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Wappen Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein

Die Landesregierung Schleswig-Holstein, namentlich das für Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zuständige Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur (MEKUN), unterstützt mit Erfolg die Aktivitäten entwicklungspolitischer Initiativen u. a. über eine jährliche Zuwendung an das Landesnetzwerk Bündnis Eine Welt (BEI) Schleswig-Holstein sowie entwicklungsbezogene Projekte von Nichtregierungsorganisationen durch Zweckerträge der landeseigenen Lotterie „BINGO!“. Zudem ist das Land Kooperationspartner und leistet seinen Anteil an der Finanzierung von Fachpromotorenstellen im Rahmen des Promotorenprogramms des BMZ. Die Landesregierung arbeitet in den bundesweiten Gremien der Entwicklungszusammenarbeit mit dem BEI vertrauensvoll zusammen.

Das MEKUN kooperiert überdies mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/Engagement Global (hier vor allem in dem Projekt Global Nachhaltige Kommune), mit der in 2020 eine neue Vereinbarung geschlossen wurde, die auch einen finanziellen Beitrag des MEKUN enthält. Mit der Ev. Luth. Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) gibt es eine unterzeichnete Vereinbarung zur Zusammenarbeit zu EZ- und Nachhaltigkeitsthemen.

Arbeitsschwerpunkt des Ministeriums im Bereich der EZ ist die Bewusstseinsbildung der Bürgerinnen und Bürger im eigenen Bundesland. Hierbei wird die EZ weit über ihre originäre Bedeutung hinaus auch als ein zentrales Element bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDG) verstanden. So hat der schleswig-holsteinische Landtag am 1. Juni 2021 in Zusammenhang mit dem UNESCO-Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ und dem Nationalen Aktionsplan eine Landesstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung verabschiedet und in 2022 nahm eine BNE-Geschäftsstelle ihre Arbeit auf. Ergänzt wird der Bildungsauftrag durch das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein sowie durch die Vor-Ort-Dependance des regionalen Nachhaltigkeitsnetzes des Nachhaltigkeitsrates (RENN.nord-SH), insbesondere durch das in 2022 startende bundesweite Gemeinschaftswerk. Ein weiterer Baustein der EZ-Arbeit im Lande und Umsetzung von SDGs in den Bereichen nachhaltiger und fairer Beschaffung ist die 2020 gestartete Kompetenzstelle Nachhaltige Beschaffung und Vergabe (KNBV) des Ministeriums mit einer Verstetigung ihrer Aufgaben bis 2030. Die KNBV unterstützt alle Landesdienststellen und Kommunen bei der Umstellung ihrer Beschaffungen hin zu nachhaltigen und fairen Produkten.

Mit der Mitgliedschaft im Forum Nachhaltiger Kakao e. V. möchte das Ministerium im Land ein Zeichen für verantwortungsvolles Handeln in der Ernährungswirtschaft setzen. Gespräche mit der hiesigen Süßwarenindustrie führten zu einigen neuen Mitgliedschaften in dem Forum.

Das Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur (MBWFK) unterstützt Globales Lernen sowie das Erlernen entwicklungspolitischer Zusammenhänge, wie aus den neuen Fachanforderungen insbesondere für das Fach Geographie hervorgeht. Besonderes leisten hier die Schulen im Rahmen der schleswig-holsteinischen Initiative „Zukunftsschule.SH“. Derzeit engagieren sich mehr als 220 Schulen in diesem Bereich (s. www.zukunftsschule.sh). Auf einer großen BNE-Konferenz, eine gemeinsame Veranstaltung vom Bildungsministerium und Umweltministerium, der Christian-Albrechts-Universität und dem Leibnitz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holsteins und dem Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume, haben im Februar 2020 mehr als 500 Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte sich unter anderem mit Fragen des globalen Lernens und vielen anderen globalen Herausforderungen beschäftigt. Außerdem ist globales Lernen ein Schwerpunktthema der UNESCO-Projektschulen. Das UNESCO Baltic Sea Project-Netzwerk hat unter Federführung der deutschen Schulen im Mai 2021 unter dem Titel „Digital Aaroe“ ein internationales digitales Camp zum Thema Global Citizenship Education veranstaltet. Das Bildungsministerium fördert seit Februar 2021 Bildungsveranstaltungen im Onlineformat zum Globalen Lernen an Schulen in Schleswig-Holstein. Diese zeigen globale Zusammenhänge auf und helfen, das eigene Handeln kritisch zu reflektieren.

