Neues Internetportal der Bundesländer zur Entwicklungspolitik freigeschaltet

Schleswig-Holstein

Auf einem neuen Internetportal zur Entwicklungspolitik präsentieren die Bundesländer von heute (8. Februar 2013) an ihre Programme und Schwerpunkte. „Seit vielen Jahrzehnten beteiligt sich Schleswig-Holstein mit eigenständigen Beiträgen an der Ausgestaltung der deutschen Entwicklungspolitik“, sagte Minister Robert Habeck zur Präsentation des Portals „Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik“ (www.entwicklungspolitik-deutsche-laender.de). Das Portal wurde heute frei geschaltet und soll schrittweise ausgebaut werden.

Die Länder konzentrieren ihr entwicklungspolitisches Engagement vor allem auf ihre Kernkompetenzen und Zuständigkeiten: Bildung, Wissenschaft und Hochschule, Kultur, Wirtschaft, Migration, Gute Regierungsführung und Klimaschutz. Dabei steht die partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe und das Bemühen um eine nachhaltige Entwicklung im Vordergrund.

Auf den Seiten des Internetportals werden die entwicklungspolitischen Ziele und Projekte der Länder dargestellt. „Sie öffnen den Blick für das vielfältige Engagement der Länder und für die Bereitschaft, einen Beitrag zur weltweiten nachhaltigen Entwicklung zu leisten“, sagte Habeck. Das Portal bietet Anknüpfungspunkte für alle, die sich mit ihrem Know-how und Engagement der  „Einen Welt“ verpflichtet fühlen.

Die Pflege der internationalen Beziehungen sei grundsätzlich Sache des Bundes. Doch die Qualität der Kontakte ins Ausland werde von vielen Repräsentanten aus Landespolitik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie dem Wirken der unzähligen, vielfach auch ehrenamtlichen Initiativen bestimmt. Die praktische Zusammenarbeit in der Entwicklungspolitik zeige, dass Partnerschaft erfolgreich sei, wenn ein gegenseitiges Interesse an Kooperation bestehe, sagte Habeck weiter. Das erfordere Mut und Ausdauer von allen Beteiligten sowie einen nüchternen Blick auf das gemeinsame Wohl in einer vernetzten Welt.

„Die heutige Praxis internationaler Wirtschafts- und Finanzbeziehungen droht gute Ansätze zunichte zu machen. Das darf die Politik nicht zulassen. Wir tragen dafür eine gemeinsame Verantwortung in Deutschland. Dazu können die Länder aufgrund ihrer Kompetenz im Regionalen wie Internationalen einen Beitrag leisten“, sagte Habeck weiter. In Schleswig-Holstein kümmern sich vier Fachkräfte in einem dreijährigen Pilotprojekt verstärkt um Partnerschaftsarbeit und Armutsbekämpfung, um ein nachhaltigeres Beschaffungswesen sowie um den Fairen Handel und Themen des „Globalen Lernens“. Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. „Ich lade alle ein, sich aktiv an der Entwicklungspolitik zu beteiligen, und hierzu bietet unsere gemeinsame Internetseite eine gute Informationsplattform“, sagte Habeck.

Schleswig-Holstein, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
08.02.2013