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Wappen Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein

Die Landesregierung Schleswig-Holstein, namentlich das für Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zuständige Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND), unterstützt mit Erfolg die Aktivitäten entwicklungspolitischer Initiativen u. a. über eine jährliche Zuwendung an das Landesnetzwerk Bündnis Eine Welt (BEI) Schleswig-Holstein sowie entwicklungsbezogene Projekte von Nichtregierungsorganisationen durch Zweckerträge der landeseigenen Lotterie „BINGO!“. Zudem leistet das Land seinen Anteil an der Finanzierung der derzeit fünf Promotorenstellen, die Anfang 2012 im Rahmen des Pilotvorhabens des BMZ in Kooperation mit Schleswig-Holstein eingerichtet wurden. Die Landesregierung arbeitet in den bundesweiten Gremien der Entwicklungszusammenarbeit mit dem BEI vertrauensvoll zusammen.

Das MELUND kooperiert überdies mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/Engagement Global Global (hier zurzeit vor allem in dem Projekt Global Nachhaltige Kommune), mit der in 2020 eine neue Vereinbarung geschlossen wurde, die nun auch einen fixen finanziellen Beitrag enthält. Mit der Ev. Luth. Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) gibt es eine auf höchster Ebene unterzeichnete Vereinbarung zur Zusammenarbeit zu EZ- und Nachhaltigkeits-Themen.

Schwerpunkte des Ministeriums im Bereich EZ sind neben der Unterstützung von kommunalen und schulischen Nord-Süd-Partnerschaften Maßnahmen der Bewusstseinsbildung – z. B. in den Bereichen nachhaltiger und fairer Beschaffung (hier hat in 2020 eine Kompetenzstelle Nachhaltige Beschaffung und Vergabe – KNBV des Ministeriums zur Unterstützung vor allem von Kommunen bei der Umstellung ihrer Beschaffung ihre Arbeit aufgenommen) und Fairer Handel – sowie die Bildungsarbeit im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, jetzt „Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs“ („ESD for 2030“). Sie werden u. a. von oder mit dem Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume (BNUR) sowie durch die Promotorinnen für Globales Lernen durchgeführt. Die Vor-Ort-Dependance der regionalen Nachhaltigkeitsnetze des Nachhaltigkeitsrates (RENN.nord-SH) werden ebenfalls gelegentlich in die Arbeit einbezogen.

Um den internationalen Klimaschutz zu stärken, ist Schleswig-Holstein 2015 der Initiative „Global Climate Leadership“ beigetreten. Im Rahmen der Deutsch-Mexikanischen Klimaschutzallianz bietet das MELUND schleswig-holsteinischen Akteuren aus Wirtschaft und Hochschulen Unterstützung bei der Zusammenarbeit mit mexikanischen Partnern auf dem Feld der erneuerbaren Energien und des Klimaschutzes an.

Mit der Mitgliedschaft im Forum Nachhaltiger Kakao e. V. möchte das Ministerium im Land ein Zeichen für verantwortungsvolles Handeln in der Ernährungswirtschaft setzen. Erste positive Gespräche mit der hiesigen Süßwarenindustrie haben stattgefunden und mittlerweile zu einigen Mitgliedschaften in dem Forum geführt.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK) unterstützt Globales Lernen sowie das Erlernen entwicklungspolitischer Zusammenhänge, wie aus den neuen Fachanforderungen insbesondere für das Fach Geographie hervorgeht. Besonderes leisten hier die Schulen im Rahmen der schleswig-holsteinischen Initiative „Zukunftsschule.SH“. Derzeit engagieren sich mehr als 250 Schulen in diesem Bereich (s. www.zukunftsschule.sh). Außerdem ist globales Lernen ein Schwerpunktthema der UNESCO-Projektschulen. Sie haben im September 2018 gemeinsam mit dem UNESCO Baltic Sea Project eine internationale Fachtagung veranstaltet, wo sich 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer insbesondere mit Global Citizenship Education auseinandergesetzt haben.

Das Wirtschaftsministerium (MWVATT) finanziert jährlich eine mit der WTSH GmbH organisierte Weiterbildungsmaßnahme für Fach- und Führungskräfte aus der chinesischen Partnerprovinz Zhejiang.

