Menschen gefiltert und trinkbar aufbereitet werden. Der englische Name „Portable Aqua Unit for Lifesaving“ wird üblicherweise PAUL abgekürzt und verdeutlicht ebenfalls die weitreichende Wirkung dieses Projekts.

Die Auswirkungen von schlechter Trinkwasserqualität sind groß. Verschmutztes Wasser verursacht nicht nur Erkrankungen, sondern wirkt sich auch negativ auf die allgemeine körperliche Entwicklung von Kindern und deren schulischen Leistungen aus. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein kleiner, aber immens wichtiger Beitrag, um eine gesunde und menschenwürdige Entwicklung der Kinder zu ermöglichen.

Vor Ort wird das Projekt von Saeed Seidu Billa, dem stellvertretenden Direktor der Lokalverwaltung im Nordwesten Ghanas, koordiniert. Durch sein Studium in Köln und die Mitarbeit bei entwicklungspolitisch renommierten deutschen Instituten, wie dem Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) in Bonn und dem Cologne African Studies Center (CASC) in Köln, verfügt er über wichtiges Know-how im Bereich regionaler Entwicklungszusammenarbeit und dem Aufbau von staatlichen Strukturen. Aufgrund seiner Verbundenheit zu seiner ghanaischen Heimat kehrte Billa im Rahmen eines vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierten Rückkehrerprogramms für Akademiker/-innen aus Entwicklungsländern mit Unterstützung des WUS wieder in den Norden Ghanas zurück und engagiert sich dort ehrenamtlich für den WUS.

„Das Beispiel von Herrn Saeed Seidu Billa zeigt vorbildlich, welchen beeindruckenden entwicklungspolitischen Beitrag rückkehrende afrikanische, asiatische und lateinamerikanische Absolventinnen und Absolventen deutscher Hochschulen zur Entwicklung ihrer Länder leisten und wie sie sich ehrenamtlich auch nach Jahren ihrer Rückkehr engagieren“, so Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des WUS. „Dieses Engagement zu unterstützen, ist ein sinnvoller Beitrag und Garant zur Erreichung der Ziele einer nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs)“.

Weitere Informationen gibt es außerdem unter www.wasserrucksack.de und unter www.wusgermany.de

Kontakt: Dr. Julia Boger (boger@wusgermany.de; Tel.: +49 (0) 611 9446051)

World University Service (WUS), 23 Mai 2016
Nordrhein-Westfalen fördert Trinkwasseraufbereitung im Partnerland Ghana

Der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei teilt mit:
Franz-Josef Lersch-Mense, Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, hat auf seiner fünftägigen Reise in das NRW-Partnerland Ghana einen von insgesamt 136 geförderten Filtern zur Trinkwasseraufbereitung an die lokale Projektkoordination übergeben. Die Landesregierung fördert die Anschaffung von tragbaren Wasserfiltern mit insgesamt 157.530 Euro. Auf diese Weise werden Schulen im Norden Ghanas unterstützt, die über keine oder nur mangelhafte sanitäre Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung verfügen.

Minister Lersch-Mense: „Die Förderung der Wasseraufbereitung durch einfache und praktisch anwendbare Lösungen wie den Wasserrucksack, ist eine wichtige Maßnahme mit großer Wirkung für die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort und insbesondere der Kinder in den Schulen.“

Der von der Universität Kassel entwickelte Filter ist als Rucksack konzipiert. Die wartungsfreie Konstruktion ist zehn Jahre verwendbar und kann aufgrund ihres geringen Eigengewichtes von nur 20 kg auch in entlegenen Regionen zum Einsatz kommen. An einem Tag können so insgesamt 1.200 Liter Wasser für bis zu 400 Menschen gefiltert und trinkbar aufbereitet werden. Der englische Name „Portable Aqua Unit for Lifesaving“ wird üblicherweise PAUL abgekürzt und verdeutlicht ebenfalls die weitreichende Wirkung dieses Projekts.

Die Auswirkungen von schlechter Trinkwasserqualität sind groß. Verschmutztes Wasser verursacht nicht nur Erkrankungen, sondern wirkt sich auch negativ auf die allgemeine körperliche Entwicklung von Kindern und deren schulische Leistungen aus. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein kleiner, aber immens wichtiger Beitrag, um eine gesunde und menschenwürdige Entwicklung der Kinder zu ermöglichen. Von der Verteilung des lebensrettenden Rucksackes, die durch den Projektträger World University Service (Bonn/Wiesbaden) organisiert wird, profitieren derzeit rund 25.000 Kinder.

