Ruanda-Tag 2015: Die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer als Vorbild für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit gewürdigt.

Rheinland-Pfalz

„Sie hat Bestand, weil sie in ehrenamtlichen Strukturen gewachsen ist und von den Menschen auf beiden Seiten getragen wird“, sagte die Ministerpräsidentin bei der Eröffnung des Ruanda-Tages auf dem Gelände der Landesgartenschau am 12. September 2015 in Landau.

Die Zukunft gehöre der Jugend. Deshalb sei es ein gutes Zeichen, dass der Partnerschaft der Nachwuchs nicht ausgehe. Beispielsweise seien anlässlich des 30-jährigen Jubiläums mehr als 30 neue Schulpartnerschaften gegründet worden, mittlerweile seien es nun über 200. Um die partnerschaftliche Zusammenarbeit noch vielseitiger zu gestalten, würden aber auch neue Impulse gesetzt: „Aktuell legen wir den Schwerpunkt auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Deshalb ist auch eine Wirtschaftsreise parallel zur Delegationsreise im Oktober dieses Jahres geplant. Und wir möchten neue Gruppen für die Partnerschaft gewinnen, so zum Beispiel Künstler oder Menschen mit Behinderungen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingskrise erinnerte sie daran, wie sich das rheinland-pfälzische Partnerland vor 21 Jahren während des Völkermordes zum Krisenherd wandelte und drei Millionen Flüchtlinge aus Ruanda flohen. „Die ruandische Erfahrung hat gezeigt, wie wichtig die Konfliktbewältigung in den Heimatländern ist. Deshalb unterstützen wir unser Partnerland bis heute bei seinen Bemühungen um Wiederaufbau und der Garantie der Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Der Ruanda-Tag wurde in diesem Jahr vom Ruanda-Freundeskreis Ruhango-Kigoma e.V. ausgerichtet, der sein 30-jähriges Bestehen feiert. Die Ministerpräsidentin dankte für das großartige Engagement des Freundeskreises und seine Unterstützung unter anderem bei der Erneuerung der mittlerweile 16. Schule, beim Bau eines Waisenhauses und einer Ausbildungsstätte für Handwerksberufe. „Der Ruhango-Kigoma-Freundeskreis ist ein tolles Beispiel dafür, was unsere Partnerschaft so erfolgreich macht“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Der Ruanda-Tag gibt den örtlichen Ruanda-Vereinen, den Schulen, Universitäten, Kommunen und Initiativen aus dem ganzen Land die Möglichkeit, ihr Engagement zu präsentieren. Neben dem Oberbürgermeister der Stadt Landau, Hans-Dieter Schlimmer, nahm auch der neue ruandische Botschafter Igor Cesar teil. Die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda besteht seit 1982. Seither flossen rund 72 Millionen Euro in knapp 1.900 gemeinsame Projekte.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.rlp-ruanda.de.

Rheinland-Pfalz, Landesregierung
15.09.2015
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