Vielfältige Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern gibt es im Bereich der universitären Forschungs- und Bildungsarbeit:

// Hochschule Flensburg:

  • in Afrika:

Centre for Business and Technology in Africa (CBTA): Das CBTA bündelt Informationen und Know-how zu Technologie und Wirtschaft auf dem afrikanischen Kontinent. Es bietet Fachwissen zu Themen von besonderem Interesse und Relevanz für Wirtschaft und Technik und bietet damit auch Entscheidern und Wissenschaftlern Zugang zu Netzwerkpartnern, Industrie und Institutionen im Tertiärbereich in Afrika. Am CBTA arbeiten Professoren verschiedener Fachbereiche der Hochschule und der Europa-Universität Flensburg zusammen.

Äthiopien: DAAD-Projekt "Praxispartnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen in Deutschland und in Entwicklungsländern ab 2019" zu Textil- und Bekleidungslieferketten in Äthiopien in Partnerschaft mit der Hochschule Reutlingen, Mekelle University und Bahir Dar University sowie Industriepartnern aus Deutschland und Äthiopien.

Namibia: Mit der Namibia University of Science and Technology ein Fachzentrum für Logistik (Namibian-German Centre for Logistics), Bachelor und Master in Logistik/Supply Chain Management. Weiterhin Kooperation im Bachelor und Master Studiengang Wirtschaftsinformatik.

Kenia: Mit der Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology Praxispartnerschaft und Aufbau des Kenyan-German Centre for Data Analytics, Master in Wirtschaftsinformatik.

Kenia: Mitwirkung im Konsortium zur Gründung einer Ostafrikanisch-Deutschen Hochschule für angewandte Wissenschaften („Steinmeier-Initiative“).

Südafrika: Mit Cape Peninsula University of Technology, Tshwane University of Technology, Vaal University of Technology und Durban University of Technology ein Erasmus+ Projekt „Capacity Building in Higher Education – Cooperation for innovation and the exchange of good practices“.

Südafrika: Kooperation mit der Cape Peninsula University of Technology zu regenerativen Energien.

Südafrika: Kooperation mit der Durban University of Technology zum Aufbau eines virtuellen Campus und der Erstellung gemeinsamer virtueller Studienangebote.

African German Virtual Academy: E-Learning Kurse in Informationstechnologie für afrikanische und deutsche Studierende. Teleteaching mit Namibia. Virtuelle Lehre mit Kamerun und Kenia.

Schwerpunkt Business in Africa im Bachelor (und zukünftig Master) Betriebswirtschaftslehre: Ausbildung von Studierenden der Betriebswirtschaftslehre mit dem Ziel die Märkte Afrikas besser zu verstehen und sinnvolle Marktentscheidungen zu treffen. Studierende begleiten Unternehmen bei Investitionsprojekten in Afrika.

AfriInvest: Langfristprojekt mit Master Studierenden im Schwerpunkt Supply Chain Management zu Daten für Investitionsentscheidungen in Afrika.

Minor African New Markets im Studiengang Master Betriebswirtschaftslehre: Weiterführendes Studium und Forschung zur Entwicklung neuer Technologien und Wirtschaft im Sub-Sahara Afrika unter Einbezug der Partner des CBTA.

Autumn School (in Flensburg) und Spring School (in wechselnden Partnerländern in Afrika) mit Studierenden aus Afrika und Deutschland zu aktuellen Entwicklungen in Wirtschaft, Informationstechnologie und Energiemanagement.