Vor Ort wird das Projekt von Saeed Seidu Billa, dem stellvertretenden Direktor der Lokalverwaltung im Nordwesten Ghanas, koordiniert. Durch sein Studium in Köln und die Mitarbeit bei entwicklungspolitisch renommierten deutschen Instituten, wie dem Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) in Bonn und dem Cologne African Studies Center (CASC) in Köln, verfügt er über wichtiges Know-how im Bereich regionaler Entwicklungszusammenarbeit und dem Aufbau von staatlichen Strukturen. Aufgrund seiner Verbundenheit zu seiner ghanaischen Heimat kehrte Billa im Rahmen eines vom Bundesministerium für Entwicklung finanzierten Rückkehrerprogramms für Akademiker aus Entwicklungsländern wieder in den Norden des Landes zurück und bekämpft dort vor Ort die vielschichtigen Probleme in Projekten wie dem Wasserrucksack PAUL.

Druckfähige Fotos von der Übergabe des Wasserrucksacks finden Sie auf www.mbem.nrw. Weitere Informationen gibt es außerdem unter www.wasserrucksack.de und hier.

Weitere Informationen zur aktuellen Ghanareise von Minister Franz-Josef Lersch-Mense erfahren Sie hier.

Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei, 20 Mai 2016
Neues Partnerschaftsabkommen zwischen NRW und Ghana

Zu Beginn einer fünftägigen Reise nach Ghana hat Franz-Josef Lersch-Mense, Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei, in Vertretung der Ministerpräsidentin das Partnerschaftsabkommen zwischen Nordrhein-Westfalen und dem westafrikanischen Land erneuert. Im Außenministerium der ghanaischen Hauptstadt Accra nahm der Minister das unterzeichnete Abkommen von Elizabeth Ofosu-Adjare, der Ministerin für Tourismus und Kultur entgegen. Damit wird die seit dem Jahr 2007 bestehende Partnerschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und Ghana verlängert und die Zusammenarbeit fortgesetzt.

Minister Lersch-Mense: „Die Landesregierung möchte die langjährige und bewährte Partnerschaft mit Ghana fortführen und vertiefen. Unsere beiden Länder verbindet eine jahrzehntelange Zusammenarbeit, die nicht nur von Politik und Verwaltung, sondern ebenso von der Wirtschaft und vor allem der Zivilgesellschaft getragen wird. Der enge Austausch ist auf vielen Ebenen lebendig mit Wirtschaftskontakten, Städtepartnerschaften, Hochschulkooperationen und Projekten zur Entwicklungszusammenarbeit.“

Themenschwerpunkte des neuen Abkommens sind unter anderem eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Klima- und Ressourcenschutz, Bildung, Gesundheit sowie Wissenschaft und Forschung. Mit dem Partnerschaftsabkommen sollen gleichzeitig die enormen Leistungen der Zivilgesellschaft sowie Projekte zur Entwicklungszusammenarbeit gewürdigt werden, die ein Herzstück der Kooperation sind.

In Nordrhein-Westfalen leben nach Schätzungen von Diaspora-Verbänden rund 6000 Menschen ghanaischer Herkunft. Ghana ist der fünftgrößte Handelspartner Deutschlands in Subsahara-Afrika, das Handelsvolumen zwischen Nordrhein-Westfalen und Ghana lag im Jahr 2015 beim Export bei 28 Millionen Euro, beim Import bei 11 Millionen Euro. Es gibt zahlreiche Partnerschaften zwischen Schulen, Universitäten und Städten zum Beispiel Bonn und Cape Coast oder Mönchengladbach und Offinso.

In der Hauptstadt Accra traf Minister Lersch-Mense darüber hinaus mit Vertretern der deutschen Wirtschaft in Ghana zusammen: „Wir engagieren uns in Ghana nicht nur in entwicklungspolitischen Projekten. Das neue Partnerschaftsabkommen nennt ausdrücklich auch eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung als Kooperationsfeld. Ghana bietet mit Bereichen wie Energie, Medizin, Infrastruktur und Umwelttechnik ein Entwicklungspotenzial in Branchen, in denen vor allem auch Unternehmen aus NRW stark sind. Denn Wirtschaft muss als Motor der Entwicklung genutzt werden.“

Neben der Verlängerung des Partnerschaftsabkommens informiert sich der Minister auf seiner Ghana-Reise vor Ort über von der Landesregierung finanzierte Projekte der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie über die vor allem durch Freiwillige getragene und vom Land geförderte Zusammenarbeit der Zivilgesellschaft.

Auf welchen Feldern und in welchen Projekten sich die nordrhein-westfälische Landesregierung insgesamt im Rahmen der Eine-Welt-Strategie engagiert, ist zusammengefasst im ressortübergreifenden Eine-Welt-Bericht der Landesregierung, der gerade erschienen ist. Minister Lersch-Mense: „Nordrhein-Westfalen belegt mit seinem Eine-Welt-Engagement innerhalb der Bundesländer den Spitzenplatz. In den vergangenen drei Jahren haben wir die Schwerpunkte der Eine-Welt-Strategie konsequent ausgebaut. Neben der langjährigen Kooperation mit Ghana ist die Landesregierung zum Beispiel mit konkreten Projekten in Ländern wie Syrien, dem Libanon und Jordanien aktiv.“

Weitere Informationen zur aktuellen Ghanareise von Minister Franz-Josef Lersch-Mense erfahren Sie hier.

Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei, 19 Mai 2016
Eine-Welt-Bericht - Bilanz der Aktivitäten im Rahmen der Eine-Welt-Strategie des Landes Nordrhein-Westfalen 2013 bis 2015 veröffentlicht

Die Eine-Welt-Strategie des Landes Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.
Den vollständigen "Eine-Welt-Bericht - Bilanz der Aktivitäten im Rahmen der Eine-Welt-Strategie des Landes Nordrhein-Westfalen 2013 bis 2015" finden Sie hier.

Nordrhein-Westfalen, Landesregierung, 18 Mai 2016
Präsentation der DIE-Studie und Diskussion zur 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung

Am 01. Februar 2016 wurde in Düsseldorf auf Einladung des Ministers für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalens und Chef der Staatskanzlei die Studie des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) zur Bedeutung der nachhaltigen Entwicklungsziele für die Deutschen Länder präsentiert. Anschließend fand eine Diskussion zum Thema „2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung: Der Weg zur Umsetzung in NRW“ mit mehr als 100 Teilnehmer/-innen statt.

Die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung, die am 26. September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde, legt siebzehn nachhaltige Entwicklungsziele (SDGs) fest, die für Nord und Süd gleichermaßen geltende Vorgaben bis zum Jahr 2030 enthalten.

Das DIE hat gemeinsam mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKWE) die Studie zur Bedeutung der nachhaltigen Entwicklungsziele für die deutschen Bundesländer erstellt. Gefördert wurde die Studie von der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 Februar 2016
Zuschüsse für die lokale Eine Welt-Arbeit in Düsseldorf erhöht

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat ihr Engagement für die lokale Eine Welt-Arbeit und besonders für das Eine Welt Forum Düsseldorf gestärkt und ausgebaut. Trotz Sparmaßnahmen konnte der Zuschuss für die lokale Arbeit verdoppelt werden, d. h., die Absicherung der Eine Welt-Aktivitäten über den städtischen Haushalt sind nun auf 90.000 Euro erhöht worden. Dieser Zuschuss wurde im zuständigen Ausschuss einstimmig verabschiedet.

Aus diesem Budget wurden 50 Prozent als institutionelle Förderung für das Eine Welt Forum Düsseldorf bewilligt. Die restlichen 50 Prozent werden über den städtischen Eine Welt-Beirat nach den städtischen Richtlinien an Initiativen aus der lokalen Eine-Welt Arbeit vergeben.

In Düsseldorf werden etwa 200 Veranstaltungen, wie z. B. die Eine Welt-Tage, etwaige Informationsveranstaltungen zum Fairen Handeln und zu weiteren entwicklungspolitischen Themen wahrgenommen. Für die nächste Zeit sind mehrere Aktivitäten geplant, wie z. B. Eine Welt-Filmtage in den Programmkinos der Stadt und Kulturkooperationen mit internationalen Theater-Gruppen aus Kolumbien und Nigeria, u. v. m.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 Februar 2016
Zuschüsse für die lokale Eine Welt-Arbeit in Düsseldorf erhöht

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat ihr Engagement für die lokale Eine Welt-Arbeit und besonders für das Eine Welt Forum Düsseldorf gestärkt und ausgebaut. Trotz Sparmaßnahmen konnte der Zuschuss für die lokale Arbeit verdoppelt werden, d. h., die Absicherung der Eine Welt-Aktivitäten über den städtischen Haushalt sind nun auf 90.000 Euro erhöht worden. Dieser Zuschuss wurde im zuständigen Ausschuss einstimmig verabschiedet worden. Aus diesem Budget wurden 50 Prozent als institutionelle Förderung für das Eine Welt Forum Düsseldorf bewilligt. Die restlichen 50 Prozent werden über den städtischen Eine Welt-Beirat nach den städtischen Richtlinien an Initiativen aus der lokalen Eine-Welt Arbeit vergeben.

In Düsseldorf werden etwa 200 Veranstaltungen, wie z. B. die Eine Welt-Tage, etwaige Informationsveranstaltungen zum Fairen Handeln und zu weiteren entwicklungspolitischen Themen wahrgenommen. Für die nächste Zeit sind mehrere Aktivitäten geplant, wie z. B. Eine Welt-Filmtage in den Programmkinos der Stadt und Kulturkooperationen mit internationalen Theater-Gruppen aus Kolumbien und Nigeria, u. v. m.

