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KaMubukwana (Maputo in Mosambik) und Lichtenberg (Berlin) - Städtepartnerschaft

Seit 1995 besteht die Städtepartnerschaft zwischen dem Bezirk Berlin-Lichtenberg und dem Bezirk KaMubukwana der mosambikanischen Hauptstadt Maputo.

In Berlin-Lichtenberg leben viele ehemalige mosambikanische Vertragsarbeiter/-innen. Sie gaben Anlass und Motivation für die Gründung der ersten und bisher einzigen offiziellen Berliner Bezirkspartnerschaft mit einem Bezirk in einem afrikanischen Land. Von Beginn an wurden in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit die Unterstützung von kommunalen Selbsthilfeprojekten in KaMubukwana mit Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Lichtenberg verbunden. In partnerschaftlichen Beziehungen z. B. in Schulpartnerschaften, durch gegenseitige Besuche und persönliche Kontakte wird der Austausch gelebt.

In KaMubukwana berät ein Beirat, bestehend aus allen mosambikanischen Akteuren der Städtepartnerschaft, in regelmäßigen Treffen die nächsten Schritte der Zusammenarbeit. Auch in Berlin-Lichtenberg treffen sich auf Einladung des Bezirksbürgermeisters Michael Grunst die Partner und interessierte Bürger/-innen im Arbeitskreis Maputo, um gemeinsam die nächsten Schritte abzusprechen. Aktuelle rechtliche Grundlage der Städtepartnerschaft ist das Memorandum für die Jahre 2015 bis 20147.

Seit Beginn unterstützt der Solidaritätsdienst International e.V. (SODI)die Zusammenarbeit zwischen den Partnern der Städtepartnerschaft. SODI steht den Berliner und Mosambikanischen Akteuren nicht nur als Ansprechpartner zur Seite, sondern unterstützt die Zusammenarbeit auch durch verschiedene Entwicklungsprojekte und Bildungsarbeit. SODI bietet im Rahmen der Städtepartnerschaft Diskussionsveranstaltungen und Vorträge zu Themen der Entwicklungspolitik, Länderkunde Mosambiks sowie speziell zur Städtepartnerschaft an. Dieses Angebot richtet sich an Schulen, Vereine und sozio-kulturelle Einrichtungen in Berlin.

Die Alexander-Puschkin-Schule in Lichtenberg organisiert jedes Jahr einen Spendenlauf, den Run for Help, um Spenden für Schulmaterialien und Lehrmittel zu sammeln. Ihre mosambikanische Partnerschule ist durch diese Unterstützung und durch eigene Anstrengungen zu einem Vorzeigeprojekt geworden. Die Schüler/-innen können durch die verbesserte Ausstattung mit Schulmaterialien viel besser lernen. Das zeigt sich auch in der gestiegenen Abschlussquote.

Das Gesundheitszentrum Bagamoyo in KaMubukwana umfasst eine Allgemeinmedizinische, eine Zahnärztliche sowie eine Geburts- und Kinderstation. Patienten/-innen, die an HIV/AIDS oder Tuberkulose erkrankt sind, werden auf speziellen Stationen versorgt. Doch es mangelt an technischer Ausstattung. Im November 2011 konnten nach langer Vorbereitung zwei Krankenschwestern aus dem Bagamoyo Hospital ein vierwöchiges Praktikum im Berliner Sana-Klinikum absolvieren. 

Beide Partnerbezirke verfügen über viele landwirtschaftliche bzw. kleingärtnerische Grünflächen. Während in Mosambik jedoch das Gemüse verkauft wird, um den Lebensunterhalt zu sichern, dienen die Kleingärten in Berlin ausschließlich der eigenen Versorgung und der Erholung - doch das war früher anders. Daher freuen sich die Berliner Kleingärtner/-innen über den gemeinsamen Erfahrungsaustausch mit den mosambikanischen Kleinbauern.

Von 2015-2018 wird im Rahmen eines Projekts wird Umweltbildung in KaMubukwana implementiert. Dies erfolgt über den Austausch kommunaler Expert/-innen, die Einrichtung eines Umweltbildungszentrums und konkrete Umweltprojekte an drei Schulen. Das Projekt wird über das Programm NAKOPA mit finanzieller Unterstützung des BMZ und Spenden realisiert.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Städtepartnerschaft Lichtenberg-KaMubukwana.