Mitglied im Wissenschaftlicher Beirat des Afrikavereins der deutschen Wirtschaft (Prof. Dr. Thomas Schmidt, Centre for Business and Technology in Africa)

  • in Indonesien: DAAD-gefördertes Projekt “Fachbezogene Partnerschaften mit Hochschulen in Entwicklungsländern” mit der Jember University im Bereich Biotechnologie zum Aufbau eines PhD-Programmes mit der Universität Jember. Forschungssemester und bilateraler Studierenden-Austausch mit Möglichkeit zur Abschlussarbeit (BSc, MSc) sind etabliert.
  • in Georgien: Partner im DAAD-Projekt „Einführung des Studiengangs Logistik der Technischen Hochschule Wildau [FH] mit Deutsch-Georgischem Doppelabschluss Bachelor of Engineering B.Eng. Logistik an der Georgischen Technischen Universität Tbilisi“.
  • in der Karibik gibt es eine Kooperation im Bereich Masterausbildung in Erneuerbaren Energien mit der University of the West Indies, Campus St. Augustine (Trinidad & Tobago) und Cave Hill (Barbados) auf der Basis eines MoU zusammen mit der Europa Universität Flensburg.
  • in Uganda ist basierend auf einem MoU eine Ausbildungspartnerschaft im Bereich Waste to Energy auf dem Wege.
  • Aufbau eines Masterstudienganges „Maritime Business“ mit den Universitäten Zadar (Kroatien) und Portoroz (Slovenien) im Rahmen der durch EU-Mittel unterstützten Internationalisierung der kroatischen Studiengänge.

// Fachhochschule Kiel:

An der Fachhochschule Kiel sind derzeit 413 Studierende aus Entwicklungsländern eingeschrieben (laut DAC- Liste), darunter 126 weibliche. Am Studienkolleg an der Fachhochschule Kiel bereiten sich 101 Kollegiat*innen (laut DAC-Liste) auf den Hochschulzugang vor. Hauptherkunftsländer sind Vietnam, Syrien und Marokko.

Folgende Hochschulkooperationen mit Partnerhochschulen werden durchgeführt:

  • FB Informatik und Elektrotechnik:

China:

Changchun, Jilin University

Hangzhou, Zhejiang Association for Science and Technology

Marokko:

Casablanca, Université Hassan II

Rabat, Université Mohamed V

  • FB Maschinenwesen:

Kooperation mit der CDHAW (Chinesisch-Deutsche Hochschule an der Tongji-Universität Shanghai/China - Doppelabschluss) im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen;

Kooperation mit der MDHK (Mexikanisch-Deutschen Hochschule an der Tec de Monterrey/Mexiko) im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen im Rahmen des Deutschen Hochschulkonsortiums (DHIK);

Kooperation mit dem IGCHE (Indo-German Center For Higher Education am PSG College Coimbatore/Indien) im Bereich Maschinenbau.

  • FB Wirtschaft:

Sri Lanka, Universität Kelaniya

  • Institutskooperationen: Institut für Interdisziplinäre Genderforschung und Diversity (IGD)
    • Kirgistan, American University of Central Asia
    • Indonesien, Universitas Kristen Indonesia, Jakarta
    • Indonesien,Universitas Muhammadiyah, Yogyakarta
    • Bangladesch, Agricultural University of Bangladesh
  • Fachbereichsübergreifende Kooperationen (Ansprechpartner: International Office):

China

  • Hangzhou, China Jiliang University
  • Qingdao, Ocean University of China (OUC)

Mexiko

  • Puebla, Universidad de las Américas (UDLAP)
  • Puebla, Tec de Monterrey

Südafrika

  • Stellenbosch, University, Südafrika
  • University of Pretoria, Südafrika

Georgien

  • Business and Technology University (BTU), Tiflis
  • Tbilisi Invene J. State University (TSU)

// Technische Hochschule Lübeck:

  • hat ca. 250 Studierende aus Entwicklungsländern im Vollzeitstudium eingeschrieben
    Hervorzuheben, da von dieser Personengruppe besonders nachgefragt, sind englischsprachige Masterstudiengänge wie
    • Biomedical Engineering,
    • Water Engineering,
    • Mechanical Engineering
  • betreibt in Kooperation mit der East China University of Science and Technology (ECUST) in Shanghai die Bachelorstudiengänge Environmental Engineering und Information Technology.
  • betreibt in Kooperation mit der Zhejiang University of Science and Technology (ZUST) den Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen.
  • arbeitet mit ukrainischen Hochschulen im Bereich Bauwesen zusammen (DAAD- bzw. EU-Förderung).