Vielfältige Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern gibt es im Bereich der universitären Forschungs- und Bildungsarbeit:

// Hochschule Flensburg:

  • in Afrika:

Centre for Business and Technology in Africa (CBTA): Das CBTA bündelt Informationen und Know-how zu Technologie und Wirtschaft auf dem afrikanischen Kontinent. Es bietet Fachwissen zu Themen von besonderem Interesse und Relevanz für Wirtschaft und Technik und bietet damit auch Entscheidern und Wissenschaftlern Zugang zu Netzwerkpartnern, Industrie und Institutionen im Tertiärbereich in Afrika. Am CBTA arbeiten Professoren verschiedener Fachbereiche der Hochschule und der Europa-Universität Flensburg zusammen.

Äthiopien: DAAD-Projekt "Praxispartnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen in Deutschland und in Entwicklungsländern ab 2019" zu Textil- und Bekleidungslieferketten in Äthiopien in Partnerschaft mit der Hochschule Reutlingen, Mekelle University und Bahir Dar University sowie Industriepartnern aus Deutschland und Äthiopien.

Namibia: Mit der Namibia University of Science and Technology ein Fachzentrum für Logistik (Namibian-German Centre for Logistics), Bachelor und Master in Logistik/Supply Chain Management. Weiterhin Kooperation im Bachelor und Master Studiengang Wirtschaftsinformatik.

Kenia: Mit der Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology Praxispartnerschaft in Wirtschaftsinformatik.

Kenia: Mitwirkung im Konsortium zur Gründung einer Ostafrikanisch-Deutschen Hochschule für angewandte Wissenschaften („Steinmeier-Initiative“).

Südafrika: Mit Cape Peninsula University of Technology, Tshwane University of Technology, Vaal University of Technology und Durban University of Technology ein Erasmus+ Projekt „Capacity Building in Higher Education – Cooperation for innovation and the exchange of good practices“.

Südafrika: Kooperation mit der Cape Peninsula University of Technology zu regenerativen Energien.

Südafrika: Kooperation mit der Durban University of Technology zum Aufbau eines virtuellen Campus und der Erstellung gemeinsamer virtueller Studienangebote.

Schwerpunkt Business in Africa im Bachelor (und zukünftig Master) Betriebswirtschaftslehre: Ausbildung von Studierenden der Betriebswirtschaftslehre mit dem Ziel die Märkte Afrikas besser zu verstehen und sinnvolle Marktentscheidungen zu treffen. Studierende begleiten Unternehmen bei Investitionsprojekten in Afrika.

Südliches Afrika und Ostafrika: Langfristprojekt mit Master Studierenden im Schwerpunkt Supply Chain Management und Studierenden der Wirtschaftsinformatik zu Base of the Pyramid Geschäftsmodellen im Übergang von der Informal Economy zur Formal Economy.

Minor African New Markets im Studiengang Master Betriebswirtschaftslehre: Weiterführendes Studium und Forschung zur Entwicklung neuer Technologien und Wirtschaft im Sub-Sahara Afrika unter Einbezug der Partner des CBTA.

Autumn School (in Flensburg) und Spring School (in wechselnden Partnerländern in Afrika) mit Studierenden aus Afrika und Deutschland zu aktuellen Entwicklungen in Wirtschaft, Informationstechnologie und Energiemanagement.

