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Cajamarca (Peru) und Treptow-Köpenick (Berlin) - Städtepartnerschaft

1995 lernten sich die beiden damaligen Bürgermeister, Lucho Guerrero aus Cajamarca und Klaus Ulbricht aus Köpenick, kennen und stellten fest, dass sich ihre Vorstellungen zu Themen wie kommunaler Umweltschutz, Nord-Süd-Zusammenarbeit, Bürgerbeteiligung und soziale Verantwortung ziemlich nahekamen und beide längst dabei waren, die Lokalen Agenden in ihrer Provinz und ihrem Bezirk durchzusetzen. Am 20. Mai 1998 unterzeichneten die beiden Bürgermeister in Cajamarca das Partnerschaftsabkommen.

Nach und nach ergaben sich viele gemeinsame Aktivitäten wie Praktika, Teilnahme am Freiwilligen Sozialen Jahr, die Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit, Menschen mit Behinderung und Arbeit mit Senioren. Je zwei Kindergärten in Treptow-Köpenick und in Cajamarca unterhalten langjährige Kooperationen. Ein nach 2010 ruhender Schulaustausch zwischen weiterführenden Schulen in Treptow-Köpenick und Cajamarca konnte mit ersten Besuchen im Jahr 2026 erfolgreich reaktiviert werden. Die seit 2019 bestehende Zusammenarbeit im Bereich der außerschulischen Bildungsarbeit konnte mit einem neuen Partner in Treptow-Köpenick stabilisiert werden, und seit ein paar Jahren findet zeitgleich in Cajamarca und Treptow-Köpenick die Olympiade 60+ statt. 

Ein überwiegend in der Region Cajamarca angebauter ökofairer Kaffee wird jetzt als Stadtkaffee im Bezirk verkauft („Treptow-Köpenicker Bohne“). Im Rahmen des Programms ASA NGO global gab und gibt es im Jahr 2026 einen Austausch von je zwei peruanischen und deutschen Stipendiatinnen zu diesem Thema, in dessen Verlauf (je eine dreimonatige Projektphase in Berlin und Cajamarca) vorgesehen ist, die Vermarktung des Kaffees in Cajamarca und in Peru zu fördern, Cajamarca auf seinem Weg zur ersten Fair-Trade-Town Perus zu unterstützen und einen Imagefilm über den Weg des Kaffees von den Produzent/-innen in Peru zu den Konsument/-innen in Berlin vorzubereiten. 

Mit Mitteln des Landes Berlin konnte Cajamarca bei der Pandemiebekämpfung nachhaltig unterstützt werden, die zum Maskennähen angeschafften Nähmaschinen kommen z.B. in der Berufsvorbereitung im Rahmen der außerschulischen Bildungsarbeit zum Einsatz. 
Beide Partnergemeinden waren auch am Programm „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften mit Lateinamerika" der Servestelle Kommunen in der Einen Welt aktiv beteiligt und unterstützen sich gegenseitig bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele.

Insgesamt geht es in erster Linie um einen Austausch von Erfahrungen und einen gegenseitigen Transfer von Wissen und Know-How. Städtepartnerschaft als Möglichkeit des Lernens voneinander.

Weitere Informationen zu dieser Partnerschaft finden Sie in den Broschüren und auf den Seiten der AG StäPa und der bezirklichen Städtepartnerschaftsbeauftragten: EU-Beauftragte Treptow-Köpenick - Berlin.de.