// Fachhochschule Westküste:

Gemeinsam mit der Zhejiang University of Science and Technology (ZUST) hat die Fachhochschule Westküste die sechste Kohorte chinesischer Studierender im Studiengang „Elektro- und Automatisierungstechnik mit Studienrichtung Management“ (EAM) am CDAI in Hangzhou/Anji aufgenommen. Eine bewährte Summerschool in Deutschland wie in den Jahren zuvor konnte in diesem Jahr coronabedingt nicht stattfinden.

Neun chinesischen Studierenden des vierten Jahrgangs führen seit Oktober 2020 ihr Studium in Heide fort mit dem Ziel eines dt.-chin. Doppelabschlusses. Ein gesondertes Onboarding-Programm hilft den EAM-Studierenden bei der gesellschaftlichen, sprachlichen und inhaltlichen Orientierung. Trotz der weitgehend eingeschränkten Reisemobilität besteht wie auch im vergangenen Jahr weiterhin ein reger didaktischer und fachlicher Austausch von Dozenten der ZUST mit der FHW über Online-Formate.

// Universität zu Lübeck:

Die Universität hat Kooperationen verschiedenster Art zu Einrichtungen und Partnern in Entwicklungsländern gemäß der aktuellen DAC Liste (2018-2020).

Im Bereich der Sektion Medizin bzw. des Medizinstudiums bestehen seit vielen Jahren Kontakte zu den Universitäten in Czernowitz (Ukraine) sowie Kaliningrad (Russland) und Chisinau (Moldawien).

Eine langjährige Universitätspartnerschaft im Bereich der Medizin besteht zwischen der Universität zu Lübeck, dem Forschungszentrum Borstel und der Universität in Windhoek (Namibia). Die gemeinsamen Austauschaktivitäten werden durch das DAAD-Projekt „BREATHE – Respiratory Health for Namibia“ gefördert. In diesem Rahmen wird jährlich eine gemeinsame mehrtägige „Academy for Respiratory Medicine“ und ein Kurs in Notfallmedizin in Namibia durchgeführt. Ärztinnen und Ärzten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Länder vermitteln dabei Studierenden und Promovierenden Kenntnisse in Notfallmedizin und Lungenheilkunde.

Es bestehen Erasmus+-Partnerschaften zu Universitäten in der Türkei.

Auf Instituts- bzw. Klinikebene bestehen kooperative Partnerschaften zu Einrichtungen in Indien, Brasilien und Vietnam, die jeweils durch den Austausch von Studierenden sowie Ärzten bzw. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und gemeinsame Forschungsvorhaben geprägt sind.

Darüber hinaus bestehen zahlreiche Einzelkontakte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität mit den jeweiligen Kooperationspartnern in verschiedensten Entwicklungsländern.

Das seit Sommersemester 2016 angebotene Propädeutikum der Universität zu Lübeck für geflüchtete und internationale Studieninteressierte ist ein Integrationsprojekt zur sprachlichen, fachlichen und kulturellen Vorbereitung für geflüchtete und internationale Studieninteressierte in ein Fachstudium an der Universität zu Lübeck. Es wird vom DAAD und dem Land Schleswig-Holstein unterstützt.

// Europa-Universität Flensburg:

3-semestriger Masterstudiengang „Energie und Umweltmanagement“ mit wahlweisem Schwerpunkt auf Industrie- oder Entwicklungsländer; hier jährlich bis zu 12 DAAD Vollstipendiaten aus Entwicklungsländern.

Ghana: Erasmus-Partnerschaften im Projekt KA 107; Förderung von Studierenden (Master) und Promovenden im Bereich Lehrerbildung, hier Kooperation mit der University of Education, Winneba. Seit 10 Jahren werden Schulpraktika für EUF Studierende an Schulen in Ghana organisiert, derzeit v.a. im Bereich Sonderpädagogik.

Partneruniversitäten mit v.a. studentischem Austausch (laut DAC Liste) in: Kolumbien und Mexiko

Albanien: seit 2019 ein Mobilitätsprojekt im Rahmen von Erasmus+ (KA 107) mit studentischem Austausch und in der Lehre.

// Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU):

Zahlreiche Hochschulkooperationen und Forschungskontakte sowie auch gemeinsame Studienprogramme (z.B. Double Degree-Studiengänge) mit Hochschulen und sonstigen Einrichtungen in BRICS-Staaten sowie mit Entwicklungsländern.

So existiert zum Beispiel vom CAU-Institut für Natur- und Ressourcenschutz im Bereich der Wasser- und Umweltwissenschaften eine Kooperation mit der Mandalay University/Myanmar, der Yangon Technological University/Myanmar und der Myanmar Maritime University. Diese Zusammenarbeit erfolgte 2018 und 2019 im Rahmen eines zweijährigen BMBF-Projekts (MYNEX, weiterer deutscher Kooperationspartner ist die Uni Bonn). Seit Beginn 2020 erfolgt sie im Rahmen eines erfolgreich eingeworbenen vierjährigen DAAD-Projekts zur fachbezogenen Hochschulpartnerschaft mit Entwicklungsländern. Ziel des DAAD-Projekts ist die Erarbeitung eines gemeinsamen Masterstudiengangs zur nachhaltigen Wasserbewirtschaftung unter den Bedingungen des globalen Wandels.

Vergabe von Stipendien an ausländische Studierende und Promovierende aus unterschiedlichen Herkunftsländern; viele Postdoktoranden aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Über 30-jährige Zusammenarbeit mit der Zhejiang Universität (ZJU) in China, hier insbesondere eine enge Kooperation im Bereich der Medizin als auch des CAU China-Zentrums mit der ZJU. In den Meereswissenschaften existiert eine Kooperation mit der Ocean University in Qingdao/VR China. Seit dem Jahr 2016 existiert auch ein uniweites Studierendenaustauschabkommen mit dem Beijing Institute of Technology in Peking sowie seit 2019 auch mit der Zhejiang University of Science and Technology in Hangzhou.

Mitglieder im Forschungsnetzwerk Ozean der Zukunft in Kiel beteiligen sich an Capacity-Building-Aktivitäten, u. a. auf den Kapverden-Inseln und im Rahmen des UNESCO/IOC Chairs in den Meereswissenschaften an Projekten wie TTR (Unterricht durch Forschung), dem Austausch von Masterstudierenden und Promovierenden bzw. Sommerschulen und gezielter Forschung für lokale Wirkung. Diese Aktivitäten werden im Wesentlichen über das Master Program “Climate Change and Marine Sciences” mit der Atlantic Technical University of Cabo Verde (UTA – Universidade Técnica do Atlântico) umgesetzt, das Bestandteil des vom BMBF finanzierten WASCAL Programm (West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use) ist und Teilnehmer*innen im Westlichen Afrika offensteht.

Im Bereich der Meereswissenschaften gibt es lange bestehende Kooperationen des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel mit den Kapverden. Ende 2017 wurde das Ocean Science Centre Mindelo als Logistikbasis für die Forschung im Bereich des östlichen tropischen Atlantiks in Betrieb genommen. Neben der Forschung bildet auch Capacity-Development in der Region einen Schwerpunkt. Seit 2019 ist das GEOMAR im Rahmen des West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use (WASCAL) an der studentischen Ausbildung in einem Masterstudiengang zu Klimawandel und Meereswissenschaften an der Fakultät für Ingenieur- und Meereswissenschaften der Universität Cabo Verde beteiligt.

Darüber hinaus koordiniert das GEOMAR seit vielen Jahren mit GAME (Globaler Ansatz durch Modulare Experimente) ein internationales Forschungs- und Ausbildungsprogramm für Studierende der Biologie und der Umweltwissenschaften. GAME kooperiert in vielen Ländern auf allen Kontinenten mit einem Netzwerk von wissenschaftlichen Partnereinrichtungen. Dieses Netzwerk bereitet die Studierenden auch auf das wissenschaftliche Arbeiten im Ausland vor. Hierfür hat GAME ein besonderes Teamkonzept entwickelt, bei dem jeweils ein deutscher Teilnehmer eng mit einem ausländischen zusammenarbeitet. GAME verbindet so die wissenschaftliche Ausbildung mit einer intensiven kulturellen und sozialen Erfahrung.