Mitglied im Wissenschaftlicher Beirat des Afrikavereins der deutschen Wirtschaft (Prof. Dr. Thomas Schmidt, Centre for Business and Technology in Africa)

  • in Indonesien: DAAD-gefördertes Projekt “Fachbezogene Partnerschaften mit Hochschulen in Entwicklungsländern” mit der Jember University im Bereich Biotechnologie zum Aufbau eines PhD-Programmes mit der Universität Jember. Forschungssemester und bilateraler Studierenden-Austausch mit Möglichkeit zur Abschlussarbeit (BSc, MSc) sind etabliert.
  • in der Karibik gibt es eine Kooperation im Bereich Masterausbildung in Erneuerbaren Energien mit der University of the West Indies, Campus St. Augustine (Trinidad & Tobago) und Cave Hill (Barbados) auf der Basis eines MoU zusammen mit der Europa Universität Flensburg.
  • in Uganda ist basierend auf einem MoU eine Ausbildungspartnerschaft im Bereich Waste to Energy auf dem Wege.
  • Aufbau eines Masterstudienganges „Maritime Business“ mit den Universitäten Zadar (Kroatien) und Portoroz (Slovenien) im Rahmen der durch EU-Mittel unterstützten Internationalisierung der kroatischen Studiengänge.

// Fachhochschule Kiel:

An der Fachhochschule Kiel sind derzeit 422 Studierende aus Entwicklungsländern eingeschrieben (laut DAC- Liste), darunter 139 weibliche. Am Studienkolleg an der Fachhochschule Kiel bereiten sich 74 Kollegiat*innen aus 27 DAC-Ländern auf den Hochschulzugang vor. Hauptherkunftsländer sind Marokko, Nepal, Indonesien und die Ukraine.

Folgende Hochschulkooperationen mit Partnerhochschulen werden durchgeführt:

  • FB Informatik und Elektrotechnik:

China:

Changchun, Jilin University

Hangzhou, Zhejiang Association for Science and Technology

Marokko:

Casablanca, Université Hassan II

Rabat, Université Mohamed V

  • FB Maschinenwesen:

Kooperation mit der CDHAW (Chinesisch-Deutsche Hochschule an der Tongji-Universität Shanghai/China - Doppelabschluss) im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen;

Kooperation mit der MDHK (Mexikanisch-Deutschen Hochschule an der Tec de Monterrey/Mexiko) im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen im Rahmen des Deutschen Hochschulkonsortiums (DHIK);

Kooperation mit dem IGCHE (Indo-German Center For Higher Education am PSG College Coimbatore/Indien) im Bereich Maschinenbau.

  • FB Wirtschaft:

Sri Lanka, Universität Kelaniya

  • Institutskooperationen: Institut für Interdisziplinäre Genderforschung und Diversity (IGD)
    • Kirgistan, American University of Central Asia
    • Indonesien, Universitas Kristen Indonesia, Jakarta
    • Indonesien, Universitas Muhammadiyah, Yogyakarta
    • Bangladesch, Agricultural University of Bangladesh
  • Fachbereichsübergreifende Kooperationen (Ansprechpartner: International Office):

China

  • Hangzhou, China Jiliang University
  • Qingdao, Ocean University of China (OUC)

Mexiko

  • Puebla, Universidad de las Américas (UDLAP)

Puebla, Tec de Monterrey

Südafrika

  • Stellenbosch, University, Südafrika
  • University of Pretoria, Südafrika

Georgien

  • Business and Technology University (BTU), Tiflis
  • Tbilisi J. State University (TSU)

Seit 2015 kooperiert die Fachhochschule Kiel im Erasmus-Programm mit Partnerländern (KA 107/171) mit o.g. Partnerhochschulen in Georgien, Marokko und Südafrika.

