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Wappen Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein

Die Landesregierung Schleswig-Holstein unterstützt die Aktivitäten entwicklungspolitischer Initiativen u. a. über eine jährliche Zuwendung an das Landesnetzwerk Bündnis Eine Welt (BEI) Schleswig-Holstein sowie die vier Promotorenstellen, die Anfang 2012 im Rahmen des Pilotvorhabens des BMZ in Kooperation mit Schleswig-Holstein eingerichtet wurden. Sie arbeitet in den bundesweiten Gremien der Entwicklungszusammenarbeit mit dem BEI vertrauensvoll zusammen.

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) kooperiert als zuständiges Ressort überdies mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/Engagement Global und der Ev. Luth. Kirche in Norddeutschland (Nordkirche). Eine Vereinbarung mit der Nordkirche wurde auf höchster Ebene unterzeichnet. Entwicklungsbezogene Projekte von Nichtregierungsorganisationen werden durch Zweckerträge der landeseigenen Lotterie „BINGO!“ bezuschusst.

Schwerpunkte des Ministeriums sind neben der Unterstützung von kommunalen und schulischen Nord-Süd-Partnerschaften Maßnahmen der Bewusstseinsbildung – z. B. in den Bereichen nachhaltiger und fairer Beschaffung und Fairer Handel – sowie Bildungsarbeit im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Sie werden u. a. von oder mit dem Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume (BNUR) sowie durch die Promotorinnen für Globales Lernen durchgeführt.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK) unterstützt Globales Lernen sowie das Erlernen entwicklungspolitischer Zusammenhänge, wie aus den neuen Fachanforderungen namentlich für das Fach Geographie hervorgeht. Besonderes leisten hier die Schulen im Rahmen der schleswig-holsteinischen Initiative „Zukunftsschule.SH“. Derzeit haben sich 221 Schulen in diesem Bereich engagiert (www.zukunftsschule.sh). Außerdem ist globales Lernen ein Schwerpunktthema der Unesco-Projektschulen. Im September 2018 haben die Unesco-Projektschulen gemeinsam mit dem Baltic Sea Projekt dazu eine internationale Fachtagung in Damp veranstaltet, die von Erwachsenen und Jugendlichen gemeinsam gestaltet und durchgeführt wurde. Dabei haben sich 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer insbesondere mit global citizenship auseinandergesetzt.

Um den internationalen Klimaschutz zu stärken, ist Schleswig-Holstein 2015 der Initiative „Global Climate Leadership“ beigetreten. Im Rahmen der Deutsch-Mexikanischen Klimaschutzallianz bietet das MELUND schleswig-holsteinischen Akteuren aus Wirtschaft und Hochschulen Unterstützung bei der Zusammenarbeit mit mexikanischen Partnern auf dem Feld der erneuerbaren Energien und des Klimaschutzes an.

Mit der Mitgliedschaft im Forum Nachhaltiger Kakao e. V. möchte das Ministerium im Land ein Zeichen für verantwortungsvolles Handeln in der Ernährungswirtschaft setzen. Erste positive Gespräche mit der hiesigen Süßwarenindustrie haben stattgefunden.

Das Wirtschaftsministerium finanziert jährlich eine mit der WTSH GmbH organisierte Weiterbildungsmaßnahme für Fach- und Führungskräfte aus der chinesischen Partnerprovinz Zhejiang.

Vielfältige Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern gibt es im Bereich der universitären Forschungs- und Bildungsarbeit:

// Hochschule Flensburg:

Centre for Business and Technology in Africa (CBTA): Das CBTA bündelt Informationen und Know-how zu Technologie und Wirtschaft auf dem afrikanischen Kontinent. Es bietet Fachwissen zu Themen von besonderem Interesse und Relevanz für Wirtschaft und Technik und bietet damit auch Entscheidern und Wissenschaftlern Zugang zu Netzwerkpartnern, Industrie und Institutionen im Tertiärbereich in Afrika.

Namibia: Mit der Namibia University of Science and Technology ein Fachzentrum für Logistik (Namibian-German Centre for Logistics), Bachelor und Master in Logistik/Supply Chain Management. Weiterhin Kooperation im Bachelor und Master Studiengang Wirtschaftsinformatik.

Namibia: Projekt zum Hochschulmanagement zur Umwandlung der Polytechnic of Namibia zur Namibia University of Science and Technology

Kenia: Mit der Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology Praxispartnerschaft und Aufbau des Kenyan-German Centre for Data Analytics, Master in Wirtschaftsinformatik

Kamerun:  Mit dem Institute de Management et Technologie ein Master in Wirtschaftsinformatik aus dem Programm ICT in Africa

Südafrika: Mit Cape Peninsula University of Technology, Tshwane University of Technology, Vaal University of Technology und Durban University of Technology ein Erasmus+ Projekt „Capacity Building in Higher Education – Cooperation for innovation and the exchange of good practices“

Südafrika: Kooperation mit der Cape Peninsula University of Technology zu regenerativen Energien.