Die CAU ist seit Oktober 2018 assoziierte Unterstützerin im Netzwerk des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) in São Paulo in Brasilien. Ziel ist die Stärkung der Vernetzung und die Steigerung der Sichtbarkeit im größten und bevölkerungsreichsten Land Südamerikas. Auch Kooperationen und Aktivitäten im Transferbereich von Universität, Wirtschaft und Gesellschaft sollen in den Blick genommen werden. Mitglieder der CAU haben in den letzten Jahren bereits intensive Kontakte zu brasilianischen Universitäten und Forschungseinrichtungen aufgebaut. Die fachliche Bandbreite ist groß und reicht von den Meeres- und Geowissenschaften über die Nanowissen-schaften und Rechtswissenschaften bis zur Psychologie, Romanistik und Geographie. Diese vielfältigen Einzelkontakte sollen in den kommenden Jahren systematisch weiterentwickelt und ausgebaut werden.

//Musikhochschule Lübeck:

Georgien

Seit seiner Gründung 1917 ist das Tbilisi State Conservatoire das führende Zentrum im Bereich Ethno-Musik. Das angegliederte internationale Forschungszentrum für traditionelle Polyphonie gibt einmalige Einblicke in die Vielfalt der georgischen Musiktradition. Im Rahmen der Neukonzeption des bis dato sehr in der sowjetischen Methodik verwurzelten Bildungssystems kooperieren die MHL und das TSC in folgenden Kernbereichen: Komposition, Elektronische Komposition; Theorie und Praxis (Ethnomusikologie); Klassische und moderne Kammermusik und Entwicklung des Curriculums.

Indonesien

Die große Universitas Pendidikan Indonesia (UPI), Bandung, verantwortet vor allem die pädagogische Ausbildung (Musiklehrer/innen aller Art). Die Musikabteilung beschäftigt sich mit einheimischen und westlichen Musikformen. Im Master- und PhD – Studiengang ist ethnomusikologische Forschung und didaktische Aufbereitung hoch angesiedelt. Der Austausch ist deswegen vor allem im Bereich der Ethnomusikologie und der Komposition angesiedelt und wurde auf privater Ebene seit 1992 von einem Mitglied der MHL (u.a. auch als DAAD Langzeitdozent) durchgeführt. Zusätzlich ist die MHL am dortigen Aufbau eines EMP-Studiengangs beratend beteiligt.

Malaysia

Austausch von Lehrenden und Studierenden der Universiti Teknologi Mara, Selangor.

Russ. Föderation

Austausch von Lehrenden und Studierenden (DAAD-Förderung) der Gnessin-Musikakademie, Moskau.

Thailand

Die Kooperation mit dem jungen, aufstrebenden Princess Galyani Vadhana Institute of Music, Bangkok, hat derzeit zwei Schwerpunkte. Ausgewählten Studierenden dieses Instituts soll die Möglichkeit gegeben werden, in unserem Hochschulorchester Erfahrungen zu sammeln. Die MHL unterstützt den weiteren Aufbau dieses Instituts mit kurzzeitig unterrichtenden Dozierenden bzw. ist bei einem jährlichen internationalen Symposium planerisch und praktisch mit aktiv.

Austausch von Lehrenden und Studierenden des College of Music der Mahidol University, Bangkok.

Ukraine:

Austausch von Lehrenden und Studierenden (DAAD-Förderung) der Odessa National A. V. Nezhdanova Academy of Music, Odessa.

Ansprechpartner/-innen

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein

Mercatorstraße 3
24106 Kiel
Tel. 0431 988-7101, -7141, -7326
Web: www.schleswig-holstein.de

Entwicklungszusammenarbeit

Dr. Dietmar Fahnert
dietmar.fahnert[at]melund.landsh.de

Nachhaltige Entwicklung

Mareike Rehse
mareike.rehse[at]melund.landsh.de

Bildung für nachhaltige Entwicklung
Internationale Zusammenarbeit

Dennis Scheffler
dennis.scheffler[at]melund.landsh.de