// Technische Hochschule Lübeck:

  • Bei den aus Entwicklungsländern kommenden im Vollzeitstudium eingeschrieben Studierenden sind besonders die englischsprachigen Masterstudiengänge nachgefragt, wie
    • Biomedical Engineering,
    • Water Engineering
    • Mechanical Engineering
    • Medical Microtechnology
    • sowie der Erasmus Mundus Master in Applied Ecohydrology
       
  • Hat Hochschulkooperationsabkommen mit Hochschulen in China, Jordanien, Kosovo Marokko, Thailand, Türkei und der Ukraine unterzeichnet.
  • Betreibt seit 2004 in Kooperation mit der East China University of Science and Technology (ECUST) in Shanghai das Deutsch-chinesische Studienmodell (ECUST-THL), welches zwei Bachelorstudiengänge umfasst: Environmental Engineering und Information Technology, Deutsch-chinesischer Doppelabschluss (Bachelor).
  • Betreibt seit 2014 in Kooperation mit der Zhejiang University of Science and Technology (ZUST) in Hangzhou das Chinesisch-Deutsche Institut für Angewandte Ingenieurwissenschaften (CDAI). Weitere deutsche Hochschulpartner: FH Westküste sowie FH Zwickau. THL Studiengang: Bauingenieurwesen. Studium in China auf Chinesisch und Deutsch (eigenes Sprachenzentrum), in der zweiten Studienphase in Deutschland ausschließlich auf Deutsch. Deutsch-chinesischer Doppelabschluss (Bachelor).
  • Wird seit 2018 im Erasmus+ Programm mit Partnerhochschulen mit Partnern in der Ukraine und Jordanien und seit 2022 mit dem Kosovo gefördert.
  • Arbeitet mit ukrainischen Hochschulen im Bereich Bauwesen zusammen und wird 2022 in mehreren DAAD-Projekten gefördert: „ukraine-digital-bauen“ und im Verbundprojekt „Wiederaufbausteine und integrierte Stadtentwicklung Ukraine“ mit der TU Kaiserslautern, der BTU Cottbus und der TU Berlin
  • Der Fachbereich Bauwesen hat 2019 zusammen mit der Université de Rabat (Marokko) am Solar Decathlon Africa Wettbewerb teilgenommen, 2021/22 erfolgte die Teilnahme am Solar Decathlon Europe Wettbewerb in Zusammenarbeit mit der Istanbul Technical University (Türkei). Der renommierte Solar Decathlon-Wettbewerb wurde 2002 in den USA ins Leben gerufen. Heutzutage findet er regelmäßig in Europa, Afrika, Asien, Zentralamerika und im Nahen Osten statt, bei dem innerhalb von 18 Monaten zugelassene Hochschulteams Ideen zu modernen und nachhaltigen Bauens und Wohnens entwickeln und umsetzen müssen.
  • Bietet für (überwiegend aus Entwicklungsländern) geflüchtete Studieninteressierten eine fachbezogene, technische Studienvorbereitung für den Zugang zur TH Lübeck an.

Im Bereich internationaler Forschungskooperationen bestehen enge Verbindungen und Projekte

// Fachhochschule Westküste:

An der Fachhochschule Westküste sind momentan 68 Studierende aus Entwicklungsländern (lt. DAC-Liste) eingeschrieben.

Weiterhin bestehen zahlreiche Kooperationen im Bereich Studierenden- und Personalmobilität sowie in der Forschung.

Im Fachbereich Wirtschaft bestehen Partnerschaften mit:

  • Universidad Católica de Salta, Argentinien
  • Universidad de Ibagué, Kolumbien
  • Universiti Tunku Abdul Rahman, Malaysia
  • Universidad Anahuác Mayab, Mexiko
  • Universidad Anahuác México, Mexiko
  • North-West University, Südafrika
  • Türkei-Bursa Uludağ University
  •  Türkei-Karadeniz Technical University

Im Bereich des Tourismus werden über das ICNT Netzwerk mit den Partnern in Mexiko (Anáhuac University) und Südafrika (North West University) zusätzlich gemeinsame Projekte und Veröffentlichungen realisiert. Als Vertreter der der deutschen Tourismuswissenschaft engagieren sich Fakultätsmitglieder u.a. auch im Steering Committee für Corona-Recovery-Maßnahmen in Kolumbien und der Dominikanischen Republik.