Eine Welt Forum Düsseldorf e. V., 12 Februar 2016
Strategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung - Zukunft lernen NRW (2016-2020)“ verabschiedet

Das Landeskabinett Nordrhein-Westfalens hat am 26. Januar 2016 die Strategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung - Zukunft lernen NRW (2016-2020)“ verabschiedet. Diese stellt dar, wie der BNE-Ansatz strukturell in den Bereichen Elementarbildung, Schule, Hochschule, berufliche Bildung sowie außerschulische Bildung und Weiterbildung umgesetzt werden soll. Weiterhin ist geplant, BNE in den gesetzlichen und nichtgesetzlichen Grundlagen des Landes und in den relevanten Förderprogrammen zu verankern oder neu aufzunehmen. Mit dem nun vorliegenden Ergebnis leistet die Landesregierung einen wichtigen Beitrag zu dem 2014 verabschiedeten Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sowie zur Implementation der neuen „2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen und der darin enthaltenen globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) für die Jahre 2016 bis 2030.

Die Umsetzung der Strategie der Landesregierung  wird vom des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen koordiniert. Die offizielle Pressemitteilung zur Verabschiedung der Strategie kann hier angesehen werden.

Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, 12 Februar 2016
Bonn Symposium 2015: Globale Ziele für nachhaltige Entwicklung lokal umsetzen

Im Rahmen des diesjährigen Bonner Symposiums im November 2015 mit dem Titel „Globale Ziele für nachhaltige Entwicklung lokal umsetzen“, wurde unter anderem die Frage behandelt, wie kommunales Nachhaltigkeitsmanagement konkret aussehen kann und wie man es finanziert. Im September 2015 hatte die UN-Generalversammlung globale Ziele für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Diese sind für alle Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländer gleichermaßen verbindlich. Damit stellt sich nun die Frage nach der Verwirklichung und Umsetzung der Ziele.

Internationale und nationale Expert/-innen diskutierten an zwei Tagen in verschiedenen Foren zum Thema Nachhaltigkeit auf lokaler Ebene in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Es wurde über Chancen und neue Ziele für nachhaltige Entwicklung diskutiert, um gemeinsam mögliche Strategien und Instrumente zur Umsetzung zu erörtern. Der Fokus wurde auf die Rolle der kommunalen Nachhaltigkeitsstrategien gelegt und gefragt, welchen Beitrag Kommunen rund um den Globus dazu leisten können und müssen? Wie kann kommunales Nachhaltigkeitsmanagement konkret aussehen?

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) in Kooperation mit der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und der Engagement Global gGmbH. Ergebnisse und Präsentationen des Symposiums sind auf der Homepage zu finden.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, World University Service e.V, 16 Dezember 2015
Online-Konsultation für eine Nachhaltigkeitsstrategie für NRW

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat am 29. September 2015 den Entwurf für eine Nachhaltigkeitsstrategie für NRW verabschiedet, zu dem sich die Bürgerinnen und Bürger des Landes nun im Rahmen einer Online-Konsultation äußern können. Kern des Entwurfs ist ein Ziel- und Indikatorensystem für 19 Handlungsfelder, das eine langfristige Orientierung für die Zukunftsthemen des Landes geben soll. Dazu gehören etwa der Klimawandel, der Erhalt der Biodiversität, der demografische Wandel und der soziale Zusammenhalt.

Der Entwurf, der in engem Austausch mit Kommunen, Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft entstanden ist, kann bis 30. November 2015 im Internet kommentiert werden.

Auf Grundlage der Konsultationsergebnisse wird die Interministerielle Arbeitsgruppe unter Beteiligung aller Landesministerien die finale Fassung der Nachhaltigkeitsstrategie erarbeiten, die Anfang 2016 vom Landeskabinett verabschiedet werden soll. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie für NRW findet auch das Projekt „Global Nachhaltige Kommune in NRW“ der Servicestelle statt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, 25 November 2015
Landesregierung fördert 14 Projekte von NRW-Initiativen in Entwicklungsländern

Die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien teilt mit:
Im Rahmen des NRW-Auslandsprogramms, über das Projekte zivilgesellschaftlicher Organisationen in Entwicklungsländern gefördert werden, unterstützt die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien in den nächsten Monaten 14 Projekte mit insgesamt 116.900 Euro.

Zu den Vorhaben gehören unter anderem die Verschiffung von Hilfsgütern für ein Krankenhaus im Ebola-Gebiet von Sierra Leone durch eine Bad Honnefer Initiative, die Ausbildung von Geburts­helferinnen in Ghana durch einen Verein aus Remscheid und der Bau einer Einrichtung zur nachschulischen Betreuung von Kindern in der nordrhein-westfälischen Partnerprovinz Mpumalanga (Südafrika), den eine Gemeinde in Hagen unterstützt. Besonderen Einsatz zeigen die Schülerinnen und Schüler des Richard-Riemerschmid Berufskollegs Köln, die in den Sommerferien vier Wochen nach Brasilien reisen und dort mit Unterstützung des Landes bei der Renovierung eines Gebäudes helfen, das einem lokalen Verein gehört, der Jugendliche vor dem Abrutschen in die Straßenkriminalität bewahren will.

