Partnerschaft Rheinland-Pfalz-Ruanda: Inklusion und Ausbildung im Fokus

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz und Ruanda wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen und vertiefen. „Die verstärkte Einbindung von Jugendlichen in die Projektarbeit, berufliche Ausbildung, Menschen mit Behinderung und ein verstärkter kultureller Austausch sind Schwerpunktthemen, mit denen diese einzigartige Partnerschaft weiterentwickelt werden soll“, sagte Innenminister Roger Lewentz nach Abschluss einer einwöchigen Delegationsreise.

Mit der Reise in das zentralafrikanische Partnerland verbunden war die zehnte Sitzung der Gemeinsamen Kommission der Partnerschaft, die die Umsetzung von Projekten überprüft und Schwerpunkte der Partnerschaft für die kommenden Jahre festlegt.

Rheinland-Pfalz und Ruanda wollen künftig vor allem im Bereich von Menschen mit Behinderungen noch stärker als bisher kooperieren. Dazu wurde eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Nach Aussage der ruandischen Seite ist dies die erste Absichtserklärung, die in der internationalen Zusammenarbeit zu diesem Thema entstanden ist. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei die Förderung der Inklusion - vor allem von Kindern und Jugendlichen - sein. Partnerschaften und Begegnungen zwischen Organisation von Menschen mit Behinderungen in beiden Ländern sollen ebenso gefördert werden, wie Schulpartnerschaften von Förderschulen und Schwerpunktschulen mit entsprechenden Einrichtungen in Ruanda.

Besonders junge Menschen in beiden Ländern sollen in Zukunft noch stärker als bisher in die Partnerschaft eingebunden und der Austausch gefördert werden. Dabei werden die neuen Medien und sozialen Netzwerke sowie ein verantwortlicher Umgang mit diesen Kommunikationsmitteln eine zunehmende größere Rolle spielen. Auch die Zusammenarbeit und der Austausch im Bereich von Kunst und Kultur soll ausgebaut werden. Daneben soll die Kooperation in Handel und Investition, in der beruflichen Bildung und im Sport verstärkt werden. Dazu sollen auch die Sportvereine in Rheinland-Pfalz angesprochen werden. Zudem prüft das Land Rheinland-Pfalz, ob und wie die ruandische Regierung bei der Digitalisierung und Archivierung von Akten über Aufarbeitung des Genozids im Jahr 1994 unterstützt werden kann.

Zur Delegation gehörten Abgeordnete der im Landtag vertretenen Parteien SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen, Vertreter des Partnerschaftsvereins, kommunaler und kirchlicher Partnerschaften, sowie aus den Bereichen Gesundheitsaufklärung, Kultur, Handwerk und von Selbsthilfeverbänden von Menschen mit Behinderungen. Während der Informationsbesuche bei zahlreichen Partnerschaftsprojekten in den Bereichen schulische Bildung, Ausbildung und Gesundheit trafen die Delegationsteilnehmer auf viele sehr positive Reaktionen bei den Adressaten der Unterstützung und konnten durchweg bemerkenswerte Fortschritte in den Projekten feststellen.

Landesregierung, Rheinland-Pfalz
29.10.2014
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