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Saarland

ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT IM SAARLAND

Für das Thema zeichnet das Ressort des Ministers für Bildung und Kultur Ulrich Commerçon im Saarland verantwortlich. Sein Ziel ist es, eng mit den entwicklungspolitisch tätigen Nichtregierungsorganisationen zusammenzuarbeiten.

Gemeinsam mit den Nichtregierungsorganisationen wird globale Verantwortung wahrgenommen: Es werden Partnerschaften mit den Entwicklungsländern gepflegt und die entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit sowie das bürgerschaftliche Engagement für die „Eine Welt“ gefördert.

Im Dialog mit entwicklungspolitisch tätigen Nichtregierungsorganisationen

Die Ausgestaltung der Entwicklungspolitik der Bundesrepublik Deutschland liegt in gemeinsamer Verantwortung von Bund, Ländern und Kommunen. In diesem Sinne bekennt sich die saarländische Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag dazu, die Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes auszubauen und weiterzuentwickeln.

Im Koalitionsvertrag für die 16. Legislaturperiode des Saarlandes (2017–2022) heißt es: „Die Landesregierung hat in einem breit angelegten Dialog mit allen entwicklungspolitisch engagierten Nichtregierungsorganisationen Leitlinien der Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes erstellt. Wir werden die dort formulierten Handlungsfelder, orientiert an dem Leitbild einer globalen nachhaltigen Entwicklung konsequent weiter verfolgen. Ebenso haben wir für die Förderung der engagierten Arbeit der Nichtregierungsorganisationen eine solide und verbesserte Grundlage geschaffen und werden auf dieser Basis die Arbeit der Initiativen weiterhin unterstützen.

Wesentliche der im Saarland vorhandenen Schwerpunkte und Kompetenzen liegen in den Bereichen „Globales Lernen“ und „Fairer Handel/ Nachhaltige Beschaffung.“ Wir haben mit fairer und nachhaltiger Beschaffung begonnen sowie Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung bundesweit vorbildlich vorangebracht.

Seit Mai 2018 gibt es im Saarland daher auch eine „Landeskoordination Bildung für nachhaltige Entwicklung“, welche sich darum kümmert, dass Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der schulischen Bildung verankert wird. Mit der Landeskoordinierungsstelle verstetigt Bildungsminister Ulrich Commerçon die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) systematisch und strukturell im Bildungsbereich. Um globale Zusammenhänge und individuelles Verhalten in Verbindung zu bringen, sollen bereits Schülerinnen und Schüler für die Nachhaltige Entwicklung sensibilisiert werden.

Auch im Bereich Fairer Handel/ Nachhaltige Beschaffung gibt es weitreichende Bestrebungen. So heißt es im Koalitionsvertrag: „Das Saarland soll das erste faire Bundesland werden. Um dies zu erreichen, wollen wir die öffentliche Beschaffung nach und nach auf faire und regionale Produkte umstellen und global verantwortliche Bildungsarbeit weiter voranbringen.“ Hierzu tagt regelmäßig eine Projektgruppe und die einzelnen zu erfüllenden Kriterien werden mit den unterschiedlichen Interessengruppen gemeinsam in den Blick genommen.

Ziele und Schwerpunkte

Da Entwicklungszusammenarbeit vor allem auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, wird insbesondere die erfolgreiche Arbeit von privaten Initiativen, der Kirchen und weiteren Nichtregierungsorganisationen finanziell und ideell unterstützt. Gemeinsam wollen wir konkret dazu beitragen, weltweit Armut zu bekämpfen, Frieden zu sichern, Demokratie zu verwirklichen und die Globalisierung gerechter zu gestalten.

Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit

Die Leitlinien der Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes wurden im März 2017 vom saarländischen Landtag verabschiedet und sind das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses unter aktiver Beteiligung der Zivilgesellschaft und saarländischer Nichtregierungsorganisationen. Sie stellen den Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit des Saarlandes dar und sollen die vorhandenen Strukturen, Initiativen und Aktivitäten stärken. Sie dienen als Orientierung und bilden die Grundlage für das künftige entwicklungspolitisch relevante Engagement des Saarlandes.

Die Handlungsfelder der saarländischen Entwicklungszusammenarbeit sind:

•             entwicklungspolitische Informations-, Beratungs- und Bildungsar beit
•             Wissenschaft, Forschung und Lehre
•             internationaler Austausch
•             Wirtschaft, Unternehmen, öffentliche Verwaltungen und Kommunen
•             internationaler Handel und Agrarpolitik
•             Nord-Süd-Partnerschaften/ Kooperationen
•             Auswirkungen europäischer Politik auf Länder des globalen Südens

Richtlinien Entwicklungszusammenarbeit

Die Richtlinien des Ministeriums für Bildung und Kultur zur Gewährung von Zuwendungen für die Förderung von Projekten im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit sieht – angelehnt an die Leitlinien der Entwicklungszusammenarbeit – neben der Förderung von Auslandsprojekten im Globalen Süden auch die Möglichkeit der Förderung inländischer Projekte vor. Voraussetzung ist, dass es sich um Projekte der schulischen, beruflichen und universitären Bildung, um außerschulische Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche, um Weiterbildungs- und Erwachsenenbildungsprojekte oder um entwicklungspolitische Maßnahmen und Veranstaltungen für die breite Zivilgesellschaft handelt.

Der Beirat Entwicklungszusammenarbeit

Der Beirat Entwicklungszusammenarbeit unterstützt das Ministerium maßgeblich bei der Bewilligung von Anträgen für entwicklungspolitische Projekt- und Programmaktivitäten. Die in die Förderung aufzunehmenden Projekte werden partnerschaftlich mit den im Beirat Entwicklungszusammenarbeit vertretenen entwicklungspolitischen Initiativen ausgewählt.

Ansprechpartner/-innen

Ministerium für Bildung und Kultur
Referat B5 - Entwicklungszusammenarbeit, Bildung für Nachhaltige Entwicklung, UNESCO-Projekt-Schulen
Triererstraße 33
66111 Saarbrücken
Tel.: 0681 / 501-7923
Web: http://www.saarland.de/entwicklungszusammenarbeit.htm