African German Virtual Academy: E-Learning Kurse in Informationstechnologie für afrikanische und deutsche Studierende. Teleteaching mit Namibia. Virtuelle Lehre mit Kamerun und Kenia.

Schwerpunkt Business in Africa im Bachelor (und zukünftig Master) Betriebswirtschaftslehre: Ausbildung von Studierenden der Betriebswirtschaftslehre mit dem Ziel die Märkte Afrikas besser zu verstehen und sinnvolle Marktentscheidungen zu treffen. Studierende begleiten Unternehmen bei Investitionsprojekten in Afrika.

AfriInvest: Langfristprojekt mit Master Studierenden im Schwerpunkt Supply Chain Management zu Daten für Investitionsentscheidungen in Afrika

Autumn School (in Flensburg) und Spring School (in Kenia/Kamerun) mit Studierenden aus Afrika und Deutschland zu aktuellen Entwicklungen in Wirtschaft, Informationstechnologie und Energiemanagement

Wissenschaftlicher Beirat des Afrikavereins der deutschen Wirtschaft

- in Indonesien: DAAD-gefördertes Projekt “Fachbezogene Partnerschaften mit Hochschulen in Entwicklungsländern” mit der Jember University im Bereich Biotechnologie zum Aufbau eines Curriculums Biotechnologie an der Universität Jember. Forschungssemester und bilateraler Studierenden-Austausch mit Möglichkeit zur Abschlussarbeit (BSc, MSc) sind etabliert.

- in Georgien: Partner im DAAD-Projekt „Einführung des Studiengangs Logistik der Technischen Hochschule Wildau [FH] mit Deutsch-Georgischem Doppelabschluss Bachelor of Engineering B.Eng. Logistik an der Georgischen Technischen Universität Tbilisi“


- in der Karibik gibt es eine Kooperation im Bereich Masterausbildung in Erneuerbaren Energien mit der University of the West Indies, Campus St. Augustine (Trinidad & Tobago) und Cave Hill (Barbados) auf der Basis eines MoU zusammen mit der Europa Universität Flensburg


- in Uganda ist basierend auf einem MoU eine Ausbildungspartnerschaft im Bereich Waste to Energy auf dem Wege

- Aufbau eines Masterstudienganges „Maritime Business“ mit den Universitäten Zadar (Kroatien) und Portoroz (Slovenien) im Rahmen der durch EU-Mittel unterstützten Internationalisierung der kroatischen Studiengänge

// Fachhochschule Kiel:

- FB Informatik und Elektrotechnik:

Changchun, Jilin University

Hangzhou, Zhejiang Association for Science and Technology

- FB Maschinenwesen:

Kooperation mit der CDHAW (Chinesisch-Deutschen Hochschule an der Tongji-Universität Shanghai/China - Doppelabschluss) im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen; Kooperation mit der MDHK (Mexikanisch-Deutschen Hochschule an der Tec de Monterrey/Mexiko) im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen; Kooperation mit dem IGCHE (Indo-German Center For Higher Education am PSG College Coimbatore/Indien) im Bereich Maschinenbau.

- FB Wirtschaft:

Kooperation mit der Universität Kelaniya, Sri Lanka, und der Dongguk University Business School, Südkorea

- Institutskooperationen: Institut für Interdisziplinäre Genderforschung und Diversity (IGD)

•             Universität Dhaka in Bangladesh
•             Universitas Kristen Indonesia, Jakarta
•             Universitas Muhammadiyah, Yogyakarta

- Fachbereichsübergreifende Kooperationen (Ansprechpartner: International Office):

•             Hangzhou, China Jiliang University
•             Qingdao, Ocean University of China (OUC)
•             Puebla, Universidad de las Américas (UDLA)
•             Stellenbosch, University, Südafrika
•             University of Pretoria, Südafrika

// Technische Hochschule Lübeck:

- hat ca. 250 Studierende aus Entwicklungsländern im Vollzeitstudium eingeschrieben

- betreibt in Kooperation mit der East China University of Science and Technology in Shanghai die Bachelorstudiengänge Environmental Engineering und Information Technology; - betreibt in Kooperation mit der Zhejiang University of Science and Technology (ZUST) den Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen.

- arbeitet mit ukrainischen Hochschulen im Bereich Bauwesen zusammen (DAAD- bzw. EU-Förderung)

// Fachhochschule Westküste:

Gemeinsam mit der Zhejiang University of Science and Technology (ZUST) hat die Fachhochschule Westküste die fünfte Kohorte chinesischer Studierender im Studiengang „Elektro- und Automatisierungstechnik mit Studienrichtung Management“ (EAM) am CDAI in Hangzhou/Anji aufgenommen. Für die Studierenden des 3. Jahrgangs am CDAI wurde in diesem Jahr wieder eine Summer School an der FH Lübeck organisiert, in der Sprach-und Kulturprogramm im Vordergrund standen. 

