Nordrhein-Westfalen

04. Mai 2017: Lüdenscheid

Den Boden unter den Füßen verlieren: Landgrabbing oder die globale Jagd nach Ackerland

Weltweit verlieren Menschen ihr Land. Teilweise werden sie brutal vertrieben, Häuser und Felder zerstört. Sie verlieren ihre gesamte Existenzgrundlage. Was wie ein Albtraum aus fernen Welten klingt hat viel mit uns in Deutschland und Europa zu tun. Pensionskassen und Investmentfonds investieren den Aufbau riesiger, industrielle Monokulturen und auch die Entwicklungshilfe bevorzugt immer öfter Agrarkonzerne und Finanzinvestoren.

Roman Herre arbeitet für die Menschenrechtsorganisation FIAN und bereist regelmäßig Länder in denen Landraub geschieht, um Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren und Betroffene direkt zu unterstützen. Er berichtet unter Anderem aus Sambia und Kambodscha und gibt einen Einblick in die oft zähen Bemühungen, darin verwickelte deutsche und europäische Stellen zur Einhaltung der Menschenrechte zu bewegen.

Veranst./Info:

Weitere Informationen finden Sie hier.

19. Juni 2017: Bonn

Grenzen (im Denken) überwinden. Migration und Entwicklung im 21. Jahrhundert

Seit dem Sommer 2015 steht das Thema Migration weit oben auf der politischen Agenda in Deutschland. Damals verstärkte sich der Eindruck, alle Migrant/-innen und Geflohenen weltweit – oder zumindest aus der näheren Umgebung Europas – wollten nach Deutschland. Plötzlich schien die ganze Welt in Bewegung gekommen zu sein.

Doch dieser Eindruck täuscht. Weder die ganze Welt migriert, noch wollen alle Menschen, die migrieren, nach Europa oder Deutschland. Dass die absoluten Zahlen der internationalen Migrant/-innen steigen, hängt zum einen mit wachsenden internationalen Flüchtlingszahlen (einem Teil der internationalen Migration) zusammen, aber auch mit der absolut wachsenden Weltbevölkerung: Gemessen an der Gesamtzahl der Weltbevölkerung liegt der Anteil der MigrantInnen über lange Zeiträume gesehen relativ stabil bei etwas über drei Prozent.

Dennoch ist es natürlich wichtig zu wissen, aus welchen Regionen, aus welchen Motiven, auf welchen Wegen, mit welchen Zielen und Perspektiven Menschen migrieren – und ob sich dabei Veränderungen und Trends über die letzten Jahre abzeichnen. Das Wissen über diese „Migrationsmuster“ sollte neben dem Leitmotiv der Menschenrechte die Voraussetzung für politisches Handeln, aber auch für eine zivilgesellschaftliche Begleitung und Kontrolle politischer Entscheidungen liefern. Eine Gelegenheit für eine solche Begleitung und Kontrolle bietet das Ende Juni 2017 in Berlin stattfindende „Global Forum on Migration and Development“ (GFMD). Regierungsvertreter/-nnen aus der ganzen Welt kommen auf diesem Forum zusammen, um die Herausforderungen von Migration und Entwicklung zu diskutieren.

Anmeldungen bis zum 31. Mai 2017 möglich.

Veranst./Info:

Weitere Informationen finden Sie hier.