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Rheinland-Pfalz startet landesweiten Modellversuch: Lehramtsanwärter reisen während Ausbildung nach Ruanda

Mit dem „Global Education Lab Rwanda“ wurde in Rheinland-Pfalz erstmals ein landesweiter Modellversuch gestartet, der Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern aller Schularten die Möglichkeit eröffnet, im Rahmen ihrer Ausbildung an einer Studienreise nach Ruanda teilzunehmen. Vom 4. bis 13. Oktober 2026 reisten 15 angehende Lehrkräfte aus Rheinland-Pfalz ins Partnerland. Die Studienreise wurde von der Staatskanzlei in Kooperation mit dem Bildungsministerium und dem Pädagogischen Landesinstitut durchgeführt.

Staatssekretär Torsten Welling, Bevollmächtigter des Landes beim Bund und für Europa, Sport, Ehrenamt und Medien erklärte: „Die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda lebt seit über 40 Jahren von persönlichen Begegnungen, gegenseitigem Vertrauen und dem Austausch zwischen den Menschen beider Länder. Unsere rund 150 Schulpartnerschaften sind dafür ein besonders schönes Beispiel. Sie ermöglichen jungen Menschen, über den eigenen Tellerrand zu schauen, voneinander zu lernen und Freundschaften über Ländergrenzen hinweg zu knüpfen. Mit dem Global Education Lab Rwanda wollen wir diesen Austausch weiter stärken. Die angehenden Lehrkräfte nehmen nicht nur wertvolle Erfahrungen für ihren späteren Unterricht mit, sondern können auch neue Impulse für bestehende und künftige Schulpartnerschaften setzen.“

„Anwärterinnen und Anwärter aus den Studienseminaren in Rheinland-Pfalz haben nun erstmals die tolle Möglichkeit, im Rahmen dieser Studienreise Einblicke ins Bildungssystem unseres Partnerlandes Ruanda zu erhalten. Neben Schul- und Unterrichtsbesuchen und dem Austausch mit Bildungsinstitutionen stehen Veranstaltungen zur Kulturgeschichte und Friedenspädagogik auf dem umfangreichen Programm. Ich bin mir sicher, dass dieser Pilotversuch mit Blick auf die interkulturelle Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung wertvolle Impulse für die spätere schulische Praxis geben wird“, sagte Bildungsministerin Frau Dr. Eiling-Hütig.

Dazu Dr. Birgit Pikowsky, Direktorin des Pädagogischen Landesinstituts: „Bildung für nachhaltige Entwicklung beutetet auch, entwicklungspolitische Inhalte zu vermitteln und den Schülerinnen und Schülern authentische Perspektiven aus dem Globalen Süden nahezubringen. So können Lehrkräfte junge Menschen dazu befähigen, globale Zusammenhänge kritisch zu reflektieren und verantwortungsbewusstes Handeln vorzuleben. Das unterstützen wir in der Lehrkräftefortbildung sehr gerne und freuen uns, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studienreise die dort gewonnenen Erfahrungen in ihre Schulpraxis einfließen lassen.“

Organisiert wurde das Pilotprojekt, das Einblicke in die ruandische Bildungslandschaft und in die Graswurzelpartnerschaft ermöglichte, mit Unterstützung des Koordinationsbüros des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz/Ruanda in Kigali und zahlreicher Akteurinnen und Akteure der Partnerschaft. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befassten sich mit Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Neben den vielen Graswurzelinitiativen und -projekten in beiden Ländern sind die gut 150 Schulpartnerschaften eine wichtige Stütze der seit 44 Jahren bestehenden Partnerschaft.

Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Pressestelle