„Zivilgesellschaftliches Engagement in Entwicklungsländern hat in Nordrhein-Westfalen Tradition“, so Ministerin Angelica Schwall-Düren. „Dies spiegelt sich auch in der Vielzahl qualitativ hochwertiger Anträge wider, die für das Auslandsprogramm eingereicht werden. Besonders erfreulich ist dabei, dass viele Maßnahmen auf Initiativen vor Ort in den Entwicklungsländern zurückgehen, die von den Betroffenen selbst ins Leben gerufen werden. Mit Unterstützung aus Nordrhein-Westfalen werden damit gesellschaftliche Veränderungsprozesse vor Ort in Gang gesetzt, die nachhaltig zur Armutsbekämpfung beitragen. Beispielhaft hierfür ist ein Bildungsprojekt in abgelegenen Dörfern Madagaskars, das ursprünglich nur für Kinder gedacht war. Aber vor allem die Frauen vor Ort wollten ebenfalls lesen und rechnen lernen, weil sie erkannt haben, dass Bildung der Schlüssel zu einem besseren Leben ist. Und inzwischen drücken dort auch die Erwachsenen die Schulbank.“

Im Rahmen des Auslandsprogramms werden in Nordrhein-Westfalen ansässige Nichtregierungsorganisationen gefördert, die in Kooperation mit lokalen Partnern Projekte in Entwicklungsländern durchführen. Als Antragsteller kommen zum Beispiel Eine-Welt-Initiativen, Vereine, kirchliche Gruppen oder Schulen in Frage. Die Projekte sollen sich inhaltlich an den Millenniumszielen der Vereinten Nationen sowie den Leitlinien der Entwicklungspolitik des Landes Nordrhein-Westfalen orientieren. Förderungswürdige Schwerpunkte sind unter anderem Bildung, Armutsbekämpfung, Frauenförderung, Gesundheit, gute Regierungsführung und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Einen regionalen Schwerpunkt bildet Subsaharaafrika aufgrund der Partnerschaften Nordrhein-Westfalens mit Ghana und Mpumalanga (Südafrika). Aber auch Aktivitäten in andern Regionen der Welt können gefördert werden. Der Antragsteller muss sich mit mindestens zehn Prozent an den Gesamtkosten des Vorhabens beteiligen.

Interessierte Institutionen können sich an die Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global wenden, die das Förderprogramm im Auftrag der Landesregierung betreut und die Interessenten bei der Antragstellung berät.

Zur Pressemitteilung gelangen Sie hier.

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Die Liste aller geförderten Projekte finden Sie hier.

Nordrhein-Westfalen, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, 27 April 2015
23. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik und 8. Eine-Welt-Filmpreis NRW

Die Ausschreibung für den 23. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik und den 8. Eine-Welt-Filmpreis NRW hat begonnen.

Vom 11.-14. Juni 2015 findet der 23. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik im Haus am Dom in Frankfurt/M. statt, um aktuelle Film- und Fernsehproduktionen zu Nord-Süd-Themen zu sichten.

Im Rahmen der Sichtung entscheidet ein Jury über die Vergabe des 8. Eine-Welt-Filmpreises NRW. Das Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, das diesen Preis auch 2015 stiftet, würdigt damit die Arbeiten von Autorinnen und Autoren, deren Filme in besonderer Weise für Probleme in Ländern des Südens sensibilisieren, die aber auch Ansätze zur Veränderung aufzeigen und einen Perspektivwechsel ermöglichen. Der Preis ist mit 5.000 €, 3.000 € und 1.500 € dotiert. Die Preisverleihung findet am 11.09.2015 in Köln statt.

Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH, 3 März 2015
Promotorenprogramm im Bereich Eine Welt leistet erfolgreiche Arbeit

Die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Dr. Angelica Schwall-Düren, teilt mit: Das NRW-Promotorenprogramm, mit dem das Land Nordrhein-West­falen die Arbeit der zahlreichen im Land tätigen Eine-Welt-Engagierten unterstützt, leistet erfolgreiche Arbeit. Dies ist das Ergebnis einer externen Evaluierung.

Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren: „Das Promotorenprogramm sorgt dafür, dass eine flächendeckende Grundversorgung mit Eine-Welt-Know-How in der Zivilgesellschaft verankert wird. Die bundesweite Vorreiterrolle des Landes im Eine-Welt-Bereich ist maßgeblich auch auf die Wirkung der Promotorinnen und Promotoren zurückzuführen.“

Die Ministerin sagte: „Besonders freut mich, dass dieses Programm, das wir seit 1996 in NRW unterstützen, nun auch bundesweit Schule macht. Dies unterstreicht die Vorbildfunktion des NRW-Ansatzes.“

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Arbeit im Eine-Welt-Bereich seit 1996 durch das „Promotorenprogramm für entwicklungspolitische Bildungsarbeit“ (kurz: Promotorenprogramm), das seit 2013 durch ein Bund-Länder-Promotorenprogramm nach NRW-Modell ergänzt wird. In NRW werden derzeit 15 regionale Promotoren mit einem auf die jeweilige Region bezogenen Auftrag und elf Fachpromotorenstellen mit einem auf spezielle Themen bezogenen Auftrag gefördert.

Hauptaufgabe der Promotoren ist es, Eine-Welt-Engagierte (Gruppen, Initiativen und Institutionen) miteinander zu vernetzen und sie bei der Durchführung, Entwicklung und Finanzierung von Projekten zu beraten. Träger des Programms sind der Eine-Welt-Netz NRW e.V. in Münster und die Außenstelle der Engagement Global gGmbH in Düsseldorf. Insgesamt fördert die Landesregierung das Projekt mit einer Million Euro pro Jahr.

Die Evaluierung kommt zu dem Ergebnis, dass der Bereich „Fairer Handel“ mittlerweile breit in allen gesellschaftlichen Bereichen Nordrhein-Westfalens verankert ist. Durch die Arbeit der Promotorinnen und Promotoren nimmt er eine immer wichtigere und wachsende Rolle ein. Auch die Einbindung der Promotoren in lokale Trägerorganisationen und die Einteilung in Regional- und Fachpromotoren habe sich bewährt, da sich beide gut in ihrer Arbeit ergänzten. Ministerin Schwall-Düren: „Die Evaluierung hat darüber hinaus gezeigt, dass Promotorinnen und Promotoren bei den Zielgruppen als kompetent, flexibel und jederzeit ansprechbar wahrgenommen werden. Im Ergebnis ist es in den letzten Jahren auf diese Weise gelungen, zahlreiche Förderer und Unterstützer für die Eine-Welt-Arbeit aus verschiedensten gesellschaftlichen Schichten zu gewinnen.“

Kontakt zu den Promotorinnen und Promotoren unter:
https://www.eine-welt-netz-nrw.de/seiten/196/

Nordrhein-Westfalen, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, 7 Januar 2015
NRW unterstützt das Europäische Jahr der Entwicklung 2015
Landtag, Nordrhein-Westfalen, 8 Oktober 2014
NRW denkt nach(haltig)

Die Landesinitiative „NRW denkt nach(haltig)“ zur Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung sucht Ideen, Aktionen und Projekte, die sich mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen und das Thema auch kreativ und medial vermitteln. Das Format sollte eine Präsentation im Internet erlauben. Ansonsten sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Gestaltung frei.
Bewerben können sich sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen aus Nordrhein-Westfalen.
Die gelungensten Beiträge werden im Dezember 2014 im Rahmen einer Abschlussveranstaltung in der Staatskanzlei des Landes NRW ausgezeichnet.

Einsendeschluss 31.10.2014

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Initiative "NRW denkt nach(haltig)", 16 September 2014
Neue internationale entwicklungspolitische Konferenzreihe

Im Juni 2014 unterzeichnete die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, Angelica Schwall-Düren, und die Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Tanja Gönner, eine Kooperationsvereinbarung für die Konferenzreihe „Bonn Conference for Global Transformation“, die ab 2015 alle zwei Jahre in Bonn stattfinden wird. Die Konferenz soll mehrere Hundert Teilnehmer/-innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus der ganzen Welt nach Bonn anziehen um die Stadt als wichtiger Standort für internationale Zusammenarbeit weiter auszubauen.

Inhaltlich wird sie die Debatte um die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen nach 2015 begleiten. Die Nachhaltigen Entwicklungsziele, die die sogenannten Millenniumsentwicklungsziele nach 2015 ablösen werden, sollen einen globalen Umbau Richtung Nachhaltiger Entwicklung vorantreiben. Sie richten sich nicht nur an Entwicklungs- und Schwellenländer, sondern legen erstmals auch einen Fokus auf das Leben in den Industrieländern. Ministerin Angelica Schwall-Düren betonte, wie durch die Konferenz einen wichtigen Beitrag zur Debatte über die Bewältigung der globalen Zukunftsaufgaben geleistet werde. Die Vorstandsprecherin der GIZ erklärte dazu, dass die Konferenz ein möglichst breites Publikum erreichen sollte, von Zivilgesellschaft über internationale Stiftungen, Privatwirtschaft bis hin zu der Wissenschaft.

Nordrhein-Westfalen, Staatskanzlei, 16 Juli 2014
Eckpunkte einer Nachhaltigkeitsstrategie für Nordrhein-Westfalen

Da die rot-grüne Landesregierung von Nordrhein-Westfalen in ihrem Koalitionsvertrag von 2012 die Nachhaltigkeit zum Leitprinzip erklärt hatte, hat sie am 12. November 2013 nun auf dieser Grundlage  „Eckpunkte einer Nachhaltigkeitsstrategie für NRW“ verabschiedet. Danach soll bis 2015/2016 unter Beteiligung aller Landesministerien und des Landtags sowie im Dialog mit Akteurinnen und Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Kommunen und Wissenschaft eine Landesnachhaltigkeitsstrategie erarbeitet werden. Dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen zufolge sollen im Mittelpunkt des Strategieprozesses mehrere Themen stehen wie Klimaschutz, Energiewende, Nachhaltiges Wirtschaften, der Schutz natürlicher Ressourcen, Demografie, faire Arbeit, Integration und Interkulturalität, sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe, nachhaltige Finanzpolitik, nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung, Nahmobilität, nachhaltiger Konsum/nachhaltige Lebensstile, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Eine-Welt-Politik. Diese Handlungsfelder sollen mithilfe von Querschnittsthemen, wie die Gleichstellung der Geschlechter, in einer Gesamtperspektive betrachtet werden sowie Wechselwirkungen zwischen den Handlungsfeldern sollen herausgearbeitet werden.

NRW, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, 4 Februar 2014
Nordrhein-Westfalen fördert zwei nachhaltige Entwicklungsprojekte in Südafrika

Die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien teilt mit: Zwei besondere Projekte in Südafrika haben eine Förderung des Lan-des Nordrhein-Westfalen erhalten. Sie zeigen, welchen konkreten Bei-trag das Land im Sinne seiner Eine-Welt-Strategie für eine nachhaltige und sozial gerechte Entwicklung leisten kann. Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren, zuständig für den Bereich Entwicklungszusammenarbeit und Eine Welt, gab die Förderung von insgesamt 92.000 Euro für die Kronendal Music Academy (KMA) und das soziale Wohnungsbauprojekt Amakhaya Ngoku, beide in der Provinz Kapstadt, bekannt...

NRW, Staatskanzlei, 4 Februar 2014
7. Eine-Welt-Filmpreis NRW

Zum 7. Mal wird im Rahmen des Fernsehworkshops Entwicklungspolitik der Eine-Welt-Filmpreis NRW verliehen. Mit der Auszeichnung wird die Arbeit von Autorinnen und Autoren gewürdigt, deren Filme für Probleme in Ländern des Südens sensibilisieren, die aber auch Ansätze zur Veränderung aufzeigen und einen Perspektivwechsel ermöglichen.

Der Eine-Welt-Filmpreis NRW wird von der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen gestiftet und ist mit 5.000 €, 3.000 € und 1.500 € dotiert. Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren übergibt die Preise am Freitag, den 20.09.2013 um 19.00 Uhr im MediaPark in Köln.

Der Fernsehworkshop Entwicklungspolitik, ein Zusammenschluss von Organisationen aus der Entwicklungszusammenarbeit, der interkulturellen Bildungsarbeit und dem Film- und Fernsehbereich, stellt regelmäßig aktuelle Film- und Fernsehproduktionen zu Nord-Süd-Themen zur Diskussion und benennt eine unabhängige Jury, die herausragende Filme für die Bildungsarbeit empfiehlt.

Mit dem 7. Eine-Welt-Filmpreis NRW wurden ausgezeichnet:

1. Preis: „Raising Resistance“ von Bettina Borgfeld und David Bernet
Der Sojaboom in Paraguay stellt die Existenz der Kleinbauern zunehmend in Frage. Gerónimo Arevalos und seine Nachbarn wollen dies nicht länger hinnehmen. Mit Demonstrationen und Landbesetzungen kämpfen sie um die Erhaltung ihrer Lebensgrundlage

2. Preis: „Tödliche Hilfe“ von Raoul Peck
Nach dem zerstörerischen Erdbeben vom Januar 2010 begleitet Raoul Peck drei Jahre lang die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft um den Wiederaufbau Haitis.

3. Preis: „Der Vorführer“ von Shaheen Dill-Riaz
Der zehnjährige Rakib arbeitet als Filmvorführer in der Hafenstadt Chandpur in Bangladesch. Er hat gelernt, sein Leben zwischen den Verführungen von Bollywood und der Verantwortung für seine Familie zu gestalten.

