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Cajamarca (Peru) und Treptow-Köpenick (Berlin) - Städtepartnerschaft

1995 lernten sich auch die beiden damaligen Bürgermeister, Lucho Guerrero aus Cajamarca und Klaus Ulbricht aus Köpenick, kennen und stellten fest, dass sich ihre Vorstellungen zu Themen wie kommunaler Umweltschutz, Nord-Süd-Zusammenarbeit, Bürgerbeteiligung und sozialer Verantwortung ziemlich nahe kamen und dass beide längst dabei waren, die Lokalen Agenden in ihrer Provinz und ihrem Bezirk durchzusetzen. Am 20. Mai 1998 unterzeichneten die beiden Bürgermeister in Cajamarca das Partnerschaftsabkommen.

Nach und nach ergaben sich viele gemeinsame Aktivitäten, etwa der Austausch von Jugendtheatern und Kindergärten, Praktika in den Berliner Wasserbetrieben, in weiteren Einrichtungen der Umweltbildung und in der Provinzverwaltung von Cajamarca, ein Schulaustausch, Sozialpraktika und eine Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit, Menschen mit Behinderung und Arbeit mit Senioren, die im Lauf der Zeit mehr und mehr ins Zentrum der Partnerschaft rückte. Bereits vier Mal absolvierte eine Abiturientin einer in die Partnerschaft einbezogenen Schule in Treptow-Köpenick ein Freiwilliges Soziales Jahr im Behindertenprojekt der Asociación Santa Dorotea in Cajamarca. Im Jahr 2014 stand das Thema Bürgerhaushalte in beiden Kommunen im Mittelpunkt der gemeinsamen Aktivitäten. Im Rahmen des ASA-Kommunal-Projektes „Bürgerhaushalte leben von der Beteiligung“ analysierten und verglichen zwei deutsche Studentinnen und zwei peruanische Fachkräfte aus der Verwaltung von Cajamarca jeweils drei Monate vor Ort die Funktionsweise von Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten in beiden Kommunen. Aktuell wird an der Realisierung einer Krankenhaus-, einer Schulpartnerschaft sowie an einem Seniorenprojekt und einem Umweltprojekt gearbeitet. Dabei geht es in erster Linie um einen Austausch von Erfahrungen und einen gegenseitigen Transfer von Wissen und Know-How. Städtepartnerschaft als Möglichkeit des von einander Lernens.

Weitere Informationen zu dieser Partnerschaft finden Sie auf den Seiten der AG StäPa und der bezirklichen Städtepartnerschaftsbeauftragten