Bremen: Delegationsreise: Vertreter aus Wirtschaft und Politik aus Bremen und dem Nordwesten reisen nach Südafrika und Namibia

Bremen

Eine Delegation aus Wirtschaft und Politik startet heute, am 1. Juni 2018, nach Südafrika und Namibia. Fast 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Bremen, Oldenburg und dem Elbe-Weser-Raum machen bis zum 10. Juni Station in Kapstadt, Windhoek und Walvis Bay. Geleitet wird die Delegation von Harald Emigholz, Präses der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, und Bürgermeister Dr. Carsten Sieling, Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen.

Vom Bremer Senat begleiten darüber hinaus die Finanzsenatorin und Bürgermeisterin Karoline Linnert, Wissenschaftssenatorin Professorin Dr. Eva Quante-Brandt sowie Wirtschaftsstaatsrat Ekkehart Siering die Delegationsreise. Wie wichtig der Wirtschaft die Gespräche vor Ort sind, zeigt sich auch an der großen Zahl der Teilnehmenden der Delegationsreise. Unter ihnen sind Ingo Kramer, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Arbeitgeber, sowie Thomas Windgassen, Präsident der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum, Dr. Matthias Fonger als Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen und Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Stade.

Die Delegationsreisenden aus Bremen und der Metropolregion Nordwest wollen bereits bestehende Kontakte intensivieren und erfahren, wie wirtschaftliches Engagement in den aufstrebenden Märkten des südlichen Afrika neue Impulse setzen kann. Außerdem soll ausgelotet werden, wie zwischen Europa und Afrika zu einem neuen Verhältnis auf Augenhöhe beigetragen werden kann.

Handelskammer-Präses Harald Emigholz erläutert die Ziele der Delegationsreise: „Die Rolle Afrikas hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Unternehmen müssen sich heute intensiver mit den Chancen, die dieser Kontinent als Zukunftsmarkt bietet, auseinandersetzen. Wir treffen zahlreiche Unternehmen, die uns von ihren Erfahrungen berichten werden. Zudem besuchen wir Trainings- und Ausbildungseinrichtungen, um uns darüber zu informieren, wie die Fachkräfte in Südafrika und Namibia beruflich geschult und qualifiziert werden. Interessant für Bremer Unternehmen sind die Hafen- und Logistikinfrastrukturen in Kapstadt und Walvis Bay. Weiterhin wollen wir mehr über Themen erfahren wie Start-up-Förderung oder den wirtschaftspolitischen Umgang mit dem Klimawandel und Green Technlogies.“

Im politischen Teil der Reise werden Bürgermeister Dr. Carsten Sieling und die Vertreter des Bremer Senats unter anderem in Namibia mit Vizepräsident Nangolo Mbumba, Außenministerin Nandi-Ndaitwah, Parlamentspräsident Peter Katjavivi und Oppositionsführer McHenry Venaani (Popular Democratic Movement, PDM) zusammentreffen. Wissenschaftssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt wird mit der Ministerin für höhere Bildung, Ausbildung und Innovation, Kandjii-Murangi, über den Ausbau der Zusammenarbeit der Hochschulen sprechen und langjährige Kooperationspartner an den Universitäten in Namibia besuchen. In Südafrika steht die Begegnung mit der Bürgermeisterin von Bremens Partnerstadt Durban, Zandile Gumede, und vielen Projektpartnern ebenso auf dem Programm wie ein Gespräch mit der Premierministerin der Provinz Westkap, Helen Zille. Bürgermeisterin Karoline Linnert wird sich darüber hinaus über ein Umweltbildungsprojekt in Durban und in beiden Ländern über das Management staatlich geführter Unternehmen wie im Bereich der Häfen informieren.

Bürgermeister Dr. Carsten Sieling zu den Zielen der Reise: „Afrika ist Chancen- und Wachstumskontinent. Ein Kontinent mit Zukunft, mit jungen Ideen und großen Herausforderungen. Wir wollen für neue Partnerschaften werben und stehen für eine faire Zusammenarbeit als gleichberechtigte Partner, die die Chancen der Zukunft in den Mittelpunkt stellt. Bremen fühlt sich Südafrika und Namibia ganz besonders verbunden. Ich erwarte mir von den Begegnungen vor Ort interessante Anregungen für den ganzen Nordwesten Deutschlands und für eine noch intensivere Zusammenarbeit.“

Die Stationen Kapstadt, Durban, Windhoek und Walvis Bay

Die südafrikanische Hafenstadt Kapstadt gilt als wegweisendes Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung. Die Metropole hat sich als „San Francisco Südafrikas“ positioniert und ist in dem Land die Hochburg für Informationstechnologie und digitale Dienstleistungen.

Durban, das ausschließlich von der politischen Delegation aus Bremen besucht wird, verfügt über den größten Hafen Südafrikas. Seit Begründung der Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Durban im September 2011 haben sich zahlreiche Kooperationen weiterentwickelt, eine Klimapartnerschaft ist entstanden, die mittlerweile ein sehr wichtigstes Kooperationsfeld der Städtepartnerschaft ist.

Windhoek, die Hauptstadt Namibias, ist das Zentrum des namibischen Handels und mit Bremen seit über zwei Jahrzehnten in einer Klimapartnerschaft verbunden. Sie möchte künftig eine noch größere Rolle bei den Verbindungswegen zwischen dem südlichen Afrika mit Europa und Asien spielen. Eine wichtige Drehscheibe für den Handel ist der Tiefseehafen von Walvis Bay, der sich zu einem Logistik Hub der umliegenden Länder entwickeln soll.

Senat Freie Hansestadt Bremen
01.06.2018
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