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Im Fokus

Nachhaltigkeitsziel 14: Leben unter Wasser – Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen

Die Ozeane und Meere bedecken rund 70 Prozent unseres Planeten und nehmen folglich eine wichtige Rolle im Zusammenspiel von globalen Ökosystemen, reichhaltiger Biodiversität, Klimaveränderungen und in der Beziehung zu uns Menschen ein. So sind sie aktive Regulatoren, Beeinflusser, Versorger und Heimatgeber für uns sowie Flora und Fauna. Sie verbinden sämtliche Anrainer untrennbar miteinander – auch durch gemeinsame Gefährdungen, Bedrohungen und die Herausforderungen bei deren Bewältigung. Mannigfaltige Probleme sind inzwischen deutlich erkennbar, Überfischung, Korallensterben, Überdüngung, Übersäuerung sowie Verschmutzung und Vermüllung des Wassers durch Plastik sind dabei nur einige von ihnen. Ein schnelles Umsteuern und langfristige Lösungen sind erforderlich. Dementsprechend sind Maßnahmen zur Reduzierung der Nährstoffeinträge aus den Einzugsgebieten und über die Luft voranzutreiben, Konzepte zur nachhaltigen und schonenden Nutzung der lebenden und nicht lebenden Ressourcen zu entwickeln und zu fördern, die marine Tier- und Pflanzenwelt sowie die Struktur des Meeresbodens gezielt zu schützen und die weltweit stattfindende Müllentsorgung in den Meeren zu beenden.

Beitrag zur Zielerreichung in Schleswig-Holstein

Forschung zur Verbesserung der wissenschaftlichen Grundlagen

  • Meeresforschung und hier seit 2019 insb. „Deutsche Allianz für Meeresforschung“ zwischen Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen

  • Projekte der Landesverwaltung zu Lebensräumen und Prozessen in Nord- und Ostsee, z.B. Projekt „STopP“ als Forschungsprojekt im Rahmen der „Küstenforschung in Nord- und Ostsee“ des BMBF mit Schwerpunkt auf Sedimenterforschung

  • Forschungsnetzwerk/ Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ Akademische Forschung rund um anthropogen geschaffene Herausforderungen in den Meeren

Ressortübergreifende Zusammenarbeit

  • Landesinitiative „Zukunft Meer“
    Aus dem europäischen Konzept heraus ist in Schleswig-Holstein bereits 2004 die Landesinitiative "Zukunft Meer" entstanden. Sie ist die Grundlage für maritimes Regierungshandeln und umfasst eine Reihe von strategischen Instrumenten, wirkt meerespolitisch integrativ und ist innovativ.

Fischerei und Aquakultur

  • Landesprogramm Fischerei und Aquakultur
    Gefördert werden mit EU-Mitteln aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) und nationalen Mitteln vor allem Projekte der nachhaltigen Entwicklung der Fischerei und Aquakultur sowie der Integrierten Meerespolitik.
    Beispiele:

Müll im Meer

Schutz der Küstenmeere

Verminderung der Verschmutzung der Meere durch seebasierte Einträge

  • maritime Notfallvorsorge und Notfallmanagement

    • gemeinsames Strategiekonzept des Bundes und der Küstenländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein als Grundlage für ein gemeinsames abgestimmtes Vorgehen; beteiligt sind die Umwelt- und Verkehrsressorts des Bundes und die Umweltressorts der Küstenländer

  • hohe Umweltstandards bei schleswig-holsteinischen Behördenschiffen (LKN-SH)

    • Schlepper „Odin“ und die Tank Barge „Lüttmoor“: 2005 mit dem Umweltzeichen blauer Engel gebaut, die Motoren erfüllen die jetzige Abgasnorm, NOx-Werte wurden nachgewiesen, die Odin hat zudem Ballastwassertanks, die mit Frischwasser gefüllt sind

    • Schlepper „Trischen“ (Auslieferung 2019) mit dieselelektrischem Antrieb und Abgasnachbehandlung, erfüllt IMO Tier III-Norm, kann mit jedem anderen Stromerzeuger (Brennstoffzelle) ausgerüstet werden

    • Mehrzweckschiff „Haithabu“ (auch geeignet um Öl aufzunehmen; Baujahr 2014): mit Motoren mit Abgasnachbehandlung ausgestattet, erfüllen die Abgasnorm IMO Tier III (aktuell gefordert IMO II), NOX-Werte mussten nachgewiesen werden, Ballastwassertanks sind mit Frischwasser gefüllt

    • Alle Schiffe des Landesamtes für Küstenschutz und Nationalpark (LKN) verfügen über Fäkalien- und Altöltanks, deren Inhalt regelmäßig an Land entsorgt wird, Abfälle werden getrennt gesammelt und regelmäßig an Land entsorgt; es werden seit Jahren umweltfreundliches Antifouling und Farben verwendet, getankt wird ausschließlich schwefelarmer Diesel, (Autokraftstoff).

Wissenstransfer und Bildung

  • Multimar Wattforum
    Die Ausstellungsinhalte und vielfältigen Informations- und Bildungsangebote des BNE-zertifizierten Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum wie auch des Nationalpark-Hauses in Wyk auf Föhr für Schulklassen, Familien, Urlauber*innen usw. dienen der anschaulichen Vermittlung von Wissen über die natürliche Vielfalt, die Nutzungen und Bedrohungen sowie den Schutz des Wattenmeeres, das seit 1985 als Nationalpark gesetzlich geschützt ist und seit 2009 Teil des grenzüberschreitenden Weltnaturerbes Wattenmeer ist; Bildungsangebote auch außerhalb der Einrichtungen sind die Wanderwerkstatt zum Thema Vögel im Wattenmeer und zum Klimawandel (in der Entwicklung). Die Zusammenarbeit erfolgt außerdem über Nationalpark-Schulen und Nationalpark-Kitas in der Region an der Westküste.
    Im Bereich der nachhaltigen Entwicklung in der Region, insbesondere im nachhaltigen Tourismus und der Zusammenarbeit mit Partnern engagiert sich die Nationalparkverwaltung in grenzüberschreitenden Interreg-Projekten (NAKUWA und Prowad.Link) sowie seit vielen Jahren im Bereich der Nationalpark-Partner. Gäste werden hierbei über die Schutzwürdigkeit des Wattenmeeres und die Möglichkeiten eines umweltfreundlichen Urlaubserlebnisses und Handelns durch die mittlerweile mehr als 180 Partnerbetriebe informiert.

  • Ostsee Infozentrum Eckernförde

  • Projekt „Kreative Küste“
    Bildungsprogramme an Schulen und an anderen Orten werden durchgeführt, um v. a. Kindern kreativ die Problematik von Plastikmüll und seine Auswirkungen auf die Meere nahezubringen

  • Meeresfestival CineMare Kiel
    Ziel des Festivals ist es, die Menschen für die Meere zu begeistern und ihre Wasserverbundenheit zu fördern

  • Meeresatlas
    Daten und Fakten über den menschlichen Umgang mit dem Ozean

  • Lighthouse Foundation
    Weltweite Förderung von Projekten für eine nachhaltige Entwicklung in Bezug auf das Meer

  • Projekt Spiel mal Meer

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein