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Wappen Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern

Entwicklungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern

Federführend für die Entwicklungszusammenarbeit (EZ) im Land Mecklenburg–Vorpommern ist die Staatskanzlei. Sie koordiniert die Aufgaben der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit den beteiligten Ressorts und allen betroffenen gesellschaftlichen Einrichtungen. Als Leitlinie für politische Entscheidungen dienen die von den Vereinten Nationen verabschiedeten „Sustainable Development Goals“, die Nachhaltigen Entwicklungsziele für den Zeitraum 2015 bis 2030. Das Land wird hierzu in der Legislaturperiode 2016/2021 eine Strategie zur nachhaltigen Entwicklung entwerfen. Diese und andere grundsätzliche entwicklungspolitische Fragestellungen werden u. a. im jährlichen „Runden Tisch“ mit allen verantwortlichen Stellen abgestimmt.

Promotorenprogramm

Das Promotor*innenprogramm wird seit 2014 kofinanziert. Es enthält fünf Stellen, die mit neun Fach- oder Regionalpromotor*innen, die sich die Stellen teilen, besetzt sind. Die Promotor*innen tragen dazu bei, dass die Menschen ihr Verständnis für Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftliche Vielfalt erweitern und sich mit den Themen der „Einen Welt“ auseinandersetzen (www.eine-welt-mv.de/promos).

Eine-Welt-Landesnetzwerk

Einen Schwerpunkt der EZ in Mecklenburg–Vorpommern bildet die – oftmals ehrenamtliche – Arbeit der Nichtregierungsorganisationen und Schulen. Viele Initiativen der EZ haben sich im Eine-Welt-Landesnetzwerk zusammengeschlossen. Das Netzwerk organisiert u. a. die jährlich im November stattfindenden „Entwicklungspolitischen Tage in Mecklenburg-Vorpommern“ (seit 2017 unter dem Namen „Weltwechsel“), bündelt Bildungsangebote der Eine-Welt-Gruppen oder die vielfältigen Aktivitäten zum fairen Handel (www.eine-welt-mv.de). Derzeitig sind dem Landesnetzwerk ca. 60 Nichtregierungsorganisationen, (Hoch)Schulen und Kommunen/Städte mit Süd-Nord-Partnerschaft bekannt. Regelmäßig werden Vernetzungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Zeitnah wird eine online Plattform zum Thema Süd-Nord-Partnerschaftsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern entstehen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung an Schulen

Bildung für nachhaltige Entwicklung/Globales Lernen wird im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur über BNE-Regionalberater*innen in den Staatlichen Schulämtern und der Berufsschulaufsicht umgesetzt und im Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) fachlich begleitet. Unter seiner Federführung arbeitet eine Landesarbeitsgruppe Bildung für nachhaltige Entwicklung (LAG BNE) mit inzwischen über 40 Mitgliedern aus verschiedenen Ministerien und Nichtregierungsorganisationen. Jährlich findet eine landesweite BNE-Tagung für Schulen statt.

Innerhalb der LAG BNE arbeiten sechs Arbeitsgruppen zu den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Unterrichtsentwicklung, Lehrerbildung, UNESCO-Schulen, BNE-Modellschulen und Politikdiskurs. Hier werden Ideen, Wege und Konzepte entwickelt, wie u. a. Inhalte der EZ in den Unterricht und in die Lehreraus- und -fortbildung einfließen können und die Zusammenarbeit von schulischen und außerschulischen BNE-Akteuren sowie die Kommunikation verbessert werden kann. Die Einbeziehung von BNE/GL erfolgt bei der jeweiligen Überarbeitung der Rahmenpläne (Sachunterricht und aktuell gymnasiale Oberstufe). BNE- Zertifikatskurse fanden 2017 und 2018 an den Universitäten Rostock und Greifswald sowie eine BNE-Praktikumsbörse für Lehramtsstudierende statt.