Mit der Unterstützung der WTSH konnten die EAM-Studierenden im 6. Semester genügend Praktikumsplätze bekommen und alle haben ihr Praktikum erfolgreich absolviert. Am 06. September 2018 ist eine Auswahl von insgesamt 15 chinesische Studierende des zweiten Jahrgangs an der FHW eingetroffen, um ihr Studium in Heide weiterzuführen und voraussichtlich im Sommer 2019 mit dem Ziel eines dt.-chin. Doppelabschlusses zu beschließen. Für die EAM-Studierenden an der FHW wurde wieder ein gesondertes Onboarding-Programm geschnürt, um ihnen zu helfen sich in Heide und an der FHW einzuleben, frühzeitig mit den übrigen FHW-Studierenden Anknüpfungspunkte zu finden, sowie sie inhaltlich und sprachlich auf das Studium in Heide vorzubereiten. Wie auch im vergangenen Jahr besteht zudem weiterhin ein reger didaktischer und fachlicher Austausch von Dozenten der ZUST an die FHW und vice versa.

// Universität zu Lübeck:

Vergabe von Stipendien für den Studierendenaustausch mit Partneruniversitäten in der Ukraine und der Russischen Föderation im Bereich Medizin.

// Europa-Universität Flensburg:

3-semestriger Masterstudiengang „Energie und Umweltmanagement“ mit wahlweisem Schwerpunkt auf Industrie- oder Entwicklungsländer; hier jährlich bis zu 12 DAAD Vollstipendiaten aus Entwicklungsländern;

Ghana: Erasmus-Partnerschaften im Projekt KA 107; Förderung von Studierenden (Master) und Promovenden im Bereich Lehrerbildung, hier Kooperation mit der University of Education, Winneba. Seit 10 Jahren werden Schulpraktika für EUF Studierende an Schulen in Ghana organisiert, derzeit v.a. im Bereich Sonderpädagogik.

Partneruniversitäten mit v.a. studentischem Austausch (laut DAC Liste) in: Kolumbien und Mexiko

An der EUF sind derzeit Studierende aus 20 Entwicklungsländern eingeschrieben (laut DAC Liste).

// Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU):

Forschungskontakte und Studienprogramme mit BRICS-Staaten sowie mit Entwicklungsländern

Vergabe von Stipendien an ausländische Studierende und Promovierende aus unterschiedlichen Herkunftsländern; viele Postdoktoranden aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Über 30-jährige Zusammenarbeit mit der Zhejiang Universität (ZJU) in China. In jüngster Zeit Ausweitung der Zusammenarbeit mit der ZJU auf den Bereich der Meereswissenschaften sowie intensive Kooperation des CAU China-Zentrums mit der ZJU. In den Meereswissenschaften existiert auch eine Kooperation mit der Ocean University in Qingdao/VR China. Seit  dem Jahr 2016 existiert auch ein uniweites Studierendenaustauschabkommen mit dem Beijing Institute of Technology in Peking.

Mitglieder im Exzellenzcluster Ozean der Zukunft in Kiel beteiligen sich an Capacity-Building-Aktivitäten, u. a. auf den Kapverde-Inseln und im Rahmen des UNESCO/IOC Chairs in den Meereswissenschaften an Projekten wie TTR (Unterricht durch Forschung), dem Austausch von Masterstudierenden und Promovierenden bzw. Sommerschulen und gezielter Forschung für lokale Wirkung.

Im Bereich der Meereswissenschaften gibt es lange bestehende Kooperationen des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel mit den Kapverden. Ende 2017 wurde das Ocean Science Centre Mindelo als Logistikbasis für die Forschung im Bereich des östlichen tropischen Atlantiks in Betrieb genommen. Neben der Forschung bildet auch Capacity-Building in der Region einen Schwerpunkt. Darüber hinaus koordiniert das GEOMAR im Rahmen einer langfristigen Kooperation zwischen der Helmholtz-Gemeinschaft und dem Oman ein wissenschaftlich-technisches Pilotprojekt zur Untersuchung von Grundwasserverlusten an der Küste des Omans als Grundlage für ein nachhaltiges Grundwassermanagement in der Region.

Die CAU ist seit Oktober 2018 assoziierte Unterstützerin im Netzwerk des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) in São Paulo in Brasilien. Ziel ist die Stärkung der Vernetzung und die Steigerung der Sichtbarkeit im größten und bevölkerungsreichsten Land Südamerikas. Auch Kooperationen und Aktivitäten im Transferbereich von Universität, Wirtschaft und Gesellschaft sollen in den Blick genommen werden. Mitglieder der CAU haben in den letzten Jahren bereits intensive Kontakte zu brasilianischen Universitäten und Forschungseinrichtungen aufgebaut. Die fachliche Bandbreite ist groß und reicht von den Meeres- und Geowissenschaften über die Nanowissen-schaften und Rechtswissenschaften bis zur Psychologie, Romanistik und Geographie. Diese vielfältigen Einzelkontakte sollen in den kommenden Jahren systematisch weiterentwickelt und ausgebaut werden.

Ansprechpartner/-innen

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein
V 121: Entwicklungszusammenarbeit, Internationale Zusammenarbeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung,
Mercatorstraße 3
24106 Kiel
Tel.: 0431 / 988-7326
Fax: 0431 / 988-7239
Web: http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/V/v_node.html