Nordrhein-Westfallen, Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH, 1 August 2013
Landesregierung schafft Kompetenzstelle für nachhaltige und faire Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen

Die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien teilt mit:
Mit dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Landesregierung und der Stiftung Umwelt und Entwicklung (SUE) stärkt Nordrhein-Westfalen die „Faire Beschaffung“ von Gütern und Dienst­leistungen. Mit der Kooperationsvereinbarung wird für die Dauer von fünf Jahren ein Projektbüro eingerichtet, das die Beschaffungsstellen der öffentlichen Hand dabei unterstützen soll, vermehrt fair und nach­haltig produzierte Produkte und Dienstleistungen anzuschaffen. In NRW geben das Land, Städte, Gemeinden und Landschaftsverbände insge­samt pro Jahr rund 50 Milliarden Euro für Waren und Dienstleistungen aus. Das Projektbüro soll dazu beitragen, diese „Nachfragemacht“ zur Förderung des fairen und nachhaltigen Handels zu mobilisieren.

Die jährlichen Kosten der Kompetenzstelle von rund 300.000 Euro trägt zu zwei Dritteln die Landesregierung und zu einem Drittel die Stiftung Umwelt und Entwicklung. Für die Leitung hat Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren die ehemalige Bundestagsabgeordnete Dr. Lale Akgün gewonnen, die bisher in der Staatskanzlei den Bereich Internationale Angelegenheiten und Eine-Welt-Politik leitet.

Ministerin Schwall-Düren: „Das Land Nordrhein-Westfalen ist dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Aus dieser Verpflichtung ergibt sich das Anliegen, dass Güter und Dienstleistungen, die von öffentlichen Verwaltungen des Landes und ihnen angeschlossenen oder nachgeordneten Institutionen in Auftrag gegeben oder beschafft werden, unter fairen und gerechten Bedingungen erzeugt, weiterverarbeitet und gehandelt werden. Die öffentliche Verwaltung und öffentliche Institu­tionen stellen im Wirtschaftsgeschehen eine große Nachfragemacht dar. Entsprechend groß sind ihre Potenziale zur Förderung entsprechender Mindeststandards bei ihren Wirtschaftspartnern.“

Das am 1. Mai 2012 in Kraft getretene Tariftreue- und Vergabegesetz des Landes (TVgG) verbessert die rechtlichen und politischen Voraus­setzungen zur Etablierung höherer geeigneter Standards bei Beschaf­fungsprozessen in Nordrhein-Westfalen. Ministerin Schwall-Düren: „Mit dem Tariftreuegesetz haben wir eine gute Basis geschaffen. Nun müssen die Voraussetzungen von den Beteiligten auch genutzt werden. Dabei soll sie die Kompetenzstelle unterstützen.“

Nordrhein-Westfalen, Pressestelle der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, 14 Februar 2013
Kabinett verabschiedet neue Eine-Welt-Strategie des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien teilt mit:
Das Kabinett hat die neue Eine-Welt-Strategie des Landes Nordrhein-Westfalen verabschiedet. Die Novellierung der bisherigen entwicklungspolitischen Leitlinien war notwendig, um die Eine-Welt-Politik des Landes an die aktuellen globalen Herausforderungen anzupassen. Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren: „Die neue Eine-Welt-Strategie bildet die Basis für die zukünftige Gestaltung der entwicklungspolitischen Arbeit. Wir wollen damit einen nachhaltigen Beitrag zu einer Politik der globalen Verantwortung leisten - im Interesse und zum Nutzen aller für eine zukunftsfähige ‚Eine Welt‘.“

Der Beitrag Nordrhein-Westfalens zu einer zukunftsfähigen Eine-Welt-Politik ist auf sechs strategische Handlungsfelder ausgerichtet: „Bildung und Jugend“, „Wissenschaft und Forschung“, „Klimaschutz“, „Wirtschaft“, „Gutes Regierungs- und Verwaltungshandeln“ und „Bürgerschaftliches Engagement“. Als Grundprinzipien sind dabei festgelegt: Die Aktivitäten innerhalb der neuen Eine-Welt-Strategie sind auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, gelten ressortübergreifend als Querschnittsaufgabe, beschränken und konzentrieren sich auf die sechs Handlungsfelder. Ministerin Schwall-Düren: „Das Land Nordrhein-Westfalen sieht seine Rolle dabei als Vermittler, die ‚Eine Welt‘ gemeinsam und partnerschaftlich zu gestalten.“

Das Verfahren zur Erstellung der Eine-Welt-Strategie war bundesweit neu: In einem Open-Government-Prozess wurde die Strategie mit vielen Beteiligten in einem transparenten Bürgerbeteiligungsverfahren entwickelt. Alle Bürgerinnen und Bürger, entwicklungspolitische Experten und Organisationen hatten die Möglichkeit, sich an der politischen Willensbildung auch über die Online-Konsultation zu beteiligen.

Die neue Eine-Welt-Strategie der Landesregierung finden Sie hier auf dem Portal oder unter www.einewelt.nrw.de.

Nordrhein-Westfalen, Staatskanzlei, 11 Dezember 2012