Der neue Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer BNE bildet die wesentliche inhaltliche Grundlage der Arbeit. Dazu setzt Mecklenburg-Vorpommern zwei Länderinitiativen im Rahmen des Schulprogramms des BMZ und Engagement Global (EG) um. 2017 bis 2019 läuft das dreijährige länderübergreifende Projekt „Fit für morgen“ in der Berufsvorbereitung an beruflichen Schulen. Über BNE-Lehr-Lern-Konzepte an je einer Schule in Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern soll die Berufsorientierung und -motivierung junger Menschen ohne Schulabschluss und/oder mit Flüchtlingserfahrung verbessert werden. Seit dem 01.09.2018 läuft das Modellvorhaben an allgemein bildenden Schulen „Schulen der Zukunft – selbstbestimmte Wege zu Leistungsträgern in Bildungslandschaften in Mecklenburg-Vorpommern“ (BNE-Modellschulen M-V) und endet am 31.08.2021. Zehn Schulen werden sich mit Kooperationspartnern und der LAG BNE auf den Weg machen, den ganzheitlichen Ansatz (whole school approach) an ihren Schulen weiter zu entwickeln und wirksam umzusetzen.

Außerschulische Bildung für nachhaltige Entwicklung

Mecklenburg-Vorpommern ist aktives Mitglied in der norddeutschen Partnerschaft, NUN – Norddeutsch und nachhaltig: mit Bildung Zukunft sichern. Die Umweltminister und der Umweltsenator der Länder Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg vereinbarten, dass sie auch im Rahmen des UNESCO Weltaktionsprogramms 2015–2019 ihre bisherige Zusammenarbeit fortführen werden. Schwerpunkt ist die Qualitätsentwicklung und Zertifizierung von Bildungsanbietern im Bereich der außerschulischen Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern hat die Geschäftsführung der NUN-Kommission sowie die Fort- und Weiterbildung der Bildungsanbieter der Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern übertragen. Das Netzwerk der zertifizierten außerschulischen Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern ist inzwischen auf 25 gestiegen. Sie bieten Seminare, Kurse, Projekttage für Schulen, Kitas aber auch Erwachsene an, in denen Zukunftsthemen vermittelt werden (www.nun-zertifizierung.de, www.bnemv.de, www.nachhaltigkeitsforum.de, www.bne-portal.de).

Kommunale Entwicklungsarbeit

Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt und wirkt in deren Beirat mit. 14 Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern nutzen die Angebote der SKEW. Es gibt sechs kommunale Partnerschaften mit Kommunen in der Ukraine, Brasilien, Tunesien und China. Die Städtepartnerschaft Greifswald – Pomerode (Brasilien) nahm an der vierten Projektphase des Projekts „Kommunale Klimapartnerschaften“ teil. Dabei erarbeiteten die Partnerkommunen gemeinsam ein Handlungsprogramm zum Klimaschutz. Im Jahr 2013 gewann Rostock den Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ und wurde damit für ihr Engagement im Bereich des Fairen Handels auch sichtbar ausgezeichnet.

Ansprechpartner/-innen

Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Referat 170 - Gemeinsame Verwaltungsbehörde (GVB)
Schloßstraße 2-4
19053 Schwerin
Tel.: 0385 / 588-1171, -1172
Web: http://www.europa-mv.dehttp://www.regierung-mv.de

Bernhard Schwarz
bernhard.schwarz[at]stk.mv-regierung.de
Manuela Weiland
manuela.weiland[at]stk.mv-regierung.de

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
Referat 230 - Ökosystemleistungen, Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Paulshöher Weg 1,
Dienstort: Dreescher Markt 2
19061 Schwerin
Tel.: 0385 / 588- 6230, -6232

Dr. Thorsten Permien
t.permien[at]lm.mv-regierung.de
Dirk Niewöhner
d.niewoehner[at]lm.mv-regierung.de

 

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) - Referentin für Bildung für nachhaltige Entwicklung, Gleichstellung und Gewaltprävention
Dienstort: Schmiedestraße 8
19053 Schwerin
Tel.: 0385 / 588- 7725

Dr. Martina Trümper
M.Truemper[at]bm.mv-regierung.de