Im Bereich der Forschung werden im Fachbereich Technik insbesondere in den Bereichen Energiewende und Digitalisierung ebenfalls Projekte und Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen in DAC-Entwicklungsändern unterhalten:

  • Global University of the West Indies, Trinidad and Tobago, Barbados und St Lucia
  • EAN Universidad, Kolumbien
  • Pontifica Javeriana, Bogóta, Kolumbien
  • UNAL, Bogota, Kolumbien
  • UCT, Kapstadt, Südafrika
  • Zhejiang University of Science and Technology, Hangzhou (ZUST), China

Gemeinsam mit der Zhejiang University of Science and Technology (ZUST) hat die Fachhochschule Westküste die siebte Kohorte chinesischer Studierender im Studiengang „Elektro- und Automatisierungstechnik mit Studienrichtung Management“ (EAM) am CDAI in Hangzhou/Anji aufgenommen.

Im Wintersemester 2022/23 werden 10 chinesische Studierende ihr Studium in Heide mit dem Ziel eines dt.-chin. Doppelabschlusses fortführen. Ein gesondertes Onboarding-Programm hilft den EAM-Studierenden bei der gesellschaftlichen, sprachlichen und inhaltlichen Orientierung. Trotz der weitgehend eingeschränkten Reisemobilität besteht wie auch im vergangenen Jahr weiterhin ein reger didaktischer und fachlicher Austausch von Dozenten der ZUST mit der FHW über Online-Formate.

// Universität zu Lübeck:

Die Universität hat Kooperationen verschiedenster Art zu Einrichtungen und Partnern in Entwicklungsländern gemäß der DAC-Liste der Entwicklungsländer und -gebiete (gültig für das Berichtsjahr 2021).

Im Bereich der Sektion Medizin bzw. des Medizinstudiums bestehen seit vielen Jahren Kontakte zu den Universitäten in Czernowitz und Kiew (Ukraine) und Chisinau (Moldawien). Aufgrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Frühjahr 2022 wurde insbesondere die Kooperation mit der Universität in Kiew zur Unterstützung geflüchteter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler intensiviert. An der Universität zu Lübeck wurden zudem Förderprogramme zur Stipendienvergabe an geflüchtete Studierende bzw. Forschende aus der Ukraine aufgelegt.

Eine langjährige Universitätspartnerschaft im Bereich der Medizin besteht zwischen der Universität zu Lübeck, dem Forschungszentrum Borstel und der Universität in Windhoek (Namibia).

Die Universität in Hangzhou, Provinz Zhejiang in (China) ist bereits seit den 1980er Jahren eine Partneruniversität der Universität zu Lübeck.

Im Rahmen des in der der DAAD-Förderlinie „Hochschuldialog mit der Islamischen Welt“ geförderten Projekts „Alliance for International Research & Education on Intelligent Systems (AIREIS)“ besteht eine Zusammenarbeit mit der University of Guilan, Iran.

Auf Instituts- bzw. Klinikebene bestehen darüber hinaus kooperative Partnerschaften zu Einrichtungen und Institutionen in Indien, Brasilien, Usbekistan und Vietnam, die jeweils durch den Austausch von Studierenden sowie Ärzten bzw. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und gemeinsame Forschungsvorhaben geprägt sind.

Darüber hinaus bestehen zahlreiche Einzelkontakte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität mit den jeweiligen Kooperationspartnern in verschiedensten Entwicklungsländern.

Es bestehen Erasmus+-Partnerschaften zu Universitäten in der Türkei.

