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Ghana und Nordrhein-Westfalen - Länderpartnerschaft

Nordrhein-Westfalen verbindet seit mehr als 20 Jahren eine enge Zusammenarbeit mit Ghana, die 2007 durch ein Partnerschaftsabkommen zwischen der Staatskanzlei und dem ghanaischen Außenministerium auch offiziell begründet wurde. Mit der Unterzeichnung eines neuen Abkommens 2016 wurde die Partnerschaft um weitere 5 Jahre verlängert. Die beiden Regierungen haben sich dabei darauf verständigt, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zur Basis ihrer Zusammenarbeit zu machen und vor allem in den Bereichen Bildung und Jugend, Wissenschaft und Forschung, Klima- und Ressourcenschutz, Erneuerbare Energien, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, gute Regierungsführung und Dezentralisierung, Gesundheit sowie Frauenförderung zu kooperieren.

 

Seit 2017 findet im Rahmen dieser Partnerschaft ein Verwaltungsaustausch zwischen beiden Ländern statt, bei dem Bedienstete der Landesregierung mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der ghanaischen Verwaltung für jeweils 10 Tage im jeweiligen Partnerland zusammenarbeiten.

Neben den Kontakten auf Regierungsebene haben vor allem Projekte der Zivilgesellschaft die Partnerschaft in den letzten Jahren maßgeblich geprägt. Es gibt zahlreiche Vereine und Institutionen, die sich in Ghana engagieren. Gemeinden, Schulen und Universitäten unterhalten Partnerschaften, ebenso einzelne Städte: Bonn und Cape Coast, Mönchengladbach und Offinso, Selm und Busunu.

Die Landesregierung unterstützt dieses Engagement über verschiedene Förderprogramme. Finanziert werden sowohl Projekte in Ghana als auch Informationsarbeit in Nordrhein-Westfalen. Kommunen steht zudem ein spezielles Förderprogramm für ihre Aktivitäten im Ausland zur Verfügung. Über den Konkreten Friedendienst bezuschusst die Landesregierung junge Menschen, die Freiwilligenarbeit leisten wollen. Alle Programme werden von der Außenstelle von Engagement Global in Düsseldorf betreut.

Seit 2012 arbeitet das Land Nordrhein-Westfalen zudem eng mit der GIZ zusammen, die mit Landesmitteln verschiedene Projekte in Ghana umsetzt. Unter anderem wurde die Universität von Kumasi schrittweise zu einem Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz ausgebaut. Seit 2016 engagiert sich das Land über die GIZ auf der Müllhalde Agbogbloshie in Accra, um dort die Arbeitsbedingungen im Elektroschrott-Recycling zu verbessern.

Zur Flankierung und Unterstützung der Partnerschaft sind in Nordrhein-Westfalen das Ghana Forum als Verein der in Ghana engagierten zivilgesellschaftlichen Akteure und das Ghana Council als Zusammenschluss der ghanaischen Diaspora gegründet worden. Beide Vereine werden von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Eine-Welt-Promotorenprogramms unterstützt. Seit 2016 wird über das Promotorenprogramm zusätzlich der Verein Junger Deutsch-Afrikaner gefördert.