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Bayern: Staatssekretär zieht positive Bilanz nach Delegationsreise nach Ghana

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt zeigt sich nach der Delegationsreise nach Ghana sehr zufrieden mit deren Verlauf: „Ghana ist ein aufstrebendes Land mit einer äußerst dynamischen Wirtschaftsentwicklung. Das BIP ist in den vergangenen Jahren um mehr als fünf Prozent pro Jahr gewachsen, die Arbeitslosigkeit gesunken. Aber viel wichtiger als reines Zahlenwerk: Die Menschen, die wir hier getroffen haben, wollen die Ärmel hochkrempeln und anpacken. Ich bin davon überzeugt, dass bayerisches Know-how die ghanaische Wirtschaft bereichern kann – gerade in Bereichen wie Agritech, Maschinenbau, Ernährungswirtschaft und Energie. Für unsere Unternehmen ist Ghana ein hochinteressanter Markt und ein Türöffner für ganz Westafrika.“

Der Schwerpunkt der sechstägigen Delegationsreise nach Ghana lag auf der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Neben Gesprächen mit den Botschaftern der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union traf sich die bayerische Delegation mit verschiedenen Verbänden und Institutionen, um Investitions- und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten.

Einen wichtigen Bestandteil der Reise bildeten die Besuche mehrerer ghanaischer Betriebe, darunter etwa Eden Tree Ltd., ein Produzent und Händler von hochwertigen frischen Lebensmitteln, oder Yayra Glover Ltd., eine Bio-Kakao-Initiative. Der Agrarsektor macht rund 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts Ghanas aus und beschäftigt knapp die Hälfte aller Erwerbstätigen. Rund 15 bis 20 Prozent des weltweiten Kakaoangebots kommt aus Ghana. Trotz der großen Bedeutung der Landwirtschaft wird nach wie vor ein großer Teil der Erzeugnisse unverarbeitet exportiert. Der Sektor ist geprägt von kleinen Betrieben mit wenigen Angestellten.

Deshalb war es ein Ziel der Reise, die bayerischen Wirtschaftsvertreter direkt mit den einheimischen Unternehmern in Kontakt zu bringen. Staatssekretär Tobias Gotthardt zieht ein positives Fazit aus den Gesprächen: „Wir nehmen viele wichtige Impulse aus Ghana mit nach Bayern. Westafrika ist ein wichtiger Teil unserer ambitionierten Außenhandelsstrategie, Ghana kann hier ein echter Stabilitätsanker für bayerische Unternehmen werden. Wir haben in den vergangenen Tagen den Grundstein für mehr Handel und engere Kontakte gelegt. Ghana braucht Partner, keine Almosen.“

Die deutsch-ghanaische Partnerschaft besteht seit über 50 Jahren und umfasst regelmäßige hochrangige Besuche. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) arbeitet mit rund 580 Mitarbeitenden vor Ort und implementiert derzeit 56 Projekte. Im Bildungs- und Wissenschaftsbereich gibt es etwa 70 Hochschulpartnerschaften, eine deutsche Schule in Accra sowie Büros mehrerer deutscher Stiftungen, des Goethe-Instituts und der AHK. Für Bayern ist Ghana nach Nigeria der wichtigste Handelspartner in Westafrika.

Bayerisches Staatsministerium, Pressestelle der Landesregierung