Das seit Sommersemester 2016 angebotene Propädeutikum der Universität zu Lübeck für geflüchtete und internationale Studieninteressierte ist ein Integrationsprojekt zur sprachlichen, fachlichen und kulturellen Vorbereitung für geflüchtete und internationale Studieninteressierte in ein Fachstudium an der Universität zu Lübeck. Es wird vom DAAD und dem Land Schleswig-Holstein unterstützt.

// Europa-Universität Flensburg:

3-semestriger Masterstudiengang „Energie und Umweltmanagement“ mit wahlweisem Schwerpunkt auf Industrie- oder Entwicklungsländer; hier jährlich bis zu 12 DAAD Vollstipendiaten aus Entwicklungsländern.

Ghana: Erasmus-Partnerschaften im Projekt KA 107; Förderung von Studierenden (Master) und Promovenden im Bereich Lehrerbildung, hier Kooperation mit der University of Education, Winneba. Seit 10 Jahren werden Schulpraktika für EUF Studierende an Schulen in Ghana organisiert, derzeit v.a. im Bereich Sonderpädagogik.

Partneruniversitäten mit v.a. studentischem Austausch (laut DAC Liste) in: Kolumbien und Mexiko

Albanien: seit 2019 ein Mobilitätsprojekt im Rahmen von Erasmus+ (KA 107) mit studentischem Austausch und in der Lehre.

Südafrika: seit 2022 Kooperation mit der University of the Western Cape, Mobilität von Studierenden und Staff, gefördert durch Erasmus+ (KA 171)

// Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU):

Zahlreiche Hochschulkooperationen und Forschungskontakte sowie auch gemeinsame Studienprogramme (z.B. Double Degree-Studiengänge) mit Hochschulen und sonstigen Einrichtungen in BRICS-Staaten sowie mit Entwicklungsländern.

So existiert zum Beispiel vom CAU-Institut für Natur- und Ressourcenschutz im Bereich der Wasser- und Umweltwissenschaften eine Kooperation mit der Mandalay University/Myanmar, der Yangon Technological University/Myanmar und der Myanmar Maritime University. Diese Zusammenarbeit erfolgte 2018 und 2019 im Rahmen eines zweijährigen BMBF-Projekts (MYNEX, weiterer deutscher Kooperationspartner ist die Uni Bonn). Seit Beginn 2020 erfolgt sie im Rahmen eines erfolgreich eingeworbenen vierjährigen DAAD-Projekts zur fachbezogenen Hochschulpartnerschaft mit Entwicklungsländern. Ziel des DAAD-Projekts ist die Erarbeitung eines gemeinsamen Masterstudiengangs zur nachhaltigen Wasserbewirtschaftung unter den Bedingungen des globalen Wandels.

Vergabe von Stipendien an ausländische Studierende und Promovierende aus unterschiedlichen Herkunftsländern; viele Postdoktoranden aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Über 35-jährige Zusammenarbeit mit der Zhejiang Universität (ZJU) in China, hier insbesondere eine enge Kooperation im Bereich der Medizin als auch des CAU China-Zentrums mit der ZJU. In den Meereswissenschaften existiert eine Kooperation mit der Ocean University in Qingdao/VR China. Seit dem Jahr 2016 existiert auch ein uniweites Studierendenaustauschabkommen mit dem Beijing Institute of Technology in Peking sowie seit 2019 auch mit der Zhejiang University of Science and Technology in Hangzhou.

Die CAU ist seit Oktober 2018 assoziierte Unterstützerin im Netzwerk des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) in São Paulo in Brasilien. Ziel ist die Stärkung der Vernetzung und die Steigerung der Sichtbarkeit im größten und bevölkerungsreichsten Land Südamerikas. Auch Kooperationen und Aktivitäten im Transferbereich von Universität, Wirtschaft und Gesellschaft sollen in den Blick genommen werden. Mitglieder der CAU haben in den letzten Jahren bereits intensive Kontakte zu brasilianischen Universitäten und Forschungseinrichtungen aufgebaut. Die fachliche Bandbreite ist groß und reicht von den Meeres- und Geowissenschaften über die Nanowissenschaften und Rechtswissenschaften bis zur Psychologie, Romanistik und Geographie. Diese vielfältigen Einzelkontakte sollen in den kommenden Jahren systematisch weiterentwickelt und ausgebaut werden.

Für alle Kooperationen gilt, dass bedingt durch die Corona-Pandemie – in den Jahren 2020 bis 2022 nur sehr wenige Aktivitäten durchgeführt werden konnten.

//Musikhochschule Lübeck:

Georgien

Seit seiner Gründung 1917 ist das Tbilisi State Conservatoire das führende Zentrum im Bereich Ethno-Musik. Das angegliederte internationale Forschungszentrum für traditionelle Polyphonie gibt einmalige Einblicke in die Vielfalt der georgischen Musiktradition. Im Rahmen der Neukonzeption des bis dato sehr in der sowjetischen Methodik verwurzelten Bildungssystems kooperieren die MHL und das TSC in folgenden Kernbereichen: Komposition, Elektronische Komposition; Theorie und Praxis (Ethnomusikologie); Klassische und moderne Kammermusik, Gesang, Chorleitung und Entwicklung des Curriculums.

Kolumbien

Austausch von Lehrenden und Studierenden der EAFIT University, Medellin

Indonesien

Die große Universitas Pendidikan Indonesia (UPI), Bandung, verantwortet vor allem die pädagogische Ausbildung (Musiklehrer/innen aller Art). Die Musikabteilung beschäftigt sich mit einheimischen und westlichen Musikformen. Im Master- und PhD – Studiengang ist ethnomusikologische Forschung und didaktische Aufbereitung hoch angesiedelt. Der Austausch ist deswegen vor allem im Bereich der Ethnomusikologie und der Komposition angesiedelt und wurde auf privater Ebene seit 1992 von einem Mitglied der MHL (u.a. auch als DAAD Langzeitdozent) durchgeführt. Zusätzlich ist die MHL am dortigen Aufbau eines EMP-Studiengangs beratend beteiligt.

Malaysia

Austausch von Lehrenden und Studierenden der Universiti Teknologi Mara, Selangor.


Thailand

Die Kooperation mit dem jungen, aufstrebenden Princess Galyani Vadhana Institute of Music, Bangkok, hat derzeit zwei Schwerpunkte. Ausgewählten Studierenden dieses Instituts soll die Möglichkeit gegeben werden, in unserem Hochschulorchester Erfahrungen zu sammeln. Die MHL unterstützt den weiteren Aufbau dieses Instituts mit kurzzeitig unterrichtenden Dozierenden bzw. ist bei einem jährlichen internationalen Symposium planerisch und praktisch mit aktiv.

Austausch von Lehrenden und Studierenden des College of Music der Mahidol University, Bangkok.

Türkei

Austausch von Lehrenden und Studierenden (Erasmus+-Förderung im Programm KA131) der Trakya Universitesi in Edirne.


Ukraine:

Austausch von Lehrenden und Studierenden (DAAD- und Erasmus+-Förderung im Programm KA131) der Odessa National A. V. Nezhdanova Academy of Music, Odessa.

Ansprechpartner/-innen

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein

Mercatorstraße 3
24106 Kiel
Tel. 0431 988-7151, -7141, -7326
Web: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/themen/umwelt-naturschutz/nachhaltigkeit/Entwicklungspolitik/entwicklungspolitik_node.html

    Entwicklungszusammenarbeit

    Wibke Muxfeldt
    wibke.muxfeldt[at]melund.landsh.de

      Nachhaltige Entwicklung

      Mareike Rehse
      mareike.rehse[at]melund.landsh.de

        Bildung für nachhaltige Entwicklung
        Internationale Zusammenarbeit

        Dennis Scheffler
        dennis.scheffler[at]melund.landsh.de